Schlagwort-Archive: 2013

Sag’s mir: Personen

Heute schauen wir uns ein etwas klassisches Spielekonzept an und wie man etwas besonders daraus macht … oder auch nicht?

Eckdaten

Autor: Peter Sarett
Illustrationen: Peter Sarett
Verlag: Repos. Im Vertrieb von Asmodee (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2013
Spieleranzahl: ab 4
Dauer: ca 60min.
Schachtelgröße: 20cm x 13,6cm  x 6,5cm
Preis: ca 17€

Ausstattung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Das Spiel besteht aus Karten. Die sind qualitativ in Ordnung. Dann hat man in der Schachtel noch einen Block, eine Sanduhr und zwei Anleitungsheftchen.

Grafische Gestaltung

Ja … Das schreit nach 90ern und ist Geschmackssache. Ich find es zu sehr auf „Party!“ getrimmt.

Aufbau

Spielfeldgröße: 🙂
Aufbauzeit: Karten mischen

Besonderheiten

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Je nach Spieleranzahl erhalten die Spieler Karten. Zwei dürfen sie wieder ablegen. Die restlichen Karten werden zusammengemischt und bilden einen Stapel. Man einigt sich auf die blaue oder gelbe Seite der KArten und die erste Runde beginnt.

Die Spieler treten in Teams gegeneinander an. Am besten bildet man Zweierteams.
Ist man an der Reihe so hat man 30 Sekunden Zeit so viele Begriffe wie möglich auf der Karte zu erklären. Fast ohne irgendwelche Einschränkungen. Man darf die Begriffe aber nicht überspringen.

Nach 30 Sekunden wandert der Stapel zu einem anderen Team. Usw. Wurden alle Begriffe erklärt, liest jedes Team noch einmal alle Namen vor und man notiert wer wieviele Punkte hat.

Jetzt startet die 2. Runde. Ab jetzt darf man beim Erklären nur 1 Wort verwenden. Aber man darf Karten überspringen.

Achja es gibt noch eine 3. Runde. Hier darf man gar nicht mehr sprechen. Ja … nur Pantomime.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Ähm eigentlich war es das.
Einarbeitungszeit: … siehe oben

Preis/Leistung

Eigentlich sind in der Box viele Begriffe und das ganze ist für unter 20 Euro zu haben. Theoretisch ist es das Geld wert … mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Meine Meinung

Fangen wir wie immer mit den negativen Punkten an. Teilweise findet man in der Anleitung Rechtschreibfehler. Das Spiel ist immer noch spielbar (hat ja auch kaum Regeln) aber das tut an einer Stelle schon in den Augen weh.
Theoretisch gibt es auch ein kleines Heftchen, dass nochmal in einem Satz etwas wichtiges zu der Person steht. Warum nur theoretisch? Es ist nicht vollständig! Zumindest in der Auflage die ich hier habe. Online findet man die Biographien und sie sieht vollständig aus. Aber selbst wenn alles da wäre. 1 Satz ist meiner Meinung nach zu wenig.

Hier ein Zitat aus der „Biographie“
Draghi Mario – Italienischer Bankmanager und Präsident der Europäischen Zenralbank.
Wer das nicht wusste, weiß jetzt natürlich alles, oder?

Kommen wir jetzt zum größten negativen Punkt …. Die Begriffe. Ich finde man sollte schon Mal von Rene Descartes gehört haben aber ob er tatsächlich in ein Partyspiel gehört … puh … eher nein von meiner Seite. Selbiges gilt für Mario Draghi, Ban Ki-Moon uä. Wie erkläre ich diese Personen jemanden der sie nicht kennt? Bzw. Wie stelle ich sie pantomimisch dar? Ernsthaft. Wie stelle ich Rene Descartes oder Pythagoras pantomimisch dar? Vor allem dann, wenn sich mehrere Wissenschaftler, Politiker oä. im Pool befinden.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Ganz besonders schlimm finde ich die Schriftsteller, WEIL es da besser ginge! Angenommen ich habe Arthur Conan Doyle und H.P. Lovecraft im selben Stapel. Wie stelle ich diese unterschiedlich dar? Ich kann doch nicht nur einen Mann am Schreibtisch spielen. Natürlich geht man da den Weg über Figuren die von ihnen geschaffen wurden. Also warum nicht gleich die Figur darstellen. Das ist interessanter und ich kann sie auch kennen, wenn ich die Literatur nicht gelesen habe.
Da fällt mir noch ein negativer Punkt ein. Die erste Runde kann zäh sein, da laut Regeln, keine Karte übersprungen werden darf. Was tust du also wenn du keine Ahnung hast wer das sein soll? Dumm in die Luft schauen oder versuchen irgendwie Einzelteile des Namens zu erklären.
Das alles fliegt jetzt wie ein Bumerang zurück auf die Auswahl der Begriffe und die zu kurzen Erklärungen. Hier scheint es so als ob man einfach: wichtige Personen aus der …… (hier Begriff einsetzen) gegooglet und genommen hat.
Wenn ich irgendeinen berühmten Wissenschaftler, Schriftsteller oder was auch immer nicht kenne, kann das schnell in das Gegenteil von Spaß umschlagen. Man kann sich schon dumm fühlen und das sollte nicht der Fall sein. Das ist ja auch kein Quizspiel sondern hier sollte man mit seinen Freunden lachen nicht über ihre Wissenslücken.

Letzter negativer Punkt. Es macht in dem Spiel überhaupt keinen Sinn mit mehr als 2 Personen pro Team zu spielen. Vorausgesetzt man hält sich an die Regeln. Die Anleitung schlägt eine Sitzordnung vor, wo abwechselnd immer ein Mitglied eines Teams dann das eines anderen usw. sitzt. Dh. du sitzt nicht bei den anderen Teammitgliedern. In Runde 1 ist das noch kein Problem. Aber in Runde 2 und 3 darfst du nur eine Antwort geben. Wie spricht man sich bei 3 Teams zu je 3 Mitgliedern mit seinem Partner ab wenn 2 andere Personen dazwischen sitzen? … Nicht vergessen 30 Sekunden sind insgesamt Zeit.

Einziger neutraler Punkt. Das 30 Sekunden Limit ist manchmal echt hart. Da wäre mir ein höheres Limit lieber gewesen.

Gut … Bei so viel Kritik kann nicht viel übrig bleiben, oder?
Doch … es gibt ja nicht nur eher suboptimal gewählte Begriffe sondern es kann auch richtig gut Klick machen. Vor allem in Runde 2 und ganz besonders Runde 3 kann man viel Spaß haben. Aber warum ist das so? Da man vor allen anderen erklärt, bekommen alle mit was man sagt. So passiert es gerne, dass man ihre Erklärungen teilweise aufgreift und irgendwie verfälscht. Da wird aus Angus Young mal gerne Mal in der ganzen Partie ein Rind (Angus Rinder).

Besonders gut gefällt mir die Pantomime Runde. Hier werden viele seufzen. Aaah … Pantomime. Normalerweise macht man sich da immer zum Affen. Hier ist es nicht so, weil man ja weiß (wenn man aufgepasst hat) welche Begriffe vorkommen. Das macht es für den Mimen wesentlich angenehmer. Man versucht im Geist das gespielte mit den Begriffen abzugleichen und ist über weitere Hinweise dankbar, denn die Zeit tickt gnadenlos.

Alles in allem haben wir hier eine richtig gute Grundidee aber es gibt hier auch sehr viel verschenktes Potential die dem Spiel den Wind aus den Segeln nehmen.

Genügend

Empfehlung

Ich würde empfehlen zu hoffen, dass Monikers (so eine Art Neuauflage des Konzepts) auf deutsch rauskommt.
Die Begriffe sind besser auf jeder Karte findet man nur einen mit 2-3 Sätzen als Erklärung! Achja … die Regeln wurden auch verbessert und das obwohl sie noch kürzer ist.

Advertisements

Concordia

Wir sind Händler in der Antike die im Mittelmeerraum Waren kaufen und ver… Moment dageblieben. Ja man hat es vielleicht schon etliche Male gesehen aber versprochen…es rentiert sich.

Eckdaten

Autor: Mac Gerdts
Illustrationen: Marina Fahrenbach, Mac Gerdts
Verlag: PD Verlag (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2013
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: ca 15 – 20 min / Spieler
Schachtelgröße: 28,4cm x 5,5cm x 39,8cm
Preis: ca 40€

Ausstattung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Das Spiel hat einen doppelseitigen Spielplan, viel Holzmaterial und Karten. Das Material ist auch ein englischer Sprache enthalten. Holzteile sind sehr schön.

Illustrationen

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Die Schachtelgrafik ist zwar in Ordnung aber irgendwie schreit sie nicht grade „Spiel mich“. Wenn ihr wisst was ich meine. Die Spielpläne hingegen finde ich schön und die Farben der Regionen gut gewählt.

Aufbau

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Spielplan Italien: Für 2-4 Spieler

 

Spielfeldgröße:ca 80cm *60 cm + etwas Platz für die Tableaus
Aufbauzeit: ca 3min.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Anfängliches Tableau des Startspielers. Im Lager sieht man wieviel noch Platz hat. Darüber wieviel Geld welcher Rohstoff wert ist. Dh. Tuch ist der wertvollste Rohstoff.

Thema

In einer Zeit des Friedens verköpern wir eine etwas wohlhabendere römische Familie. Wir gründen Niederlassungen um Handel zu treiben und Güter zu produzieren. Das alles machen wir zum Ruhm der Götter.

Besonderheiten

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Die Provionz Gallia besteht aus 3 Städten. Der wertvollste Rohstoff ist Wein…

Der Spielplan besteht aus Provinzen die farblich voneinander unterscheidbar sind. Jede Provinz besteht aus mehreren Städte. Teilweise zufällig verteilt man, welche Stadt, welche Ressource produziert. In der oberen Ecke sind die Provinzen noch einmal hervorgehoben. Hier platziert man einen Marker des wertvollsten Rohstoffes den diese Provinz erzeugen kann.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
…Also platziert man einen Weinmarker auf der Provinz Gallia

Am oberen Rand findet man noch eine Leiste auf der Karten gelegt werden. Diese können von den Spielern erworben werden und bieten entweder mehr Karten von denen die man schon hat, bessere Versionen davon oder neue Aktionsmöglichkeiten.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Am oberen Rand kommen Karten hin. Je weiter rechts sie liegen, desto höher die zusätzlichen Kosten

Das war einmal der gröbste Aufbau. Jeder stellt seine übriges Schiff und die Figur nach Rom. Der restliche Ablauf ist total simpel. Man spielt eine Karte offen aus und macht das was drauf steht. Dann ist der nächste dran. Das geht solange bis das Spielende eingeläutet wird.

 

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Mit dem Präfekt kann man in allen Städten einer aktiven Provinz prodzuieren oder aktiviert alle Provinzen wieder und nimmt sich das Geld. Mit Hilfe des Architekten baut man und bewegt Land- bzw. Seekolonisten.

Ich will mit den Karten jetzt nicht ins Detail gehen. Das wäre etwas zu umfangreich.Mit ihnen bewegt man Figuren, errichtet Niederlassungen, produziert in den Provinzen, handelt mit Waren und kauft neue Karten. Wichtig ist nur, dass die verbrauchten Karten auf  den Ablagestapel kommen. Dh. die Kartenhand schrumpft. Eine Karte erlaubt es aber alle wieder auf die Hand zurück zu holen. Der Clou? Je mehr Karten auf dem Ablagestapel sind, desto mehr Geld bekommt man als Bonus.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Hat man den Maurer gekauft, erhält man bei Spielende 3 Punkte für jede Ziegelstadt die man hat.

Wofür gibt es nun Punkte bei Spielende. Jede Karte ist am unteren Ende farblich markiert und mit dem Namen einer Gottheit versehen. Diese Karten werden bei Spielende auf jeweils andere Art gewertet

Saturn (gelb) – Pro Karte erhält man für jede Provinz in der man eine Niederlassung hat 1 Punkt

Jupiter (blau) – Pro Karte erhält man für jede Niederlassung in einer Nicht-Ziegel-Stadt 1 Punkt

Mars (orange) – Pro Karte erhält man für jeden eigenen Land- oder Seekolonist auf dem Spielfeld 2 Punkte

Merkur (braun) – Pro Karte erhält man für jede Warenart die man produzieren kann 2 Punkte

Minerva (grün) – Das sind besondere Karten. Hier erhält man für jede Niederlassung einer Art einen Punktewert z.B. beim Mauerer erhält man 3 Punkte für jede Niederlassung in einer  Ziegelstadt.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Die Baukostenübersicht.

 

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Der Spielder der das Spielende einläutet, erhält 7 Bonuspunkte

 

Ist das Spiel vorbei, weil ein Spieler entweder alle Häuschen verbaut hat oder es keine Karten mehr gibt, gibts die Abrechnung. Der Spieler der das Spielende einläutet erhält noch ein paar Bonuspunkte dafür.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: ca 4 Seiten
Einarbeitungszeit: Das Spiel hat sehr einfache Grundregeln. Die Details, was welche Rolle genau macht, dauern in der 1. Partie aber etwas länger. Wichtiger Hinweis. In der ersten Partie unbedingt die Variante mit Zwischenwertung verwenden. Damit die Spieler ein Gefühl dafür bekommen für was es Punkte gibt. Bei unserer ersten Partie hatten wir eine besonders miese Kombo von voller Besetzung + ein Spieler der komplett neu war + ohne Zwischenwertung … Tja das hat dann 3h gedauert.

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ~40€ zu haben. Den Preis halte ich für angemessen. Man hat hier viel Holzmaterial gute Karten und einen sehr schönen Spielplan. Das dieser doppelseitig bespielbar ist, trägt mit den so halbwegs variablen Bonusmarkern zur Wiederspielbarkeit bei.

Meine Meinung

Wie gewohnt beginnen wir mal mit dem was mir nicht gefallen hat. Ich mag das Format der Schachtel nicht und wie ich schon oben geschrieben habe ist das Cover nicht unbedingt der Renner.

Als neutralen Punkt kann ich anführen, dass sich ein Teil vom mir coolere kaufbare Karteneffekte wünschen würde. Was man kaufen kann ist mit ein paar Ausnahmen hauptsächlich das, was man schon zu Beginn hat. Aber ich verstehe warum das so ist. Da die Karten zufällig rauskommen, würde das den Glücksanteil nach oben schrauben.
Was ich noch solala finde ist die Namensgebung der „Kolonisten“. Ich befinde mich in einer friedlichen Zeit und gründe Niederlassungen in römischen Städten. Wo bitte ist da die Kolonisierung…aber naja.. auch egal.

Ansonsten finde ich das Spiel rundum gelungen. Gehen wir es chronologisch durch. Durch den variablen Aufbau verläuft das Spiel immer etas anders und was der wertvollste Rohstoff einer Provinz ist hat großen Einfluss auf das Exansionsverhalten der Spieler. Super. Nicht jeder Bonusmarker ist gleich. Manche haben auf der Rückseite zwei Geld und manche 1 Geld abgebildet. Das kann auch wichtig sein.

Richtig genial sind die Karten und die Mechanismen die da dran hängen. Sie sind so schön ineinander verzahnt. Ich will mich mit Kolonisten bewegen. Die Reichweite meiner Kolonisten kann ich durch weitere Kolonisten erhöhen. Wie komme ich an weitere Kolonisten? Ich will Niederlassungen bauen, benötige aber noch Rohstoffe. Dh. ich produziere. Wo produziere ich? Das hängt wieder davon ab wo ich Niederlassungen habe. Wann nehme ich ausgespielte Karten wieder auf die Hand? Die eine oder andere Sesterze mehr können hier auch nicht schaden. und und und.

Was ich noch schön finde ist, dass der letzte Spieler zum Ausgleich einen zusätzlichen Bonus bekommt. Er bekommt eine Karte mit der er einmalig einen Extra Provinzbonus erhalten kann. Die Karte wandert dann gegen die Spielrichtung weiter. Hier will gut überlegt sein, wann man sie einsetzt.

Das Spielende gefällt mir auch. Ich habe eine Schwäche für alternative Spielendebedingungen. In manchen Spielen gibt es oft eine große Bedingung und eine die alle heiligen Zeiten Mal zum Tragen kommt aber hier habe ich das Gefühl, dass beide gleich häufig vorkommen aber sie fühlen sich anders an.
Die Anzahl der Niedlerassungen der Mitspieler hat man oft nicht ganz so genau im Auge. Da kann es gerne Mal passieren, dass einer in seinem Zug sein ganzes Lagerhaus leer räumt und mehrere Häuschen auf den Plan stellt … Das Spiel ist aus. Das trifft einen dann wie ein Donnerschlag. Aber warum passt man nicht einfach besser auf? Das kann ich einfach beantworten. Das liegt an der zweiten Siegbedingung. Werden die Karten rar, versuchen alle wie die Wahnsinnigen noch ein paar Karten abzustauben – immerhin ist das der Großteil der Punkte. Damit man hier den richtigen Zeitpunkt nicht verpasst sollte man die Kartenleiste immer im Auge behalten.

Aber das beste kommt natürlich zum Schluss. Das Spiel ist ein richtig positives Spielerlebnis. Ich habe nie, auch wenn ich mal letzter geworden bin, das Gefühl nichts sinnvolles machen zu können/gemacht zu haben. Es gibt immer irgendwas Gutes, selbst wenn einem die favorisierte Möglichkeit verwehrt wird. Es ist meist eher so, dass durch die Aktionen der Mitspieler sich neue Wege öffnen.
Z.b. Wenn jemand eine Niederlassung baut ist das eine Einladung für zumindest einen anderen Spieler sich auch dorthin zu setzen. Ja, man muss den doppelten Geldbetrag bezahlen (den man erst mal vorrätig haben musss) aber wenn diese Stadt einmal für einen selbst etwas mitproduziert steigt man noch immer günstiger aus, als wenn man die Ware gekauft hätte.

Selbst wenn es bei einem schlecht läuft merkt man es bis zum Spielende kaum, weil es davor keine Punkte gibt. In anderen Spielen würde das das Spiel total ruinieren, weil dort das Erhalten der Punkte eine Belohnung ist (z.B. Carcassonne) aber hier bekommt man schon während des Spieles so viele Rohstoffe, neue Karten und haufenweise Geld. Das Spiel fühlt sich großzügig an.

Rundum gelungenes Strategiespiel. Schöne Kartenmechanik. Gute Interaktion. Einfache Regeln und doch komplex. Kommt fast ohne Glückselemente aus.

Sehr gut

Empfehlung

Wer ein schönes, friedliches Ausbreitungsspiel sucht, bei dem man trotzdem nicht nebeneinander spielt ist hier schon mal richtig.
Der Aufbau ist immer etwas anders, was das Spiel sehr gut wiederspielbar macht. Das es nicht so viele verschiedene Karteneffekte gibt sorgt dafür, dass man es auch als Gelegenheitsspieler gut spielen kann.

Concept

Für eine kreative Einleitung hat mir hier einfach das Konzept gefehlt 🙂

Eckdaten

Autor: Gaetan Beaujannot, Alain Rivollet
Grafische Gestaltung:Éric Azagury; Cédric Chevalier
Verlag: Repos. Im Vertrieb von Asmodee (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2013
Spieleranzahl: variabel
Dauer: variabel
Schachtelgröße: 28cm x 28cm x 6cm
Preis: 20 – 30€

Ausstattung

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Concept – Ausstattung

Das Spiel besteht aus ein paar Pappmarkern, bunten Würfeln, einem Spielbrett und vor allem Karten. am Material gibt es nichts auszusetzen.

Grafische Gestaltung

Sehr schlicht. Aber gefällt mir gut.

Aufbau

Spielfeldgröße: ca 50 x 50cm
Aufbauzeit: 1 min

Besonderheiten

In diesem Spiel geht das darum Begriffe zu erklären. Die Begriffe können aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen stammen. Gemüse, Personen oder sogar Redewendungen. Da ist von allem was dabei.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Das Spielbrett

Wer gerade erklärt, kann sich je nach Schwierigkeitsgrad etwas von seiner Karte aussuchen. Jetzt markiert man mit dem grünen Fragezeichen eine Hauptkategorie. Die grünen Würfel kann man jetzt zusätzlich verwenden um noch detaillierter zu werden. Man kann noch bis zu 4 Unterkategorien mit den Rufzeichen in den jeweiligen Farben aufmachen.

Das macht man solange bis man keine Lust mehr hat. Ja es gibt noch Regeln wo man auch Punkte bekommt aber sogar in der Anleitung steht sinngemäß drin … spielt solang ihr wollt 🙂

Auf den zwei Bildern oben sieht man z.B. ein Nahrungsmittel das gelb und krumm ist… Na … eine Idee?

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Seeeehr gering
Einarbeitungszeit: siehe oben 🙂

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Im Spiel liegen auch noch Zettel bei, die für die Symbole auf dem Spielbrett ein paar Ideen liefern was das sein könnte. Ich würde sie nur kurz verwenden und sich nicht sklavisch dran halten, sonst schränkt es den Spielspass eher ein.

Preis/Leistung

Das Spiel bekommt man für 20 – 30 €. Den Preis finde ich ganz gerechtfertigt. Grade im unteren Bereich. Selbst wenn man den ganzen Stapel an Karten durchhat ist das kein Problem. Man nimmt dann halt Karten aus anderen Partyspielen und versuchts mit denen oder man erfindet selbst einfache Dinge.

Meine Meinung

Kommen wir zum Negativen….nichts? ok weiter.

Es gibt einen grooßen neutralen Punkt. Entweder ist Concept etwas für die Gruppe oder nicht. Ja ich weiß – das kann man bei jedem Partyspiel sagen aber trotzdem muss es erwähnt werden. Es hat auch in den Testrunden nicht immer Spaß gemacht. Manchmal passt die Tageslaune nicht oder derjenige der die Hinweise geben soll findet daran keinen Gefallen oder die anderen können die Symbole nicht richtig deuten und nehmen das zu ernst…Alles schon passiert. Ging mir auch schon so bei Agent Undercover oder Dixit, Werwölfe oder Sag’s mir oder Saboteur (diese Liste lässt sich lange fortsetzen). Interessanterweise polarisieren grade Partyspiele am stärksten….Ich merke ich schweife ab. Spannen wir einen eleganten Bogen zurück zu den positiven Elementen.

Da wo es Spaß gemacht hat, hat es richtig eingeschlagen. Diese Deduktion anhand von Symbolen ist ein spannendes Konzept (ha … unbeabsichtiger Wortwitz). Hast du die richtigen Leute am Tisch wirst du gar nicht glauben, was die alles mit ein paar Symbolen erklären können. Man muss es dann „nur“ mehr erraten, während Christian neben einem sitzt und mit den Händen ringt, weil man es noch immer nicht gecheckt hat 😀
Aber das macht ja nichts, weil es geht um nix…ich habe auch absichtlich nichts davon geschrieben, dass es eigentlich in Teams gespielt wird. Eigentlich braucht man das alles nicht. Hinsetzen. Jeder versucht 2,3 Mal sein Glück beim Erklären … naja einen Durchgang noch. Was? Das ging ja fix! Einmal möchte ich noch…(Zeit verstreicht)…Waaas. Jetzt haben wir 2 Stunden gespielt.
So ähnlich wird es ablaufen, wenn es gut ankommt und alle sind zufrieden.

Mir gefällt, dass auch eher introvertierte Menschen gut mitspielen können. Die meisten Partyspiele sind laut und leben von der Kommunikation. Nicht allen Menschen liegt das. Da kann es schon mal passieren, dass sie sich unwohl fühlen oder aber neben anderen die eher dazu neigen bei solchen Spielen aufzudrehen *hust* untergehen. Hier ist das anders. Als Erklärer muss man komplett auf Worte verzichten. Man steht trotzdem irgendwie im Mittelpunkt aber man muss sich nicht andauernd rechtfertigen und herumargumentieren.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Jede Karte hat 9 Begriffe. Kategorie schwarz sind die richtig schweren.

Was das Spiel aber schön macht, ist das Gefühl wenn ein schwerer Begriff erraten wurde. Der Erklärer fühlt sich schlau weil er gut kategorisiert hat und der ders erraten hat auch, weil er die Hinweise richtig gedeutet hat. Teilweise sind die Begriff nämlich nicht einfach … Oooh nein. Wer mal versucht hat ein Sprichwort nur mit Symbolen zu erklären, weiß was ich meine.

In Summe ein gutes Spiel, dass ich gerne wieder spiele.

Empfehlung

Grade wenn man ein Partyspiel sucht, bei dem man nicht viel reden muss, ist Concept eine wirklich gute Wahl.

Wer ein Partyspiel sucht, bei dem auch irgendwie ein ernsthafter Wettbewerb da ist, ganz schnell weitergehen.