Haste Worte: Jubiläumsedition

Die Rezension der Woche gibt es zur Abwechslung einmal heute. Man will ja unberechenbar bleiben … Muhaha.
Die Klassiker Rallye geht weiter. Fehlen mir bei dieser Rezension die Worte?

Eckdaten

Autor: Michael Kiesling, Wolfgang Kramer
Illustrationen: kinetic
Verlag: HUCH! & friends (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 1997 (Original), 2017 Jubliäumsausgabe
Spieleranzahl: 3 – 8 (theoretisch noch mehr)
Dauer: 30 – 45 min.
Schachtelgröße: 24cm x 24cm x 5,5cm
Preis: ca 20€

Ausstattung

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Im Spiel sind Karten enthalten, ein kleiner Block (der aber nicht lange ausreichen wird), Spielfeld und  eine Sanduhr. Was ich noch gerne gesehen hätte, wäre ein weiterer Plastikbeutel. aber es ist verschmerzbar.

Grafische Gestaltung

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Sieht irgendwie Retro aus. Bei einem 20 Jahre alten Spiel passt das auch oder 🙂

Aufbau

Spielfeldgröße: 50cm x 23cm
Aufbauzeit: 1 Minute (wenn man keine Stifte suchen muss)

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Besonderheiten

Jeder Spieler bekommt einen Satz Karten (1-6) und zusätzlich noch eine Veto- und eine Doppelte Punkte Karte.

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Man entscheidet sich zu Spielbeginn mit welcher Zahl von 1-10 man spielen will. Diese bleibt über das ganze Spiel hinweg gleich.

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Der Vorleser nimmt die oberste Karte und liest den Text bei der entsprechenden Zahl vor. Einmal pro Partie kann man ein Veto gegen die Kategorie setzen oder die Punkte verdoppeln.
Jetzt schreiben die Spieler alle Begriffe auf die ihnen zur jeweiligen Kategorie einfallen.

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Handicap Karten machen es kurz vor Spielende für die Führenden noch einmal schwerer

Ist die Zeit um, so legen alle Spieler eine oder mehrere Handkarten verdeckt ab. Die Summe der eigenen Karten zählt.  Sie gibt an wieviele Begriffe man glaubt vorlesen zu können.
Jetzt beginnt man bei dem Spieler mit der niedrigsten abgelegten Summe. Er liest Begriffe vor. Alle anderen müssen diese von ihrer Liste streichen. USW.

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Vor Spielende bekommt man durch die Handicap Karten noch zusätzliche „Problemchen“

Lag man falsch so bleibt man stehen. Alle anderen wandern so weit nach vorne, wie sie getippt haben. Bei den späteren Feldern kommen zusätzlich Handicap-Karten ins Spiel. Die Spieler auf diesen Feldern müssen mit ein paar Hindernissen zurecht kommen.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Regelumfang: ur wenig
Einarbeitungszeit: super simpel

Preis/Leistung

Sehr viele Karten und auf jeder gibt es 10 Begriffe. Das passt.
Es ist aber trotzdem kein Spiel , dass man unbeschränkt spielen kann.

Meine Meinung

Was soll ich zum Spiel sagen? Ich bin schlecht darin. Ich bin beim schnellen Schreiben nicht so gut, bzw. kann es passieren dass ich meine Schrift danach nicht lesen kann. 😀 Weiterer Punkt: Das „Schachtelinlay“ könnte praktischer sein bzw. könnte man noch 1-2 Plastikbeutel mehr dazu geben. … uuund der Block könnte größer sein. achja … das waren nicht die negativen sondern die neutralen Punkte, denn ich hatte trotzdem sehr viel Spaß.

Der Rest gefällt mir richtig gut. Ich bin froh, dass ich das Spiel kennengelernt habe. Ich glaub es lag am Wort „Haste“, warum ich es so lange gemieden habe. Das hört sich für mich als Österreicher etwas seltsam an 🙂 Da muss ein Spiel erst 20 Jahre alt werden, bevor man sich da ran traut 😀
Das Prinzip Begriffe einer Kategorie aufzuschreiben, erinnert mich irgendwie an die Art wie wir als Kinder Stadt, Land, Fluss gespielt haben. Dort haben wir auch für einzigartige Begriffe mehr Punkte vergeben als für welche mit Duplikaten.

Hier ist das ganze natürlich viel spannender. Durch die Möglichkeit zu Bluffen, zu zocken bzw. Worte taktisch zu streichen bekommt das eine ganz andere Dimension als andere „Partyspiele“. Man kann es sogar schon kompetitiv spielen, wenn man will und seine Freunde kennt. Veto- und doppelte Punktekarten wollen geschickt eingesetzt werden und beim Tippen muss man zum richtigen Zeitpunkt gierig sein 🙂

Der schönste Punkt wo sich all das trifft sind die anderen Spieler.
Die muss man richtig einschätzen. Hat Philipp tatsächlich so viele Begriffe oder blufft er nur? Ich mein … er hat zwar ganze Zeit geschrieben aber vielleicht war das eher unsinniges Zeug. Ich wüsste jedenfalls nicht, dass Philipp sich für Sitcoms interessiert… Wieviele Begriffe tipp ich …. Das und das könnten Marlies und Christian kennen, das geht auch nicht … puh … hat jemand 30 Rock geschrieben? Ich gllllaaaaube … jaa … nein ich glaub doch nicht…. aaah

Noch eine Rezension eines Klassikers …  obwohl es für mich eigentlich eine Neuheit war 😀 Am Ende steht die Erkenntnis: Ja  … zu Recht ein Klassiker. Sehr einfache Regeln, ein bekanntes Konzept und durch ein paar Kleckser Genialität an den richtigen Stellen kommt dabei ein richtig gutes Spiel raus.
Man erfährt was über Familie und Freunde, hat Spass an einem lockeren Spiel, dass aber auch nicht zu seicht ist. Es steckt schon ein intelligentes Spielkonzept dahinter, was es zu einem Party-und-mehr-Spiel macht. Alle sind gleichzeitig an der Reihe, wodruch Wartezeiten vermieden werden. Spieler die nicht so gerne im Mittelpunkt stehen, können das auch sehr gut spielen.

Sehr gut-

Empfehlung

Für alle die ein lockeres Spiel suchen, dass auf clevere Art zu unterhalten vermag – hier seid ihr richtig!

Schreibemuffel sollten aber einen Bogen um das Spiel machen 😀

Vielen dank an HUCH! & friends für das Rezensionsexemplar.

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