Isle of Skye

Nachdem mich das anderer große Werk der beiden Autoren, Broom Service, nicht wirklich überzeugt hat, schauen wir uns heute Isle of Skye an. Wie kann man das Spiel einfach beschreiben?
Man stelle sich vor Kingdom Builder, Carcassonne und Alhambra leben in einer offenen Beziehung und bekommen dank der Genetik ein Kind.

Eckdaten

Autor: Andreas Pelikan, Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Lookout Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 45 – 60 min
Schachtelgröße: 28xm x 19,3cm x 6,8cm
Preis: ca 25€

Ausstattung

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Mitgeliefert werden Plättchen, ein schön großer Beutel, Pappmünzen, Sichtschirme und ein Spielplan. Das Material ist gut gewählt. Was nicht enthalten? Plastikbeutel. Man sollte aber unbedingt welche verwenden um die Münen zu verstauen. Das spart Zeit.

Grafische Gestaltung

Die Gestaltung ist typisch Klemens Franz. Gut gelungen.

Aufbau

Spielfeldgröße: ca 30 x 20 für die zentrale Auslage und ca 40xm x 20cm pro Spieler
Aufbauzeit: ca 2min.

Thema

Ja … puh … ähm … Die Isle of Skye exportiert tatsächlich Whisky 🙂

Besonderheiten

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Spielablauf auf de Rückseite des Sichtschirmes.

Eine Partie gliedert sich in 5 bzw. 6 Runden.

Zu Beginn einer Runde bekommen alle Spieler Geld. Der Geldbetrag hängt davon ab wie viele Whiskyfässer über Straßen mit der Burg verbunden sind. bzw. wie viele Spieler sich auf der Punkteleiste vor einem befinden.

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Bei Rundenbeginn würde ich 6 (5 für die Burg und 1 für die Whiskyfässer) Geld bekommen

Danach ziehen alle Spieler der Reihe nach 3 Plättchen aus dem Beutel und legt sie vor den Sichtschirm. Hinter eines der Plättchen legt man eine Axt. Dieses Plättchen wandert zurück in den Beutel. Hinter die anderen muss man mindestens 1 Goldmünze legen.

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Das Plätchen ganz links wandert zurück in den Beutel

Haben das alle gemacht, stellt man die Sichtschirme zur Seite. Die Plättchen vor den Äxten kommen zurück und jetzt haben die Spieler der Reihe nach die Chance genau 1 Plättchen von den anderen Mitspielern zu kaufen. Das Geld für den Kauf geht sofort an den Spieler. Das Geld das dieser als Preis dafür festgelegt hat geht auch wieder an ihn zurück.

Nachdem alle gepasst oder gekauft haben müssen die Spieler vor ihnen liegende Plättchen selber kaufen, dh. das Geld wandert in den Vorrat.

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Ja das Plättchen wurde korrekt angelegt.

Danach werden die Plättchen eingebaut. Einbauregeln sind recht simpel. Da wo man an bestehende Plättchenarten anlegt muss das Gelände übereinstimmen. Geländearten sind Berge, Wiesen und Seen. Straßen können im nichts auftauchen und auch wieder verschwinden.

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Die unterschiedlichen Plättchen

Jetzt wird gewertet. In jeder der 5/6 Runden wird nach anderen Kriterien gewertet. Dabei wählt man zu Spielbeginn 4 der Plättchen aus und platziert sie auf dem zentralen Tableau.

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Die vorgschlagenen Wertungsplättchen für die erste Partie. Wir befinden uns gerade in der ersten Runde. Fenster A wird bei Rundenende gewertet.

Jedes Plättchen liegt in einem Fenster und darüber ist ein Buchstabe. Auf dem Tisch wird die Runde angezeigt. In der ersten Runde wertet man also Fenster A usw.

Nach 6 Runden ist das Spiel vorbei

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Wenig
Einarbeitungszeit:Leicht gelernt, schwer zu meistern

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ca 25€ zu haben. der Preis geht meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Meine Meinung

Gut … Fangen wir gleich mit dem Negativen an. Hier veweise ich auf meine abschließenden Worte von Yangtze. Ich finde zu überlegen „soll das jetzt 12 oder 13 kosten“ eher nicht so spannend. Dieses Element ist aber entscheidend. Eine Münze mehr oder weniger zu haben, kann in einer Runde schon mal zu einem Schneeballeffekt führen.Wenn ich dieses Plättchen kaufen kann bedeutet das für mich Punkte und für den Mitspieler einen Haufen Geld, was wiederum Einfluss darauf hat was er kaufen kann usw. Es ist eben nicht so wie in anderen Spielen, dass das Geld in den Vorrat kommt. So kann es sein, dass ein Spieler haufenweise Geld hat aber nur 1 Plättchen kaufen kann. Ach ja … Das fühlt sich dann irgendwie unbefriedigend an.

 

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es kann eben nur einen geben 🙂

Kommen wir zu den neutralen Punkten. Ich finde den Aufholmechanismus notwendig. Ist das was schlechtes? Jein, weil man ohne ihn gefühlt aufgeschmissen wäre. Manchmal sind die guten Plättchen eben schon weg oder man ist der Startspieler der zwar eine Riesenauswahl, aber eher wenig Geld hat, falls er die eigenen Plättchen nicht verramscht.
Weiterer neutraler Punkt. Die gebaute Landschaft finde ich nicht so schön anzusehen wie in anderen Legespielen. Vielleicht auch deswegen weil man eben nur eine kleine Landschaft vor sich selbst baut. Da liegen dann eben nur ungefähr 12 Plättchen.
Noch ein neutraler Punkt. Man muss die Plättchen die bei den anderen ausliegen gut im Kopf rotieren. Es ist in den Partien schon Mal vorgekommen, dass einer ein Plättchen gekauft hat, es anlegen wollte und irgendwie die Straße doch anders verlaufen ist als er sich das vorgestellt hatte.

Ansonsten ist es ein gutes Beispiel für die Kennerspiel Kategorie. Man könnte meinen, dass es so simpel ist aber der Kniff ist hier das Festsetzen der Preise. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht. Welche Runde haben wir? Was wird gewertet? Was haben die anderen gebaut? Wieviel Geld will man selbst noch zum Einkaufen übrig haben? Was schmeißt man wieder zurück? Will man die eigenen Plättchen notfalls auch haben?
Fragen über Fragen.

Was mir noch gut gefällt ist die (meist) niedrige Wartezeit und das doch interaktive Spielgefühl. Die Phase wo am meisten überlegt wird, verläuft nämlich für alle Spieler gleichzeitig. Richtig gut. Später beim Kauf geht es dann doch ziemlich zackig dahin und ehe man sich versieht ist das Spiel um.

Die Spielzeit ist nämlich der nächste Pluspunkt. Mit eher bis zu  einer Stunde ist es nicht zu lang aber auch nicht zu kurz. Richtig schön. Da hängt man gerne noch eine Revanche dran.

Mein persönliches Highlight sind die Wertungsplättchen. Hier ist genug Abwechslung für einige Partien drin, weil die Reihenfolge der Wertungen auch Auswirkungen auf das Spiel hat und auch gleichzeitig ändert, was welche Plättchen wert sind. Simpel und richtig elegant.

Ich finde das Spiel in der Kategorie Kennerspiel ganz gut aber muss auch sagen, dass es nicht so ganz mein Geschmack ist aber die Wertungsplättchen, die Interaktivität und kurze Spieldauer reißen es heraus.

Gut-

Empfehlung

Wer ein Legespiel sucht mit flexibler Preisgestaltung, schöner Spieldauer und Wiederspielbarkeit -> Pflichtkauf.

Wer aber glaubt Isle of Syke ist ein komplexeres Carcassonne -> hier seid ihr falsch. Abgesehen davon dass man Plättchen rotieren darf, wars das mit den Gemeinsamkeiten.

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