Kanagawa

Heut ist der Tag. Der Meister hat mir gezeigt wie man am besten Personen malt. Auf geht es zur Prüfung. Ich hatte immer schon so meine Schwierigkeiten, Menschen zu malen. Häuser -einfach. Bäume -auch kein Problem aber Menschen. *grübel* Hab ich wirklich genug geübt? … Naja … ähm … Ich glaube ich sollte das ganze verschieben und noch mal ins Atelier und am besten noch einen Topf Farbe besorgen.

Eckdaten

Autor: Bruno Cathala, Charles Chevalier
Illustrationen: Jade Mosch
Verlag: IELLO; Vertrieb von HUCH&Friends (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 20 – 50 min
Schachtelgröße: 21,8cm x 21,6cm x 7,2cm
Preis: 25 – 30 €

Ausstattung

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Das Spiel wird mit Kärtchen und Plättchen, Holzfiguren und -pinseln von sehr guter Qualität geliefert. Die Krönung ist die Bambusmatte die für die Karten verwendet wird.

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Die richtig schönen Holzteile

Grafische Gestaltung

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Einfach nur wunderschön.

Aufbau

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Spielfeldgröße: Zentraler Bereich 52cm x 27cm. Spielerauslage/Spieler ca 44cm x 14cm
Aufbauzeit: ca 1:00 min

Thema

Wir sind Schüler des Malermeisters und lernen von ihm. Ziel ist es ein Gemälde zu malen. Dabei sind viele Dinge interessant. Motive, Jahreszeitenübergänge und auch wie unser Atelier ausgestattet ist. Der Meister will aber auch, dass wir Diplome in den einzelnen Disziplinen ablegen.

Besonderheiten

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Das Startplättchen dieses Spielers. Hier haben wir eine Herbstlandschaft (rechts oben) und dunkle Farbe die wir verwenden können (unten)

In Kanagawa versuchen wir am Ende der Spieler mit der meisten Harmonie (= Punkte) zu sein. Jeder Spieler startet mit einem der Plättchen die sich in der Jahreszeit des Motives unterscheiden, einer Farbe die jeder malen kann und 2 Malpinseln. Das Spiel läuft Rundenweise ab.

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1. Phase bei 3 spielern. 1 Karte wird verdeckt hingelegt. Die Rückseite verrät, was sich auf der Vorderseite befinden könnte.

Als erster Schritt werden so viele Karten in der 1. Reihe ausgelegt wie Spieler teilnehmen. Ist das Feld auf der Karte rot eingefärbt so legt man die Karte verdeckt hin. Die Rückseite der Karte gibt Aufschluss darüber was sich auf der Vorderseite befinden könnte. Dieser Schritt nennt sich die Lektion des Meisters.

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Jetzt sind nur mehr zwei Spieler im Rennen.

Jetzt können die Spieler beginnend mit dem Startspieler entweder die Lektion anwenden oder weiter zuhören. Hören sie zu so passiert nichts weiter – sie passen also.
Ein Spieler muss pro Runde die Lektion anwenden.

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Der letzte Spieler bekommt die übrig gebliebene Reihe

Das macht man indem man alle Karten einer Spalte nimmt und entweder in sein Atelier einbaut oder die Grafik malt. Einbauen kann man sie immer. Man erweitert so den Satz an Farben die man malen kann oder bekommt zusätzliche Pinsel, oder den Startspielermarker uä.

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Um eine Karte zu malen muss man auf den angegebenen Farben (für den Krieger 1 schwarz) einen Pinsel haben. Ins Atelier kann man sie immer einbauen. Dort erweitern sie die Farbpalette oder haben zusätzliche Effekte

 

Um etwas zu malen benötigt man Pinsel auf den angegebenen Farbfeldern. Jedes dieser Felder darf man pro Runde nur einmal verwenden.Danach legt man die Karte an.

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Hat man 3 Bäume ausliegen muss man sich sofort entscheiden ob man das entsprechende Plättchen nimmt und 3 Punkte bei Spielende erhält. Wenn man es nicht nimmt kann man nur mehr die anderen zwei Diplome anstreben.

Sobald man eine Bedingung erfüllt, muss man sich entscheiden ob man ein dazu passendes Diplom abschließt. In jeder Kategorie darf man nur ein Diplom haben. Hat man z.B. 3 Bäume gemalt, muss man sich entscheiden ob man sofort das Diplom nimmt oder doch hofft, noch mehr Bäume zu sammeln.

Das Spiel endet sobald ein Spieler 11 Karten in seinem Gemälde hat oder der Stapel aufgebraucht wurde.

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Spielende für einen Spieler

Punkte gibt es für die Anzahl der Karten, die längste durchgehende Folge von Karten einer Jahreszeit, Harmoniesymbolen auf Karten und natürlich die Diploma die man abgeschlossen hat.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Recht gering
Einarbeitungszeit: Die erste Partie kann zwar noch etwas holprig sein aber in der zweiten sollte man das meiste verstanden haben.

Preis/Leistung

das Spiel ist für ca 30€ zu haben. Ja die Schachtel ist etwas kleiner als das was man sonst bei Gelegenheitsspielern für den Preis findet aber besser tolles Material in kompakter Schachtel als Riesenschachtel mit viel Luft. An der Stelle. Schöne Grüße an Augustus 🙂

Meine Meinung

Negative Punkte? Manchmal ist es gar nicht so einfach, die Karten unter die anderen Karten zu schieben ohne dass sich wo was verschiebt. Das kann etwas lästig sein.

Neutral habe ich nicht viel zu meckern. Für mich persönlich könnte das Spiel noch einen Schuss Komplexität vertragen.

Ansonsten. Das Spiel ist ein gutes Sammelspiel. Mir gefällt vor allem die Entscheidung ob man Karten aus der Auslage nimmt oder noch einmal dabei bleibt. Man darf ja schauen, wie die Rückseiten der kommenden Karten aussehen. Nimmt man eine ausliegende Karte die eigentlich gut passen würde? Die andere würde auch passen aber man hat nicht die Farbe um es zu malen. Vielleicht kommt ja noch die Richtige. Aber was, wenn der Christian genau die Karte nimmt die ich eigentlich haben will? Sollte ich nicht doch die sichere Bank wählen. Schönes Zockerelement. Selbst wenn man eine Karte bekommt die einem nichts bringt so kann man sie ohne viel Aufsehen in das Atelier einbauen. Das hat auch in den Tespartien dazu geführt, dass man eine Karte ins Atelier eingebaut hat, nur damit ein anderer sie nicht malt uns so sein großes Sommerbild weitermalt.

Was mir noch gut gefällt, ist der Startspielermarker. Nicht nur, weil er echt gut aussieht sondern auch, weil er bei Spielende Punkte wert ist. Das macht die Karten mit denen man ihn bekommt noch interessanter.

Die Tatsachte, dass manche Karten verdeckt liegen bleiben erinnert mich irgendwie an ein anderes Cathala Spiel, dass ich vor einiger Zeit rezensiert habe. Kleopatra und die Baumeister. Das Spiel war ein Sammelsurium von Mechanismen die kein stimmiges Ganzes bildeten. Kanawaga ist hingegen eine schöne runde Sache.

Schön ist ein weiteres Stichwort. Wahnsinn wie liebevoll das Spiel gestaltet wurde. Die Illustrationen, das Material, diese fast schon übertriebene Bambusmatte und noch dazu ein gutes Schachtelinlay. Das ist richtig schick. Bis jetzt hat noch jeder die Augen aufgerissen, der das Spiel zum ersten Mal gesehen hat und es hilft einen etwas besser in das Thema zu kommen.

Apropos Thema: Es fühlt sich gut an mal etwas anderes zu sein als Baumeister, Händler , Eroberer oder irgendein Adeliger. Ein Malerschüler, der neues von seinem Meister lernt. Das sieht man nicht alle Tage.

Hier haben wir eine spielerisch erfrischende Brise. Es ist fast schon ein Wohlfühlspiel für Gelegenheitspieler und Neulinge. Guter Sammelmechanismus mit mehreren Ebenen, eine Prise Zockerelemente, eine Löffel Interaktion, kompakt, tolles Material und wunderschöne Illustrationen.

Ich lehne mich Mal aus dem Fenster und sage: zumindest Spiel des Jahres Empfehlungsliste.

Gut

Empfehlung

Spielt ihr noch nicht lange oder seid sogar neu? Schaut euch Kanagawa an.

Spielt ihr öfter und sucht ein Spiel für zwischendurch. Riskiert einen Bick. Das Spiel nimmt nicht viel Platz weg 🙂

 

Vielen Dank an Huch&Friends für das Rezensionsexemplar.

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