Knatsch

Ja so warens die alten Rittersleut … immer auf Streit aus. Wenn man nicht grad versuchte Burgen zu erobern, Turniere zu veranstalten oder Könige zu stürzen, baute man Katapulte und sie spielten sicher auch Würfelspiele … ob da „Knatsch“ auch dabei war? Wir werdens nie erfahren. Diese Version diese Spiels ist die Neuauflage und ist dieses Jahr erst 16 geworden. Also noch eher ein Knappe als ein Ritter. Doch hat das was mit dem Spiel zu tun … nein eher nicht 🙂

Eckdaten

Autor: Michael Schacht
Illustrationen: Hans Jörg Brehm
Verlag: Abacusspiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2000 (2016 Neuauflage)
Spieleranzahl: 2 – 6
Dauer: 20 – 30 min
Schachtelgröße: 12,3cm x 9,6cm x 2cm
Preis: ca 8€

Ausstattung

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Der Inhalt

Das Spiel enthält Karten von sehr guter Qualität und sechs Würfel.

Illustrationen

Die neue Schachtelgrafik gefällt mir um Längen besser als die alte. Da waren zwei Ritter abgebildet, jeweils auf einem Turm und einer hat dem anderen die Zunge rausgestreckt. Irgendwie hat das für mich eher defensiv gewirkt, was das Spiel überhaupt nicht ist. Die aktuelle Grafik triffts meiner Meinung nach besser.

Aufbau

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Zentrale Auslage. 3 Zielkarten und zwei Kartenstapel

Spielfeldgröße: Gemeinsame Kartenstpel 13cm x 10cm; Spielerauslage weniger als 32cm x 22cm; Etwas Platz zum Würfeln
Aufbauzeit: ca 1min

Besonderheiten

In „Knatsch“ konkurrieren wir mit anderen Rittern in eine Wettstreit. Das Spiel kann auf eine von drei Arten enden. Man kontrolliert zwei Burgen und gewinnt drei Turniere. Man kontrolliert vier Burgen oder drei Burgen und stürzt den König.

Es gibt drei Kartenarten:Burgen, Sonderkarten und Turniere. Von jeder Burgfarbe dürfen wir immer nur eine besitzen. Ebenso wie von jeder Sonderkarte.

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Die unterschiedlichen Burgen

Zu Beginn wird von den sechs unterschliedlichen Burgtypen an jeden Spieler eine verteilt. Ist man an der Reihe, so wählt man eine offen liegende Karte aus die man erwürfeln möchte. .
Da wären zunächst die zwei offenen Karten der gemeinsamen Kartenstapel. Einmal pro Zug darf man eine der oberen Karten unter den Stapel schieben.Man darf aber auch Karten der anderen Mitspieler angreifen. Sonderkarten dürfen immer angegriffen werden. Burgen nur, wenn sie mehr als 1 oder zwei Burgen (bei zwei Spielern) besitzen.
Dann würfelt man. Zwei mal darf man nachwürfeln. Die 6er sind Nieten und diese Würfel fallen weg.

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Wir betrachten zunächst die roten Würfel. Um diese Karte zu erobern müssen wir entweder eine höhere Anzahl gleicherzahliger Würfel (z.b. vier Zweier ) oder die gleiche Anzahl höherwertiger würfel (z.B. drei Fünfer) oder den gleichen Wert mit höherem gelben Würfel würfeln (z.B. 3 Vierer und ein Fünfer)

Unser Ziel ist es das Ergebnis der roten Würfel zu übertrumpfen. Das geschieht durch höhere Werte (Ein Drilling von Vieren übertrifft einen von Dreiern) oder auch höhere Anzahl (Ein Vierling von Zweiern übertrifft jeden Drilling). Man kann das Ergebnis aber auch erreichen und muss dann noch einen Würfel übrig haben der höher ist als der gelbe Würfel auf der Karte.

Schafft man das, erobert man die Karte und legt sie vor sich ab. Erobert man so eine Sonderkarte vo einem der Stapel ist man gleich noch einmal dran. Greift man die Burg eines Mitspielers ab so darf dieser nach einem erfolgreichen Angriff auch würfeln. Übertrumpft er das gewürfelte Ergebnis ist der Angriff fehlgeschlagen.
Turniere sind etwas besonderes. Wählt man eine Turnierkarte so versucht man ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Der aktive Spieler darf sogar 3 Mal nachwürfeln. Danach sind reihum alle anderen Spieler an der Reihe. Der mit dem besten Ergebnis legt das Turnier vor sich ab.

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Situation bei Spielende. Der Spieler ganz unten hat gewonnen.

 

Wer mutig ist und schon drei Burgen hat kann versuchen den König zu stürzen. Schafft man es, so ist eine der Bedingungen erfüllt. Schafft man es nicht verliert man sogar eine Burg.

Schneller als man glaubt ist dann eine der Bedingungen erfüllt und das Spiel ist vorbei.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: ca 4 Seiten
Einarbeitungszeit: gering

Meine Meinung

„Knatsch“ ist ein interessantes interaktives Würfelspiel. Durch die Sonderkarten kann man sich gute zusätzliche Fähigkeiten holen aber die Gefahr von den anderen Spielern angegriffen zu werden, ist immer da. Das Würfelglück spielt eine nicht unwichtige Rolle. Vor allem wenn man zusätzlich noch Glück bei den Kartenstapeln hat. So kann es schon mal vorkommen, dass ein Spieler dort drei Sonderkarten hintereinander abstaubt bevor er sich eine Burg holt. Das Spiel schafft es immer wieder kleine Showdownmomente zu liefern, sowohl beim Turnier als auch beim Angriff auf die Burg eines Mitspielers. Das bringt zusätzliche Würze rein und sorgt für TrashTalk am Tisch. Bei uns zumindest 🙂
Zu zweit hat mir das Spiel nicht ganz so gefallen. Da gibt es die Regel, dass man die Burg des anderen erst ab drei Burgen angreifen darf, was eigentlich immer dazu geführt hat, dass das Spiel über Turniere entschieden wurde.
Ungewöhnlich ist, das eine 6 eigentlich ein katastrophales Ergebnis ist. In den meisten anderen Würfelspielen ist es das Beste was man Würfeln kann. Darauf ist man schon richtig konditioniert. Grade in den ersten Runden denkt man zuerst: „Yeah 3 6er!“ bevor man dann von den anderen erinnert wird „Oh mist…“. Ich hätte besser gefunden, wenn es ein anderes Symbol statt der 6 gegeben hätte. Was noch ein eher „noch nicht wirklich abzuschätzen“ Punkt ist, ist die Grafik im Spiel. Sie schreit einen nicht an „Spiel mich! Ich bring Spaß!“. Wenn ich mir andere lockere Würfelspiele ansehe wie z.B. „King of Tokyo“. Das springt einem richtig ins Gesicht. Hier wird die Zeit zeigen, ob der Stil zeitlos ist.

Ein wirklich grundsolides, einfaches und vor allem interaktives Würfelspiel. Hat noch Potential nach oben. Befriedigend+

Empfehlung

Wer ein kurzweiliges Spiel für mehrere Spieler sucht die nicht interaktionsscheu sind, nichts gegen Glück haben, wo es mal lauter am Tisch werden kann und es vertragen können, dass ihnen Karten geklaut werden, sollte sich „Knatsch“ anschauen.

Vielen Dank an Abacusspiele für das Rezensionsexemplar!

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Ein Gedanke zu “Knatsch

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