For Sale

Heute sehen wir uns (fast) einen Klassiker an. Zumindest wenn man sich den nichtdeutschen Raum anschaut. Die Erstauflage war nämlich im Jahr 1997. Das scheint für Spieleein sehr gutes Jahr gewesen zu sein. Warum For Sale so lange nicht mehr bei uns zu haben war ist ein Rätsel. Jetzt wird es Zeit es sich genauer anzusehen. Ist es noch ein gutes Spiel oder muss man renovieren?

Eckdaten

Autor: Stefan Dorra
Illustrationen: Catell-Ruz
Verlag: Iello im Vertrieb von HUCH! & friends (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017 (Original 1997)
Spieleranzahl: 3-6
Dauer: ca 15-30min
Schachtelgröße: 15cm x 15cm x 4cm
Preis: ca 15€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus kleinen dicken Pappmünzen und großen Karten. Ja das wars auch schon. Es ist auch ein kleiner Plastikbeutel für die Münzen dabei. Ungewöhnlich ist, dass sich das Spiel wie ein Buch zu öffnen ist.

Grafische Gestaltung

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Die grafische Gestaltung ist richtig nett. Jedes der Häuschen ist komplett anders gestaltet.
Die Checks sehen auch auch gut aus.

Aufbau

Spielfeldgröße: echt nicht der Rede wert
Aufbauzeit: 1-2 min.

Thema

Man ersteigert Immobilien und versucht sie danach möglichst gewinnbringend zu verkaufen.

Besonderheiten

Vor Spielbeginn bekommt jeder Spieler eien Geldbetrag. Eine Partie For Sale gliedert sich in 2 Phasen. In Phase 1 bietet man Geld für Immobilien. Man deckt so viele Gebäude auf, wie Mitspieler vorhanden sind. Jedes Gebäude hat einen Zahlenwert. Nun beginnt der Startspieler einen Geldbetrag zu bieten. So geht es immer weiter. Will man nicht mehr weiterbieten so steigt man aus. Man nimmt sich die Gebäudekarte mit dem niedrigsten Wert und verliert die Hälfte des Einsatzes. Der letzte ist das Ganze eingesetzt Geld los und bekommt die höchste Karte.
Das geht so lange, bis alle Karten an den Mann/die Frau gebracht wurden.

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Die Checks gehen von 0 bis über 15000 Dollar

Jetzt beginnt Phase 2. Es werden so viele Checks ausgelegt, wie Spieler vorhanden sind. Die sind, oh Wunder, unterschiedlich wertvoll. Jeder Spieler legt nun verdeckt eine Gebäudekarte ab. Man deckt die Karten gleichzeitig auf … Der mit dem höchsten Wert bekommt den wertvollsten Check usw.

Wer am Ende das meiste Geld hat gewinnt.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Richtig, richtig simpel. Man kann es eigentlich während des Aufbaus erklären.
Einarbeitungszeit: so gut wie nicht vorhanden

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Preis/Leistung

Für ungefähr 15€ bekommt man 60 schön illustrierte Karten von guter Qualität und etliche Pappmünzen. Dafür bekommt man ein zugängliches Bietspiel, dass auch ein paar taktische Feinheiten hat aber sich locker spielt.

Meine Meinung

Was finde ich solala? Hmmm … Das Kartenformat ist ungewöhnlich und da sie etwas länger als normale Karten sind biegen sie sich mehr als man sonst gewohnt ist. Ja … das wars eigentlich schon.

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Ich mag For Sale sehr. Es ist ein richtig gutes Spiel für zwischendurch.

Wenn man die Spielmechanik betrachtet haben wir in Phase 1 ein einfaches Bietspiel. Normalerweise bin ich ja kein so großer Fan davon aber die Gesamtspieldauer ist so kurz und es ist ein so lockeres Spiel, dass es mich hier komischerweise nicht stört. Am Ende dieser Phase hat man ein paar Karten gesammelt.

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Jetzt in Phase 2. Wie kann man die beschreiben? Es ist eigentlich ein einfaches Stichspiel mit Zockerelement und je nach Höhe bekommt man eine Karte. Das ist ein interessanter Dreh. Man erkauft sich in Phase 1 seine Hand um damit später möglichst gute Gewinne zu machen.
For Sale ist dabei definitiv kein komplexes Spiel. Man taktiert ein wenig, hofft an ein paar Stellen, dass die anderen so spielen wie man es gerne hätte, ärgert sich weil es natürlich nicht so lief und quatscht zwischendurch mit den Mitspielern.

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Kurz vor Ende der Rezension werde ich es nochmal mit dem Platzhirsch des Immobilienkaufspiels vergleichen … Monopoly.  Hier wird auch auf Grundstücke geboten und man hantiert mit Geld…also gar nicht ganz so verkehrt dieser Vergleich.
For Sale macht allen am Tisch Spaß, hat eine sehr kleine Schachtel, es dauert nur eine kurze Zeit und man trifft aber auch einige wichtige Entscheidungen. Beim anderen Spiel … ja … ähm … ziemlich genau das Gegenteil 🙂 Also tut euch einen Gefallen, kauft auch For Sale anstatt Monopoly.

In unseren Runden verwende ich For Sale gerne als Start in den Spieleabend. Es ist locker flockig gespielt und hat bisher noch alle gut unterhalten. Wie schon zu Beginn erwähnt, hat das Spiel auch schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel, was man ihm aber nicht anmerkt. Eine schöne Ergänzung zu den anderen Kartenspielklassikern dieser Zeit: 6 nimmt, Bohnanza und Wizard.

Gut+

Empfehlung

For Sale ist ideal für ein schnelles Spiel zwischendurch oder Anfang bzw. Ende eines Spieleabends. Dabei lässt es sich auch mit 5-6 Spielern gut spielen.

Wer ein abendfüllendes Spiel sucht, wird hier nicht fündig.

Vielen Dank an HUCH! & friends für das Rezensionsexemplar!

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Ein Gedanke zu “For Sale

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