Cyclades

Heute schauen wir uns ein Spiel von Bruno Cathala und Ludovic Maublanc an. Es ist auch Plastik drin und Karten … irgendwie weckt das böse Erinnerungen … Na hoffentlich läuft es diesmal besser…

Eckdaten

Autor: Bruno Cathala; Ludovic Maublanc
Illustrationen: Miguel Coimbra
Verlag: Matagot (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: Erstauflage 2009
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 90 – 150min
Schachtelgröße: 39,4cm x 27,9cm x 7,6cm
Preis: ~50€

Ausstattung

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Trotz des guten Materials gibt es doch etwas zu bemängeln. Es sind kaum Aufbewahrungsmöglichkeiten wie z.B. Plastikbeutel vorhanden. Für die Miniaturen schon aber ich bin auch kein Fan davon da alle in einen Beutel zu geben.

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Die Miniaturen der Land- und Seeeinheiten aller Spieler unterscheiden sich

Grafische Gestaltung

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Die grafische Gestaltung ist richtig gut. Über drüber Mythologie eben.

Aufbau

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Aus den Spielplanteilen setzt man das Spielfeld je nach Spieleranzahl zusammen.

Spielfeldgröße: 100cm x 53cm + 40cm x 10cm pro Spieler
Aufbauzeit: 5-6min

Thema

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Auf der Inselgruppe kämpfen mehrere Fraktionen um die Gunst der Götter und die Vorherrschaft.

Besonderheiten

Ziel des Spiels ist es am Ende einer Runde 2 Metropolen zu besitzen.

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Wie kommt man an Metropolen? Entweder hat man auf beliebigen Inseln unter der eigenen Kontrolle alle 4 verschiedenen Gebäudetypen. Dann entfernt man diese Plättchen und errichtet auf einer Insel eine Metropole oder man ergattert 4 Philosophen oder man erobert ganz einfach die Metropole eines anderen Spielers.

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Ja gut … und wie macht man all das? Für alles im Spiel braucht man Geld. Wie kommt man an Geld? Zu Beginn jeder Runde bekommt man Einkommen in Höhe der Füllhörner die man kontrolliert.

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Wer die Insel links oben kontrolliert bekommt 2 Geldstücke jede Runde. Auch für die Kontrolle mancher Meeresfelder bekommt man Geld. Man etabliert so quasi Handelsrouten.

Danach hat man zum Ziel die Gunst eines der 4 Götter zu bekommen. Nur ein Spieler kann die Gunst eines Gottes haben. Ist man z.B. der Startspieler so platziert man seinen Opfermarker bei einem Gott und zwar auf der Stelle, wie viel Geld man bereit ist dafür zu opfern.

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Möchte ein anderer Spieler die Gunst desselben Gottes haben so muss er mehr bieten. Man wird daraufhin von dort vertrieben und muss seinen Marker auf einen anderen Gott setzen.

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Grün wurde überboten und muss sich eine neuen Position suchen.

Was machen die einzelnen Götter? Ares schenkt einem eine Landeinheit und man darf weitere kaufen. Man kann Einheiten von einer Insel auf eine andere bewegen, sofern eine durchgehende Verbindung mittels eigener Schiffe vorhanden ist und man kann Festungen bauen, die die Verteidigung einer Insel erhöhen.

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Poseidon macht fast dasselbe wie Ares nur eben auf dem Wasser. Seeeinheiten, Häfen und erlaubt das bewegen von Flotten.

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Der Göttervater Zeus, schenkt uns Priester die permanent die Kosten für Göttergaben senken dh. wenn ich später 5 Geld für Ares biete und 2 Priester hab, bezahl ich nur 3 Geld. Mit ihm kann man auch Tempel bauen, die die Kosten einer Kreaturenkarte senken und für 1 Geld kann ich auch eine ausliegende Kreaturenkarte abwerfen und ersetzen.

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Athene bringt uns Philosophen und erlaubt es uns Universitäten zu bauen. Beides bringt spielerisch zwar nicht so viel aber es wird für Metropolen benötigt.

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Last but not least: Apollo. Um sich hierhin zu platzieren muss man gar nichts bieten und es können auch mehrere Spieler die Gunst Apollos bekommen. Hier bekommt man 1 Geld oder sogar 4 wenn man nur 1 Insel kontrolliert. Der 1. Spieler der die Gunst Apollos bekommt, erhält einen Wohlstandsmarker, den er auf irgendeiner Insel platzieren kann und erhöht so das Einkommen permanent um 1 – solange man diese Insel kontrolliert.

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Haben alle einen Platz gefunden werden nun von oben nach unten die Aktionen ausgeführt. Wenn man an der Reihe ist, kann man auch die Effekte einer oder mehrerer Kreaturen nutzen, sofern man sie bezahlen kann und nicht Apollo genommen hat.

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Der Kraken kann ganze Flotten zerstören

Manche von ihnen bringen auch eine Figur auf das Spielfeld, die einen andauernden Effekt bis Mitten in die nächste Runde hat. Die meisten anderen sind Sonderaktionen wie z.B. das entfernen eines gegernischen Schiffs und man kann stattdessen ein eigenes platzieren oder man stiehlt von den Mitspielern Geld/Priester/Philosophen, erhält nochmal Einkommen, kann Armeen per Lufttaxi auf andere Inseln bringen, usw..

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Gelb greift die Insel von Grün mit 3 Einheiten (3*Stärke 1) an. Grün hat 1 Einheit in der Verteidiung und 1 Festung (2*Stärke 1). Es wird gewürfelt. Grün gewinnt. Dh. Gelb verliert 1 Einheit. Beide Spieler beschließen sich nicht zurück zu ziehen.

Treffen Land- oder Seeeinheiten von unterschiedlichen Fraktionen aufeinander, kommt es zum Kampf. Der ist ganz einfach. Man nimmt die Anzahl der Truppen. Addiert noch Punkte für Häfen oder Festungen und würfelt. Der Würfel hat Werte von 0-3.

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… Gleichstand. Beide Spieler verlieren eine Einheit. Die Festung wird nicht mehr verteidigt und ist somit nutzlos. Gelb gewinnt.

Der mit dem niedrigeren Wert unterliegt und verliert eine Einheit. Bei Gleichstand verlieren beide eine Einheit. Evtl. können sich die Spieler nun zurückziehen. Können oder wollen sie nicht, wird der Kampf fortgesetzt. Der letzte der steht gewinnt.

Hat am Ende einer Runde ein Spieler 2 Metropolen unter seiner Kontrolle dann endet das Spiel. Bei Gleichstand entscheidet das restliche Gold.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Anfangs dauert es eine Weile bis man einzelne Abläufe erklärt hat. Vor allem die Fähigkeiten der Kreaturen.
Einarbeitungszeit: Nach ein paar Zügen gings bei uns gut dahin.

Die Version die ich online bestellt habe war regeltechnisch eine Mogelpackung. Es war zwar angeschrieben, dass eine deutsche Anleitung vorhanden ist aber dem war nicht so.
Ich hab mir dann online die Anleitung ausgedruckt.Das Material ist komplett sprachneutral also macht das nichts.

Preis/Leistung

Das Spiel ist nicht gerade günstig aber das Material ist gut. Zum Spiel selber kann ich nur sagen. Es hängt auch sehr davon ab was ihr für Spieler seid. Mehr dazu unten.

Meine Meinung

Ok fangen wir mit den negativen Punkten an. Wieso zum Geier sind so wenig Plastikbeutel in der Schachtel. Das ist für so ein hochpreisiges Produkt echt nervig! Achja … normalerweise rege ich mich nicht über die aufgedruckte Spieldauer auf, weil sie in den meisten Fällen so irgendwie hinkommt… aber hier: 45min! Das ich nicht lache. Vielleicht im Zweierspiel, wenn einer klar gewinnt. Es sind eher 90 – 120 min. Schon ein Unterschied würde ich sagen.

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Neutrale Punkte. Worauf ich ein wenig herumreiten werde sind die Minis. Keine Angst … die Qualität von denen stimmt und mir gefällt, dass es für jede Spielerfarbe andere Minis gibt. Da gibts den Speertyp, die zwei Schwertertypen mit Schild und den ganz harten Berserkertypen mit 2 Schwertern. Sehen alle aus so wie man sich antike griechische Fantasykrieger vorstellen würde. … Achja ich hab eine Fraktion vergessen. Die Amazonen. Bewaffnet mit einem Bogen und 2 dolchartigen Waffen. Bis jetzt auch noch ok, kann immer noch eine tolle Kriege… oh Moment. Warum hat die kaum was an? Das sieht nicht wie eine Rüstung aus. Nicht besonders clever so in den Krieg zu ziehen. Ich mein ja nur … Klar haben wir es hier mit Fantasy zu tun aber die männlichen Minis haben zumindest teilweise sowas wie Rüstung an. Fällt das während des Spielens ins Gewicht … nein. Das fällt kaum auf. Ist es ärgerlich … ja… irgendwie schon. Selbst eine Fantasywelt sollte in sich Sinn ergeben.

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Pluspunkte.Ich habe ja zu Beginn eine Anspielung auf Kleopatra und die Baumeister geamacht. Wenn es nicht drauf stünde würde man sich nicht denken, dass die zwei Spiele dieselben Autoren haben. Hier ist das Regelwerk sooo klar und bombensicher. Es gibt nur wenige Elemente wo es Ausnahmen gibt. Meistens bei den Kreaturen. Der Kraken bleibt auf dem Spielfeld, taucht aber wo anders wieder auf. Der Minotaurus stirbt bei der Verteidigung als letzter…sowas in der Art. Die Gründe hierfür sind einerseits spielmechanisch und andererseits im Thema zu finden. Der Minotaurus stirbt natürlich als Letzer, weil man zuerst in sein Labyrinth muss…

Ich finde das Spiel ist ein herrlicher Mix aus Strategie, Taktik, Aufbau und Kampf. Man kann sich nicht nur auf eine Sache konzentrieren. Wer nur versucht andere Inseln zu erobern, wird es sehr schwer haben, weil die Mitspieler einfach Poseidon oder Ares blockieren werden – wenn sie können und aufgepasst haben. Mit einem Pegasus gehts natürlich unkomplizierter aber der ist nur einmal im Deck und es gibt auch Konter. Wer nur friedlich seine Städtchen aufbaut ohne sich um die Flotte und die Armee zu kümmern, heftet sich auch eine Zielscheibe an den Rücken. So sucht man permanent einen Mittelweg.

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… du kannst nicht … vorbei!

Das Spiel hat dabei eine sehr taktische Komponente, weil manche Dinge erst zu Beginn einer Runde klar sind. Wie ist die Reihenfolge bei den Göttern und welche Kreaturen liegen aus. Das hat Auswirkungen. Angenommen der Pegasus lag vorige Runde für 3 Geld aus und keiner hat ihn gekauft. Mein Plan ist es Ares zu Nutzen um nächste Runde meine Armee zu vergrößern und mit dem billigeren Pegasus eine seiner Inseln zu erobern.
Nächste Runde kommt es wie es kommen muss: Zeus vor Ares …  was jetzt natürlich blöd ist. Weil der Spieler der Zeus hat, einfach den Pegasus abwerfen könnte. Sichere ich mir jetzt Zeus um den Pegasus doch zu bekommen und nehme in Kauf, dass ich eine kleinere Armee habe … was mit etwas Pech dazu führt, dass ich alle Invasionstruppen verliere oder mach ich etwas komplett anderes? Aaah … diese Entscheidungen.

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Ich finde den Bietmechanismus herrlich. Ganz besonders gefällt mir, dass das Geld hinter dem Sichtschirm gebunkert wird. DAS ist der einzige Grund warum diese wunderschönen Schirme überhaupt in der Schachtel sind. Ich habe andere Bietspiele gespielt, wo man genau gesehen hat, wer wieviel Geld hat. Das kann schon Mal dazu führen, dass Mitspieler sehr genaue Kalkulationen anstellen. Das dauert und ist irgendwie … langweilig. Hier … Nicht so. Man weiß zwar ungefähr, wer viel Geld ausgegeben und wer die letzten Züge gespart hat aber eben nicht genau. Das sorgt dafür, dass man beim Bieten immer eine Ungewissheit dabei hat und man überlegt doch noch etwas mehr auszugeben, nur um sicher zu gehen aber dann hat man wieder zu wenig Geld für das was man danach machen wollten. Aaah … diese Entscheidungen. Grandios.

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Es gibt auch noch andere Spiele vom selben Verlag die auf den ersten Blick ähnlich wirken: Ein Mix aus Strategie, Taktik und Kampf. Ich hab mich dann für Cyclades entschieden, weil es am einsteigerfreundlichsten gewirkt hat und genau das hab ich gesucht. Es liegen immer nur maximal 3 Kreaturen gleichzeitig aus. Da kann man in der ersten Partie mit dem voranschreiten die Kreaturen einführen. Kämpfe sind wunderbar einfach und das Spielziel ist auch immer klar. Wenn ich mir da Kemet ansehe, mit den dutzenden Plättchen die immer ausliegen und Kampfkarten oder Inis mit seinen seltsamen Siegbedingungen oder wenn wir das ganze ausweiten etwas ähnliches Scythe…Das alles ist schon eine ganze Ecke komplexer. Hier hab ich eine 4-seitige Anleitung und weiß alles was ich wissen muss. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man das Spiel mit kompletten Neulingen spielen kann.

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Cyclades besitzt eine nicht unbedingt kleine Anzahl von destruktiven Elementen. Da wird einem das Geld geklaut, Gebäude zerstört oder eine Invasionsarmee steht vor der Haustür. Normalerweise würde mich das in Summe wahnsinnig machen aber … man wird hier nicht aus dem Spiel geworfen. Bleibt eine Insel übrig so darf sie nur angegriffen werden, wenn der Invasor dadurch das Spiel gewinnt. Das passiert eher selten. Also sitzt man dann auf einer Insel. Schlecht oder? Jein. Weil dann bekommt man von Apollo 4 Geld statt 1 und da man wahrscheinlich der 1. ist auch einen Wohlstandsmarker. Je nachdem wieviel Einkommen man auf der Insel hat, hat man auf einmal einen Riesen Batzen Geld und kann wieder recht gut mitbieten oder … an der Stelle schöne Grüße an die Stammgruppe … hat ein wenig Glück, kauft einen Kraken und versenkt mehr als die Hälfte aller feindlichen Schiffe in einem Zug… Kurz.  Ein Comeback ist möglich, weil am Ende die meisten Spieler 1 Metropole kontrollieren und es nur mehr darum geht, wer an eine zweite Metropole kommt. Diplomatisch versucht man dann, den Sieg des Spielers der am einfachsten gewinnen kann zu blockieren ohne dadurch jemandem  einen Vorteil zu geben und hofft das keiner merkt, dass man selber auch gewinnen könnte 🙂

Hier kommt erst so richtig die Balance des Spiels hervor. Klar sind Poseidon und Ares immer sehr beliebt. Immerhin kommt man am einfachsten an eine zweite Metropole wenn man sie jemand anderem klaut. Aber auch Athene ist nicht zu unterschätzen. Philiosophen sind wie eine Uhr die beinahe unaufhaltsam tickt. Hat man dann schon zwei, muss auch verhindert werden, dass man das bekommt. Zeus mag auf den 1. Blick dagegen total untergehen. So spät im Spiel sind die Priester nicht unbedingt Spitzenklasse aber dafür kann die Spezialfähigkeit spielentscheidend sein. Durch die Priester hat man mehr Geld übrig um nach einer Kreaturenkarte suchen die man haben will und nutzt deren Spezialfähigkeiten stark aus. Da ist sicher was dabei, dass den Sieg eines anderen verhindert oder einem weiterhilft. Vorausgesetzt natürlich die anderen haben einem eine Kreaturenkarte übrig gelassen.

Das Beste kommt bekanntlich ja zum Schluss. Das ist auch hier so. Das Spiel bindet alle Spieler auf dem Spielfeld in das Spiel ein. Ob man offen paktiert oder beim Bieten durch die Platzierung eines Steins eine ganze Kaskade an „NEIN!!!…WIESO!“s am Tisch auslöst. Jeder trägt seinen Teil zum Spiel bei. Da kann man nicht still in einer Ecke sitzen und sein eigenes Süppchen kochen. Man kontrolliert sie zwar aber kein Spieler ist eine Insel. Man betrachtet argwöhnlisch wie sich von links eine Flotte annähert. Die Kreaturen in der Auslage verheißen auch nichts Gutes und da ist noch wer, der schon recht viele Philosophen hat.

In Summe macht das ein richtig gut ausbalanciertes Spiel. Ein paar Abzüge gibt es aber wegen des mangelnden Verpackungsmaterials (da kann man sich echt was von der Seefahrer Jubliäumsedition abschauen) und den „immersion-breaking“ Amazonen Minis.

Gut+

Empfehlung

Wen die direkte interaktion nicht stört und ein Spiel mit einem Mix aus Strategie und Kampf sucht aber unbedingt eine niedrige Einstiegshürde haben will … ja … ihr seid fündig geworden.

 

 

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Top 10 Das Vermächtnis von Dunwich Karten

Ich hab mich eine ganze Weile mit den Karten aus der Dunwich Kampagne beschäftigt. Hier sind meine 10 Favoriten. Die Bilder der Karten habe ich von hier:

Anmerkung: Bessere Versionen bisheriger Karten werde ich nicht so sehr inkludieren.

Auf der Suche nach Antworten

02023

Der Detektiv in seinem Element. Schön thematisch und praktisch. Man befrage Zeugen an einem „einfachen“ Ort und bekommt Hinweise für wo anders.

Höhere Bildung

02187

Eine dauerhafte Karte, deren Auslöser nur dann aktiv sind, wenn man 5+ Karten auf der Hand hält. Für Sucher sollte das eigentlich kein Problem sein. Für 1 Ressource dann +2 auf diese Proben zu bekommen, ist schon richtig praktisch und spart das Abwerfen von Extra Karten … Hey! Schon ist es wieder leichter die Karte einzusetzen.

„Ich habe einen Plan!“

02107

Die McGyver Karte. Um mit einem Sucher irgendwie was im Kampf reißen zu wollen geht es kaum ohne die. Ja man kann sie nur einmal verwenden. Aber mit bis zu 4 Schaden haut es auch die meisten normalen Gegner sofort aus den Latschen. Dass das ganze auch schön thematisch ist muss ich nicht noch einmal erwähnen.

Seltsame Lösung

02021

Irgendwie ist es fast schon geschummelt, weil es eigentlich 4 Karten sind. Was die Ergebnisse unseres Experimentes sind, werde ich hier nicht spoilern. Nur eins sei gesagt. Je nachdem wie man spielt ist alles davon gut brauchbar.

Tesla Kanone

02301

Viele Gegner in dem Spiel haben 3 Leben was irre lästig ist. Meist hat man eine Waffe die vielleicht +1 Schaden macht also braucht man trotzdem 2 Treffer wenn man ohne Zusatzkarten ausreichend Schaden machen will. Diese Riesenwumme sorgt hier für Abhilfe. +5 ist fast schon ein automatischer Treffer und mit den 3 Schaden haut man die meisten normalen Monster mit einem Schuss weg. Ja sie kostet viel und man wird auch Extramunition mitnehmen wollen aber wenn man mal einfach alles umpusten will was kreucht und fleucht…Bitteschön 🙂

Zu tief graben

02111

Hach diese Karte ist wunderschön. Die Illustration sagt alles über die Karte aus was man wissen muss. Man bekommt einen Extra Siegpunkt. Das ist gewaltig. Aber man muss auch mit den zusätzlichen Karten des Begegnungsdecks umgehen können. Grade in Mehrspielerpartien. Oooh die können einen richtig hassen 🙂

Anpassbar

02110

Meine Lieblings-Permanent-Karte. Level 0 Karten immer wieder austauschen zu können ist spitze. Als Anfänger kommt man vielleicht drauf, dass ein paar Karten nicht funktionieren und wenn man die Szenarien kennt, kann man sich gut darauf vorbereiten.

Doppelt oder nichts

02026

Oooh Zockerei. Wie schön du bist. 6 Schaden mit Stich von hinten. 2 Hinweise in einer Aktion entdecken. Im richtigen Deck kann das gut abgehen.

Leuchtgeschoss

02115

Eine der Karten die man aus dem Deck entfernt wenn man sie einsetzt. Passt wunderbar zum Thema. Entweder ballert man das einem Gegner an die Birne oder man ruft Verstärkung. Falls man beides nicht braucht, kann man sie als Joker abwerfen. Sehr schön flexibel.

Peter Sylvestre (2)

02035

Es gibt einige gute Verbündete in dem Zyklus aber Peter Sylvestre ist in der aufgewerteten Version die Nr. 1. Die Kosten sind moderat aber dafür werden 2 Attribute aufgewertet und man kann leicht Horror auf ihn abwälzen (sein Ego verkraftet das).

 

 

Lost Cities – Das Duell

Eines der Spiele, die schon seit ein paar Jahren in meinen Top10 sind, bekommt eine Neuauflage. Na das nehme ich doch gerne als Grund um mir anzuschauen was sich geändert hat. Der Aufbau dieser Rezension ist ein wenig anders als sonst. Ich habe Lost Cities selbst schon rezensiert. Hier werde ich vor allem auf die Unterschied eingehen.

Eckdaten

Autor: Reiner Knizia
Illustrationen, Grafik & 3D: Vincent Dutrait, Anoka Design Studio, Andreas Resch
Verlag: Kosmos (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: Neuauflage 2018; Erstauflage 1999
Spieleranzahl: 2
Dauer: ca 30 Minuten
Schachtelgröße: 20cm x 20cm x 4,6cm
Preis: ca 16€

Ausstattung

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Neues (links und altes Inlay (rechts)

Grafische Gestaltung

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Der alte Schriftzug, der an eine sehr bekannte Filmreihe erinnerte wurde ersetzt.

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Links. Der neue Kartenrücken mit Zentrum und den 6 Expeditionen. Rechts mit Kompass.

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Die neuen Karten (oben) bilden aneinandergereiht ein Panorama.

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Die Farbe rot hat sich am stärksten verändert.

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Hier noch zwei Karten in weiß.

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Die neue 6. Farbe.

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Links ist eine neue Wettkarte rechts die gleiche des alten Sets.

Aufbau

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Der neue Spielplan ist doppelseitig. Oben mit 6 Farben /darunter der alte Plan) und einmal mit den normalen 5.

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Meine Meinung

Na gut. Los geht’s. Was gefällt mir nicht? Die Wettkarten gefallen mir im Vergleich mit den alten nicht ganz so. Die alten erinnern mich an in 80 Tagen um die Welt und ähnliche Abenteuerfilme. Diese Anspielung geht verloren.

Das wars auch schon mit den negativen Punkten, kommen wir zu den solala Punkten. Mir gefällt, dass die neuen Karten aneinandergereiht ein Panorama ergeben. Spitze. Aber vereinzelt gefallen mir die Illustrationen der alten Karten besser.

Was gefällt mir gut? In der Neuauflage findet man zum selben Preis eine 6. Farbe mit der man spielen kann oder auch nicht. Das bringt mehr Abwechslung rein. Das Inlay finde ich auch viel schöner gestaltet. Auf den Karten findet man nun auch Symbole die die Farbe anzeigen. Das kann ganz praktisch sein für Leute mit bestimmten Sehschwächen.

Also vielmehr kann ich dazu gar nicht sagen. Meine urspürngliche Meinung zum Spiel bleibt unverändert. Zugängliches Spiel, dass auch noch  nach dutzenden Partien über die letzten Jahre noch nicht seinen Reiz verloren hat und das sagt schon viel aus, wenn man bedenkt, dass ich in den letzen 4 Jahren ~200 Spiele gespielt habe.

Empfehlung

Lost Cities ist für mich eines der besten Zweipersonenspiele, sofern man nichts allzu strategisches erwartet. Wenn man weiß, dass es darum geht wie sehr man versucht sein Glück auszureizen, kann es jedem Spaß machen.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!