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Concordia: Salsa

Wieder zurück in antiken Rom. Diesmal schauen wir uns eine Erweiterung ab. Ist sie das Salz in der Suppe oder versalzt sie uns das Spielerlebnis?

Eckdaten

Verlag: PD Verlag (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: ca 26€

Ausstattung

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Man findet hier einen doppelseitigen Spielplan, Pappplättchen und zusätzliche Holzteile

Besonderheiten

Gehen wir der Reihen nach die zusätzlichen Module durch.

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Der Byzantium Spielplan

Die große Seite bildet den Osten des römischen Reiches ab. und die andere Seite Spanien. Eine kleine und eine große Karte. Was ist der Unterschied zum Grundspiel? Danke für die Frage.
Auf allen Karten findet man weniger Provinzen die dafür im Schnitt mehr Städte enthalten. So hat Ostrom 10 Provinzen und 28 Städte und der Imperium Spielplan des Grundspiels 12 Provinzen und 30 Städte.

Zusätzlich zum Spielplan hat man eine neue Ressource: Salz.

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Wir haben jetzt zusätzlich die Möglichkeit Salz zu produzieren. Unter allen anderen Markern findet man nun auch 4 Salzstädte. Salz kann niemals ein Bonusgut einer Provinz sein. Dh. um da dran zu kommen, muss man auch eine Niederlassung dort besitzen, die mit einem Werkzeug, Wein und 5 Sesterzen nicht grade günstig ist. Hoffentlich ist Salz das Wert. Ja schon, weil es ist ein Joker. Man kann jederzeit Salz im Lager gegen einen beliebigen Rohstoff eintauschen aber: Es kann nicht verkauft oder gekauft werden und zählt nicht zu den Merkur Karten. Hat man bei Spielende Minerva Karten so kann man für jede Salzstadt entscheiden wofür sie zählen soll.

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Das Forumstableau mit den aktuellen vier Plättchen

Letztes neues Element sind die Forumsplättchen. Auf einem Extra Tableau werden immer 4 Plättchen platziert. Die Plättchen teilen sich in zwei Kategorien. Patrizier (blau) gewähren einen permantenten Bonus währen die Bürger (grün) einmalig verwendet und danach abgeworfen werden.

Zu Spielbeginn erhält jeder einen Patrizier. Das kann zufällig erfolgen oder man versteigert sie um Punkte zu Spielbeginn.

Während des Spieles kommt man über den Tribun an Forumskarten. Je nachdem wieviele ausgespielte Karten man hat, hat man eine bestimmte Anzahl der Plättchen zur Auswahl und darf sich eines davon nehmen.

Preis/Leistung

Die Erweiterung gibt es für ca 26€. Das macht es schon um einiges teurer als ein neuer Spielplan. Trotzdem würde ich diese Erweiterung empfehlen.

Meine Meinung

Ich muss sagen mir gefällt Concordia: Salsa gut. Wenn man Concordia öfter spielt und nach einer Erweiterung sucht, sollte man sich diese zulegen (Sofort nach dem Kauf des Spieles braucht man sie sicher nicht) Sie ist zwar teuer als die Spielpläne, enthält dafür im Gegenzug aber wesentlich mehr.

Die Forumskarten sind eine gute Möglichkeit um den Tribun weiter aufzuwerten. Er liefert zwar auch etwas Geld aber so richtig spannend ist er nicht wirklich. Jetzt hat man auch hier etwas Konkurrenz. Nimmt man jetzt schon die Karten zurück, weil sonst Philipp seinen Tribun spielen könnte man aber genau DAS Plättchen brauchen würde? Immer würde ich das Modul trotzdem nicht verwenden. Bis jetzt hab ich es nur mit den Concordia Veteranen gespielt. Immerhin sind das 27 neue Plättchen die mal gelesen und verstanden werden wollen.

Was ich hingegen immer verwenden werde, ist das namensgebende Salz. Simpel zu integrieren, leicht zu verstehen und trotzdem hat man so weitere strategische und taktische Möglichkeiten. Ich finde, grade die Minerva Karten bekommen dadurch noch eine kleine Aufwertung.

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Als Bonuszuckerl hat man hier noch ein paar Extra Plättchen, eine Blanko Forumskarte und die Praefectus Magnus Karte in dicker Pappe. Das find ich gut, weil in manchen Partien schon darauf vergessen wurde … So macht sie wesentlich mehr her 🙂

Hier findet man etwas für die Viel- und Gelegenheitsspieler. Zusätzlich noch einen interessanten Spielplan.

Empfehlung

DIE Erweiterung für Concordia.

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Isle of Skye

Nachdem mich das anderer große Werk der beiden Autoren, Broom Service, nicht wirklich überzeugt hat, schauen wir uns heute Isle of Skye an. Wie kann man das Spiel einfach beschreiben?
Man stelle sich vor Kingdom Builder, Carcassonne und Alhambra leben in einer offenen Beziehung und bekommen dank der Genetik ein Kind.

Eckdaten

Autor: Andreas Pelikan, Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Lookout Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 45 – 60 min
Schachtelgröße: 28xm x 19,3cm x 6,8cm
Preis: ca 25€

Ausstattung

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Mitgeliefert werden Plättchen, ein schön großer Beutel, Pappmünzen, Sichtschirme und ein Spielplan. Das Material ist gut gewählt. Was nicht enthalten? Plastikbeutel. Man sollte aber unbedingt welche verwenden um die Münen zu verstauen. Das spart Zeit.

Grafische Gestaltung

Die Gestaltung ist typisch Klemens Franz. Gut gelungen.

Aufbau

Spielfeldgröße: ca 30 x 20 für die zentrale Auslage und ca 40xm x 20cm pro Spieler
Aufbauzeit: ca 2min.

Thema

Ja … puh … ähm … Die Isle of Skye exportiert tatsächlich Whisky 🙂

Besonderheiten

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Spielablauf auf de Rückseite des Sichtschirmes.

Eine Partie gliedert sich in 5 bzw. 6 Runden.

Zu Beginn einer Runde bekommen alle Spieler Geld. Der Geldbetrag hängt davon ab wie viele Whiskyfässer über Straßen mit der Burg verbunden sind. bzw. wie viele Spieler sich auf der Punkteleiste vor einem befinden.

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Bei Rundenbeginn würde ich 6 (5 für die Burg und 1 für die Whiskyfässer) Geld bekommen

Danach ziehen alle Spieler der Reihe nach 3 Plättchen aus dem Beutel und legt sie vor den Sichtschirm. Hinter eines der Plättchen legt man eine Axt. Dieses Plättchen wandert zurück in den Beutel. Hinter die anderen muss man mindestens 1 Goldmünze legen.

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Das Plätchen ganz links wandert zurück in den Beutel

Haben das alle gemacht, stellt man die Sichtschirme zur Seite. Die Plättchen vor den Äxten kommen zurück und jetzt haben die Spieler der Reihe nach die Chance genau 1 Plättchen von den anderen Mitspielern zu kaufen. Das Geld für den Kauf geht sofort an den Spieler. Das Geld das dieser als Preis dafür festgelegt hat geht auch wieder an ihn zurück.

Nachdem alle gepasst oder gekauft haben müssen die Spieler vor ihnen liegende Plättchen selber kaufen, dh. das Geld wandert in den Vorrat.

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Ja das Plättchen wurde korrekt angelegt.

Danach werden die Plättchen eingebaut. Einbauregeln sind recht simpel. Da wo man an bestehende Plättchenarten anlegt muss das Gelände übereinstimmen. Geländearten sind Berge, Wiesen und Seen. Straßen können im nichts auftauchen und auch wieder verschwinden.

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Die unterschiedlichen Plättchen

Jetzt wird gewertet. In jeder der 5/6 Runden wird nach anderen Kriterien gewertet. Dabei wählt man zu Spielbeginn 4 der Plättchen aus und platziert sie auf dem zentralen Tableau.

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Die vorgschlagenen Wertungsplättchen für die erste Partie. Wir befinden uns gerade in der ersten Runde. Fenster A wird bei Rundenende gewertet.

Jedes Plättchen liegt in einem Fenster und darüber ist ein Buchstabe. Auf dem Tisch wird die Runde angezeigt. In der ersten Runde wertet man also Fenster A usw.

Nach 6 Runden ist das Spiel vorbei

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Wenig
Einarbeitungszeit:Leicht gelernt, schwer zu meistern

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ca 25€ zu haben. der Preis geht meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Meine Meinung

Gut … Fangen wir gleich mit dem Negativen an. Hier veweise ich auf meine abschließenden Worte von Yangtze. Ich finde zu überlegen „soll das jetzt 12 oder 13 kosten“ eher nicht so spannend. Dieses Element ist aber entscheidend. Eine Münze mehr oder weniger zu haben, kann in einer Runde schon mal zu einem Schneeballeffekt führen.Wenn ich dieses Plättchen kaufen kann bedeutet das für mich Punkte und für den Mitspieler einen Haufen Geld, was wiederum Einfluss darauf hat was er kaufen kann usw. Es ist eben nicht so wie in anderen Spielen, dass das Geld in den Vorrat kommt. So kann es sein, dass ein Spieler haufenweise Geld hat aber nur 1 Plättchen kaufen kann. Ach ja … Das fühlt sich dann irgendwie unbefriedigend an.

 

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es kann eben nur einen geben 🙂

Kommen wir zu den neutralen Punkten. Ich finde den Aufholmechanismus notwendig. Ist das was schlechtes? Jein, weil man ohne ihn gefühlt aufgeschmissen wäre. Manchmal sind die guten Plättchen eben schon weg oder man ist der Startspieler der zwar eine Riesenauswahl, aber eher wenig Geld hat, falls er die eigenen Plättchen nicht verramscht.
Weiterer neutraler Punkt. Die gebaute Landschaft finde ich nicht so schön anzusehen wie in anderen Legespielen. Vielleicht auch deswegen weil man eben nur eine kleine Landschaft vor sich selbst baut. Da liegen dann eben nur ungefähr 12 Plättchen.
Noch ein neutraler Punkt. Man muss die Plättchen die bei den anderen ausliegen gut im Kopf rotieren. Es ist in den Partien schon Mal vorgekommen, dass einer ein Plättchen gekauft hat, es anlegen wollte und irgendwie die Straße doch anders verlaufen ist als er sich das vorgestellt hatte.

Ansonsten ist es ein gutes Beispiel für die Kennerspiel Kategorie. Man könnte meinen, dass es so simpel ist aber der Kniff ist hier das Festsetzen der Preise. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht. Welche Runde haben wir? Was wird gewertet? Was haben die anderen gebaut? Wieviel Geld will man selbst noch zum Einkaufen übrig haben? Was schmeißt man wieder zurück? Will man die eigenen Plättchen notfalls auch haben?
Fragen über Fragen.

Was mir noch gut gefällt ist die (meist) niedrige Wartezeit und das doch interaktive Spielgefühl. Die Phase wo am meisten überlegt wird, verläuft nämlich für alle Spieler gleichzeitig. Richtig gut. Später beim Kauf geht es dann doch ziemlich zackig dahin und ehe man sich versieht ist das Spiel um.

Die Spielzeit ist nämlich der nächste Pluspunkt. Mit eher bis zu  einer Stunde ist es nicht zu lang aber auch nicht zu kurz. Richtig schön. Da hängt man gerne noch eine Revanche dran.

Mein persönliches Highlight sind die Wertungsplättchen. Hier ist genug Abwechslung für einige Partien drin, weil die Reihenfolge der Wertungen auch Auswirkungen auf das Spiel hat und auch gleichzeitig ändert, was welche Plättchen wert sind. Simpel und richtig elegant.

Ich finde das Spiel in der Kategorie Kennerspiel ganz gut aber muss auch sagen, dass es nicht so ganz mein Geschmack ist aber die Wertungsplättchen, die Interaktivität und kurze Spieldauer reißen es heraus.

Gut-

Empfehlung

Wer ein Legespiel sucht mit flexibler Preisgestaltung, schöner Spieldauer und Wiederspielbarkeit -> Pflichtkauf.

Wer aber glaubt Isle of Syke ist ein komplexeres Carcassonne -> hier seid ihr falsch. Abgesehen davon dass man Plättchen rotieren darf, wars das mit den Gemeinsamkeiten.

El Grande: Big Box

Heute rezensiere ich etwas Altes … für Spiele … nicht für Menschen. Aber wenn ein Spiel über 20 Jahre alt ist, kann man es getrost alt nennen. Warum schau ich es mir grade jetzt an? Vor kurzem kam es in meiner Top 10+10 vor und ich dachte: „Hey, wäre gut eine ganze Rezension dazu zu haben“.

(Hier stelle man sich die Eröffnungsmusik von 2001: Odyssee im Weltraum vor)

Eckdaten

Autor: Wolfgang Kramer, Richard Ulrich
Illustrationen: Doris Matthäus
Verlag: Hans im Glück (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 1995 Erstauflage; 2015 Big Box
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 60 – 120 min
Schachtelgröße: 44cm x 32cm x 10cm
Preis: ca 50€

Spielmaterial

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In dieser Schachtel findet man viele Karten (echt viele Karten). Kleine Meeple (echt viele Meeple), Pappe und Holz. Der größte Unterschied für Kenner des alten El Grande dürften wohl die Meeple sein, die die Würfel ersetzen. Von den Farben hat sich auch etwas verändert. Ich denke, das dürfte eine Anpassung für Menschen mit Sehschwächen sein. Das Material ist von sehr guter Qualität.

Idealerweise gibt es auch eine Extra Anleitung die schön auflistet wo was in die Schachtel einsortiert gehört. Auf den Fächern sieht man nochmal die Symobole der Erweiterungen. Langes Suchen entfällt.

Grafische Gestaltung

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Die Illustrationen gefallen mir sehr gut. Das Spielbrett mit den Burgen in den Regionen – toll. Es erinnert an eine alte Landkarte. Die Symbole sind auch klar. Die Gesichter auf den alten Karten wurden durch Meeple ersetzt und die Provinznamen eingespanischt. Das sorgt für zusätzliches Flair (obwohl ein Spanier wohl schreiend aufspringen würde, wenn ich manche Provinznamen ausspreche)

Aufbau

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Spielfeldgröße: 60cm x 70 cm und ein wenig Platz wo die Spieler ihre Meeple und Karten platzieren können.
Aufbauzeit: ca 1:30 min

Thema

Worum geht es bei El Grande? Wir sind Adelige (=Granden) die sich im Spanien der Renaissance um die Vorherrschaft streiten. Dabei entsenden wir niedrige Adelige (=Caballeros) in die Provinzen oder besetzen Burgen (=Castillios) um den Einfluss unseres Granden zu stärken.

Besonderheiten

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Grün startet in Valencia. Dort hat er seinen Granden (großer Meeple) und 2 Caballeros (kleine Meeple). Er hat die Mehrheit an Caballeros und würde bei einer Wertung die Punkte ganz links bekommen. Zusätzlich erhält er 2 Extrapunkte weil der Grande in dieser Region steht.

Dreimal im Spiel wird gewertet, wer die Mehrheit an Caballeros in jeder Region hat.
Gesteuert wird das ganze über Handkarten (=Machtkarten). Jeder Spieler hat einen identischen Satz davon mit den Werten von 1 bis 13.

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Handkartenwerte gehen von 1 bis 13. Spielt man eine 1 aus ist man sicher letzter, bekommt aber 6 Caballeros als Nachschub. Bei einer 13 ist man garantiert Erster muss aber auf Nachschub verzichten.

Im Spiel liegen jede Runde 5 Aktionskarten mit unterschiedlichen Aktionen aus. Zu Beginn einer Runde spielen alle der Reihe nach eine Machtkarte aus. Sie muss sich aber im Wert von denen der anderen unterscheiden. Die Höhe der ausgespielten Karten bestimmt einerseits die Reihenfolge bei der Wahl der Aktionskarten (der mit der höchsten Karte beginnt), andererseits bestimmt sie auch wie viele neue Caballeros man aus dem Vorrat (=Provinz) an den eigenen Hof bringen kann. Je höher der Kartenwert desto niedriger die Anzahl der Caballeros die man bekommt.

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3 Beispiele für Aktionskarten der ersten 3 Stapel. Oben ist die Sonderaktion und darunter ist angegeben wieviele Caballeros man aufs Spielfeld setzen kann.

Jetzt dürfen sich die Spieler der Reihenfolge entsprechend eine der ausliegenden Aktionskarten wählen.Mit ihr bringt man die Caballeros vom Hof auf den Spielplan und hat noch eine Sonderaktion zur Verfügung.

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Aktionskarten von Stapel 4 und 5. Stapel 5 besteht nur aus einer Karte.

Die neuen Caballeros dürfen üblicherweise nur in die Nachabarregionen der Königsfigur gestellt, oder in das Castillo geworfen werden. Die Königsregion selbst ist tabu. Dh. in dieser Region darf nichts verändert werden.

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Regel Nr. 1: Die Königsregion ist immer tabu! Hier darf nichts verändert werden.

Der Spieler, der die niedrigste Machtkarte ausgespielt hat wird Startspieler in der nächsten Runde.

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Die Mehrheit im Castillo wird gewertet. Danach entsendet jeder Spieler seine Caballeros in die Provinz die er auf der Geheimscheibe eingestellt hat.

Wie wird gewertet? Ganz einfach. Man arbeitet die Punkte auf der Leiste ab. Zuerst stellen alle Spieler auf ihren Geheimscheiben eine Region ein – Das Geheimnis des Castillos wird gelüftet und hier die Mehrheit gewertet. Dann werden die Caballeros des Castillos in die auf den Geheimscheiben eingestellten Regionen entsandt und diese der Reihe nach abgearbeitet.

Nach der 3. Wertung ist das Spiel vorbei.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Wenige Grundregeln
Einarbeitungszeit: Für die ersten Partien sollte man sich Zeit nehmen. Auf alle Fälle so lange kurze Partien spielen bis man merkt, dass es gut von der Hand geht!

Preis/Leistung

In dieser Box findet man alles was je zu El Grande rausgebracht wurde und eine kleine Jubiläumserweiterung. Ich habe das meiste noch nicht ernsthaft verwendet sondern nur angespielt – aber ich hab die Box auch erst ca 1 Jahr- Also noch genug Zeit, wenn ich es mit dem Alter von El Grande vergleiche.

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Jubiläumserweiterung: Ein Caballero wird zum Fahnenträger und entscheidet ein Unentschieden

Die Erweiterungen teilen sich in 3 große Bereiche und die Jubiläumserweiterung, die lediglich einen Caballero zum Standartenträger macht, wodurch er ein Unentschieden in einen Sieg verwandeln kann. Das macht frühe Intrigantenaktionen interessanter aber ansonsten bleibt alles gleich.

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König und Intrigant: Man baut sich seinen Kartensatz aus bis zu 39 Karten zusammen. Zahlenwerte und Aktionen sind kombiniert.

Ein Bereich ist König und Intrigant mit den unterschiedlichen Editionen. Hier wählt jeder Spieler aus bis zu 39 Karten seine 13 Machtkarten aus. Der Clou. Zahlenwerte und Aktion sind miteinander gekoppelt. Die Aktionskarten werden durch andere Karten ersetzt. Dadurch kann man vor dem Spiel seine eigene Strategie forcieren.

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Grandissimo: ein paar Beispiele für den 6. Stapel

Grandissimo erweitert das Grundspiel um zusätzliche Aktionsmöglichkeiten. 2 Weitere Aktionskartenstapel kommen dazu. Durch manche Karten kann man Caballeros ins Gefängnis werfen und nur der Spieler der die Königskarte nimmt kann sie begnadigen.

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Grandissimo: Der 7. Stapel besteht aus einer Karte

Hat man ein Schiff, so kann man eine Invasion der Küstenregionen planen. Portugal kommt als neue Region hinzu, Bündnisse zwischen Regionen werden geschmiedet und und und. Dh. Das Spiel bleibt grundlegend gleich aber durch weitere Stapel gibt es mehr Aktionsmöglichkeiten.

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Großinquisitor und Kolonien. Ein paar weitere Aktionskarten.

Die Erweiterung die das Grundspiel am meisten abändert ist Großinquistior und Kolonien. Neue Regionen, Ämter die Caballeros einnehmen können, Waren die transportiert werden wollen,…Es ist fast ein eigenes Spiel. Hab ich noch nicht ausprobiert. Wirkt so als wäre es echt nur für Kenner von El Grande.

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Großinquisitor und Konlonien: Man spielt auf der Rückseite mit 4 weiteren Regionen. Caballeros können Ämter bekleiden und man transportiert Waren.

Wenn man mich fragt. Echt viel Zeug wenn das Grundspiel gut ist. Aber ist es das?

Meine Meinung

Setzen wir zuerst eine böse Miene auf und fangen mit der Kritk an. Neutral finde ich das Spiel zu zweit. Wie bei 90% (Zahl erfunden) der Area Control Spiele ist das eher mau. Ganz ok aber kein Vergleich zum Spiel mit 3 oder mehr Spielern.
Zu 5. ohne Erweiterung hat der letzte Spieler keine Auswahl bei den Aktionen.Shit happens…Apropos shit happens. Es kann vorkommen ,dass ein Spieler mit dem Sieg davon läuft bzw. ein anderer zurück fällt. In den Partien die ich gespielt habe, hatte ich aber das Gefühl, dass es an den jeweiligen Spielern lag und nicht am Glück. Es ist aber auch kein Familienspiel sondern eher im Kennerbereich anzusiedeln. Da sollte man nicht erwarten, dass man am Ende nochmal alles aufholen kann.

Ich habe die negativen Punkte vergessen? Nein hab ich nicht – mir fallen einfach keine ein. Denn: Ich liebe es!

Wie soll ich das begründen? Es hat so ein einfaches Grundkonstrukt: Karte spielen – Aktion auswählen und fertig. Auf dem Spielbrett ist jederzeit ersichtlich wer wo die Mehrheit und wieviele Caballeros hat und welche Aktionskarten verfügbar sind. So simpel, dass es fast schon banal erscheint, wären da nicht die Konsequenzen aus den einzelnen Aktionen.

Es beginnt beim Ausspielen der Machtkarten. Welche Aktion möchte man machen? Wieviele Caballeros will man aufs Spielbrett bringen? Was möchten wahrscheinlich die anderen machen? Welche Karten wurden schon gespielt? aaaah … Man schaut auf seine Karten … zu den Aktionskarten … auf das Spielbrett… man hat eine Idee. Doch man wird vom Blick eines Mitspielers durchbohrt und der Blick sagt: Ich weiß was du vorhast. Oh Mist! Was tun? Doch höher spielen oder doch was anderes versuchen?

Was noch genial ist, ist der/die/das Castillo. Ist man sich wirklich sicher die Mehrheit dort zu haben? Hat man sich vielleicht doch verzählt? Die Selbstzweifel beginnen zu nagen. Wieviele Caballeros könnten die anderen nach der Wertung in welche Region entsenden?
Da man meistens mehrere Baustellen hat wo die Platzierung nicht sicher ist, überlegt man wo man seine Ressourcen hineinbuttert. Fragen über Fragen auf die man nicht immer eine korrekte Antwort findet…

Im kurzen Spiel hat man es wesentlich leichter alles im Auge zu behalten und auch das Handkartenmanagement ist da nicht so wichtig. Der Glücksfaktor ist hier auch höher, weil nur 6 der 11 Aktionskarten jedes Stapels ins Spiel kommen. Ideal also um das Spiel erstmal kennen zu lernen. Ich würde niemandem empfehlen gleich eine 9 Runden Partie zu spielen. Das Spiel kann doch etwas dauern. So ca 1 – 2h sollte man einplanen.

Da wäre noch ein Kunststück das El Grande schafft. Die Verwendung von Sprache. Ich kenne kein Spiel, in dem sich die Mitspieler ein eigenes Vokabular zulegen. Hier tut man das. Grande, Caballero, Castillo, Provinz, Hof, Region. Dazu noch der riesige Köngismarker (hier wird die Wichtigkeit des Königs sehr „dezent“ betont) und das Pappcastillo. Das alles gibt dem Spiel eine richtig starke Identität.

Abschließend folgendes: Viele Kennerspiele dieses Jahrtausends bieten mehr strategische Tiefe bei ähnlicher oder geringerer Spieldauer und trotzdem würde ich meistens El Grande den Vorzug geben.

Warum? 1. Es ist sehr schnell aufgebaut. 2. Ich spiele immer mit allen Spielern am Tisch. Meine Züge haben Auswirkungen auf die anderen ZU JEDER ZEIT. Dabei empfinde ich die Interaktion aber niemals als frustrierend. Ärgern kann ich mich schon manchmal – aber frustrierend … nein. Wenn Meeple umgesetzt werden, sind sie immer noch auf dem Spielfeld was es nicht so destruktiv macht. Man muss eben den Plan an die neue Situation anpassen. Der „Umsetzer“ darf selbst nur 1 Meeple einsetzen – alles hat seinen Preis. Manchmal kann es passieren, dass Meeple vom Feld entfernt werden müssen. Das trifft dann aber auch die anderen Mitspieler und es kommt zu einer geheimen Abstimmung … was werden wohl die anderen wählen? Ihr seht vielleicht worauf ich hinaus will.

ich denke, plane, bange, ärgere und freue mich, beobachte, beglückwünsche gute Züge, bin mal fair und manchmal fies, erleichtert, steiger mich in meinen Zug hinein, steiger mich in den Zug der anderen hinein usw.

El Grande ist ein Spiel, dass mein Herz und mein Hirn anspricht. Ich glaube, dass genau das seinen Reiz ausmacht. Ich bin voll in das Spiel involviert. Dann wären da noch die ganzen Erweiterungen … zu diesem Preis. Die El Grande Big Box ist ein richtiger (alter) Klassenprimus der aber nicht nur viele Bücher im Regal stehen hat, sondern sich auch ordentlich gegen Schläger zur Wehr setzen kann. Viele neue Kids haben coolere Spielzeuge und ordentlich viel Bling Bling. Man hängt eine Weile mit denen ab aber dann erkennt man, dass die sich nur mit einem angefreundet haben, um mal neben El Grande im Regal zu liegen.

Genug der Lobeshymnen. Sehr Gut … Mit Sternchen. Für mich eines der besten Spiele die es gibt.

Empfehlung

Ihr sucht ein interaktives Strategie/Taktikspiel? Ein Spiel in dem man Gebiete kontrolliert aber ohne Kämpfe? El Grande sollte nicht fehlen. In dem Bereich ist es, meiner Meinung nach, noch immer die Genrereferenz und ein Meilenstein des ganzen Hobbies.

Wer lieber Spiele mag, in denen man nur punktuell mit den anderen interagiert und auf das Durchkreuzen der eigenen Pläne eher ungehalten reagiert, wird keine Freude mit dem Spiel (bzw. dem ganzen Genre) haben.

Rezensionsupdate (09/2017): Wertungstechnisch kann ich gar nicht weiter rauf, deswegen gibts nur ein paar Anmerkungen. Endlich hab ich zumindest 2 der 3 Erweiterungen so oft gespielt um mir ein Bild zu machen. Ich finde die König und Intrigant Version richtig spannend und vielseitig. Es ist wie eine Art einfaches Magic in einem klassischen Strategiespiel. Von den 39 Karten suchst du dir 13 aus und gut is. Hier gibt es so viele Möglichkeiten. Jede Karte hat einen Standardwert der die Anzahl der Caballeros angibt die an den Hof kommen und dazu die Zusatzaktion.
Diese Variante finde ich besonders gut wenn man häufig mit wenigen Spielern spielt… So 2-3 finde ich ideal dafür. Da dauert der Deckbau nicht so lange und man kann versuchen seine Gegenüber besser einzuschätzen. Werden Sie versuchen schnell viele Caballeros auf das Brett zu bringen? Wie kann ich das Abstrafen? Bin ich der einzige der Wertungstafeln ins Spiel bringen kann? Werden sie viele Sonderwertungen verwenden oder mehr Unfug machen? Brauch ich ein Veto? Setz ich den Joker ein um meine Karte erst am Ende auszusuchen? Das braucht aber einen kostbaren Kartenslot. Es sind schon ähnliche Gedankengänge wie bei Magic&Co ohne das ganze ungute Beiwerk. Gefällt mir echt gut.
Die Grandissimo Erweiterung hab ich auch ein paar Mal gespielt und hier ist es fast umgekehrt. Die find ich mit 4-5 Spielern am besten. Zwei weitere Kartenstapel und ein paar zusätzliche Mechanismen wie die Hafenregionen, Portugal, Schiffe und das Gefängnis. Es geht mit den Optionen in die Breite. Spielt man in einer größeren Runde haben auch die Spieler weiter hinten in der Reihenfolge eine größereAuswahl. Auch unterhaltsam. Natürlich weniger strategisch als die andere Erweiterung aber dafür sehr unterhaltsam, wenn man bettelt und seine Caballeros aus dem Gefängnis haben will 🙂