Schlagwort-Archive: 2014

K2 (polnische Version)

Ähnlich wie bei Tuscany letztes Mal hab ich mir auch eine anderssprachige Version von K2 gekauft, weil ich dachte es wird nicht noch einmal auf deutsch kommen… wieder falsch gedacht.

Eckdaten

Autor: Adam Kaluza
Illustrationen: Jarek Nocon
Verlag: Rebel (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2014, dt. Erstauflage  2011
Spieleranzahl: 1 – 5
Dauer: 40 – 60 min
Schachtelgröße: 29,7cm x 29,7cm x 6,9cm
Preis: ca. 35€

Ausstattung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Gute Karten, Holzmaterial und Pappe. Praktisches Inlay.

Grafische Gestaltung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Ich mag die Gestaltung wirklich. Es wirkt schon sehr realistisch und das Weiß der Berge macht sich schon schick.

Aufbau

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Spielfeldgröße: 56cm x 45cm + 42cm x 10cm pro Spieler
Aufbauzeit: 1:30

Thema

Wir kontrollieren ein Team von Bergsteigern die versuchen ruhmreicher bei der Besteigung des K2 zu sein. Koste es was es wolle.

Besonderheiten

Man entscheidet sich zuerst ob man den K2 auf der leichten oder schwierigen Seite besteigt und danach sucht man sich die Jahreszeit (Sommer oder Winter) aus.

Jeder hat 2 verschiedene Bergsteiger, die man an der Form unterscheiden kann, zwei dazupassende Zelte, ein Tableau und eine handvoll Karten.

Das Wetter wird vorbereitet und 3 Risikomarker werden aufgedeckt.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Man hat zwei grundsätzliche Kartentypen auf der Hand. Bewegung und Akklimatisierung. Bei den Bewegungskarten gibt es zusätzlich Abseilkarten mit denen man sich weiter nach unten als nach oben bewegen kann.

Alle Spieler wählen aus ihrer Hand verdeckt 3 Karten aus. Haben das alle gemacht, wird aufgedeckt. Jeder Spieler zählt jetzt die Bewegungspunkte seiner Karten zusammen. Der mit der höchsten Summe ist der Rücksichtsloseste und ist ein Risiko eingegangen. Jetzt wählt er einen der 3 ausliegenden Risikomarker. Die Zahl die darauf abgedruckt ist, muss man irgendwie von den 3 Handkarten abziehen. Dh. entweder verringert sich die Weite oder die Akklimatisierung ist nicht so hoch. Gibt es ein Unentschieden so muss sich keiner einen Marker nehmen.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

In Spielerreihenfolge führen nun alle Spieler ihre Aktionen durch. Auf einem Feld ist immer abgedruckt wie viele Bewegungspunkte eine Bewegung hierher kostet. Das blaue oder rote Symbol zeigt an ob man am Ende der Runde Akklimatisierungspunkte bekommt oder verliert.

Eine einzelne Karte kann nicht auf beide Bergsteiger aufgeteilt werden aber ich kann mehrere Karten für einen Bergsteiger verwenden.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Haben alle ihren Zug gemacht, so setzen die Wettereffekte ein.

Sinkt die Akklimatisierung eines Bergsteigers ganz herunter so stirbt er und bringt auch keine Punkte mehr.

Man zieht wieder auf das Handkartenlimit und eine neue Runde beginnt.

Hat man alle Wetterplättchen durch (18 Runden) so ist das Spiel vorbei.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: 2-3 Seiten
Einarbeitungszeit: Die Regeln hat man schnell heraus.

Preis/Leistung

Für 35€ bekommt man ein schön thematisches Spiel mit Wettrennaspekt und einfachen Regeln. Das Material hat auch tolle Qualität. Man hat 2 Spielplanseiten und 2 Jahreszeiten…Die aktuelle deutsche Version hat sogar die Erweiterung dabei.

Meine Meinung

Der einzige negative Punkt der mir einfällt ist die Wiederspielbarkeit. Ja…das Wetter ist anders und das verändert den Ablauf schon und es gibt eine zweite Seite aber irgendwie doch zu ähnlich. Mit der Erweiterung schwächt sich dieser Punkt ab. Hier gibts 2 zusätzliche Spielpläne, plus Bonuspunkte wenn man als erster auf einem der 3! Gipfel ist. Dafür hat man nur 1 Zelt für alle 2 Bergsteiger … Das kann man aber mitnehmen. SOWAS fehlt dem Grundspiel. Ein wenig mehr worüber man grübeln kann ist genau das was man will.

Neutral sehe ich ein paar Regeln oder besser gesagt beim Thema. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass es Bonuspunkte gibt, wenn man den Bergsteiger vom Gipfel wieder unter die 6000m schafft oder kein Zelt benötigt. Grundsätzlich gilt das hautptsächlich für die leichte Sommerseite. Da kann es sein, dass einer oben war und nichts mehr zu tun hat, außer andere zu blockieren. Das sollte schon was Wert sein, seine Bergsteiger nicht mit Sauerstoff für 1 Stunde auf einem Berggipfel sitzen zu lassen, wenn ihr wisst was ich meine.

Lezter neutraler Punkt. Laut Regel zieht kein Spieler einen Risikomarker wenn die Werte gleich sind … hmmm … ja … warum ziehen nicht beide einen 🙂

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Ich finde den Kartenmechanismus sehr einfach und gleichzeitig interessant. Will man wirklich was riskieren? So ein 1er Risiko kann einem schon Mal den Tag vermiesen, weil man jetzt eben nicht mehr den letzten Schritt gehen kann. Wann setzt man seine Seile ein? Will man sie wirklich für einen Schritt nach oben ausgeben?

Den Solomodus finde ich auch solide. Hier muss man immer einen zufälligen Risikomarker ziehen. Das ist eigentlich die einzige Änderung.

Obwohl das Spiel als Kennerspiel eingestuft wird, hab ich es schon mit Wenigspielern verwendet, weil es eben ein so ein gut umgesetztes Thema hat. Das spricht einen schon Mal eher an, als: „ich bin WIEDER Baumeister im Mittelalter“ oder „WIEDER antiker Händler“.  Auch wenn man mal menschliche Gesichter durch süße Tiere oder Senf durch Seide ersetzt. Eines der einzigen Dinge die ich mir von 2 1/2 Men gemerkt hab war…man kann einer Ziege einen Frack anziehen aber Ziege bleibt Ziege.

Da ist ein zeitgemößes Thema passend. Wir besteigen einen der gefährlichsten Berge der Welt und es ist gut möglich, dass eine deiner Figuren stirbt. Das können sich die meisten vorstellen. Jeder der Mal durch den Schnee gestapft ist und nur noch ins Warme wollte, stelle sich das ganze bergauf für lange Zeit vor und ohne eine warme Hütte und ungewiss ob man wieder runterkommt…also ich kann mir das vorstellen und mach mir schnell einen Tee.

Dieses „eine deiner Figuren KANN sterben“ ist, zumindest in unserer Runde, mächtig und macht es um einiges spannender. Das ist derselbe Grund, der dazu geführt hat, dass Village nicht funktioniert hat, weil alle versucht haben ihr Leute am Leben zu erhalten, so gut es geht.

Was mir noch gefällt ist, dass es nicht „niedlich“ aussieht und mehr auf Realismus setzt. Dadurch spricht es eher eine erwachsenere Gruppe an und wisst ihr was. Viele kommen erst im Erwachsenenalter zu Brettspielen und hey so eine bunte Cartoonwelt kann einem neuen Rekruten leicht mal den Eindruck von einem „Kinderspiel“ vermitteln Unabhängig davon ob das stimmt. Dann gibt es noch Spiele die sehr trocken aussehen un wieder andere die zu interessensspezifisch sind. Da grätscht das schön rein.

Das Spiel fühlt sich wie ein langsames Wettrennen an. Ein durchdachtes Rennen. Eine Risikoabschätzung ob es sich überhaupt lohnt, den Sturm auf den Gipfel zu starten. Das macht das ganze sehr thematisch, wenn man vom Wettkampfaspekt absieht. Anfangs ist man richtig guter Dinge und dann geht es weiter nach oben und weiter nach oben. Die Luft wird dünn und man denkt … ohoh… Schönwetter muss ausgenutzt werden … der Gipfel rückt näher und näher … riskiert man es? Weiter unten nähert sich schon die Konkurrenz …. aaaah…man hat es geschafft! Aber wie kommt man jetzt wieder runter bevor der nächste Sturm da ist? Dieses Gefühl wird gut vermittelt.

Ich liebe den tödlichen Berg. Ich mag es ja wenn einem das Spiel ein Hindernis für alle in den Weg wirft obs jetzt drohende Aufstände in unserer aufstebenden Stadt, lästige Drachen, hungrige Zombies oder berstende Deiche sind. Hier ist die Natur nicht nur ein Gegner der einem im Weg steht, sie ist DER Gegner. Die Mitspieler kommen uns nur selten in die Quere obwohl man auch hier aufpasen muss aber wer dem Wetter keine Beachtung schenkt, kann ziemlich sicher in ein paar Jahrhunderten bei einem Ötzi-look-a-like Wettbewerb mitmachen.

Meine Wertung muss ich teilen… Das Grundspiel ist für mich ein solides Spiel mit Tendenz zu einem guten Spiel. Es fehlt mir auf Dauer aber der Wiederspielreiz obwohl ich die Stimmung ziemlich gelungen finde. Hat man die aktuelle deutsche Version mit der Erweiterung (zum gleichen Preis) ist es ein gutes Spiel und bekommt ordentlich mehr Wumms.

Empfehlung

Für Gelegenheitsspieler die sich nicht zu sehr in Quere kommen wollen und die das Thema interessant finden ist es eine Empfehlung. Dieses Gefühl zwischen Hoffen und Bangen ob man das ersehnte Ziel erricht oder nicht wird hier sehr gut vermittelt.

Es ist aber kein Spiel das jeden Tag gespielt werden will.

Advertisements

Avalon

Heute fällt mir keine Einleitung ein. Meine Kreativität wurde quasi gemeuchelt … oh  … das kann man lassen.

Eckdaten

Autor: Don Eskridge
Illustrationen: Luis Francisco, George Patsuras, Rafael Szyma
Verlag:  Indie Boards & Cards im Vertrieb von Heidelberger (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2014
Spieleranzahl: 5 – 10
Dauer: 20 – 40 min.
Schachtelgröße: 20cm x 15,2cm x 4,6cm
Preis: ca 10 -15€

Ausstattung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Das Spiel besteht aus ein paar Karten und etlichen Markern. Alles von sehr guter Qualität. Die Bögen die man je nach Spieleranzahl verwendet sind zwar dünn aber sie liegen ja auch nur auf dem Tisch und Erfüllen ihren Zweck.

Grafische Gestaltung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Noch knapp an der Grenze zu „richtig klischeehaft“

Aufbau

Spielfeldgröße: Nicht der Rede wert
Aufbauzeit: 2min

Thema

Wir alle sind am Hof von König Arthus. Aber ein paar von uns arbeiten insgeheim für das Böse.

Besonderheiten

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Die Charaktere ohne die Sonderrollen

Jeder Spieler bekommt zu Spielbeginn verdeckt eine Rollenkarte zugeteilt. Die meisten Spieler sind entweder ein Anhänger des Guten oder des Bösen. Ein Spieler ist immer Merlin und ein anderer der Meuchelmörder.

Bevor es losgeht sagt ein Spieler ein kurzes Sprücherl auf. Die Spieler schließen die Augen und strecken die Hand zu einer Faust geballt aus. Die Bösen öffnen die Augen und sehen wer auf ihrer Seite ist. Sie schließen die Augen und strecken den Daumen nach oben. Merlin öffnet die Augen und sieht wer die Bösen sind und dann kann es auch schon losgehen.

Das Ziel des Spieles hängt natürlich von der Fraktion ab 😉
Die Guten wollen 3 der 5 Abenteuer erfolgreich absolvieren. Die Bösen wollen 3 zum Scheitern bringen. Sie haben aber noch weitere Möglichkeiten zu gewinen (mehr dazu an den betreffenden Stellen).

Ja aber wie geht man auf ein Abenteuer? Gute Frage.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Hier sehen wir die Abenteuer. Im ersten werden 3 losgeschickt im zweiten 4…

Ein Spieler ist immer der König. Er schlägt ein Team vor, dass sich dem aktuellen Abenteuer stellen soll. Jetzt wird abgestimmt.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Jeder Spieler hat einen Pro- und Contramarker. Damit wird über das aktuelle Team abgestimmt

Jeder Spieler wählt eines seiner Plättchen aus und legt es verdeckt vor sich ab. Sind alle soweit wird aufgedeckt. Ist die Mehrheit dafür? Hurra! Das Team stellt sich dem Abenteuer. Wenn nicht, dann wird der nächste Spieler im Uhrzeigersinn König und darf ein Team vorschlagen. Wurde das Team 5 Mal abgelehnt gewinnt das Böse.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Jedes Teammitglied erhält eine Erfolgs- und eine Fehlschlagskarte. Ein Anhänger des Guten muss eine Erfolgskarte spielen. Ein Anhänger des Bösen hat die Wahl.

Jeder der im Team ist bekommt eine Erfolg und Fehlschlag Karte. Jeder Gute muss die Erfolgskarte auswählen und ein Anhänger des Bösen hat die Wahl ob er eine Erfolgs- bzw. eine Fehlschlagskarte zurückgibt. Die ausgewählte Karte übergibt man verdeckt dem König und die andere wandert in den Vorrat. Der König mischt und deckt auf. Üblicherweise scheitert ein Abenteuer wenn eine Fehlschlagskarte dabei ist.

Das Gute gewinnt wenn 3 Abenteuer erfolgreich waren! Es wird gefeiert … Moment… war da nicht irgendwas mit einem Meuchelmörder?
Jep … Sollte das Gute 3 Abenteuer erfolgreich absolviert haben gibt der Meuchelmörder seine Identität preis. Jetzt darf er einen Attentatsversuch auf Merlin starten. Weiß er wer Merlin ist, so gewinnt doch noch das Böse … Muhaha 🙂

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Die Sonderrollen die man reintauschen kann

Das Spiel kommt auch noch mit einigen Modulen, durch die man mehr Abwechlsung ins Spiel bringen kann.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Ein weiteres Modul. Eher für große Runden geeignet

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Eigentlich nicht so viel
Einarbeitungszeit: Da brauchts schon 2-3 Partien, damit man als Anfänger alles begriffen hat.

Was zu Beginn von den Anhängern des Guten gerne vernachlässigt wird, ist die Abstimmung über das Team. Viele stimmen anfangs fast immer für das Team, wenn es nicht gerade eindeutig ist, wer zu den Bösen gehört. Das ist aber ein Fehler. Man darf nicht vergessen, dass Merlin weiß wer zu den Bösen gehört und wenn nur ein Contra aufgedeckt wird ist es ein wenig … eindeutig. Da könnte man genausogut gleich Merlin ein Messer ins Herz jagen 🙂

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ~10€ zu haben. Dafür erhält man ein tolles Spiel in Werwolf Art. Richtig gut sind das dicke Pappmaterial und die Karten passen auch. Da kann man sich echt nicht beschweren.

Meine Meinung

Kommen wir zuerst, wie immer zu den größten Kritikpunkten. Ich finde, dass das Spiel in den sehr hohen Spielerzahlen so um die 10 Leute nicht ganz so toll ist. Da ist es immer wieder passiert, dass 1-2 Leute abdriften, weil sie nicht im aktuellen Team sind und keine Entscheidungen treffen. In den niedrigen Spielerzahlen fehlt auch etwas. So 7-9 find ich eigentlich am besten.

Was gibt es neutrales zu sagen? Reden ist zentral für das Spiel. Ich kann gar nicht genug betonen wie wichtig das ist. Wenn man nichts für Beschuldigungen und „Leuten auf den Zahn fühlen“ übrig hat, sollte man sich überlegen ob man am Spiel teilnimmt. Wenn man mehr Leute in der Runde hat, die einfach stumm akzeptieren welches Team ausgewählt wird, ist das ganze eher sinnlos und auch bei mir in einer Runde schon mal so richtig abgekackt.

Was ist noch neutral? Ich bin nicht unbedingt ein Fan der Illustrationen.

Was gefällt mir am Spiel? Es passt richtig gut in diese Kategorie der „social deduction“ Spiele die ich sonst kenne.
Werwölfe kann lange dauern und es scheiden Spieler aus. Vollmondnacht Werwölfe ist zwar schnell gespielt aber man hat keinen größeren Spannungsbogen. Bei Saboteur hat man auch noch diesen Legespiel/Handkartenmanagement Aspekt. Avalon kommt hier irgendwo in der Mitte daher. Es dauert nicht zu lange, hat einen guten Spannungsbogen, es scheidet niemand aus und hat seine Feinheiten, die man nicht gleich sieht. Wer will, kann noch weitere Rollen reintauschen die das ganze noch chaotischer machen. Für redselige 7-8 Personen gut geeignet.

Ich finde das Spiel ganz gut aber es gibt andere die für mich und die Menschen mit denen ich spiele besser passen. Grade bei 6+ Spielern sind da ein paar Nichtspieler dabei und da dauert es ein paar Partien bis sie es auch heraushaben. Da gibt es andere die für diese Zielgruppe besser passen.

Befriedigend+

Empfehlung

Wie schon gesagt. Wenn ihr eine kommunikative Gruppe habt, die ein Spiel sucht, dass nicht zu lang ist und in dem immer alle mitspielen, schaut euch Avalon an.

King of New York

Die Monster sind zurück. Dieses Mal verwüsten sie New York. Wer wird siegreich hervorgehen?  The King’s russischer Rivale Kong, die riesige Gottesanbeterin mit einer Kettensäge Mantis, Captain Fisch oder ein anderer der Herausforderer? Wir werden es sehen.

Eckdaten

Autor: Richard Garfield
Illustrationen: Régis Torres
Verlag: Iello im Vertrieb von Huch! (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: Erstauflage 2014 ; Neuauflage 2017
Spieleranzahl: 2 – 6
Dauer: 30 – 50 min
Schachtelgröße: 25cm x 25cm x 7cm
Preis: ~35€

Ausstattung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Das Spiel hat tolle Würfel, gutes Pappmaterial und gute Karten und ein schönes Spielbrett…

Grafische Gestaltung

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Passt sehr gut. Cartoonhaft

Aufbau

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Spielfeldgröße: 50cm x 25cm + ein bisschen was pro Spieler und zum Würfeln.
Aufbauzeit: ca 3:30 min

Thema

In diesem flotten Würfelspiel verwüsten wir nach Tokyo auch New York.

Besonderheiten

Auf dem Spielplan gibt es mehrere Stadtteile. Manhattan ist in 3 Abschnitte unterteilt. Gebäudeplättchen werden auf dem Spielplan platziert. Diese kann man mit den Monstern zerstören um Belohnungen zu erhalten aber das ruft auch das Militär auf den Plan.

Zu Beginn sucht sich jeder einen Statebezirk aus. Es dürfen auch mehrere Monster in einem Bezirk sein, außer man geht nach Manhattan. Dort darf sich immer nur ein Monster befinden.

Der Spieler der am Zug ist würfelt die Würfel. Dabei darf man 2 Mal nachwürfeln.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Herzen, Blitze und Krallen kennt man ja schon aus dem Grundspiel

Jetzt wirt das Ergebnis ausgewertet. Für jeden Blitz bekommt man 1 Energie. Mit einem Herz stellt man 1 Leben wieder her (außer wenn man in Manhattan steht).

Mit einer Kralle fügt man anderen Monstern Schaden zu. Hier hängt es davon ab wo sich das Monster befindet. Das Monster in Manhattan fügt allen anderen Monstern den Schaden zu und alle anderen Monster fügen dem Monster in Manhattan Schaden zu.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Mit Zerstörung zerstört man Gebäude wenn man mindestens diese Anzahl würfel und bekommt dafür die Belohnung aber das Plättchen wird nun gewendet…

Mit Zerstörung kann man Gebäude und Militäreinheiten zerstören. Wenn man dabei die Widerstandskraft eines Gebäudes oder Einheit erreicht wird, muss sie auch zerstört werden.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
… und wird zu einer Einheit.

Würfelt man 1 Ruhm passiert Mal gar nichts. Sobald man einen Drilling Ruhm würfelt erhält man die Karte Superstar die einem Punkte bringt.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Hat man die Superstar Karte beansprucht bekommt man Punkte für Ruhm.

Ab jetzt zählt auch ein einzelnes Ruhm Ergebnis 1 Punkt. Hat ein anderer Spieler 3 Ruhm so nimmt er einem die Karte ab.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Autsch Symbole lösen militärische Gegenschläge aus und bringen eventuell auch einen Bonus.

Zu guter letzt kann man auch ein Autsch Symbol würfeln. Passiert das so wird ein Gegenangriff des Militärs ausgelöst. Bei einem Symbol greifen einen die Einheiten in diesem Bezirk an. Bei 2 Symbolen werden alle Monster in diesem Bezirk angegriffen. Bei 3 oder mehr Symbolen werden alle Monster in der ganzen Stadt von den Einheiten in ihrem Bezirk angegriffen. Zusätzlich erhält man als Belohnung die Karte Freiheitsstatue und bekommt 3 Zusatzpunkte. Natürlich nur solange sie einem keiner abnimmt.

Nach Auswertung der Würfel erfolgt die Bewegung. Ist kein Monster in Manhattan muss man dorthin.

SAMSUNG CAMERA PICTURES
Manhattan besteht aus 3 Teilen. Jede Runde bewegt man sich weiter und bekommt bessere Belohnungen.

Ist man in Manhattan bewegt man sich ein Feld weiter. Was bringt es überhaupt nach Manhattan zu gehen? Man verdrischt alle Monster und bekommt je weiter man sich durch die Zonen bewegt Punkte und Energie. Wird man von einem Monster angegriffen, so kann man sich auch zurückziehen und dieses Monster muss/darf nach Manhattan.

Wer zuerst 20 Punkte hat oder als letzter übrig ist gewinnt.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Ungefähr 3 Seiten
Einarbeitungszeit: Ein paar Züge braucht man schon bis alles klar ist.

Preis/Leistung

Das Spiel kostet ungefähr 35€. Dafür bekommt man sehr wertiges Material und

Meine Meinung

Kommen wir gleich zu den Punkten die ich solala fand. Einen weiteren Riesenaffen hier mitreinzunehmen … naja … da hätte ich etwas anderes cooler gefunden. Allgemein finde ich die Monster etwas schwächer als in King of Tokyo was aber daran liegt, dass die Verweise of Popkultur hier größtenteils wegfallen … zumindest für mich 🙂

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Was gefällt mir gut? Fangen wir wieder beim Material an. Da gibt es wieder nichts zu meckern. Die Würfel sind hier mein Highlight. Groß und schön schwer. So wie es sich für ein Riesenmonster gehört.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Apropos Würfel. Die unterscheiden sich von denen aus KoT durch die Punktesymbole. Das ist die zentrale Unterschied zum Vorgänger. Alles was sich sonst verändert hat, hängt im Großen und Ganzen mit diesen Änderungen zusammen. Punkte wurden durch Ruhm, Zerstörung und Autsch! ersetzt. Das macht das Spiel um einiges thematischer, facettenreicher und interaktiver als das Punktewürfeln im Vorgänger. Die Zeiten in denen man sich ruhig im Hintergrund halten konnte und Punkte erwürfelt sind endgültig vorbei.

Punkte bekommt man nun auch durch das Zerstören von Gebäuden und Einheiten oder man wird Superstar. Erst dann gibt es für Ruhm im Ergebnis auch Punkte. Natürlich kann es nur einen Superstar geben.

Autsch Symbole sind auch richtig toll. Versucht man sie wegzuwürfeln oder3 zu bekommen, damit alle was davon haben?

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Ansonsten gilt vieles was ich auch schon in der Rezension zu King of Tokyo gesagt habe. Ich werde mich hier kurz halten und das nicht alles wiederholen.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Unterm Strich haben wir hier ein etwas anspruchsvolleres King of Tokyo, dass im Gegenzug aber auch thematischer ist und ein paar sehr witzige neue Mechanismen hat, die den Spasslevel auch nach oben schrauben. Ich behalte mir beide in meiner Sammlung.

Sehr Gut –

Empfehlung

Für alle King of Tokyo Fans die gerne „mehr“ wollen. Hier seid ihr richtig.

Wer King of Tokyo zu simpel und/oder unthematisch fand, sollte auch einen Blick riskieren.

SAMSUNG CAMERA PICTURES

Vielen Dank an HUCH! für das Rezensionsexemplar!