Die Legenden von Andor: Chada und Thorn

Heute machen wir uns auf in das Universum der „Andor“ Reihe. Chada und Thorn sind auf dem Weg nach Andor mit dem Schiff gekentert und müssen sich jetzt zu Fuß durschlagen. Doch irgendetwas stimmt mit dieser Gegend nicht. Etwas scheint ihnen auf den Fersen zu sein.

Eckdaten

Autor: Gerhard Hecht
Illustrationen: Michael Menzel
Grafik: Michaela Kienle
Verlag: Kosmos (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 1-2
Dauer: 35 – 45 min
Schachtelgröße: 20cm x 20xm x 4,8cm
Preis: ca 18€

Ausstattung

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Ausstattung

Das Spiel besteht aus Karten guter Qualität, Pappmarkern und großformatigen Karten für die unterschiedlichen Abenteuer. In meiner Version liegt auch noch die Pappfigur. „Stinner der Seekrieger“ bei. Auf dieser Seite kann man sich noch die zugehörigen Karten ausdrucken und mit ein paar Änderungen das Spiel alleine bestreiten.

Illustrationen

Die Illustrationen sind sehr stimmig geworden.

Aufbau

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Die dritte Karte wird aufgedeckt. Von links nach rechts bewegen sich unsere Helden.

 

Spielfeldgröße: 70cmx45cm
Aufbauzeit: ca 2:00min

Besonderheiten

In kleinen aufeinander aufbauenden Abenteuern fliehen wir vor einem Fluch. Jedes Abenteuer besteht aus vier Karten. Die Start- und Zieletappe sind immer identisch. Die beiden Zwischenetappen werden meistens zufällig aus einer Auswahl von 6 Karten gewählt. So sieht das gleiche Szenario nicht immer gleich aus.

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Die Drei Kartenreihen von Chada. Nach Verwendung einer Karte wandert sie ans Ende der Reihe.

Jeder Held legt seine drei Charakterkarten vor sich aus. Hinter diesen Karten wird eine zufällige Fluchkarte gelegt. So hat man drei Reihen. In seinem Zug muss man eine Aktion mit der vordersten Karte eine Reihe durchführen. Danach wandert die Karte an die letzte Stelle. Im Laufe eines Abenteuers kommt man so zu Gegenständen die positive Effekte haben. Aber auch Gegner finden so den Weg in eine Kartenreihe.

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Einer der Gegner. Rechts oben ist der Stärkewert und darunter die Belohnung aufgedruckt. Manche Monster haben einen alternativen Effekt. Anstatt Meres zu bekämpfen kann ich auch den Text ausführen und lege ihn danach wieder ans Ende der Reihe.

Um diese zu besiegen, muss man in einer anderen Reihe eine Karte mit mindestens gleichem Stärkewert ausliegen haben. Ist der andere Held auf einem benachbarten Held der Karte kann auch dieser den Gegner bekämpfen oder man bekämpft ihn zusammen.

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Um die mittlere Fluchkarte wieder loszuwerden, kann man einen Willenspunkt abgeben oder 1 Nebelkarte der Reihe hinzufügen oder den Fluch um 1 Feld weiterbewegen. Das ist die Harmloseste

Eine Möglichkeit das Spiel zu verlieren ist, wenn uns der Fluch einholt. Auf jeder Szenariokarte ist angegeben, wie viele Nebelkarten auf ihr zu finden sind. Unter diesen Nebelkarten verbergen sich Monster. Muss man eine Nebekarte ziehen aber keine ist vorhanden verliert man das Spiel. Erreicht ein Abenteurer sein Zielfeld so hat der andere Spieler noch 3 Züge um ebenfalls das Ziel zu erreichen. Ansonsten … richtig geraten … verliert man das Spiel.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Das Losspielabenteuer in der Anleitung. Hier lernt man die Bewegung.

Regelumfang: ca. 10 Seiten.
Einarbeitungszeit: durch das Losspielabenteuer recht gering.

Im großen und ganzen waren die Regeln eindeutig bis auf wenige Ausnahmen: Gegenstände. Wie zB. bei Orwyns Hammer. Dort steht sinngemäß: Besiege einen Gegner. Bewege danach den Fluch um 2 Felder oder nimm den Hammer aus dem Spiel. Was einmal für Verwirrung sorgte war, dass die Gegenstände einen Stärkewert haben. Genau wie Charaktere. Bei den Charakteren kann ich die Aktion nutzen, kämpfen oder bewegen. Bei Gegenständen ist das nicht so. Hier nutzt man die Aktion oder lässt den Gegenstand ungenutzt. Dh. Besiege einen Gegner heißt nicht einen beliebigen sondern max Stärke 12.
Die Regel steht zwar in der Anleitung aber dadurch, dass Gegenstände und Charaktere ähnliches Design haben (vor allem die Stärke) kam es zu diesem Missverständnis. Achja, ein Druckfehler hat sich auch eingeschlichen. Auf der zentralen Karte von Thorn fehlt ein Symbol. Wenn man nämlich die zwei Willenspunkte nimmt muss man die Karte wenden. Ohne, kann es ziemlich einfach werden.
Weiters fehlt noch der Hinweis, dass zwar jeder Charakter jeden Gegenstand tragen aber nicht jeder kann alle Gegenstände verwenden kann.

Mittlerweile gibt es unter: http://legenden-von-andor.de/forum/viewtopic.php?f=9&t=2158 ein hilfreiches PDF mit den Regelergänzungen.

Meine Meinung

Mir hat „Chada und Thorn“ ganz gut gefallen. Der Einstieg ins Spiel hatte zwar nach dem Losspielabenteur ein paar Tücken (siehe Einstieg und Wiedereinstieg)aber wenn das einmal funktioniert gehts richtig gut. Vier Szenarien. Davon ist eines recht linear die anderen aber bieten einiges an Varianz. Tüftelei gibt es viel. Nebelkarten gibt es oftmals nicht so viele, wie man gerne hätte und schon nähert sich der Fluch wieder um ein Feld. Sehr spannend. Die Gegenstände sind manchmal das Zünglein an der Waage. Wer zu früh seinen Hammer verballert und später ein größeres Monster zieht, kann Probleme bekommen. Apropos Monster. Bekommt man eine ungünstige Kombination an starken Monstern kann das schon mal den Schwierigkeitsgrad in die Höhe schrauben.

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Die vier Freunde 🙂

Der Schwierigkeitsgrad ist ansonsten über Freundeskarten steuerbar. Davon gibt es vier. Von denen kann man jedem Charakter zufällig einen zuteilen oder man wählt einen aus oder verzichtet auf sie. Diese haben einen richtig nützlichen Effekt und erleichtern das Spiel enorm, obwohl sie auf den ersten Blick gar nicht danach aussehen.

Alles in allem gefällt mir das Spiel. Knackige Tüftelei für zwei. Was dem Spiel zu einer höheren Note fehlt ist eine aufeinander aufbauende Kampagne. Gegenstände die man in einem Abenteuer bekommen kann und ins nächste mitnimmt oder weitere Begleiter. Aber man darf ja auf eine Erweiterung hoffen.

Von mir gibts ein „Gut“ (2).

Empfehlung

Ich kann das Spiel bedenkenlos allen Freunden von Andor, Knobeleien und anspruchsvolleren kooperativen Spielen empfehlen. Durch das einfache Losspielabenteuer finden man schnell ins Spiel. Solo ist es mit Stinner auch ganz gut spielbar aber recht schwer.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!

Rezensionsupdate Februar 2016:Bekommt eine kleine Abwertung auf ein „Gut -„. Nicht falsch verstehen. Ich hab das Spiel jetzt zwei Mal und einzelne Szenarien ein paar Mal mehr durgespielt. Es hat Spass gemacht und im Solomodus war es richtig fordernd aber … irgendwie ist die Luft draußen. Die Reihenfolge der Zwischenetappen ändert sich zwar beim wiederholten Spielen aber für mich ist das kein Grund die Kampagne nochmal zu spielen. Wie ich schon in der Rezension geschrieben hat. Das Entscheidungen in einem Szenario das nächste nicht beeinflussen, stört mich schon. Gwünscht hätte ich mir sowas wie: Geheimnisse die man finden kann, Gegenstände die man behält. Sowas in der Art.

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4 Gedanken zu “Die Legenden von Andor: Chada und Thorn

  1. Hallo!

    In Deiner Rezension erwähnst Du, dass Du die Solovariante gespielt hast. Ich bin mir nicht im Klaren darüber wie das funktionieren kann.

    Es gibt einige Gegner, die stärker sind als Stinner, wie können die besiegt werden? Vor allem gibt es in den Mauerbergen die Regel, dass die Gegnerkarte, die am Weg liegt, unbedingt besiegt werden muss, damit man gewinnen kann. Die hat aber 1 x 16 und 1 x 13 und man hat keinen Gefährten, der beim Kampf hilft???

    Wie hast Du diese Regeln ausgelegt bzw. gibt es dazu noch eine ergänzende Info?

    lg
    Maria

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