Gedanken über LCG’s und Solospiele

 

An den letzten Wochenenden war es wieder so: Irgendwie hatte keiner in der Familie Zeit/Lust auf Brettspiele und auch im Freundeskreis waren alle emsig oder faul … Mich als passionierten Brettspieler  hat das schon ein wenig vor den Kopf gestossen.
Die Idee mit dem Brettspielhobby war ja, mehr Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen.
Aber es gibt Hoch- und Tiefphasen. Das wäre, wie wenn man sich als Fans von Open Air Konzerten über das Wetter beschwert.

Also dachte ich … hey…wie wärs mit PC Spielen oder Konsolen? Aber irgendwie hat mir das haptische Gefühl gefehlt. Es war zwar Ok aber es ist nicht dasselbe wie mit einem „realen“ Spiel.
In Ordnung. Ich habe ein paar Spiele in der Sammlung die man auch im Solomodus spielen kann. Aber um ehrlich zu sein, war das eher unbefriedigend. Port Royal (mit Erweiterung) war mir zu zufällig. Saboteur – Das Duell war ok aber auch eher ein Häppchen.Zu ein paar anderen Spielen gibt es auf BGG Solovarianten aber die sind teilweise umständlich oder auch zu einfach.

Da musste ich an LCG’s denken. Ich habe vor einigen Jahren das Herr der Ringe – Living Card Game gespielt (aus demselben Grund). Ich habe es damals recht bald im 1. Zyklus wieder verkauft. Es war mir einfach zu blöd, für jedes Szenario ein eigenes Deck zu basteln. Es war auch nicht jedes Szenario mit einem Spieler schaffbar… Aber genug von diesem Spiel.
Vor Kurzem ist ja auch das Arkham Horror LCG erschienen. Was ich über dieses Spiel erfahren hab, hat mich aufhorchen lassen.
Kampagnenmodus – mit Erfahrung kann man Karten aufwerten bzw. neue bekommen – Jeder Charakter hat mehrere zufällige Schwächen – für Fertigkeitsproben zieht man Plättchen aus einem Beutel (quasi wie ein Würfel, nur flexibler).
Hallelujah war ich begeistert von der Idee.  Ich WEISS, dass mir dieses Spiel gefallen würde und trotzdem werde ich es mir nicht kaufen…Wieso?
Die Art und Weise wie sie die Kampagne aufgezogen haben.
Die Struktur bei Herr der Ringe war so. Grundbox + einzelne Packungen = Erster Zyklus / Grundbox + Die größere Zwergenbinge Erweiterung + einzelne Zwergenbinge Packungen = Der 2. Zyklus etc.

Das Arkham Horror LCG funktioniert aber so: Grundbox (Mini Kampagne) , Duwich Legacy (Startszenario der Kampagne) + Packungen = Dunwich Kampagne. Dh. hier ist nichts mit Grundbox und dann kann man mit einzelnen Packungen in eine Kampagne starten… Eine „größere“ Box ist Pflicht für eine große Kampagne. Wenn man jetzt Mal Pi Mal Daumen rechnet: ca 35€ für die Grundbox … 28 für Dunwich und ca 12 für jede Packung … jep ein Haufen Geld … eine passable Lösung für die Aufbewahrung der Karten ist da nicht eingerechnet. Da sieht Imperial Assault oder Villen des Wahnsinns auf einmal günstig aus 🙂

Also hab ich beschlossen mit so einem „Live Style“ Spiel gar nicht erst anzufangen. Stattdessen viel mir wieder ein anderes kooperatives Spiel ein, dass ich schon mal überlegt hatte zu kaufen. Aber damals wäre die Gruppe und ws auch ich nicht reif dafür gewesen. Eine Solovariante ist auch dabei und thematisch finde ich es sowieso besser das Spiel alleine zu spielen.

Die Rede ist von Robinson Crusoe von Pegasus… Wow … Das ist das Solospiel, dass ich gesucht habe. In dieser Schachtel ist sooo viel Abwechlsung drin. Wahnsinn. Die Einarbeitungszeit ist zwar recht hoch aber ich finde es ist jede Minute davon wert.
Ich brauche noch bis ich tatsächlich eine qualifierte Rezension dazu schreiben kann  – ich hab bis jetzt kein einziges Mal gewonnen 🙂 – aber es ist richtig interessant.
Jeder erfahrenere Spieler der Interesse an Solospielen hat sollte es zumindest auf der „Zu Spielen“ Liste haben.

 

 

 

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5 Gedanken zu “Gedanken über LCG’s und Solospiele

  1. Robinso Crusoe habe ich auch hier, allerdings haben wir zu zweit wirklich lange gebraucht um reinzukommen, liegt aber auch an der Anleitung…

    Alleine habe ich es noch nicht gespielt, wäre aber sicher mal spannend 😀
    Mein Freund hat es mir extra gekauft, damit ich ihn nicht immer nerve, was mit ihm zu spielen 😉

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    1. Ja das stimmt … Sie erschlägt einen etwas. Dabei ist das Spiel im Grunde genommen nicht so schwer. Es gibt nur eine Menge Details. Das die Anleitung einem jede Sonderregel erklärt bevor man noch eine Idee vom groben Ablauf hat, hilft da nicht.
      Wie geht es euch mit der Erfolgsrate? Ich arbeite immer noch an meinem ersten Sieg 😀 … 6:0 für das Spiel 🙂
      Aber wie gesagt, ich hab bisher noch keine Partie bereut.

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  2. Robinso Crusoe ist bei uns „durchgefallen“ sozusagen. Der Frustfaktor ist mir zu hoch. Arkham Horror – das Kartenspiel haben wir uns auch zugelegt. Das erste LCG was wir zur Zeit besitzen. Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß – auch wenn es zur „Gelddruckmaschine“ mutieren könnte.

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  3. Ja das versteh ich. Es gibt so Ereignisse im Spiel wo man danach weiß … jep. das wars. Ging mir letztens mit Erdrutsch so. Lager errichtet, Dach auf Stufe 4, +1 Holz, +1 Nahrung, Grube. Alles im großen und Ganzen super gelaufen. Tja dann in Runde 7 kam Erdrutsch. Halbes Dach weg und man würfelt alle Wetterwürfel. Die Winterwolken kosten einiges an Holz und schon geht es sich nicht mehr aus mit dem Stapel … Aber man kann die Karte ja rausnehmen 😉

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