Lost Cities

“ Hi! Ich hab eine Idee. Wir machen uns auf zu dichten Dschungeln, riesigen Sandwüsten, fremde Lavalandschaften, eisiges Gebirge und tauchen in die Tiefen des Meeres hinab! Wie? Die Schutzimpfungen sind dir zu teuer? Aha…na dann komm ich rüber und nehme Lost Cities mit!“

Eckdaten

Autor: Reiner Knizia
Illustrationen: Michaela Kienle, Anke Pohl, Thilo Rick, Claus Stephan, Franz Vohwinkel
Verlag: Kosmos
Erscheinungsjahr: 1999
Spieleranzahl: 2
Dauer: 20-30 Minuten
Schachtelgröße:
Preis: ~16€

Ausstattung

Lost Cities - Ausstattung
Lost Cities – Ausstattung

Das Spiel besteht aus vielen großformatigen Karten und einem schön gestalteten Ablageplan

Illustrationen

Illustrationen der 5 verschiedenen Expeditionen
Illustrationen der 5 verschiedenen Expeditionen

Die Illustrationen sind sehr schön geworden und ausgesprochen stimmig. Die einzelnen Zahlenwerte haben großteils unterschiedliche Grafiken. Die Farben sind deutlich unterscheidbar. Der Schriftzug der Schachtel weckt Erinnerungen an eine bestimmte Serie von Filmen 😉

Aufbau

Lost Cities - Startaufbau
Lost Cities – Startaufbau

Spielfeldgröße: 65cm x 50cm
Aufbauzeit: ~1min

Besonderheiten

Im Spiel gehts darum möglichst erfolgreiche „Expeditionen“ durchzuführen. Das machen wir indem wir 5 verschiedenfarbige Kartenreihen anfangen können. Jede Reihe entspricht dabei einer Expedition. In jeder Farbe gibt es Kartenwerte von 2-10. Jede Karte gibt es nur einmal. Die Karten müssen mit aufsteigenden Werten gespielt werden. Sie müssen aber nicht aufeinanderfolgend ausgespielt werden. Dh. habe ich eine Gelbe 2 und danach eine gelbe 5 ausgespielt kann ich 3 und 4 nicht mehr ausspielen.

Wettkarten: Sie verdoppeln den
Wettkarten: Sie verdoppeln den „Ertrag“ einer Reihe.

Zusätzlich gibt es in jeder Farbe noch 3 Wettkarten. Diese müssen als 1. Karte einer Reihe gespielt werden. Sie verdoppeln (bzw. verdreifachen oder vervierfachen) den Ertrag einer Expedition. Aber Vorsicht! Jede Expedition ist auch mit Kosten verbunden. Wenn ich eine neue Reihe anfange, entstehen Kosten in Höhe von 20.
Beispielrechnung: Der Wert von 15 liegt in einer Kartenreihe. Dh. diese Expedition hat einen Ertrag von 5 Minuspunkten. Sollte hier eine Wettkarte liegen wären das sogar 10 Minuspunkte usw.

In seinem Zug spielt man eine seiner Handkarten aus, entweder an eine eigene Reihe oder man legt sie auf den Ablageplan auf die entsprechende Farbe. Dann zieht man eine Karte von einem anderen Ablagestapel oder dem verdeckten Nachziehstapel. Das Spiel ist vorbei, sobald die letzte Karte vom Nachziehstapel gezogen wird. Dann werden die Erträge (Gewinn und Verlust) der einzelnen Exepeditionen addiert. Hat ein Spieler mindestens 8 Karten an einer Reihe bekommt er nochmals 20 Bonuspunkte. Dann ist die Partie vorbei. Nach drei Partien gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Einstieg & Wiedereinstieg

Der Einstieg in das Spiel ist ausgesprochen einfach. Im vorigen Abschnitt sind eigentlich schon alle Regeln angeführt.

Meine Meinung

Spielplan nach einer Partie
Spielplan nach einer guten Partie für den unteren Spieler 😀

Anfangs dachte ich: „Naja … hört sich nicht sehr spannend an. Karten ablegen..was ist da schon groß dabei“. Die Antwort: Enorm viel! Oft hat man die Entscheidung: Was machen? Eine neue Reihe anfangen oder eine andere Karte auf einen Ablagestapel legen? Geht man das Risiko ein, Verluste in einer Expedition zu machen oder riskiert man, dass das genau die Karte ist die der Mitspieler braucht. Im Laufe des Spiels schrumpft der Nachziehstapel…regelmäßig sieht man nach, wie viele Karten noch da sind. Man braucht ja noch Zeit um Punkte zu maximieren und nimmt irgendeine Karte vom Ablagestapel, nur um das Ende hinauszuzögern. Was aber, wenn die benötigte Karte die letzte ist? Oder hält sie der Gegner auf der Hand und blockiert sie so? Von welchem Ablagestapel nehme ich die Karten? Nicht dass sich dadurch Optionen für den Mitspieler ergeben. Diese Spannung gefällt mir ausgesprochen gut. Keine Frage. Nachziehglück ist nicht ganz unwichtig. Deswegen wird auch geraten 3 Partien zu spielen. Aber bei einer so kurzen Spielzeit von ca. 10 min / Partie ist das nicht der Rede wert. Ein kleiner Kritikpunkt ist das Material: Die schwarzen Ränder der großen Karten nutzen sich relativ leicht ab. Manch einer würde sagen, dass es unthematisch ist. Dem stimme ich nicht zu. Es ist soviel „Thema“ da, wie in einem so einfachen Kartenspiel vorhanden sein kann. Alles in allem. Ein bombastisches Spiel. Von den einfachen Zweipersonenspielen eines der Besten! Schlanke Regeln und dabei schafft es das Spiel trotzdem viel Spannung zu erzeugen.

9 Obelisken mit einer leichten Tendenz weiter nach oben!

Wertungsupdate Jan2016: Sehr Gut mit Sternchen

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8 Gedanken zu “Lost Cities

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