Splendor

Kurzinhalt

Wir sind Händler die sich Minen, Kunsthandwerker und Transportmittel besorgen um wertvolle Edelsteine zu erzeugen und so das meiste Prestige zu sammeln.

Ein Spiel von der Nominierungsliste für das Spiel das Jahres 2014. Das Christkind hat sich anscheinend gedacht, dass es seine gute Idee wäre dieses Spiel zu spielen. Hat es damit recht? Man wird sehen…

Eckdaten

Autor: Marc André
Illustrationen: Pascal Quidault
Verlag: Space Cowboys – Vertrieb durch Asmodee
Jahr: 2014
Anzahl Spieler: 2-4
Dauer: ~30 min.
Schachtelgröße: 21,5cm*27,4cm*7,1cm
Preis: ~30€

Ausstattung

Inhalt
Inhalt

Das Spiel beinhaltet verhältnismäßig wenig Material. Karten von sehr guter Qualität, Adeligenplättchen und das Materialhighlight: Die Chips. Diese stellen alle Casinochips in den Schatten und sind so schwer, dass man sie notfalls auch als Waffe zur Selbstverteidigung verwenden kann. Sie sind die Währung im Spiel.

Regeln & Texte

Die Spielregel ist sehr kurz gehalten und gut geschrieben. Es blieben keine Fragen offen. Zu Beginn ist es ungewohnt, dass die Karten keinerlei Text haben. Aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Illustrationen

Um diese Karte zu kaufen, werden 5 blaue und 3 grüne Edelsteine benötigt. Sie liefert 2 Prestigepunkte
Um diese Karte zu kaufen, werden 5 blaue und 3 grüne Edelsteine benötigt. Sie liefert 2 Prestigepunkte

Die Illustrationen haben ihren eigenen Charme. Manche finden sie etwas düster aber mir gefallen sie sehr gut. Bei den Adeligenplättchen darf man raten um welche berühmte Person aus der Renaissance es sich handelt.

Aufbau & Größe

Auslage für 4 Spieler
Auslage für 4 Spieler

Spielfeldgröße: Gemeinsame Auslage 46cm*40cm + Auslage pro Spieler ~40cm*20cm
Aufbauzeit: weniger als 1:30 min

Ablauf

Die Spieler können aus einer von 4 Optionen wählen:

a) 3 Edelsteine verschiedener Farbe nehmen

b) 2 Edelsteine in gleicher Farbe nehmen, solange noch min. 4 in der Farbe verfügbar sind

c) 1 Gold und 1 Karte aus der Auslage auf die Hand nehmen um sie zu reservieren. Handkartenlimit ist 3 Karten.

d) Eine Karte aus der Auslage oder von der Hand kaufen

Der Spieler kann sich die Karte rechts im Bild nehmen ohne etwas dafür zu bezahlen.
Der Spieler kann sich die Karte rechts im Bild nehmen ohne etwas dafür zu bezahlen.

Gekaufte Karten liefern Vergünstigungen. Kauft man z.B. eine Rubinmine (rot), reduzieren sich die benötigten Rubine die man beim Kauf haben muss um 1. Dadurch kann es im Laufe einer Partie durchaus passieren, dass man sich Karten gratis aus der Auslage nehmen kann.

Am Ende der Runde sollte man überprüfen, ob man die Bedingungen für einen Adeligen erfüllt. Das sind Sonderplättchen die nochmal 3 Prestigepunkte liefern.

Spieltiefe

Das Spiel wirkt auf den ersten Blick sehr simpel, wenn man die Optionen betrachtet. Die Karten haben keine Spezialfähigkeiten, wie man sie vielleicht aus anderen Spielen kennt. Man kauft Karten, um Vergünstigungen zu bekommen und dadurch noch mehr Karten zu kaufen. Hört sich das banal an? Ist es aber nicht. Spare ich um die siegpunktträchtigen Karten der 3. Stufe zu kaufen oder geht man in die Breite und versucht sich so 1-2 Adelige zu sichern? Sollte ich dem Mitspieler 1 Karte wegschnappen, indem ich sie reserviere? Etwas Taktik ist schon mit von der Partie. Strategie hingegen gibt es nur wenig. Zu Beginn sieht man welche Adeligen ausliegen. Hier können manchmal recht gute Kombinationen entstehen, mit denen man sehr schnell an 2 Adelige kommen kann.

Adeligenplättchen - Man benötigt 4 schwarze und 4 Rote Karten um es zu erhalten
Adeligenplättchen – Man benötigt 4 schwarze und 4 Rote Karten um es zu erhalten

Spielgefühl & Interaktion

Das Spiel beginnt relativ ruhig. Jeder versucht ein paar günstigere Karten zu kaufen. Ist das gelungen, nimmt das Spiel sehr schnell an Fahrt auf. Man bekommt Karten günstiger, günstiger, günstiger … gratis! Und ab dann geht es Schlag auf Schlag.
Interaktion zwischen den Spielern findet nur über die Auslage statt. Aber hier sollte man wirklich ein Auge auf seine Mitspieler haben, um eine spielentscheidende Karte zu resrvieren. Ansonsten ist das Spiel schneller vorbei als man Prestigepunkt sagen kann. 15 Punkte hört sich nach viel an, aber es ist schon vorgekommen, dass ein Spieler in einem Zug 11 Punkte gemacht hat, also immer die Auslage der anderen im Auge behalten.

Abwechslung & Langzeitspass

Es sind immer maximal 50% der Adeligenplättchen im Spiel. Die Kartenauslage sieht auch immer etwas anders aus. Aber das grundlegende Spiel bleibt dasselbe. Und hier wird sich zeigen, ob es auf lange Sicht seinen Spielspass behält. Bis jetzt ist dieser ungebrochen. Während ich diese Zeilen schreibe, freue ich mich schon auf die nächste Partie.

Meine Meinung

Splendor ist ein sehr schönes, elegant geradliniges Spiel. Wie ein Wettrennen.
Der Start ist etwas langsam und artet dann in einen Sprint aus. Am Ende sagt man: „Das ging ja schnell. Noch einmal!“. Wenige Negativpunkte gibt es doch. Erstens: Der Preis. Der Normalpreis beträgt ungefähr 30€. Das ist schon eine ganze Menge. Gerade Spieleanfänger werden hier vielleicht zurückschrecken. Der 2. Minuspunkt ist die Schachtel. Das Verhältnis von Größe der Schachtel und Inhalt passt irgendwie nicht ganz zusammen. Das sind kleine Abzüge. Abgesehen davon haben wir hier ein Spiel für Jedermann. Spieleanfänger werden es schätzen und auch Vielspieler werden zu einer Partie Splendor sicher nicht nein sagen. 2 lupenreie Diamanten von mir!

Update August 2015: Was soll ich dazu noch sagen. Ich hole es noch immer gerne auf den Tisch. Mit mehr Spielerfahrung hat man die Auslagen der Mitspieler genau im Auge und versucht ihnen ihre Wunschkarte wegzunehmen. Diese wiederum versuchen es nicht ganz so offensichtlich zu machen und dabei doch effizient vorzugehen. Top! 9 Goldmünzen

Wertungsupdate Jan2016: Sehr Gut

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5 Gedanken zu “Splendor

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