Kerflip!

Heute sehen wir uns eine Amigo Neuheit an. Nämlich „Kerflip!“ Dabei handelt es sich um ein Spiel mit Worten und unter Zeitdruck. Aber keine Angst ihr könnt die Wörterbücher wegpacken!

Eckdaten

Autor: Damon Tabb
Illustrationen: Markus Wagner
Verlag: Amigo (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 2-4
Dauer: 20-30 Minuten
Schachtelgröße: 27,4cm x 19,4cm x 7,1cm
Preis: ca 20€

Ausstattung

Kerflip - Ausstattung
Kerflip! – Ausstattung. Der schwarze Beutel ist relativ schwer zu sehen 🙂

Im Spiel enthalten sind: Eine Sanduhr, ein Beutel, 90 sehr schöne Plättchen mit Buchstaben, ein paar Karten und ein Aufsatz für das Spielfeld. Besonders möchte ich noch auf die Einbuchtungen in der Schachtel hinweisen. Über diese können die verwendete Steine in die Schachtel gewischt und in den Beutel geleert werden. Ein Kartenhalter findet hier auch Platz.

Über die Einbuchtung kann man bei Spielende, die Steine bequem in den Beutel zurückleeren
Über die Einbuchtung kann man bei Spielende, die Steine bequem in den Beutel zurückleeren

Illustrationen

Die grafische Gestaltung gefällt im Großen und Ganzen. Lediglich die Bonuskarten sind mir zu „knallig“.

Aufbau

Aufbau
Kerflip! – Aufbau

Spielfeldgröße: siehe Schachtelgröße + Kartenablage/Spieler
Aufbauzeit: ca. 1 Minute

Besonderheiten

Der Ablauf von „Kerflip!“ ist wie folgt. Je nach Spieleranzahl zieht jeder Plättchen aus dem Beutel und wirft sie auf das Spielfeld.Die weiße Seite aller Steine dreht man nach oben und los geht’s.

Danach versuchen alle Spieler so schnell wie möglich ein Wort zu nennen. Das Wort muss, Gott sei danke, aus mindestens 3 Buchstaben bestehen. Hat nur noch 1 Spieler kein Wort gefunden, wird die Sanduhr umgedreht.

Der lila Buchstabe wurde bereits verwendet. Also bekomme ich für das Wort 45 Punkte. Die anderen Steine mit der weißen Seite, werden jetzt auf die lila Seite gedreht,
Der lila Buchstabe wurde bereits verwendet. Also bekomme ich für das Wort 45 Punkte. Die anderen Steine mit der weißen Seite, werden jetzt auf die lila Seite gedreht.

Nach Ende der Zeit werden die Worte ausgelegt. Es beginnt der Spieler, der am schnellsten war. Die Buchstaben, die er verwendet hat, werden auf die lila Seite gedreht. Verwendet ein anderer Spieler einen lila Buchstaben, bekommt er nur 5 Punkte pro Buchstabe statt 10.

Verwende ich das X ein einem Wort darf ich 3 Bonuskarten ziehen. Für das V immerhin noch 2
Verwende ich das X ein einem Wort darf ich 3 Bonuskarten ziehen. Für das V immerhin noch 2

Manche Buchstaben haben in der unteren, rechten Ecke eine Zahl. Bildet man mit diesem Buchstaben ein Wort zieht man, entsprechend der Zahl, Bonuskarten. Diese werden bis zum Spielende geheim gehalten und bringen zusätzliche Punkte. Aber Vorsicht! Man darf nur Bonuskarten ziehen, wenn der Stein auf der weißen Seite liegt.

Der Wert der Bonuskarten geht von 0 - 20 Punkten
Der Wert der Bonuskarten geht von 0 – 20 Punkten

Wird ein Stein mit Blitzsymbol ausgelegt, bekommt der Spieler der am schnellsten ein Wort nennt 25 Bonuspunkte.

Ist ein Blitzstein auf dem Feld, bekommt der schnellste Spieler Bonuspunkte
Ist ein Blitzstein auf dem Feld, bekommt der schnellste Spieler Bonuspunkte

Haben alle Punkte bekommen, werden die benutzten Plättchen in die Box geworfen. Nicht verwendete Steine kommen zurück in den Beutel und ein neuer Durchgang kann beginnen. Gespielt wird, bis nicht genug Steine aus dem Beutel gezogen werden können.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Wenige Seiten. Im vorigen Abschnitt sind fast alle Regeln aufgelistet.
Einarbeitungszeit: 2-3 Minuten

Meine Meinung

Gleich zum Einstieg möchte ich erwähnen, dass ich „Scrabble“ nicht besonders mag. Zum Glück ist „Kerflip!“ nicht „Scrabble“. Die Art und Weise, wie das Spiel abläuft gefällt mir gut. Ein schnelles, einfaches Wort das viele der ausliegenden Vokale verwendet, reduziert die Punktezahl der umliegenden Spieler schon in großem Maße. Aber das muss nicht zwangsläufig heißen, dass es das beste Wort war. Der letzte Spieler kann sich ein möglichst lukratives Wort auswählen, dass auch die schwierigeren Buchstaben berücksichtigt. Die Auswirkungen der Bonuskarten sind nämlich nicht zu verachten. Keine Frage: Glück beim ziehen der Bonuskarten kann außerordentlich hilfreich sein. Aber es handelt es sich nicht um ein „ichWeißMehrUnbekannteWörterAlsoGewinneIch-Spiel“ sondern um eine Spiel für eine lockere Runde, Kinder, Familien und Leuten die wenig bis gar nicht spielen. Deshalb stört mich dieses Glückselement überhaupt nicht. Mit diesen Bonuskarten erlebt man immer wieder einen schönen Showdownmoment am Spielende. Dann ärgert man sich kurz, dass man ein paar Punkte zu wenig hatte, schiebt es auf das Kartenglück der anderen und fordert Vergeltung eine Revanche. Es ist ja schnell gespielt. Die Funktionalität der Schachtel und das runterfegen der Steine gefallen mir auch. Was fast schade ist, ist dass das Spiel nur mit maximal vier Personen spielbar ist. Aber ich denke für mehr wäre die Spielfläche zu klein.

Wer ein schnell gespieltes Wortspiel sucht, bei dem auch etwas Hektik ausbrechen kann, sollte sich „Kerflip!“ auf jeden Fall ansehen. Ein Spiel dass diejenigen belohnt, die ein Wörterbuch auswendig gelernt haben ist es aber nicht. Mir gefällt dieser Umstand gut. „Kerflip!“ bekommt von mir 7 Bonuskarten. Ein Spiel, dass gerne wieder auf den Tisch kommt.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!

Wertungsupdate Jan2016: Befriedigend

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Ein Gedanke zu “Kerflip!

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