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Nachbesprechung: Spiel des Jahres 2016

Die meisten werden es schon am Titel geahnt haben. Heute möchte ich nochmal über den Preis: Spiel des Jahres und Kennerspiel des Jahres reden.

Codenames ist Spiel des Jahres 2016 geworden. Herzlichen Glückwunsch an Vlada Chvatil. Dem Hype nach zu urteilen ist es nicht verwunderlich, dass so der Sieger aussieht.
Irgendwie ist auch ein Muster erkennbar, wenn man sich die Preisträger der letzten Jahre ansieht. Camel Up und Colt Express haben mit Codenames ein paar Gemeinsamkeiten. Sie beginnen mit einem C. Noch was? Ja und zwar etwas ganz gewaltiges…sie funktionieren vor allem in höheren Spielerzahlen. Das ist, meiner Meinung nach, ein entscheidender Punkt gewesen. Bei Karuba und Imhotep ist mit 4 Spielern Schluss. Codenames wird erst ab 6 richtig interessant.

Kennerspiel des Jahres ist an Isle of Skye gegangen. Glückwunsch an Alexander Pfister und Andreas Pelikan. Viele waren überrascht, dass es nicht Pandemic Legacy geworden ist. Ich war nie wirklich ein riesiger Fan von Pandemie also hat mich das nicht gestört. Außerdem fänd ich es gegenüber Risiko: Evolution etwas unfair, da das ja eigentlich das erste Spiel mit dieser Spielidee war. Mein Tipp war ja T.I.M.E Stories. Man hat sich wahrscheinlich aber gedacht, dass es sich zu sehr von „gewöhnlichen“ Spielen unterscheidet (Reine Mutmaßung). Isle of Skye ist da die sichere Bank. Legespiel bei dem man Preise für Plättchen festsetzt, angenehme Spielzeit und variable Ziele. Das trifft sicher den Geschmack von vielen. Dazu hat man noch eine Zählleiste die einem immer sagt, wo man steht und es funktioniert zu fünft. Auch wieder eine Gemeinsamkeit die es mit Broom Service und Istanbul, den Preisträgern der 2 Vorgängerjahre teilt. Auch hier könnte man mutmaßen, dass das ein Kriterium ist.

Wie seht ihr das? Haben die Preisträger verdient gewonnen? Was waren eure Favoriten? Welche Spiele hat man dieses Jahr vergesssen irgendwo zu erwähnen?

 

 

 

Brettspiele auf Konsolen #2

Nachdem ich mir letzte Woche in Teil 1 ein paar Spiele angeschaut habe, die auf jeder Konsole umsetzbar wären, betrachten wir diese Woche die Spiele, für die es einen Controller braucht, der zusätzliche Informationen über ein kleines Display darstellen kann. Derweil gibts davon nicht so viele auf dem Markt aber ich denke, dass sich das ändern wird. Einen Bereich auf dem Controller zu haben, den jeder Entwickler für etwas anderes verwenden kann, hat eigentlich nur Vorteile.

Broom Service
Module einfach an- und abstellbar. Handkartenmanagement am Controller. Schöne Optik. Mal ein anderes Thema und man kann sich schön ärgern.

Colt Express
Wenn man es in einer schönen Comicoptik umsetzt und die Aktionsphase mit Animationen, wie bei einem kleinen Filmchen untermalt, wäre das sicher sehr spassig.

Catan
„A gmahte Wiesn“ Wie man so schön sagt. Hier gilt: Wenn man es schafft Städte und Landschaften lebendig wirken zu lassen, guten Soundtrack dazupackt und die Menzeloptik umsetzt, kann gar nichts schief gehen. Grade dann, wenn die Aufbauzeit von unterschiedlichen Szenarien bei Seefahrer und co wegallen würde.

Descent 2 bzw. Imperial Assault
Keine Aufbauzeiten, animierte 3D Modelle (die man aber farblich anpassen kann), atmosphärischer Soundtrack, jederzeit speichern = voller Erfolg.

Dominion
Ein Wunschtraum der aber nicht funktionieren würde. Man hat Ewigkeiten gebraucht um eine App herauszubringen und da hab ich schon weit Bessere gesehen 🙂 Hier würde man sich viel von der Aufbauzeit und natürlich das Mischen ersparen.

Smash Up
Das lästigste am Spiel, die Rechnerei wieviel Stärke an welcher Basis liegt, entfällt. Was will man mehr. Evtl schöne Modelle, flotte Musik und es kann schon losgehen.

Tobago
Wir suchen auf einer Insel nach Schätzen, Zockerelement inklusive. Das Platzieren und entfernen der Würfel mit dazugehörigem Vergessen an wichtigen Stellen, fällt weg.

Ubongo
Eine Art Tetris mit Mitspielern. Da kann gar nichts schief gehen.

XCOM: Das Brettspiel
In Echtzeit Aliens bekämpfen. Jeder Spieler sieht je nach Funktion auf seinem Display andere Informationen. Hier würde auch viel von der Umsetzung mit Grafik, Sound und co abhängen

Zug um Zug – irgendeine Version
Wieder ein Klassiker und ein ziemlich simples Spiel. Eine sehr gute App gibts auch dafür. Her damit.

Es gibt sicher noch andere Beispiele, wo eine Umsetzung für Konsolen denkbar wäre. Aber nicht alles sollte umgesetzt werden. Bei einem „Love Letter“ mit seinen 18 Karten und fast keinem Platzbedarf, zahlt es sich gar nicht aus. „Splendor“ gefällt mir zwar sehr gut. Es ist aber echt ruhig und man verliert das Gefühl mit den Chips zu hantieren. Das mag zwar ein Gimmick sein, gehört für mich aber zum Spiel.“King of Tokyo“ wäre eigentlich prädestiniert. Flott, etwas überdreht und zugänglich. Doch ich glaube, dass eine Umsetzung eher langweilig wäre, da hier die Spannung fehlt, wenn man diese massiven Würfel wirft.

Wie seht ihr das? Würdet ihr euch Brettspielumsetzungen kaufen? Was wären für euch ausschlaggebende Kriterien? Hab ihr sonst noch Ideen?

Bis dahin. Spielt schön 🙂

Andi

 

 

 

Rezensionsupdate – Februar 2016

Es wird wieder Mal Zeit für ein Rezensionsupdate. Nur dieses Mal gibts hier nicht besonders viel zum reinschreiben. Über die Feiertage und Fasching hab ich zwar einige schon rezensierte Spiele gespielt aber nach Weihnachten haben mich doch etliche neue Spiele erreicht … hach ich konnte einfach nicht widerstehen und hab von denen schon fast alle angespielt 🙂

Damit’s nicht ganz so leer ausschaut, werd ich auch Eindrücke zu ein paar Spielen niederschreiben.

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Colt Express – Ich hab das Spiel in letzter Zeit recht häufig gespielt … wahrscheinlich zu häufig. Die Streckenkarten fangen an sich zu wiederholen. Um es regelmäßig spielen zu können brauchts da mehr Abwechslung. Ich bin noch unentschlossen, ob ich mir die Erweiterung holen soll. Aber soweit ich gelesen hab gibts da etliche neue Streckenkarten …

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Dominion Abenteuer – Diese Ereignisse. Ich liebe sie. Das gleiche Set spielt sich mit unterschiedlichen Ereignissen oft ganz anders. Im internen Erweiterungsranking bin ich mir nicht sicher, wo ich es einordnen soll. „Seaside“ und „Blütezeit“ sind für mich gleichauf. Das eine bringt neue Spielereien mit Aktionen, das andere macht ähnliches mit Geld und der Art Punkte zu bekommen. „Abenteuer“ ist da ein wenig exotischer als die beiden. Für Anfänger würde ich sie als 1. Erweiterung nicht empfehlen aber für Veteranen, die vor „Dominion“ schon andere Kartenspiele mit Kartenkombos gespielt haben (Magic z.B.) passt das.

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Kerflip! – In den Weihnachtsferien hab ich es mit meinem Vater gespielt. Wir haben herausgefunden, dass er kein Freund von Wortspielen ist 🙂 Bei ihm kam es gar nicht gut an. Grundsätzlich ist er ja Würfelspielen und leicht – mittelkomplexen Strategietiteln nicht abgeneigt aber Wörter bilden hat ihm keinen Spass gemacht. Im Gegensatz zu den Nichtspielern in den Testrunden.

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Die Legenden von Andor: Chada & Thorn – Bekommt eine kleine Abwertung auf ein „Gut -„. Nicht falsch verstehen. Ich hab das Spiel jetzt zwei Mal und einzelne Szenarien ein paar Mal mehr durgespielt. Es hat Spass gemacht und im Solomodus war es richtig fordernd aber … irgendwie ist die Luft draußen. Die Reihenfolge der Zwischenetappen ändert sich zwar beim wiederholten Spielen aber für mich ist das kein Grund die Kampagne nochmal zu spielen. Wie ich schon in der Rezension geschrieben hat. Das Entscheidungen in einem Szenario das nächste nicht beeinflussen, stört mich schon. Gwünscht hätte ich mir sowas wie: Geheimnisse die man finden kann, Gegenstände die man behält. Sowas in der Art.

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Tumult Royal – Bekommt ein kleine Aufwertung auf ein „Gut“. Habs noch ein paar mal auf den Tisch gebracht und es ist bei fast allen gut angekommen. Lediglich meine bessere Hälfte hat gemeint, sie muss es nicht nochmal spielen. Das Echtzeitelement + das Sammeln von Ressourcen war ihr zuviel.

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7 Wonders: Duel – Noch immer genial