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Euphrat und Tigris

Heute stelle ich euch ein Spiel vor, dass nicht mehr sooo neu is. Das erste Mal kams im Jahr 1997 auf den Markt. Im Laufe der Jahre wurde es immer wieder Mal neu aufgelegt. Komponenten und Illustrationen wurden ausgetauscht und auch die eine oder andere Änderung hat es erfahren. Ironisch, dass das auch irgendwie das Spiel selbst wiederspielgelt. Wachstum, Änderung, Zerstörung, Wiedergeburt. Richtig poetisch.

Eckdaten

Autor: Reiner Knizia
Verlag: Heidelberger Spieleverlag. Im Vertrieb von Asmodee (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015; Erstauflage 1997
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 60 – 120 min
Schachtelgröße: 29,6cm x 29,6m x 7,4cm
Preis: ~40€

Ausstattung

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Meine Rezension bezieht sich auf das Material der Neuauflage. Was ich so gelesen habe, wurde das Spielfeld und die Plättchen verkleinert, die Würfel wurden durch bedruckte Plättchen und auch sonst Holzteile durch Plastik ersetzt.

Ich muss sagen, ich habe nichts dran auszusetzen. Das kleinere Spielbrett macht das ganze übersichtlicher. Anfangs war ich etwas skeptisch, wegen der Plastikteile und hatte befürchtet, dass sie sich „billig“ anfühlen, was bei Plastik leicht der Fall sein kann. Doch das ist nicht der Fall. Es fühlt sich sehr robust und haltbar an.
Plättchen greifen sich auch gut an. Der Beutel in dem sie aufbewahrt werden ist sehr schön. Sichtschirme sind gut.  Das einzige worüber man sich beschweren könnte sind die mangelnden Plastikbeutel.

Grafische Gestaltung

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Die Gestaltung der Karte gefällt mir. Die Sichtschirme sind schön gemacht und man findet darauf nochmal die wichtigsten Regeln. Die Plättchen orientieren sich an tatsächlichen Darstellungen aus dieser Zeit. Das gibt dem Ganzen ein besonderes Flair.

Aufbau

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Spielaufbau: 10 Tempel mit Schätzen

Spielfeldgröße: 65cm x 40,5 + 25cm x 17cm pro Spieler
Aufbauzeit: 2:30min

Thema

Thematisch bewegen wir uns im Zweistromland als die ersten Hochkulturen entstanden sind. Wir repräsentieren eine Dynastie von Herrschern. Jede Dynastie hat ein Symbol (Stier, Löwe, Krug und Bogen) In den vier Bereichen Landwirtschaft, Religion, Handel und Bevölkerung erweitern wir die Königreiche der Region. Wie es so in der Menschheitsgeschichte ist, kommt es auch immer wieder zu Kriegen und Revolutionen es werden aber auch Monumente und Wunder errichtet, die diese Katastrophen überdauern.

Besonderheiten

 

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Jeder Spieler hat einen Sichtschirm

In seinem Zug dürfen die Spieler zwei Aktionen machen. So können sie z.B. zwei Plättchen legen oder einen Anführer setzen und ein Plättchen legen. und und und.

Seltsam ist es am Anfang, dass jeder Spieler vier unterschiedliche Farben an Anführern hat, die jeweils einer Plättchenfarbe zugeordnet sind.
Anführer müssen neben einem Tempel platziert werden. Plättchen darf man mit einer Ausnahme überall auf der Karte hinlegen. Zwei nebeinander liegende Plättchen sind ein Gebiet. Hat ein Gebiet auch einen Anführer (egal welcher Farbe) so ist es ein Königreich. Achtung. Ein Königreich kann auch Anführer von mehreren Spielern haben.
Wird in ein Köngreich ein Plättchen in der Farbe eines Anführers gelegt, so bekommt normalerweise der Spieler mit diesem Anführer einen Punkt in dieser Farbe.

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Nach ein paar Zügen. 1. Strategiehinweis Händler und Könige sind zu Beginn besonders wertvoll. Im Nordosten gibt es Krieg zwischen den Händler des Stiers und des Bogens.

Wie der Untertitel auf der Schachtel schon verrät gibt es auch Konflikte. Revolten und Kriege.

Wird in ein Königreich mit Anführer ein Anführer derselben Farbe platziert, so kommt es zur Revolte. Logisch … es kann ja nicht zwei Könige in einem Königreich geben. Jetzt wird darauf geachtet, wer sich mehr auf die Priestserkaste stützen kann. Dh. wessen Anführer mehr benachbarte Tempel hat gewinnt. Die Zahl kann auch noch mit Tempeln hinter dem Sichtschirm verstärkt werden. Der Verlierer räumt das Feld und der Gewinner bekommt zusätzlich noch einen Punkt in Tempelfarbe.

Es kann auch vorkommen, dass durch ein Plättchen die Gebiete zweier Königreiche miteinander verknüpft werden. Dann kommt es zum Krieg. Hier schauen wir, was für Anführer es in beiden Städten gibt.  Gibt es z.B. in beiden Städten einen König, dann messen sie und ihre Gefolgschaft sich im Kampf. Hier vergleichen wir die Gesamtzahl der Plättchen in den entsprechenden Farben. Wie auch bei der Revolution kann man durch Plättchen hinter dem Sichtschirm verstärken. Der Verlierer muss nicht nur den Anführer sondern auch alle Plättchen in dieser Farbe vom Spielplan nehmen. Der Gewinner bekommt einen Punkt pro Anfüher und Plättchen, dass vom Spielplan genommen wird.

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… Wieder ein paar Züge später. Zwei Monumente wurden errichtet und ein größeres Königreich hat sich im Zentrum gebildet

Jeder Spieler hat zwei Katastrophenplättchen die man auch im Laufe des Spiels platzieren kann. Damit kann man ein beliebiges Plättchen zerstören.

Liegen vier Plättchen einer Farbe nebeneinander, kann man ein Monument errichten. Dazu dreht man die Plättchen um und sucht ein passendes Monument heraus. Ein Monument ist immer zwei Farben zugeordnet, zählt bei Kriegen und Revolten nicht mit und kann nicht zerstört werden. Hat der aktive Spieler einen Anfüher in einer der Farben des Monuments in diesem Königreich so erhält er automatisch bei Rundenende einen Punkt.

Zu Beginn des Spieles liegen mehrere Tempel aus auf denen sich Schätze befinden. Verbindet man mehrere dieser Tempel miteinander und hat einen Händler in diesem Königreich, dann darf man bei Rundenende alle Schätze bis auf einen bergen.

Das Spielende wird eingeläutet, wenn ein Spieler seine Hand nicht mehr auf 6 Plättchen auffüllen kann oder nur mehr zwei Schätze auf dem Spielfeld sind.

Bei Spielende zählt jeder Spieler die Punkte in den unterschiedlichen Farben. Die Farbe von der man die wenigsten Punkte hat, wird gewertet. Schätze zählen als Joker.

Zusätzlich gibt es noch einen weiteren Spielplan auf der Rückseite und Material für mehrere Varianten.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Die wichtigsten Aktionen

Regelumfang: Wie man vielleicht im vorigen Abschnitt gesehen hat ist es gar nicht so einfach das Spiel kurz und bündig zu erklären, da es viele wichtige Details gibt. Aber wenn man es von der thematischen Seite versucht, ist es viel einfacher.
Einarbeitungszeit: Hat man es mal verstanden reicht ein Blick auf den Sichtschirm. Was man in seinem Zug machen kann ist recht simpel aber die Details die da drin stecken, sorgen in der ersten Partie für Wartezeiten.

Preis/Leistung

Der Preis des Spiels bewegt sich so um die 40€ +- ein paar Euro.  Damit ist das Spiel jetzt nicht sooo günstig. Aber ich finde, dass das Material von der Qualität überzeugt. Normalerweise bin ich nicht der Fan von Plastikteilen in dieser Art von Spiel aber hier passt es. Sie geben den Spielfeld ein detailliertes 3D Element.
Die Illustrationen finde ich gelungen und das Spiel bietet einiges an Zusatzmaterial und
eine andere Spielplanseite für Fortgeschrittene.

Meine Meinung

Ich hatte schon viel (Gutes und Schlechtes) über das Spiel gehört und es stand lange Zeit auf meiner „ToPlay“ Liste. Jetzt hab ich es eine Weile im Schrank und muss sagen: Das hätte schon viel früher der Fall sein sollen!

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Das Königreich im Südwesten wurde fast vollkommen zerstört. Das Zentrum hat sich weiter ausgedehnt. Die Königreiche im Osten haben auch expandiert

Das Spiel macht sooo vieles richtig. Ich weiß gar nicht wo ich anfagen soll. Deswegen fangen wir mit den negativen Dingen an…. ….. …..

Neutrale Punkte. Ein Spieler am Tisch hat sich immer über Niederlagen (vor allem bei Kriegen) beklagt. Aber dazu später mehr.

So. Fangen wir mit dem Positiven an. Das Thema ist wahnsinnig gut umgesetzt. Das mag vielen nicht auffallen, da es während des spielens eher abstrakt bleibt aber die einzelnen Elemente sind sehr thematisch. Die Karte lebt und atmet. Einfache Anfänge mit wenigen religiösen Zentren und wertvollen Kultgegenständen. Sie wachsen. Anführer kommen und bilden Königreiche und werden wieder gestürzt. Katastrophen und Kriege zerreissen die Landschaft und schaffen so die Grundlage für neue Reiche und am Ende ist diejenige Dynastie siegreich die während ihrer Regentschaft die beste Balance gefunden  hat….weil was bringt es einem eine Bevölkerung von 10 Mio. zu haben aber nur einen Sack Getreide… Wenn man die Karte im Zeitraffer filmt, erzählt sie eine Geschichte. Wenige Strategiespiele schaffen das.

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Das Königreich im Zentrum ist zerfallen. Ein weiteres Monument wurde errichtet.

Dabei sind die Optionen während eines Zuges so klar. Einfach und doch schwer zu meistern, denn die Tücke liegt im Detail. Dabei finde ich auch diese Details sehr gut ausbalanciert. König und Händler sind die besonderen Anführer, dafür sind die Plättchen eher gewöhnlich. Auf der anderen Seite sind die Tempelplättchen wichtig um Anführer zu platzieren und Revolten zu planen und die Landwirtschaftsplättchen erlauben es ein Königreich über Wasser auszubreiten. Dafür sind die Anführer wieder nicht so wichtig.

Das alles sorgt für knifflige Entscheidungen. Wohin expandieren? Errichtet man ein Monument? Das würde für stetige Punkte sorgen, ruft aber auch Neider auf den Plan. Legt man ein Plättchen um dem Königreich einen freistehenden Tempel einzuverleiben oder baut man einen Tempel in der Nähe des Anführers, weil man eine Revolte befürchtet?

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jaaa … da hat sich was verändert.

Der Fokus aller Spieler liegt dabei immer auf dem Spielfeld. Das gefällt mir. Jedes Teil das platziert wird kann ausschlaggebend sein. Die Karte ist so groß, dass es viele Zugmöglichkeiten gibt und jedem etwas anderes Sorgen bereitet. Da hält man schon kurz den Atem an, wenn die anderen die Blicke über die Königreiche schweifen lassen…und schon macht Markus seinen Zug … waaaas? Das hab ich nicht … wie? … Wow!

Kommen wir zu ein paar Kritikpunkte die ich über das Spiel so gelesen und gehört habe und was ich darüber denke.

Wie schon oben erwähnt, fand jemand die Unsicherheit bei Kriegen und Revolten etwas frustrierend. Ich meine es ist authentisch. Im Jahre 1914 dachten die Österreicher auch, „Schnell nach Serbien und bis zur Jausn san ma wieder daham“.  Ausgegangen ist es ein wenig anders. Eine Siegesgarantie hast du oft nicht und es sorgt im Spiel für das richtige Maß an Ungewissheit.

Außerdem ist es auch nicht so, dass einen ein verlorener Krieg tatsächlich aus dem Spiel kegelt. Ja, der Anführer und die Plättchen dieser Farbe sind weg aber man hat die Punkte für die Plättchen sowieso schon kassiert und es bringt nichts nur eine Farbe zu sammeln. So kann es schon mal passieren, dass man zu Beginn ein Handelszentrum aufbaut das dann zerstört wird. Wird man jetzt nochmal ein großes Handelszentrum bauen? ähm … Nein!  Wozu auch? Am Ende zählt nur die Balance.

Genau das gleiche gilt für einen Spieler der ein mächtiges Imperium errichten konnte und zumindest in 1-2 Farben alle anderen mit einem Wimpernschlag zerstören könnte. Das ginge natürlich aber spielerisch würde es, wie oben gesagt, keinen Sinn machen, da man auch andere Farben ausbauen muss. Wenn man 2/7/7/26 hat sind das Am Ende trotzdem nur 2 Punkte. Die Abrechnung sorgt dafür, dass es im Spiel nicht zu irgendwelchen Schneeballeffekten kommt. Zwei Daumen dafür.

Ich finde Euphrat und Tigris ist ein außergewöhnliches Spiel und ein zeitloser Klassiker.

Sehr gut

Empfehlung

Eigentlich kann ich das Spiel allen Strategiefreunden empfehlen, mit ein paar Ausnahmen.
Alle Spieler müssen eine Niederlage gut verkraften können.
Ja, werdet ihr denken, verlieren tut man auch in anderen Spielen. Stimmt schon.
Da HIER aber nur der niedrigste Wert zählt, ist es für manche Spieler schlimmer. Wenn einer 16 und man selber nur 4 Punkte hat, kann sich das unangenehm anfühlen. Das passiert nicht immer aber es kann vorkommen. In aktuelleren Strategietiteln geht diese Schere meistens nicht so weit auseinander.

Außerdem sollte man mit der Unsicherheit der Plättchen hinter dem Schirm leben können.

Wer damit keine Probleme hat. Kaufen und Spaß haben.

PS: Hallooo … bitte die anderen Knizia Klassiker Samurai, Ra und Amun-Re auch im deutschsprachigen Raum neu auflegen. Danke 🙂

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Concordia: Salsa

Wieder zurück in antiken Rom. Diesmal schauen wir uns eine Erweiterung ab. Ist sie das Salz in der Suppe oder versalzt sie uns das Spielerlebnis?

Eckdaten

Verlag: PD Verlag (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: ca 26€

Ausstattung

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Man findet hier einen doppelseitigen Spielplan, Pappplättchen und zusätzliche Holzteile

Besonderheiten

Gehen wir der Reihen nach die zusätzlichen Module durch.

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Der Byzantium Spielplan

Die große Seite bildet den Osten des römischen Reiches ab. und die andere Seite Spanien. Eine kleine und eine große Karte. Was ist der Unterschied zum Grundspiel? Danke für die Frage.
Auf allen Karten findet man weniger Provinzen die dafür im Schnitt mehr Städte enthalten. So hat Ostrom 10 Provinzen und 28 Städte und der Imperium Spielplan des Grundspiels 12 Provinzen und 30 Städte.

Zusätzlich zum Spielplan hat man eine neue Ressource: Salz.

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Wir haben jetzt zusätzlich die Möglichkeit Salz zu produzieren. Unter allen anderen Markern findet man nun auch 4 Salzstädte. Salz kann niemals ein Bonusgut einer Provinz sein. Dh. um da dran zu kommen, muss man auch eine Niederlassung dort besitzen, die mit einem Werkzeug, Wein und 5 Sesterzen nicht grade günstig ist. Hoffentlich ist Salz das Wert. Ja schon, weil es ist ein Joker. Man kann jederzeit Salz im Lager gegen einen beliebigen Rohstoff eintauschen aber: Es kann nicht verkauft oder gekauft werden und zählt nicht zu den Merkur Karten. Hat man bei Spielende Minerva Karten so kann man für jede Salzstadt entscheiden wofür sie zählen soll.

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Das Forumstableau mit den aktuellen vier Plättchen

Letztes neues Element sind die Forumsplättchen. Auf einem Extra Tableau werden immer 4 Plättchen platziert. Die Plättchen teilen sich in zwei Kategorien. Patrizier (blau) gewähren einen permantenten Bonus währen die Bürger (grün) einmalig verwendet und danach abgeworfen werden.

Zu Spielbeginn erhält jeder einen Patrizier. Das kann zufällig erfolgen oder man versteigert sie um Punkte zu Spielbeginn.

Während des Spieles kommt man über den Tribun an Forumskarten. Je nachdem wieviele ausgespielte Karten man hat, hat man eine bestimmte Anzahl der Plättchen zur Auswahl und darf sich eines davon nehmen.

Preis/Leistung

Die Erweiterung gibt es für ca 26€. Das macht es schon um einiges teurer als ein neuer Spielplan. Trotzdem würde ich diese Erweiterung empfehlen.

Meine Meinung

Ich muss sagen mir gefällt Concordia: Salsa gut. Wenn man Concordia öfter spielt und nach einer Erweiterung sucht, sollte man sich diese zulegen (Sofort nach dem Kauf des Spieles braucht man sie sicher nicht) Sie ist zwar teuer als die Spielpläne, enthält dafür im Gegenzug aber wesentlich mehr.

Die Forumskarten sind eine gute Möglichkeit um den Tribun weiter aufzuwerten. Er liefert zwar auch etwas Geld aber so richtig spannend ist er nicht wirklich. Jetzt hat man auch hier etwas Konkurrenz. Nimmt man jetzt schon die Karten zurück, weil sonst Philipp seinen Tribun spielen könnte man aber genau DAS Plättchen brauchen würde? Immer würde ich das Modul trotzdem nicht verwenden. Bis jetzt hab ich es nur mit den Concordia Veteranen gespielt. Immerhin sind das 27 neue Plättchen die mal gelesen und verstanden werden wollen.

Was ich hingegen immer verwenden werde, ist das namensgebende Salz. Simpel zu integrieren, leicht zu verstehen und trotzdem hat man so weitere strategische und taktische Möglichkeiten. Ich finde, grade die Minerva Karten bekommen dadurch noch eine kleine Aufwertung.

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Als Bonuszuckerl hat man hier noch ein paar Extra Plättchen, eine Blanko Forumskarte und die Praefectus Magnus Karte in dicker Pappe. Das find ich gut, weil in manchen Partien schon darauf vergessen wurde … So macht sie wesentlich mehr her 🙂

Hier findet man etwas für die Viel- und Gelegenheitsspieler. Zusätzlich noch einen interessanten Spielplan.

Empfehlung

DIE Erweiterung für Concordia.

Isle of Skye

Nachdem mich das anderer große Werk der beiden Autoren, Broom Service, nicht wirklich überzeugt hat, schauen wir uns heute Isle of Skye an. Wie kann man das Spiel einfach beschreiben?
Man stelle sich vor Kingdom Builder, Carcassonne und Alhambra leben in einer offenen Beziehung und bekommen dank der Genetik ein Kind.

Eckdaten

Autor: Andreas Pelikan, Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Lookout Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 45 – 60 min
Schachtelgröße: 28xm x 19,3cm x 6,8cm
Preis: ca 25€

Ausstattung

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Mitgeliefert werden Plättchen, ein schön großer Beutel, Pappmünzen, Sichtschirme und ein Spielplan. Das Material ist gut gewählt. Was nicht enthalten? Plastikbeutel. Man sollte aber unbedingt welche verwenden um die Münen zu verstauen. Das spart Zeit.

Grafische Gestaltung

Die Gestaltung ist typisch Klemens Franz. Gut gelungen.

Aufbau

Spielfeldgröße: ca 30 x 20 für die zentrale Auslage und ca 40xm x 20cm pro Spieler
Aufbauzeit: ca 2min.

Thema

Ja … puh … ähm … Die Isle of Skye exportiert tatsächlich Whisky 🙂

Besonderheiten

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Spielablauf auf de Rückseite des Sichtschirmes.

Eine Partie gliedert sich in 5 bzw. 6 Runden.

Zu Beginn einer Runde bekommen alle Spieler Geld. Der Geldbetrag hängt davon ab wie viele Whiskyfässer über Straßen mit der Burg verbunden sind. bzw. wie viele Spieler sich auf der Punkteleiste vor einem befinden.

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Bei Rundenbeginn würde ich 6 (5 für die Burg und 1 für die Whiskyfässer) Geld bekommen

Danach ziehen alle Spieler der Reihe nach 3 Plättchen aus dem Beutel und legt sie vor den Sichtschirm. Hinter eines der Plättchen legt man eine Axt. Dieses Plättchen wandert zurück in den Beutel. Hinter die anderen muss man mindestens 1 Goldmünze legen.

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Das Plätchen ganz links wandert zurück in den Beutel

Haben das alle gemacht, stellt man die Sichtschirme zur Seite. Die Plättchen vor den Äxten kommen zurück und jetzt haben die Spieler der Reihe nach die Chance genau 1 Plättchen von den anderen Mitspielern zu kaufen. Das Geld für den Kauf geht sofort an den Spieler. Das Geld das dieser als Preis dafür festgelegt hat geht auch wieder an ihn zurück.

Nachdem alle gepasst oder gekauft haben müssen die Spieler vor ihnen liegende Plättchen selber kaufen, dh. das Geld wandert in den Vorrat.

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Ja das Plättchen wurde korrekt angelegt.

Danach werden die Plättchen eingebaut. Einbauregeln sind recht simpel. Da wo man an bestehende Plättchenarten anlegt muss das Gelände übereinstimmen. Geländearten sind Berge, Wiesen und Seen. Straßen können im nichts auftauchen und auch wieder verschwinden.

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Die unterschiedlichen Plättchen

Jetzt wird gewertet. In jeder der 5/6 Runden wird nach anderen Kriterien gewertet. Dabei wählt man zu Spielbeginn 4 der Plättchen aus und platziert sie auf dem zentralen Tableau.

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Die vorgschlagenen Wertungsplättchen für die erste Partie. Wir befinden uns gerade in der ersten Runde. Fenster A wird bei Rundenende gewertet.

Jedes Plättchen liegt in einem Fenster und darüber ist ein Buchstabe. Auf dem Tisch wird die Runde angezeigt. In der ersten Runde wertet man also Fenster A usw.

Nach 6 Runden ist das Spiel vorbei

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Wenig
Einarbeitungszeit:Leicht gelernt, schwer zu meistern

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ca 25€ zu haben. der Preis geht meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Meine Meinung

Gut … Fangen wir gleich mit dem Negativen an. Hier veweise ich auf meine abschließenden Worte von Yangtze. Ich finde zu überlegen „soll das jetzt 12 oder 13 kosten“ eher nicht so spannend. Dieses Element ist aber entscheidend. Eine Münze mehr oder weniger zu haben, kann in einer Runde schon mal zu einem Schneeballeffekt führen.Wenn ich dieses Plättchen kaufen kann bedeutet das für mich Punkte und für den Mitspieler einen Haufen Geld, was wiederum Einfluss darauf hat was er kaufen kann usw. Es ist eben nicht so wie in anderen Spielen, dass das Geld in den Vorrat kommt. So kann es sein, dass ein Spieler haufenweise Geld hat aber nur 1 Plättchen kaufen kann. Ach ja … Das fühlt sich dann irgendwie unbefriedigend an.

 

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es kann eben nur einen geben 🙂

Kommen wir zu den neutralen Punkten. Ich finde den Aufholmechanismus notwendig. Ist das was schlechtes? Jein, weil man ohne ihn gefühlt aufgeschmissen wäre. Manchmal sind die guten Plättchen eben schon weg oder man ist der Startspieler der zwar eine Riesenauswahl, aber eher wenig Geld hat, falls er die eigenen Plättchen nicht verramscht.
Weiterer neutraler Punkt. Die gebaute Landschaft finde ich nicht so schön anzusehen wie in anderen Legespielen. Vielleicht auch deswegen weil man eben nur eine kleine Landschaft vor sich selbst baut. Da liegen dann eben nur ungefähr 12 Plättchen.
Noch ein neutraler Punkt. Man muss die Plättchen die bei den anderen ausliegen gut im Kopf rotieren. Es ist in den Partien schon Mal vorgekommen, dass einer ein Plättchen gekauft hat, es anlegen wollte und irgendwie die Straße doch anders verlaufen ist als er sich das vorgestellt hatte.

Ansonsten ist es ein gutes Beispiel für die Kennerspiel Kategorie. Man könnte meinen, dass es so simpel ist aber der Kniff ist hier das Festsetzen der Preise. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht. Welche Runde haben wir? Was wird gewertet? Was haben die anderen gebaut? Wieviel Geld will man selbst noch zum Einkaufen übrig haben? Was schmeißt man wieder zurück? Will man die eigenen Plättchen notfalls auch haben?
Fragen über Fragen.

Was mir noch gut gefällt ist die (meist) niedrige Wartezeit und das doch interaktive Spielgefühl. Die Phase wo am meisten überlegt wird, verläuft nämlich für alle Spieler gleichzeitig. Richtig gut. Später beim Kauf geht es dann doch ziemlich zackig dahin und ehe man sich versieht ist das Spiel um.

Die Spielzeit ist nämlich der nächste Pluspunkt. Mit eher bis zu  einer Stunde ist es nicht zu lang aber auch nicht zu kurz. Richtig schön. Da hängt man gerne noch eine Revanche dran.

Mein persönliches Highlight sind die Wertungsplättchen. Hier ist genug Abwechslung für einige Partien drin, weil die Reihenfolge der Wertungen auch Auswirkungen auf das Spiel hat und auch gleichzeitig ändert, was welche Plättchen wert sind. Simpel und richtig elegant.

Ich finde das Spiel in der Kategorie Kennerspiel ganz gut aber muss auch sagen, dass es nicht so ganz mein Geschmack ist aber die Wertungsplättchen, die Interaktivität und kurze Spieldauer reißen es heraus.

Gut-

Empfehlung

Wer ein Legespiel sucht mit flexibler Preisgestaltung, schöner Spieldauer und Wiederspielbarkeit -> Pflichtkauf.

Wer aber glaubt Isle of Syke ist ein komplexeres Carcassonne -> hier seid ihr falsch. Abgesehen davon dass man Plättchen rotieren darf, wars das mit den Gemeinsamkeiten.