Archiv der Kategorie: Rezension

Love Letter Big Box

Es gibt ja mittlerweile recht viele Big Boxen zu kaufen. Jetzt auch für das Mikrospiel Love Letter. Das ist damals mit 16 Karten ausgekommen. Jetzt sind es 32 Karten. Doppelt so viel Inhalt! Ja … das kann man schon Big Box nennen.

Eckdaten

Autor: Seji Kanai
Illustrationen:Andrew Hepworth, Jeffrey Himmelman
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 8
Dauer: 20 – 40
Schachtelgröße: 14cm x 19cm x 6,8cm
Preis: ca 17€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus großen, sehr soliden Karten und ein paar schönen Holzherzen.

Grafische Gestaltung

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Bei den Illustrationen bin ich zwiegespalten. Die des Original Love Letter fand ich immer gut. Die aus der Erweiterung – teils teils. Ich finde sie passen nicht so perfekt zusammen. Bestes Beispiel: Das Cover. Das Spiel heißt LOVE LETTER. Die Prinzessin im Vordergrund und im Hintergrund die Siluetten anderer Figuren. Perfekt… Was zum Geier macht hier ein schmieriger Assasine.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: Karten mischen und es kann losgehen

Thema

Wir sollen der Prinzessin einen Liebesbrief überreichen. Je einflussreicher die Person aus ihrer Umgebung desto wertvoller ist sie für diesen Zweck.

Besonderheiten

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn eine der Personenkarten auf der Hand. Wenn man am Zug ist, zieht man eine Karte vom Nachziehstapel und spielt eine der 2 Karten offen vor sich aus. Danach handelt man den Effekt der Karte ab und schon ist der nächste dran.

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Mit der Erweiterung kommen auch 3 männliche Wöchter ins Spiel. Von der Funktionalität her identisch aber so lassen sie sich leichter auseinandersortieren.

Eine Runde dauert so lange bis entweder alle Spieler bis auf einen ausgeschieden sind oder der Nachziehstapel leer ist. Dann gewinnt der, der die Karte mit dem höchsten Wert auf der Hand hat.

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Der Sieger bekommt 1 Herz. Wer eine bestimmte Anzahl Herzen gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Für jeden Spieler liegt eine doppelseitig Übersicht über alle Rolle bereit.

Regelumfang: nicht der Rede wert
Einarbeitungszeit: kann man ignorieren. Das Grundprinzip ist schnell verinnerlicht. Lediglich die Karten muss man erst mal lesen. Dafür hat man aber die richtig praktischen Spielerhilfen die nicht nur die unterschiedlichen Effekte sondern auch die Anzahl der Karten pro Sorte angibt.  In die Anleitung schaut man eigentlich nur 1 Mal.

Preis/Leistung

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Das Spiel besteht aus ~40 großformatigen Karten und ein paar Holzherzen. Nicht grade viel für 17€ könnte man meinen. Ja aber die Karten haben Dixit Größe und sind ungefährt ein paar Mal so dick. Richtig gut also.
Die Holzherzen sind auch ausreichend vorhanden und das Spiel bietet gute Wiederspielbarkeit für viele Partien.

Meine Meinung

Beginnen wir wie immer bei der Kritik an der Big Box. Wie gesagt, die neuen Grafiken sind teilweise nicht ganz so meins. Ich finde ein paar Karten der Erweiterung um eine Ecke uncharismatischer und das Cover …
Prinzessin, sie müssen nur noch für das Cover posieren. Bitte stellen sie sich da hin… ok … hier kommt das Vög … hey! wer sind sie. jetzt muss ich noch ein Foto mach… natürlich. Der Film ist alle. Na dann nehmen wir das. Tja der Assasine ist ein richtiger Photocrasher.
Zu den Spielerzahlen. Ich finde es nicht ganz so gut mit 2 Spielern. Dort kann nach einer Karte eine Runde vorbei sein. Zug 1: Wächterin … du hast die Zofe auf der Hand….richtig.

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Neutral? Da fällt mir der Schmeichler ein. Hier ist es passiert, dass auf ihn 1-2 Mal schlichtweg vergessen wurde. Man quatscht zwischen den Zügen, ist ein wenig unachtsam und schon ist es passiert. Für den Narren hat man die Narrenkarte eingeführt. Gut. Warum hat man nicht auch eine Karte oder irgendeinen Würfel / Marker für den Schmeichler als Erinnerung. Warum macht mir das nicht so viel aus? Man nehme einfach einen Marker aus einem anderen Spiel oder eine Münze oder eine Weinflasche. Lasst eurer Fantasie freien Lauf….

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Also der Graf ist klar ein Bösewicht. da widerspricht mir sicherlich keiner.

Ansonsten finde ich die Big Box sehr gelungen. Ich hatte vor einigen Jahren Love Letter in meiner Sammlung aber in den Gruppen in denen ich es gerne gespielt hätte, ging das nicht, weil es eben nur bis 4 Spielern ging. Zu zweit war es in Ordnung aber auch kein Highlight. Es gab da auch irgendwo eine Möglichkeit mit zwei Spielen mit 4+ zu spielen aber das hatte mich nicht überzeugt. Warum?

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Pro Partie kann nur 1 Spieler punkten. Sagen wir man spielt zu 6. auf 3 Herzen. Es kann 13 Partien dauern, bis es einen Sieger gibt, was für diese Art von Spiel viel zu lang ist.
Hier kommen die zusätzlichen Karten der Erweiterung ins Spiel. Mit 3 der neuen Rollen kann man Extraherzene erhalten.

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Der Spielmechanismus ist dabei so simpel, wie kaum ein anderer. Zieh eine Karte – spiel eine Karte. Trotzdem steckt in diesem Spiel Bluffen, Taktieren, Deduktion und eine Portion Glück und das bei so wenig Material.  Eine richtige Design Meisterleistung. In höheren Spielerzahlen wirds ein wenig chaotischer, was aber nicht verwunderlich ist, weil man gerne vergisst was wer gespielt hat.

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Das Spiel schafft es aber immer wieder clevere und witzige Momente zu erzeugen. Zum Bespiel hatte ich einer einer Patrie das Gefühl, dass  Christian die Prinzessin auf der Hand hat. Er hat die Gräfin ausgespielt. Natürlich könnte er auch Prinz oder König haben … aaaaber der König ist schon aus dem Spiel … hmmm da zock ich mit meinem Wächter… ist ja logisch. Natürlich renne ich voll in den Assasinen… Sowas bleibt natürlich nicht unkommentiert 🙂

Sehr Gut-. Eines der besten Spiele für zwischendurch und funktioniert in den  unterschiedlichsten Spielergruppen und Besetzungen.

Empfehlung

Die Love Letter – Big Box ist allen zu empfehlen die ein zugängliches Spiel suchen, dass gut in unterschiedlichen Spielerzahlen funktioniert und unterschiedliche Facetten hat

 

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Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!

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Cosmic Encounter (fast spoilerfrei ;) )

Heute stell ich euch eines meiner Lieblingsspiele vor. Gleichzeitig ist es auch das älteste „moderne“ Brettspiel in meiner Sammlung und auch eines der einflussreichsten Spiele in der ganzen Branche. Das sind schon Mal viele Vorschusslorbeeren…

Eckdaten

Autor: Bill Eberle, Jack Kittredge, Peter Olotka, Bill Norton
Illustrationen: Viele
Verlag: Fantasy Flight im Vertrieb von Heidelberger Spieleverlag bzw. Asmodee  (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2014 (Orginalauflage 1977)
Spieleranzahl: 3-5
Dauer: ca 20min pro Spieler
Schachtelgröße: 29,6cm x 29,6cm x 7,2cm
Preis: ca 40-45€

Ausstattung

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Im Spiel enthalten sind viele Plastik UFO’s, superdickes Pappmaterial und gute Karten.

Grafische Gestaltung

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Die Alienkarten sind herrlich skurril und die Planetensysteme schön gestaltet. Was mich stört ist, das im Grundspiel die Verhandelnkarten mit einem N (engl. Negotiate) gekennzeichnet sind. In der ersten Erweiterung gibt es stattdessen Karten mit einem V. Aber das sind Details…

Aufbau

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Spielfeldgröße: ungefähr 53cm x 20cm pro Spieler und etwas Platz für die Kartenstapel und das restliche Material
Aufbauzeit: ca 3:00 min

Thema

Aliens die sich im Weltraum ausbreiten. Wir sind Herrscher über eine Alienspezies. Jede davon hat eine besondere Eigenschaft, die sie von den anderen unterscheidet. Ich zeug euch Mal eine: Die Verlierer.

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Besonderheiten

Jeder Spieler bekommt eine Alienidentität, ein paar Karten und verteilt seine Schiffe gleichmäßig auf seinen Planeten. Ziel ist es auf anderen Planeten Fuß zu fassen.

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Rot fordert den grünen Spieler heraus und hat einige Schiffe in den Warp gesetzt. Jetzt sucht man sich Verbündete.

Ein Spielzug in Cosmic Encounter läuft recht einfach ab. Der aktuelle Spieler ist immer der Angreifer. Er deckt die oberste Karte des Schicksalsdeck auf. Sie bestimmt welches Planetensystem man angreift. Der Spieler dem dieses System zugeordnet ist, ist der Verteidiger. Der Angreifer bestimmt welchen Planeten des Systems er angreift. Dann setzt er 1-4 Schiffe in den Warp. Der Verteidiger darf keine seiner Schiffe aus dem System abziehen oder neue hinzufügen. Jetzt können Angreifer und Verteidiger Verbündete unter den anderen Spielern suchen und verhandeln. Jeder Verbündete darf 1-4 Schiffe zum Kampf beisteuern.

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Die Herausforderungskarten bestimmen den Ausgang der Herausforderung

Ist das erledigt wählt der Angreifer und der Verteidiger jeweils eine der Herausforderungskarten aus und legt sie verdeckt ab. Je nachdem was aufgedeckt wird ergeben sich andere Ausgänge.

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Mit Verstärkungen kann man nach dem Aufdecken noch das Ergebnis beeinflussen. Artefakte machen besondere Dinge.

Wenn der Angreifer erfolgreich war ist er nochmal an der Reihe. Spätestens nach 2 Herausforderungen ist der nächste Spieler dran. Tja und das geht solange bis ein Spieler 5 Kolonien besitzt. Es ist durchaus möglich dass mehrere Spieler gewinnen

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Die Grundregeln sind recht simpel
Einarbeitungszeit: Beim Erlären sollte man viel Wert auf die Begriffe und Phasenbezeichnungen legen. Hauptspieler, Mitverbündeter etc. Das erspart später viel Sucherei. Für das erste Spiel würde ich auf alle Fälle empfehlen mit 4 Planeten und ohne Manöverkarten zu spielen. Hat man den Spielfluss drauf, sollte man sie aber auf alle Fälle wieder mit rein nehmen.Sonst geht einem einiges ab 🙂

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Jede Alienrasse hat eine spezifische Manöverkarte die auch im Nachziehstapel zu finden ist. Diese kann man immer wieder einsetzen.

Das Spiel kommt sogar noch mit ein paar Varianten. Die Variante der geheimen Identiäten gefällt mir besonders gut. Dort hält meine seine Identität so lange geheim bis man die Fähigkeit das erste Mal nutzt. Das ist thematisch richtig schön. Man nimmt Kontakt mit einer anderen Spezies auf und weiß eben nocht nicht genau, was sie alles kann.

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Eine weitere Variante: Artefakte. Das sind besondere Projekte 🙂

Preis/Leistung

Material? Sehr gut. Abwechslung? oooh ja und wie 🙂
Es gibt auch einen ordentlichen Batzen an Erweiterungen aber ich finde, das Grundspiel reicht eine ganze Weile aus.

Meine Meinung

Was soll man zu einem Spiel sagen, dass schon seit 1977 im Druck ist?
Cosmic Encounter ist DAS Vorzeigekind wenn es um Bluffen, Verhandeln, Intrige und eine Tonne unausbalancierter Spezialfähigkeiten geht. Unausbalanciert? Kann doch keinen Spaß machen. DOCH und wie. Eine starke Alien Fähigkeit zu haben ist zwar super aber irgendwie heftet man sich auch eine riesige galaktische Zielscheibe an den Rücken. Ziel ist es die anderen davon zu überzeugen, dass man eigentlich harmlos ist aber Christian da drüben … der ist die echte Bedrohung  und man sollte ihn tunlichst nicht als Verbündeten nehmen.

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Aber ist es nicht zu intrigant? Eigentlich nicht. Wenn man den anderen in den Rücken fällt geschieht das aus pragmatischen Gründen. Es ist zwar theoretisch möglich, dass sich jemand weigert sich mit jemand anders zu verbünden aber ich hab das noch nieeee erlebt. Als Angreifer kann man sich das Ziel nicht aussuchen und wer keine Verhandelnkarte hat, kann man auch keine auswählen. Es ist nicht so, dass ich mich von den anderen betrogen bzw. hintergangen fühle, wenn mich alle angreifen … sie wissen ja auch nicht, dass ich eine +30 Karte habe … Tritt ein in meinen Salon, sagte die Spinne zur Fliege … muhahaha 😉

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Nochmal zu den Spezialfähigkeiten. Schon bei Auf den Spuren von Marco Polo hab ich erwähnt wie irre dort die Fähigkeiten sind. Das ist Pippifax wenn man es mit den Fähigkeiten der Aliens hier vergleicht. Ich will nicht zuviel „spoilern“, weil ich glaube, dass es viel mehr Spass macht, wenn man ein Alien unerwarteterweise in Aktion erlebt (spielt mit geheimen Identiäten!). Ich habe sie mir auch nicht angeschaut wie ich das Spiel bekommen habe, so war es für alle eine Überraschung. Einige hab ich auch noch nie im Spiel gesehen. Da kenn ich nur die Grafiken 🙂 Es sind Sachen dabei wo man sich denkt … nein gibt’s nicht. Einige davon fühlen sich nach Schummeln an. Das mein ich wortwörtlich. Andere bringen ordentlich viel Verwirrung rein. Wie z.B. die Verlierer oben. Verlierer sind auf einmal Gewinner und umgekehrt. Das ist eine Spezies … Jetzt fügt man noch 3 dazu und auf einmal ist es nicht mehr ganz so sicher wie das ausgehen wird

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Es kommt immer wieder zu netten Wechselwirkungen zwischen den Fähigkeiten. Hab ich schon erwähnt, dass da 50 (ja 50!) verschiedene Alien Identitäten drin sind. Selbst in Vollbesetzung braucht man also 10 Partien um überhaupt alle in Aktion zu sehen. Geschweige denn die Wechselwirkungen. Ich steh auf Abwechslung..das kann mir doch nur gefallen! Warum hab ich bitte so lange gewartet mir das zuzulegen…

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Was gefällt mir sonst noch? Die Alienrassen sind farblich codiert. Grün … gut für Anfänger und nichts zu extremes. Gelb für Fortgeschrittene und Rot bedeutet. Hier wird das Spiel stark verändert.

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Die größte Stärke des Spieles kommt aber noch. Es erzählt eine Geschichte. Das unterscheidet es von handelsüblichen Strategiespielen die man sonst so im Schrank stehen hat (zumindest in meinem). Dort gibts am Ende meistens eine Punkteabrechnung und eine Seite gewinnt. Fair. Aber es gibt Tage da will man einfach etwas anderes.

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Etwas… Epischeres … was aber trotzdem nicht zu lange dauert und auch halbwegs anfängerfreundlich ist. Man feilscht und verhandelt … bezichtigt sich gegenseitig …Allianzen wechseln am laufenden Band… dann grätscht einer mit seiner Fähigkeit rein und am Ende … in der letzten Herausforderung … hängt alles von EINEM Kampf und EINER Karte ab. Großes Sternenkino. Ob man am Ende gewinnt, sich den Sieg teilt oder verliert ist da eigentlich nur Nebensache.

Sehr gut mit Sternchen.
Eines meiner Top3 Spiele und ich sehen nicht, dass sich das in nächster Zeit ändert.

Empfehlung

Wer ein Spiel abseits von Strategietiteln für seine Sammlung sucht, dass immer wieder anders ist und seinen Fokus auf dem „miteinander was Erleben“ hat, kann bedenkenlos zugreifen.

 

Catan – Seefahrer Jubiläumsedition (inkl. die Legende der Seeräuber)

Wieder zurück aus der Sommerpause! Starten wir sofort mit einer Erweiterung … und zwar nicht irgendeine Erweiterung sondern die 1. Erweiterung die es für ein Spiel gab … soweit ich weiß … also bemannt die Segel und lasst uns in See stechen.

Eckdaten

Autor: Klaus Teuber, Benjamin Teuber
Illustrationen: Michael Menzel
Verlag: Kosmos (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017; Erstauflage Seefahrer 1997
Spieleranzahl: 3 – 4
Dauer: ca 60 – 120 min
Schachtelgröße: Standard Kosmos Größe (wie Catan)
Preis: ca 35€

Ausstattung

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Sieht chaotisch aus … Ist aber halb so schlimm …

In dieser Schachtel findet man recht umfangreiches Material. Das normale Material der Seefahrer Erweiterung + das viele Zusatzmaterial für die Kampagne Die Legende der Seeräuber. Was ich besonders positiv hervorheben möchte sind die mehr als ausreichenden Plastikbeutel um das Material zu verstauen und die Sticker mit denen man die Beutel bekleben kann.

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… für die Beutel gibt es Sticker, durch die man weiß, wo was rein soll.

Grafische Gestaltung

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Menzeltastisch. Seine Illustrationen in den Catan Spielen gefällt mir richtig gut. Das hier ist keine Ausnahme.

Aufbau

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Spielfeldgröße: ca 60cm x 70cm
Aufbauzeit: je nach Szenario aber so ca 5min

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… Am Spielfeldrand findet man in der Seeräuber Kampagne eine Punkteleiste. Praktisch

Thema

Catan wird größer. Wir segeln jetzt mit Schiffen aufs Meer, erkunden und besiedeln andere Inseln

Besonderheiten – Seefahrer

Zuerst werde ich kurz auf die Seefahrer Erweiterung eingehen.
Diese beinhaltet 8 unterschiedliche Szenarien (9 mit dem freien Spiel) die sich im Aufbau unterscheiden.

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Die 8 Szeanrien der Seefahrer

Meistens startet man auf einer Insel und kann dann mit Schiffen zu anderen Inseln segeln und sie besiedeln. Dabei funktionieren Schiffe fast genauso wie Straßen, nur eben auf dem Wasser.

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Schiffe werden wie Straßen aneinandergereiht

Sie kosten Wolle und Holz und zählen auch zur längsten Handelsstraße.
Als besonderes neues Geländefeld gibt es den Goldfluss. Würfelt man die Zahl dieses Felds, so darf man sich einen Rohstoff seiner Wahl aussuchen. Natürlich darf auf See auch ein Seeräuber nicht fehlen, mit dem man das Durchqueren von Ozeanabschnitten verhindern kann.

Besonderheiten – Die Legende der Seeräuber

Die Legende der Seeräuber ist eine vierstufige Kampagne. Dabei kann man das Spiel theoretisch auch ganz normal spielen.

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Einheiten, Stützpunkt und Marker für die Seeräuber Kampagne

Der catanische Rat erteilt uns aber Aufträge für die man zusätzliche Punkte bekommt oder besondere Belohnungen abstaubt.
Wie gut man diese Ziele umsetzt hat Auswirkungen auf den Aufbau des nächsten Szenarios. Zusätzlich wachsen die Möglichkeiten der Spieler während der Kampagne.
Nach jedem Szenario werden Legendenpunkte verteilt … Am Ende wird aufsummiert. Wer da die meisten hat, hat gewonnen.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: ungefähr 3 A4 Seiten + ein bisschen was pro Szenario
Einarbeitungszeit: Man sollte verstehen wie die Schiffe funktionieren bevor man sich an die Kampagne wagt.

Preis/Leistung

Also ich finde einen Preis so um die 35€ für Seefahrer inkl. der neuen Kampagne gerechtfertigt. Hier ist wirklich viel Material vorhanden und wer begeisterer Catan Spieler ist kann auf eine große Bandbreite von Szenarien zurückgreifen. Man kann sogar seine eigenen entwickleln.

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Meine Meinung

Gut, kommen wir wie immer zu den negativen Punkten. Mich hat irgendwie gestört, dass in der Jubiläumsedition zwar viel drin ist, man aber versäumt hat die „Wunder“ aus dem Seefahrer Szenario gleich als Karten beizulegen. Hätten diese 5 kleinen Karten weh getan? … Die sind immer noch Bastelarbeit. Das ist Schade.

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Neutral. Ich habe mit der Seefahrer Erweiterung eine lange Geschichte. In der Anfangszeit, bevor ich zu rezensieren begonnen hab, haben wir echt viel Catan gespielt. Seefahrer besonders oft (meist zu 6.). Immerhin hatte man jetzt mehr zu entdecken. Jedes Szenario hat ein paar zusätzliche Kleinigkeiten und die Komplexität steigt aber kaum an. Super. Aber die größere Karte führt logischerweise auch zu einer Steigerung der Spieldauer. Besonder lange dauerte es, wenn man nach einem Szenario ein anderes aufgebaut hat.  Mit dem Beginn der Rezensionen hatte ich immer weniger Zeit für diese „längeren“ Szenarien. Kurz: Ich mag die grundsätzliche Idee – hab aber nicht wirklich die Zeit um sie so oft zu spielen. Großes ABER … auf zum nächsten Abschnitt.

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Die Seeräuber Kamagne hat mir richtig gut gefallen. Mit 4 Szenarien hat sie gerade die richtige Länge.  Ich mag Kampagnenspiele, doch bei den meisten  sind das 9+ Partien die man braucht. Dafür permanent die gleichen Leute zu finden, ist nicht immer leicht. Von einem erneuten Spielen reden wir gar nicht. 4 Szenarien sind pi Mal Daumen 2-4 Abende. Ja … das ist in einer vertretbaren Zeit machbar und man kann sie auch Mal wiederspielen, weil das Verhalten der Spieler beeinflusst die Szenarien. Zwar nicht gigantisch aber doch.

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Szenario 1 – Freunde

Z.b. kann man in den Szenarien 1-3  eine Freundeskarte erhalten. Diese erinnern an die Helfer von Catan. Diese Karte gehört einem nun durch die gesamte Kampagne hindurch und in jedem Szenario darf man sie 2 Mal einsetzen.

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Szenario 1 – Freunde

Im letzten Szenario hat man theoretisch mit Sonderbelohnung 4 Freundeskarten, die man jeweils 2 Mal einsetzen kann. Ja … das hat Auswirkungen auf die Möglichkeiten während des Zuges.

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Marker zeigen an, wo die Siedlungen an der Küste errichtet werden

Was noch toll ist, ist  dass die Partien durschnittlich schneller sind als vergleichbare Seefahrer Szenarien, weil man hier schon mit 3 Siedlungen (1 davon an der Küste) startet und immer 3:1 handeln kann. Z.B. haben wir für Aufbau, Regelerklärung, das komplette 1. Szenario und den Abbau keine 90 Minuten gebraucht und das obwohl ich zuerst begonnen hab das 3 Personen Spiel aufzubauen und wir zu 4. waren. Reine Spielzeit dürfte bei knapp 60min +- ein paar Minuten liegen. Das ist echt gut.

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Pro Kampagnenmission gibt es 1 große, detaillierte Hilfe …

Die Beutel mit den Stickern sind beim Auf- und Abbau super praktisch. So findet man leicht was man sucht. Für die einzelnen Missionen gibt es gute Hilfen … was will man mehr.

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… und 1 kleine Hilfe mit Baukostenübersicht für jeden Spieler

Ich finde die Neuerungen durch die Legende der Seeräuber richtig toll. Dinge, wie die 3 Startsiedlungen, wobei die 1. an der Küste errichtet werden muss, werde ich versuchen auf andere Seefahrer Szenarien zu übertragen. Man ist so einfach flexibler und schneller, weil du trotzdem noch 1-2 zusätzliche Geländefelder hast.

Die Kampagne hat mir richtig viel Spaß gemacht. Ich hatte das nicht in diesem Ausmaß erwartet. Ich dachte: Wird schon passen … aber ich hab total Lust sie nochmal zu starten.
Sehr gut gelungen.

 

Empfehlung

Spielt ihr gerne Catan und mögt es größer aber das Spielfegühl soll möglichst gleich bleiben, dann ist diese Box eine dicke Empfehlung. Einen Haufen variable Szenarien, eine gute  Kampagne und ein Material. Da kann man sich auch selbst kreativ austoben und ein eigenes Szenario entwickeln. Gerade beim Tippen überlege ich ob ich nicht die alten Seefahrer Szenarien irgendwie zu einer ähnlichen Kampagne verknüpfen kann.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!