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Retro #2 – Schnapsen für zwei Personen

Heute geht es mit der Retro Reihe weiter. Dieses Mal stell ich auch etwas ganz einfaches, klassisches vor (soll ja Leute geben die das nicht kennen), Zweierschnapsen. In Deutschland heißt es 66 … steht zumindest online. Ist ein paar hundert Jahre alt aber immer noch gut.

Warum nicht auch gleich Dreier- bzw. Viererschnapsen oder auch Bauernschnapsen? Obwohl sie gleich heißen, sind diese Spiele doch etwas anders und würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Ich werde hier versuchen die Regeln kurz und bündig zu erklären. Dabei werde ich auf den Großteil des Jargons und manchmal unnötig komplizierte Kartenmisch- und Verteilprozeduren verzichten. Wer glaubt seine Mitspieler schummeln sollte sich neue Mitspieler suchen und Fachbegriffe machen den Einstieg unnötig kompliziert. Mag zwar ganz nett sein um die Clique von anderen abzugrenzen aber aus dem Alter sind wir doch längst draußen … Meine Meinung.

Material

Für das Zweierspiel benötigt man 20 doppeldeutsche Karten. Ein anderes Blatt geht natürlich auch aber man braucht folgende Karten:

Bube, Dame, König, Zehn und Ass in den 4 Farben. Das ist auch gleich die Wertigkeit. Dh. die Zehn kommt gleich hinter der Ass.

Jede Karte hat einen Punktewert.

Bube  – 2 Punkte

Dame  – 3 Punkte

König – 4 Punkte

Zehn – jo … 10 Punkte

Ass – 11 Punkte

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Ziel des Spieles

Ziel einer Partie ist es mit den eigenen Stichen 66 Punkte zu erreichen. Je nachdem wie gut man dabei abschneidet bekommt man eine unterschiedliche Anzahl von … tjo nennen wir sie Siegpunkte.

Ein Spiel geht über mehrere Partien. Wieviele das sind kann man sich vorher ausmachen wenn man will. Traditionell sieht es so aus:

Ein Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler 7 Siegpunkte erreicht hat. Ob man von 7 auf 0 Punkte spielt oder umgekehrt ist Geschmackssache. Auf jedenfall bekommt der Verlierer ein Bummerl. Das ist eine Art Negativpunkt. Da die meisten Spiele in Wirtshäusern gespielt wurde, kann man davon ausgehen, dass derjenige den anderen auf ein Bier oä. einladen musste 🙂

Gewinnt ein Spieler und der andere hat noch gar keinen Punkt gemacht, bekommt er sogar 2 Bummerl. Das wird Schneider genannt.

Der Spieler der zuerst 7 Bummerl hat ist der Verlierer.

Es gibt ja Kartenzählmaschinen und seltsamerweise gibt es da 7 kleine Kugerl und 7 große Kugerl … Ist das ein Zufall? 😉

Sehen wir uns jetzt den Ablauf einer Partie an.

Aufbau

Ein Spieler ist der Geber und teilt 5 Karten an jeden aus. Eine Karte wird zusätzlich aufgedeckt und unter den Nachziehstapel gelegt. Die Farbe dieser Karte zeigt die Trumpffarbe an.

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Der andere Spieler ist der Startspieler und beginnt mit dem Ausspielen der 1. Karte.

Besonderheiten

Der Spieler der zum Ausspielen an der Reihe ist hat folgende Optionen

Vor dem Ausspielen einer Karte

  • Hat er den Trumpfbuben in der Hand, kann er die offen ausliegende Karte mit dem Buben austauschen
  • Man kann nach dem 1. Stich zudrehen. Dazu legt man den Trumpfanzeiger verdeckt auf den Nachziehstapel und sperrt so den Nachziehstapel. Ab jetzt werden keine Karten mehr nachgezogen und es gilt Farb- und Stichzwang. Die Trumpffarbe bleibt weiter bestehen.SAMSUNG CAMERA PICTURES
  • Er kann das Ende der Partie ausrufen, wenn er glaubt 66 Punkte gemacht zu haben. Dann springt man nicht zum nächsten Abschnitt, sondern zu Ende der Partie

Ausspielen und Stich machen

Nachdem diese diversen Dinge abgehandelt wurden gibt es folgende Optionen

  • Hat er Dame und König einer Farbe auf der Hand, kann er eine Hochzeit spielen. Dazu sagt er Zwanzig an bzw. Vierzig bei Trumpf, spielt König oder Dame aus und zeigt die andere Karte auf der Hand her. Das ganze bringt sofort 20 bzw. 40 Bonuspunkte. Um die Punkte aber geltend machen zu können, muss man mindestens einen Stich bis zum Ende der Partie machen.SAMSUNG CAMERA PICTURES
  • eine beliebige andere Karte ausspielen

Jetzt muss der andere Spieler eine andere Karte in den Stich werfen.  Sind noch Karten im Nachziehstapel oder wurde nicht zugedreht, gilt weder Farb- noch Stichzwang. Dh. Man kann eigentlich eine beliebige Karte verwenden.

Wurde zugedreht oder ist der Nachziehstapel leer herrscht Farb- und Stichzwang. Dh. man muss die Farbe bedienen wenn möglich und wenn man eine höherwertige Karte auf der Hand hat, muss man die in den Stich werfen.

Den Stich gewinnt, wer die Karte mit höchstem Wert in der zuerst ausgespielten Farbe ausgespielt hat oder die höchste Trumpfkarte.

Der Gewinner des Stichs zieht wenn möglich die erste Karte vom Nachziehstapel. Der Verlierer zieht danach eine Karte, wenn möglich. Als letzte Karte des Nachziehstapels wird der Trumpfanzeiger gezogen. Die Trumpffarbe bleibt weiterhin bestehen.
Der Gewinner des Stichs spielt die nächste Karte aus. usw.

Ende einer Partie

Das Ende einer Partie wird eingeläutet, wenn:

  • ein Spieler das Ende bekannt gibt:
    Jetzt wird nachgezählt, ob er auch tatsächlich 66 Punkte hat und wieviel der Gegenspieler gemacht hat. Je nachdem wie das Ergebnis aussieht bekommt der Spieler eine gewisse Anzahl Siegpunkte:

    • Hat der Gegenspieler keinen Stich gemacht gibt es 3 SP.
    • Hat der Gegenspieler weniger als 33 Punkte 2 SP
    • Hat der Gegenspieler mindestens 33 Punkte 1 SP
    • Besitzt der Spieler keine 66 Punkte, so erhält der Gegenspieler so viele Punkte wie der Spieler bekommen hätte, wenn er tatsächlich 66 Punkte gehabt hätte.
  • Ein Spieler hat zugredreht und alle Karten wurden gespielt:
    Der Spieler der zugreht hat, muss nun 66 Punkte erreicht haben. Er hat keine andere Möglichkeit zu gewinnen. Die Punkte werden genauso verteilt wie bei normaler Ansage des Spielendes, mit einer Ausnahme: Als Stiche für den Gegenspieler werden nur jene gezählt, die er vor dem Zudrehen gemacht hat.
    z.B.: Christian dreht nach dem 1. siegreichen Stich zu. Danach hat auch Philipp einen Stich gemacht. Christian hat 66 Punkte erreicht und bekommt trotzdem 3 Siegpunkte, weil der Stich von Philipp erst nach dem Zudrehen gemacht wurde.
  • Es wurde nicht zugedreht, kein Spieler hat das Spielende angesagt und der letzte Stich wurde gespielt:
    Der letzte Stich entscheidet wer gewinnt. Wieviele Punkte ist gleich wie weiter oben.

Stiche einsehen

Die Stiche werden verdeckt gehalten. Die eigenen Stiche darf man jederzeit einsehen. Die Stiche des Gegenspielers nicht. Auf Anfrage muss einem der Gegenspieler aber die Karten seines ersten Stichs zeigen.

Meine Meinung

Was gibt es über  Zweierschnapsen zu sagen?

Zuerst kurz was Negatives. Man sollte schnell die Karten zusammenzählen können. Wer nach jedem Stich seine Karten nimmt und nochmal nachzählt macht sich nicht die größten Freunde 🙂

Weiter zu den positiven Dingen.

In der Schule habe ich das sooo häufig gespielt. Allein auf der Romreise sind da ungefähr 20 Stunden drauf gegangen. Wenn man damals schon Spiele mit BGG tracken hätte können … puh.

Es ein schönes, sehr flott gespieltes Stichspiel für zwei Personen. Davon gibt es nicht so wahnsinnig viele. Was es noch auszeichnet ist das geringe Spielmaterial. Microgame oder Mikrospiel würde man es im Jahr 2018 nennen. 20 Karten. Mehr sind es nicht. Es braucht auch kaum Platz, sodass man es auch gut im Bus, im Flieger oder auf jedem noch so kleinen Tisch spielen kann.

Trotz dieser 20 Karten hat das Spiel seine Tücken. Gute Spieler zeichnen sich durch ein gutes Gedächtnis und taktisches Verständnis des Spiels aus. Dh. Spätestens wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist wissen sie genau, was für Karten man auf der Hand hat und Nutzen das bestmöglich aus aber Vorsicht. Man vergisst gerne darauf zu achten, ob man 66 Punkte hat und auf den letzten Stich zu spielen kann unter Umständen gefährlich sein. Solange es einen Nachziehstapel gibt es immer noch diesen schönen Unsicherheitsfaktor. Man hat zwar ein gutes Blatt aber ist es gut genug um zuzudrehen um die Punkte zu maximieren?

Das Spiel hat natürlich auch ein relativ hohes Glückselement. Als ich die Fotos für diesen Beitrag gemacht hatte hab ich die Handkarten angesehen. Ein Spieler hatte 3 Asse und einmal 10 und Bube in einer Farbe. Das ist schon ein ziemliches Gewinnerblatt, wenn man es mit der anderen Hand verglichen hätte, wo die höchste Karte ein König war und keine Trumpf da.

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Aber man spielt ja mehrere Partien hintereinander, was den Glücksanteil etwas ebnen sollte.Wieviele Partien das sind hab ich ja am Anfang geschrieben. Das ist so wie man klassisch spielt. Man kann das nach Belieben anpassen aber meiner Meinung nach sollten es immer mehrere Partien sein.

Man kann dieses Spiel schnell zwischendruch spielen oder den ganzen Abend. Wie schon gesagt…früher haben wir das andauernd gemacht. Zugegeben, dass war meistens die Vierpersonen- bzw. Dreipersonenvariate…die ich eigentlich bevorzuge. Das liegt aber daran, weil es mit mehr Leuten einfach lustiger ist.

Das Spiel mit der ganzen Aufmachung und der Reputation mag sehr altbacken und etwas abschreckend wirken aber wie auch schon bei den anderen Spielen dieser Kategorie gilt: Man sollte sich nicht davon täuschen lassen. Man vergesse kurz das Gedankenbild das manche haben von alten Leute die man sich beim spielen in verrauchten, alten Lokalen vorstellt und lese meine neutrale Beschreibung:

Dieses Stichspiel hat eine zweistufige Gliederung wo zu Beginn die Zockerelemente im Vordergrund stehen und am Ende eher die Spieler belohnt werden, die besser dem Spielverlauf gefolgt sind und ihre Karten am besten ausnutzen. Dieser Kontrast zwischen schnellem Sieg und langem Spiel zeichnet es aus. Jede Karte hat ihren Zweck und welche man abwirft, beeinflusst den Verlauf sehr.

Das liest sich doch schon viel interessanter. Um wieder zu den alten Leuten in den Lokalen zu kommen: Es hat schon seinen Grund, warum es Menschen gibt, die wöchentlich mehrere Stunden damit verbringen … seit Jahrzehnten… Klar. Die meisten davon kennen vielleicht noch 5 andere Kartenspiele und das wars aber trotzdem sagt das einiges aus. Weil etwas das ihnen keinen Spaß machen würde, würden wohl niemand so lange spielen.

Empfehlung

Zweierschnapsen ist ein schönes Stichspiel mit einer reizvollen Balance zwischen Zocken und Langzeitplanung.
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Tempel des Schreckens

Manchmal fragt man sich was Abenteurer überheut für Leute sind. Will ich echt einen Tempel besuchen der „Tempel des Schreckens“ heißt und wie ein Totenkopf aussieht? Ich würde mich da raushalten … aber was weiß ich schon.

Eckdaten

Autor: Yusuke Sato
Illustrationen: Irene Bressel
Verlag: Schmidt Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 3 – 10
Dauer: ~15min
Schachtelgröße: 12,5cm x 9,7cm x 2,8cm
Preis: ~8€

Ausstattung

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Das Spiel besteht nur aus Karten.

Grafische Gestaltung

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Da gibt es nicht viel aber ich finde es gut gemacht.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: ca 2min.

Thema

Wir sind Abenteurer und versuchen alle Schätze aus dem Tempel zu bergen … aaaber nicht alle verfolgen das Ziel. Wächterinnen haben sich unter die Mitglieder geschlichen und versuchen die Gruppe dazu zu bringen alle Feuerfallen auszulösen.

Besonderheiten

Jeder Spieler erhält eine Rollenkarte, die man sich anschaut und verdeckt vor sich ablegt.

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Wächterin oder Abenteurer …

Danach bekommt jeder Spieler 5 Karten vom Stapel.

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Schatz = gut, Feuerfalle = böse, leerer Raum = 0….Einfache Rechnung.

Diese zeigen entweder einen leeren Raum, einen Schatz oder eine Feuerfalle. Danach mischt man die Karten und legt sie verdeckt vor sich aus.

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… unsere Starthand. Die Karten mischen wir und legen sie verdeckt vor uns aus.

Der Startspieler erhält den Schlüssel und wählt jetzt die Kammer eines anderen Spieler aus. Diese wird geöffnet.

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… ein Spieler hat bei uns einen leeren Raum aufgedeckt. Jetzt sind wir dran.

Danach bekommt dieser den Schlüssel usw. Wurden so viele Karten aufgedeckt wie Spieler im Spiel sind endet diese Runde. Alle Karten werden zusammengemischt und diesmal erhält jeder 4 Karten.

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Spätestens nach 4 Runden endet das Spiel. Wurden alle Feuerfallen ausgelöst oder ist die Zeit um so endet es mit einem Sieg der Wächterinnen. Können die Abenteuer alle Schätze bergen gewinnen sie.

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Achja zwischen allem was ich geschrieben habe, darf natürlich munter diskutiert und beschuldigt werden 🙂

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: sehr gering
Einarbeitungszeit: sehr kurz

Preis/Leistung

Für knappe 8€ erhält man ein einsteigerfreundliches Social Deduction Spiel, dass auch eine schöne Bandbreite von Spielerzahlen abdeckt. Achja, das ganze ist auch supereinfach zu transportieren, weil es eine kleine Schachtel ist.

Der Wiederspielreiz ist so ein Knackpunkt. Hat man es 5-6 Mal in kurzer Zeit gespielt ist es dann auch für eine Weile gut.

Meine Meinung

Vor einer Weile habe ich hier Avalon vorgestellt. Tempel des Schreckens ist eine ähnliche Kategorie aber mit einem entscheidenden Unterschied und deswegen gefällt es mir auch besser: Es ist simpler.

Oben stehen fast alle Regeln beschrieben. Mehr ist es nicht. Keine Sonderrollen, keine anfangs undurchsichtigen Abläufe. Selbst Neulingen kann ich dieses Spiel sehr schnell erklären. Versucht mal einer Gruppe von 9 Leuten Saboteur 2 zu erklären. Es ist eigentlich auch nicht soo schwer aber immer wieder passen Leute nicht auf und man muss alle Karten und Rollen doppelt erklären. Für Avalon braucht man ein paar Partien bis man das richtige Gefühl für gute Entscheidungen hat. Werwölfe muss man erst Mal alle Rollen verstanden haben. Ich glaube ihr versteht worauf ich hinaus will.

Tempel des Schreckens lässt sich super einfach auch einer großen Gruppe erklären. Es ist ein sehr klares Design. Damit es nicht belanglos wird, gibt es diese Unsicherheit. Man weiß zwar was vor einem liegt, aber eben nicht genau WO! Da erscheint man selbst leicht als Wächterin, auch wenn es einfach nur Pech war und eh noch 2 Schätze da gelegen wären. Es ist auch toll, dass die Wächterinnen sich gegenseitig nicht kennen. Das alles sorgt für herrlich witzige Szenarien, vorausgesetzt die Gruppe redet auch.

Tempel des Schreckens ist das Social Deduction Spiel meiner Wahl. Wenn ich 7+ Leute am Tisch hab, sind mindestens die Hälfte davon Leute die wenige bis gar keine Spiele spielen. Da hat es im Vergleich zu den anderen die Nase vorne.  Gut mit guter (ha) Option für eine Aufwertung.

Empfehlung

Wer ein möglichst einfaches Spiel für eine redselige Gruppe (machmal auch Horde) sucht, sollte sich Tempel des Schreckens nicht entgehen lassen.

Wer ein Spiel des Genres mit mehr Komplexität sucht, sollte hingegen wo anders suchen.

Spielesammlung für Gelegenheitsspieler – 2018 Edition

Hallo alle miteinander 🙂

Heute geht es mit der Serie weiter. Diese Mal sind die Gelegenheitsspieler dran. Die Liste war die schweeerste, weil es hier echt viele gute Spiele gibt.

Was ist ein Gelegenheitsspieler? Jemand der gelegentlich spielt.
Wie oft ist gelegentlich? Mehr als wenig aber nicht häufig 🙂
Was waren die Kriterien: Der Einstieg sollte noch immer relativ einfach sein. Die Spieldauer darf auch schon Mal eine Stunde+ betragen und es gibt mehr Raum um besser im Spiel  zu werden und/oder für mehr Abwechslung.

Wie auch schon bei den vorigen Listen  gehe ich mit der Spieleauswahl nur bis ins Jahr 2016 zurück also keine Spiele die 10-20 Jahre andauernd im Druck sind. Kosten tut das ganze knapp über 110€ und enthält 5 Spiele.

 

Arboretum (2-4 Spieler)

Den Anfang macht ein kleines, hübsches und auch ein wenig fieses Kartenspiel. Wir versuchen möglichst lukrative Wanderwege anzulegen aber das geht nur wenn wir in dieser Baumsorte mehr davon auf der Hand haben als die anderen Mitspieler. So hat man immer das Dilemma: Was behalten? Was abwerfen? Wo einpflanzen? Richtig gut. Die erste Partie wird zwar etwas holprig sein, weil man nicht weiß wo man anfangen soll aber dann läufts.

Citadels (2-8)

Die Neuauflage von Ohne Furcht und Adel. Interaktiv, abwechslungsreich, taktisch und dabei so einfach zu spielen.

 

Flamme Rouge (2-4)

Radrennen. Einfacher Einstieg und durch die App und die Grande Tour Variante kann man quasi eine Meisterschaft über mehrere Strecken bestreiten.

The Mind (2-4)

In diesem kooperativen Spiel versuchen wir unsere Handkarten in aufsteigender Reihenfolge abzulegen. Das Problem. Wir dürfen uns nicht unterhalten, nicht gestikulieren oder sonst was. Wenn du glaubst, dass deine Karte die nächste sein sollte, spielst du sie einfach.

Viticulture Essential Edition (1-6)

Ja … Das ist das Spiel, dass Die Liste auf über 110€ katapultiert. Immerhin kostet es ~40€. Es ist auch um eine Ecke anspruchsvoller als die anderen auf der Liste aber ich finde, dass durch die thematische Einbindung einiges viel leichter ist. „Wie pflanze ich Reben?“. „Indem du eines deiner Männchen auf das Feld stellst wo – Pflanze Rebe – steht stellst“ … „aaaah“. Sowas in der Art eben. Das hat auch meiner Freundin die wenig spielt und meinem Vater der eher einfache Spiele mag gefallen und sie hatten keine Probleme mit den Regeln obwohl sie zu Beginn etwas gejammert haben. Dazu noch schöne Illustrationen, tolles Material und etliche Dinge die man ausprobieren kann aber die Entscheidungen sind meistens … organischer als bei den vielen ähnlichen Spielen, wo es oft nur um „Was bringt mehr Punkte“ geht.