Boss Monster

Hach so ein Boss Monster hat es nicht einfach. Man ist gerade mit dem Ausbau seines Zuhauses beschäftigt und überlegt ob es besser ist eine Bibliothek für die Geister zu bauen, (die Ewigkeit ist lange und da braucht man was zu lesen) oder einen Ballsaal für unsere Ungeheuer (after work aktivitäten fördern die Gruppenzusammengehörigkeit) oder doch einen Raum in dem wir unsere Reichtümer lagern können (erklärt sich von selber) und auf einmal taucht so eine lästige Gruppe von Helden am Eingang auf. Nicht einmal unter der Erde hat man eine Ruh‘ vor diesen gierigen Gaunern.

Eckdaten

Autor: Johnny O’Neal, Chris O’Neal
Illustrationen:Beau Buckley; Francisco Coda; Katrina Guillermo; Kyle Merritt; David Nyari; Alexander Olsen; Andres Sanabria
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2-4
Dauer: 20 – 40 min
Schachtelgröße: 16cm x 12,9cm x 2,5cm
Preis: ca 15€

Ausstattung

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In der Schachtel findet man einen Haufen unterschiedlicher Karten von guter Qualität.

Illustrationen

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Boss Monster – Schachtelgrafik

Ich liebe diese Grafiken. Diese 8bit Retro Grafik mit dem Humor dazu – vollends zufrieden. Ich will gar nicht zuviele davon zeigen und so wenig wie möglich spoilern 🙂

Aufbau

Spielfeldgröße: Gemeinsame Auslage: 40cm x 27cm, Pro Spieler, 42cm x 10cm
Aufbauzeit: ca 1:30min

Besonderheiten

In Boss Moster verkörpern wir einen superbösen Oberschurken, der sein Verlies ausbaut. Je nachdem was für Räume wir errichten, lockt das gewisse Helden an. Helden gibt es in vier Kategorien. Krieger, Magier, Kleriker und Diebe. Eben die sterotpyischen Helden in einem Fantasy Setting. Aber zurück an den Anfang.

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Unser Boss Monster „Draculord“. Die Level Up Fähigkeit wird das erste Mal ausgelöst wenn wir 5 Räume in unserem Dungeon haben. Die XP geben die Reihenfoge an. Der mit den meisten XP beginnt. Das Symbol rechts unten ist ein klerikales Symbol.

Jeder Spieler startet mit einem Boss Monster und ein paar Raum- bzw. Zauberkarten. Praktischerweise darf man zu Spielbeginn bereits einen Raum errichten. Räume gibt es in zwei grundlegenden Kategorien. Entweder Monster- oder Fallenräume. Jeder Raum hat zusätzlich eines oder mehrere Symbole.

In der Bauphase dürfen wir nun einen Raum errichten. Das machen alle Spieler gleichzeitig und legen Karten verdeckt links vom Monster aus. Es dürfen maximal 5 Räume gleichzeitig im Dungeon existieren. In XP Reihenfolge deckt man nun die Karten auf. Danach folgt die Anlockphase

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Es sind neue Helden hinzugekommen aber es liegen immer noch welche aus vorigen Runden aus die nicht angelockt wurden.

In der Stadt werden zu Rundenbeginn je nach Anzahl der Spieler Helden aufgedeckt

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Die Vier unterschiedlichen Symbole.

Wer in der Anlockphase die Mehrheit an Symbolen in einer Kategorie hat lockt die entsprechenden Helden an.

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Der schwächste Held, der Narr trifft in unserem Dungeon ein. Links unten sieht man seine Lebenspunkte und bei den Räumen den Schaden den sie dem Helden zufügen.

Die Helden begeben sich an den Eingang des entsprechenden Dungeons oder bleiben in der Stadt. Im Dungeon angekommen bewegen sie sich durch den Dungeon.

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Diesen Dieb können wir nicht besiegen

Schaffen sie es lebend zum Boss Monster fügen sie ihm eine Wunde zu. Schaffen sie es nicht erhält man eine Seele.

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Rechts vom Boss Monster werden besiegte Helden mit der Rückseite abgelegt. Unter dem Boss Monster werden sie als Wunden abgelegt

Da man in seinem Verlies maximal 5 Räume haben kann, wird der Platz bald eng. Dafür gibt es Abhilfe. Man kann Räume auch überbauen. Erweiterte Räume müssen über einem entsprechenden Raum dieser Art errichtet werden. Z.b ein Erweiterter Monsterraum kann nur auf einem Monsterraum errichtet werden, der zumindest 1 gleiches Symbol hat. Mit normalen Räumen kann man beliebig überbauen.

Jeder Spieler hat auch Zaubersprüche. Diese kann man dazu benutzen um sich selbst zu unterstützen. Manche kann man auch dazu verwenden um die Mitspieler ein wenig zu ärgern und Helden zu verstärken oder Räume zu deaktiveren.

Ein Spieler der 5 Wunden erlitten hat scheidet aus. Es werden aber weiterhin so viele Helden aufgedeckt wie Spieler zu Spielbeginn vorhanden waren.

Wer zuerst 10 Seelen hat oder der letzte Überlebende ist gewinnt.

Im Grunde geommen waren das die meisten Regeln.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Wenig Regeln aber viele unterschiedliche Karten
Einarbeitungszeit: Die erste Partie ist nur eine Kennenlernpartie. Hat man viele der Karten einmal gesehen bekommt man ein Gefühl dafür was Sinn macht und was nicht.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist das auf der letzten Seite der Anleitung noch einmal der Aufbau und Ablauf erklärt sind.

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Die Spielerhilfe

Meine Meinung

Fangen wir einmal mit dem wesentlichen an. Man muss bei Boss Monster wissen, womit man es zu tun hat. Wenn man mit den falschen Erwartungen hineingeht, kann man ganz leicht frustiert oder enttäuscht werden.
Boss Monster ist – ziemlich vereinfachend gesagt – ein kürzeres Munchkin mit mehr Taktik, Strategie und einem niedrigeren Ärgerfaktor.
Damit haben wir schon einaml die Grenzen abgesteckt. Es ist kein Aufbaustrategiespiel oder eine Dungeonsimulation.
Das Kernkonzept dieses Spiels – Räume bauen, Helden anlocken, dazwischen Zauber spielen , ist sehr einfach. Aber die Krux liegt in den Details. Wie kann ich erweiterte Räume bauen? Wann wird die Level Up Fähigkeit ausgelöst? Was macht Karte X? Diese Fragen tauchen zum Glück erst nach und nach auf. So muss man in der 1. Partie etwas mehr Zeit einplanen. Ich finde auch, dass nicht alle Bosse gleich gut für Anfänger geeignet sind. In der 1. Partie würde ich mit folgenden Bossen spielen: Cerebellus, Robobo, Gorgona und Draculord. Bei anderen muss man Stapel durchsuchen und wenn man noch keine Ahnung hat nach was man sucht, verlängert das die Partie nur unnötig.
Apropos 1. Partie. Diese habe ich nach den Grundregeln gespielt und ich muss sagen, die hat mir gar nicht gefallen. Im Regelheft werden 3 Varianten beschrieben. Ich würde auf alle Fälle mit der Variante Intrige spielen. So bekommen Spieler die in einer Runde keine Seele erhalten haben zur Kompensation 1 Zauber- oder Raumkarte. Das erhöht die Auswahl an Möglichkeiten für die kommenden Runden und man kann etwas leichter aufholen.
Aber im Großen und Ganzen hat das Spiel doch einen größeren Gücksfaktor, was aber nicht störend ist, wenn man sich auf das Spiel einlässt. Es kann leicht passieren, dass ein Spieler schnell ausscheidet aber das ist auch kein Drama, da die Anzahl an auftauchenden Helden trotzdem gleich bleibt und so den Druck auf die anderen Spieler erhöht.
Vom Design her gefällt mit das Spiel sehr gut. Grafik, Text und sogar die Schachtel versprühen wahnsinnig viel Retrocharme. Es sind sehr viele Anspielungen auf Charaktere aus diversen Medien vorhanden. Da findet man unter anderem Harry Potter, Magic the Gathering, Asssasins Creed, Super Mario und co. Aber ich will nicht zuviel verraten.

Um die Rezension zu einem Ende zu bringen: Schönes Ärgerspiel mit viel nerdigem Charme, in kurzer Spielzeit. Aber man braucht Mitspieler, die mit dem Humor etwas anfangen können.

Gut-

Empfehlung

Wer ein nicht ganz so ernstes Spiel mit direkter Interaktion sucht, dass einerseits locker aber andererseits nicht vollkommen willkürlich ist und den die Grafiken ansprechen – zugreifen.

 

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!

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3 Gedanken zu “Boss Monster

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