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Wild Shots

Ja im Wilden Westen ging es wahrlich wild zu. Sogar um ein Gesetzeshüter zu werden, muss man sich mit den Mitbewerbern duellieren. Obwohl es schlimm ist hört es sich sich trotzdem sinnvoller an als manche Fragen in einem Bewerbungsgespräch heute.

Eckdaten

Autor: Dennis Kirps, Christian Kruchten
Illustrationen: fiore gmbH
Verlag: Piatnik (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 20-30 min
Schachtelgröße: 17cm x 12,3 cm x 3,5cm
Preis: <10€

Ausstattung

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In der Schachtel findet man knapp über 50 Karten von guter Qualität.

Grafische Gestaltung

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Die Kartenrücken und Übersichtskarten finde ich sehr schön gestaltet. Die Vorderseite ist zweckmäßig.

Aufbau

Spielfeldgröße:nicht der Rede wert
Aufbauzeit: nicht der Rede wert

Thema

Man will der nächste Sheriff werden und duelliert sich. Derjenige der bei Ende die wenigsten Kugeln, dh. die wenigsten Minuspunkte, abbekommen hat, gewinnt.

Besonderheiten

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Wild Shots ist ein Stichspiel. Es gibt 4 Farben. Auf den Karten finden sich oft auch die Symbole Pistole, Hut, Sheriffstern und Steckbrief. Ein Spiel besteht aus 4 Runden.
Ziel des Spieles ist es möglichst wenig Minuspunkte zu sammeln.

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In Runde 1 bekommt man für jede Pistole (davon gibt es 10) die man gesammelt hat 2 Minuspunkte

Je nach Runde bekommt man für ein anderes Symbol Minuspunkte.

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Die Snake Oil Karten geben an, was in diesem Stich Trumpf ist. Die Einschusslöcher auf den Karten erinnern an die Minuspunkte die man in der entsprechenden Runde dafür bekommt.

Vor jedem Stich deckt der Ausspieler eine Karte vom Snake Oil Stapel auf. Sie zeigt an welches Symbol in diesem Stich Trumpf ist.

Die ausgespielte Farbe muss bedient werden, wenn man kann. Es herrscht aber kein Stichzwang. Hat man die Farbe nicht kann man beliebig reinwerfen. Eine Trumpf ist höher als die höchste Karte der ausgespielten Farbe. Den Stich gewinnt die höchste Karte in der ausgespielten Farbe oder die höchste Trumpfkarte.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: wenig
Einarbeitungszeit: schnell

Preis/Leistung

Wie ich auch schon bei Voodoo Prince geschrieben habe. Das was da ist, ist dem Preis angemessen. Die Frage ist ob solche Stichspiele etwas für einen sind.

Meine Meinung

Beginnen wir mit den negativen Punkten. Es gibt eine Sache die manchmal stört. Die Vorderseite der Karten ist in jeder Farbe gleich. Dh. der Schriftzug der blauen 3 ist derselbe wie bei der grünen 3. Für Personen die Probleme haben solche Farben zu unterscheiden ist das somit nur schwer spielbar. Wir haben es ein paar Mal in spärlich beleuchteten Bars gespielt … oder solle ich sagen Saloons … und da hab ich mich ertappt wie ich hin und wieder,  „Ist das Blau“, gefragt habe. Da hätte man vielleicht mit einer kleinen Verzierung in den Ecken arbeiten sollen. Das ist sooo schade.

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Solala ist irgendwie das Schachtelformat. Die Schachtel fühlt sich so relativ leicht an und es sieht nach wenig aus. Obwohl man nicht weniger bekommt als bei anderen Kartenspielen in dieser Preisklasse. Trotzdem verstehe ich warum es in so einer Schachtel ist… Die Anleitung: Die ist nämlich so groß wie das Schachtelformat und verhältnismäßig dick. Sie ist nämlich in richtig vielen Sprachen verfasst. Ich habs nicht gezählt aber mehr als nur deutsch, englisch, französisch. Das alles auf Faltblätter zu packen, würde sich nicht ausgehen.

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Wenn wir schon von der Spielregel sprechen, gehen wir gleich zum Positiven. Sie ist gut geschrieben. Etliche Beispiele und manche Dinge sind fett hervorgehoben. Da sollten eigentlich keine Fragen offen bleiben. Sehr schön. Die positive Entwicklung die ich bei Yangtze gesehen habe wurde beibehalten. Grade  wenn ich es mit Pacal’s Rocket desselben Verlags vergleiche. Ich finde es heute noch Schade, dass ein gutes und interessant anderes Spiel eine schlechte Anleitung bekommen hat, die den Einstieg unnötig erschwerte. Zurück zu Wild Shots, bevor ich mir ein paar Kugeln einfange. Anleitung: Zwei Daumen nach oben.

Abgesehen vom obigen Kritikpunkt gefällt mir das Kartendesign. Ich kann die Karten halten wie ich will und die Symbole sind immer sichtbar. Ebenso wie die Einschusslöcher die zeigen, wie viele Minuspunkte es dafür gibt.

Der Spannungsbogen des Spiels ist auch gut gemacht. So sind die ersten zwei Runden noch verhältnismäßig harmlos. In Runde 3 hagelts dann die ersten großen Minuspunktezahlen. In Runde 4 gibts dann den finalen Showdown.

Es ist schön, dass hier ein Symbol Trumpf ist. Das mit dem Trumpfwechsel nach jedem Stich ergibt eine tolle Mischung, die gut zum Gesamtkonzept passt. Ebenso wie der größere Glücksfaktor.

Hier haben wir eine Schachtel „unböser Schadenfreude“, wenn das irgendwie Sinn macht. Man arbeitet an seinem „Plan“ den anderen die Minuspunkte zuzuwerfen aber mindestens genauso oft wie das funktioniert geht das auch total in die Hose. Wenn dann der Trash Talk am Tisch passt, ist das unbezahlbar.
Es passiert auch gerne, dass jemand vergisst, dass das Symbol sich in diesem Stich geändert hat. Manch einer könnte behaupten, das Design dahinter ist schlecht aber ich halte es für sehr gut gelungen, weil es auch in diese „unböse Schadenfreude“ hineinspielt. Da macht einer dann einen Stich, den er gar nicht wollte oder macht einen nicht, den man wollte (was nicht so oft passiert) – weil … wos liegt des pickt 🙂 … schau net dauernd aufs Handy…. Revanche … noch einmal.

In Summe haben wir hier ein geselliges und kurzweiliges Stichspiel, dass auch gut mit Neulingen des Genres spielbar ist. Man kommt sehr schnell hinein. Es gefällt mir gut. Sogar so gut, dass ich die Ecken mittlerweile zusätzlich markiert habe, damit man’s auch bei schlechtem Licht unterscheiden kann. Für mich ist es eben ein Spiel für ein Pub, Wirtshaus, Heurigen, Buschenschank (zur Not auch ein Kaffeehaus). Eher so als ein Spiel für einen klassischen Spieleabend bei mir. Deswegen schwanke ich zwischen Gut und Befriedigend.

Empfehlung

Für wen ist Wild Shots nichts? Alle die es mit Ernst und viel Taktik spielen wollen. Da ist man hier falsch. Dafür gibt es andere Stichspiele.  Es wird nie jemand ein Buch über „101 Tipps um Wild Shots zu gewinnen“ verfassen.

Es ist ein Spiel für eine lustige Runde, die sich auch gerne Mal gegenseitig ein wenig ärgert und das nicht zu ernst sieht. Auch Spieler, die bis dahin keine Stichspiele gespielt haben werden hier gut rein kommen. Die Ansätze sind sehr schnell verinnerlicht.

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For Sale

Heute sehen wir uns (fast) einen Klassiker an. Zumindest wenn man sich den nichtdeutschen Raum anschaut. Die Erstauflage war nämlich im Jahr 1997. Das scheint für Spieleein sehr gutes Jahr gewesen zu sein. Warum For Sale so lange nicht mehr bei uns zu haben war ist ein Rätsel. Jetzt wird es Zeit es sich genauer anzusehen. Ist es noch ein gutes Spiel oder muss man renovieren?

Eckdaten

Autor: Stefan Dorra
Illustrationen: Catell-Ruz
Verlag: Iello im Vertrieb von HUCH! & friends (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017 (Original 1997)
Spieleranzahl: 3-6
Dauer: ca 15-30min
Schachtelgröße: 15cm x 15cm x 4cm
Preis: ca 15€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus kleinen dicken Pappmünzen und großen Karten. Ja das wars auch schon. Es ist auch ein kleiner Plastikbeutel für die Münzen dabei. Ungewöhnlich ist, dass sich das Spiel wie ein Buch zu öffnen ist.

Grafische Gestaltung

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Die grafische Gestaltung ist richtig nett. Jedes der Häuschen ist komplett anders gestaltet.
Die Checks sehen auch auch gut aus.

Aufbau

Spielfeldgröße: echt nicht der Rede wert
Aufbauzeit: 1-2 min.

Thema

Man ersteigert Immobilien und versucht sie danach möglichst gewinnbringend zu verkaufen.

Besonderheiten

Vor Spielbeginn bekommt jeder Spieler eien Geldbetrag. Eine Partie For Sale gliedert sich in 2 Phasen. In Phase 1 bietet man Geld für Immobilien. Man deckt so viele Gebäude auf, wie Mitspieler vorhanden sind. Jedes Gebäude hat einen Zahlenwert. Nun beginnt der Startspieler einen Geldbetrag zu bieten. So geht es immer weiter. Will man nicht mehr weiterbieten so steigt man aus. Man nimmt sich die Gebäudekarte mit dem niedrigsten Wert und verliert die Hälfte des Einsatzes. Der letzte ist das Ganze eingesetzt Geld los und bekommt die höchste Karte.
Das geht so lange, bis alle Karten an den Mann/die Frau gebracht wurden.

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Die Checks gehen von 0 bis über 15000 Dollar

Jetzt beginnt Phase 2. Es werden so viele Checks ausgelegt, wie Spieler vorhanden sind. Die sind, oh Wunder, unterschiedlich wertvoll. Jeder Spieler legt nun verdeckt eine Gebäudekarte ab. Man deckt die Karten gleichzeitig auf … Der mit dem höchsten Wert bekommt den wertvollsten Check usw.

Wer am Ende das meiste Geld hat gewinnt.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Richtig, richtig simpel. Man kann es eigentlich während des Aufbaus erklären.
Einarbeitungszeit: so gut wie nicht vorhanden

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Preis/Leistung

Für ungefähr 15€ bekommt man 60 schön illustrierte Karten von guter Qualität und etliche Pappmünzen. Dafür bekommt man ein zugängliches Bietspiel, dass auch ein paar taktische Feinheiten hat aber sich locker spielt.

Meine Meinung

Was finde ich solala? Hmmm … Das Kartenformat ist ungewöhnlich und da sie etwas länger als normale Karten sind biegen sie sich mehr als man sonst gewohnt ist. Ja … das wars eigentlich schon.

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Ich mag For Sale sehr. Es ist ein richtig gutes Spiel für zwischendurch.

Wenn man die Spielmechanik betrachtet haben wir in Phase 1 ein einfaches Bietspiel. Normalerweise bin ich ja kein so großer Fan davon aber die Gesamtspieldauer ist so kurz und es ist ein so lockeres Spiel, dass es mich hier komischerweise nicht stört. Am Ende dieser Phase hat man ein paar Karten gesammelt.

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Jetzt in Phase 2. Wie kann man die beschreiben? Es ist eigentlich ein einfaches Stichspiel mit Zockerelement und je nach Höhe bekommt man eine Karte. Das ist ein interessanter Dreh. Man erkauft sich in Phase 1 seine Hand um damit später möglichst gute Gewinne zu machen.
For Sale ist dabei definitiv kein komplexes Spiel. Man taktiert ein wenig, hofft an ein paar Stellen, dass die anderen so spielen wie man es gerne hätte, ärgert sich weil es natürlich nicht so lief und quatscht zwischendurch mit den Mitspielern.

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Kurz vor Ende der Rezension werde ich es nochmal mit dem Platzhirsch des Immobilienkaufspiels vergleichen … Monopoly.  Hier wird auch auf Grundstücke geboten und man hantiert mit Geld…also gar nicht ganz so verkehrt dieser Vergleich.
For Sale macht allen am Tisch Spaß, hat eine sehr kleine Schachtel, es dauert nur eine kurze Zeit und man trifft aber auch einige wichtige Entscheidungen. Beim anderen Spiel … ja … ähm … ziemlich genau das Gegenteil 🙂 Also tut euch einen Gefallen, kauft auch For Sale anstatt Monopoly.

In unseren Runden verwende ich For Sale gerne als Start in den Spieleabend. Es ist locker flockig gespielt und hat bisher noch alle gut unterhalten. Wie schon zu Beginn erwähnt, hat das Spiel auch schon zwei Jahrzehnte auf dem Buckel, was man ihm aber nicht anmerkt. Eine schöne Ergänzung zu den anderen Kartenspielklassikern dieser Zeit: 6 nimmt, Bohnanza und Wizard.

Gut+

Empfehlung

For Sale ist ideal für ein schnelles Spiel zwischendurch oder Anfang bzw. Ende eines Spieleabends. Dabei lässt es sich auch mit 5-6 Spielern gut spielen.

Wer ein abendfüllendes Spiel sucht, wird hier nicht fündig.

Vielen Dank an HUCH! & friends für das Rezensionsexemplar!

Game of Quotes

Die ganze Welt ist Bühne sagt ja ein berühmtes Zitat von Baron Münchhausen. Dann wird es aber auch mal Zeit, dass wir alle möglichen Leute auftreten und Unfug sagen lassen.

Eckdaten

Autor: Marc-Uwe Kling
Gestaltung: Roman Klein, Alexander Klein, Bluguy Grafikdesign
Verlag: Kosmos (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 3 – 6
Dauer: ca 20min
Schachtelgröße: 18,1cm x 13,2cm x 4,2cm
Preis: ca 15€

Ausstattung

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Karten, Karten, Karten und ein paar Pappplättchen und ein Block.

Grafische Gestaltung

Es gab keinerlei Probleme mit der Lesbarkeit, Ikonographie und ähnlichem.

Aufbau

Spielfeldgröße: 😀
Aufbauzeit: 1min

Besonderheiten

Man kann jetzt diesen Abschnitt lesen oder sich das Spiel erklären lassen.

In diesem Spiel geht es darum Zitate, möglichst witzig, falschen Personen zuzuordnen.
Das Spiel wird über 4 Runden gespielt die immer ein klein wenig anders ablaufen. Ich erklär Runde 1.

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Der Ablauf der vier Runden

Von seinen Handkarten wählt jeder Spieler ein Zitat aus und legt die Karte verdeckt vor sich ab.

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Welche der Quellen auf der rechten Seite passt am witzigsten zum Zitat links? Nimmt man z.B. die Karte ganz oben kann man sich zwischen „Das Dschungelcamp“ oder „eine Reality-TV-Show“ entscheiden. Nicht beides.

Dann gibt man die restlichen Karten an den nächsten Spieler weiter. Von diesen Karten wählt man nun die Karte aus die eurer Meinung nach am witzigsten ist. Haben das alle gemacht wird zuerst das Zitat aufgedeckt und danach die „Quelle“.

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Für jden Spieler gibt es einen Rundenübersicht, vier Marker und den Block den man für Runde 3 und 4 braucht

Verdeckt gibt nun jeder einen seiner witzig oder witzig/witzig Marker an einen Spieler.

In den weiteren Runde, dreht sich die Reihenfolge der Aktionen ein wenig. Runde 3 und 4 haben noch eine Besonderheit. Hier darf man selber Quellen aufschreiben.

Wer am Ende die meisten witzig Marker hat gewinnt.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: superwenig
Einarbeitungszeit: supersimpel

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Ein Seite der Spielregel ist wie eine Geschichte aufgebaut. Auf Der Rückseite ist das ganze nochmal übersichtlich dargestellt

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ca. 15€ zu haben. Dafür bekommt man eine Schachtel die sehr gut mit Karten gefüllt ist. Man bekommt 170 Karten mit Zitaten und Quellen. Die Karten sind beidseitig bedruckt. Das macht 340 Zitate und Quellen. Viel Wiederspielpotential also und meiner Meinung nach, das Geld wert.

Meine Meinung

Dieses Jahr scheint das Partyjahr zu werden 🙂  Nachdem ich schon einige sehr einfache Spiele auf dem Tisch hatte, geht es nun mit Game of Quotes in selber Manier weiter.
Was soll ich sagen. Auch hier haben wir einen kleinen Hit.
Ich dachte ja immer. Drafting kann nicht einfacher sein als bei Sushi Go … Wie ich mich getäuscht habe. Auch hier wird das sehr schön verwendet und zwar nicht um irgendwie was zu sammeln, sondern nur um witzig zu sein (oder es zumindest zu versuchen). Bevor es mit noch mehr Lob weiter geht – ein wenig so irgendwie … Kritik.

Micht stören die Wertungen. Wenn vor einem Spieler am Ende keine witzig Marker liegen, ist das schon nicht so lustig. Da ertappe ich mich dabei, wie ich Spielern Marker zuschanze, obwohl ich andere Kreationen witziger finde. Wie immer gibts eine einfache Lösung. Die Punkte einfach weglassen und spielen solange man Spaß hat.
Man sollte auch nicht davon ausgehen, in jeder Hand die man bekommt nur Spaßgranaten zu haben. Da kann auch Mal ein Rohrkrepierer darunter sein. Aber durch das Draften gibt es zumindest immer 1-2 gute Witze am Tisch.
Apropos Witze. Man wird natürlich erfolgreicher, wenn man das ganze auch wie einen Witz mit Pointe erzählt und nicht nur monoton runter liest.
Das Spiel hat auch das Potential, dass man, um zu gewinnen, jemandem keine Punkte gibt. Aber dafür gibts die gleiche Lösung wie oben.
Wir schalten wieder zurück zum Lob.

Es macht Laune und ist aber kein Spiel, dass man jedes Mal an einem Spieleabend hervorholt. Höchstens als lustiges Ende. Ich finde es besonders gut, wenn man Freunde zu Besuch hat…Man lädt jemanden ein, isst, trinkt und quatscht für ein paar Stunden. Irgendwann kommt dann der Zeitpunkt wo einem eigentlich keine interessanten Gesprächsthemen einfallen, es aber noch zu nett ist um nach Hause zu gehen aber die Gäste sind keine Spielenthusiasten: Die perfekte Zeit für Game of Quotes. Man kann sofort einsteigen und verbringt aber auch nicht Stunden mit einer Partie. Man lacht, hört Namen und Zitate und spielt entweder weiter oder hat das eine oder andere neue Gesprächsthema gefunden.

Game of Quotes ist ein lockeres Spiel für zwischendurch, dass auch gut für Spielemuffel geeignet ist. Es hat jetzt keine besondere „Tiefe“ oder großartige taktische Elemente. Wenn man tatsächlich taktisch  und auf Sieg spielt, schadet dass dem Spielvergnügen sogar. Spielt man es nur Spaß halber gefällt es mir gut.

Empfehlung

Wenn ihr ein einfaches Spiel sucht, bei dem es egal ist wer gewinnt und dass euch zum Lachen bringt. Schaut es euch an. Das Spiel ist aber nichts für Kinder 🙂

Rezensionsupdate (09/2017): Ich betone nochmals. Spielt es am besten nicht auf Punkte. Falls man kompetetive Leute am Tisch hat, können die das Mal zu ernst nehmen, was das ganze ziemlich unlustig werden lässt. Das hab ich einmal miterlebt und es hat mich so gestört, dass ich das Spiel auf Gut- abwerte.