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Cyclades

Heute schauen wir uns ein Spiel von Bruno Cathala und Ludovic Maublanc an. Es ist auch Plastik drin und Karten … irgendwie weckt das böse Erinnerungen … Na hoffentlich läuft es diesmal besser…

Eckdaten

Autor: Bruno Cathala; Ludovic Maublanc
Illustrationen: Miguel Coimbra
Verlag: Matagot (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: Erstauflage 2009
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 90 – 150min
Schachtelgröße: 39,4cm x 27,9cm x 7,6cm
Preis: ~50€

Ausstattung

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Trotz des guten Materials gibt es doch etwas zu bemängeln. Es sind kaum Aufbewahrungsmöglichkeiten wie z.B. Plastikbeutel vorhanden. Für die Miniaturen schon aber ich bin auch kein Fan davon da alle in einen Beutel zu geben.

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Die Miniaturen der Land- und Seeeinheiten aller Spieler unterscheiden sich

Grafische Gestaltung

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Die grafische Gestaltung ist richtig gut. Über drüber Mythologie eben.

Aufbau

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Aus den Spielplanteilen setzt man das Spielfeld je nach Spieleranzahl zusammen.

Spielfeldgröße: 100cm x 53cm + 40cm x 10cm pro Spieler
Aufbauzeit: 5-6min

Thema

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Auf der Inselgruppe kämpfen mehrere Fraktionen um die Gunst der Götter und die Vorherrschaft.

Besonderheiten

Ziel des Spiels ist es am Ende einer Runde 2 Metropolen zu besitzen.

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Wie kommt man an Metropolen? Entweder hat man auf beliebigen Inseln unter der eigenen Kontrolle alle 4 verschiedenen Gebäudetypen. Dann entfernt man diese Plättchen und errichtet auf einer Insel eine Metropole oder man ergattert 4 Philosophen oder man erobert ganz einfach die Metropole eines anderen Spielers.

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Ja gut … und wie macht man all das? Für alles im Spiel braucht man Geld. Wie kommt man an Geld? Zu Beginn jeder Runde bekommt man Einkommen in Höhe der Füllhörner die man kontrolliert.

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Wer die Insel links oben kontrolliert bekommt 2 Geldstücke jede Runde. Auch für die Kontrolle mancher Meeresfelder bekommt man Geld. Man etabliert so quasi Handelsrouten.

Danach hat man zum Ziel die Gunst eines der 4 Götter zu bekommen. Nur ein Spieler kann die Gunst eines Gottes haben. Ist man z.B. der Startspieler so platziert man seinen Opfermarker bei einem Gott und zwar auf der Stelle, wie viel Geld man bereit ist dafür zu opfern.

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Möchte ein anderer Spieler die Gunst desselben Gottes haben so muss er mehr bieten. Man wird daraufhin von dort vertrieben und muss seinen Marker auf einen anderen Gott setzen.

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Grün wurde überboten und muss sich eine neuen Position suchen.

Was machen die einzelnen Götter? Ares schenkt einem eine Landeinheit und man darf weitere kaufen. Man kann Einheiten von einer Insel auf eine andere bewegen, sofern eine durchgehende Verbindung mittels eigener Schiffe vorhanden ist und man kann Festungen bauen, die die Verteidigung einer Insel erhöhen.

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Poseidon macht fast dasselbe wie Ares nur eben auf dem Wasser. Seeeinheiten, Häfen und erlaubt das bewegen von Flotten.

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Der Göttervater Zeus, schenkt uns Priester die permanent die Kosten für Göttergaben senken dh. wenn ich später 5 Geld für Ares biete und 2 Priester hab, bezahl ich nur 3 Geld. Mit ihm kann man auch Tempel bauen, die die Kosten einer Kreaturenkarte senken und für 1 Geld kann ich auch eine ausliegende Kreaturenkarte abwerfen und ersetzen.

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Athene bringt uns Philosophen und erlaubt es uns Universitäten zu bauen. Beides bringt spielerisch zwar nicht so viel aber es wird für Metropolen benötigt.

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Last but not least: Apollo. Um sich hierhin zu platzieren muss man gar nichts bieten und es können auch mehrere Spieler die Gunst Apollos bekommen. Hier bekommt man 1 Geld oder sogar 4 wenn man nur 1 Insel kontrolliert. Der 1. Spieler der die Gunst Apollos bekommt, erhält einen Wohlstandsmarker, den er auf irgendeiner Insel platzieren kann und erhöht so das Einkommen permanent um 1 – solange man diese Insel kontrolliert.

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Haben alle einen Platz gefunden werden nun von oben nach unten die Aktionen ausgeführt. Wenn man an der Reihe ist, kann man auch die Effekte einer oder mehrerer Kreaturen nutzen, sofern man sie bezahlen kann und nicht Apollo genommen hat.

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Der Kraken kann ganze Flotten zerstören

Manche von ihnen bringen auch eine Figur auf das Spielfeld, die einen andauernden Effekt bis Mitten in die nächste Runde hat. Die meisten anderen sind Sonderaktionen wie z.B. das entfernen eines gegernischen Schiffs und man kann stattdessen ein eigenes platzieren oder man stiehlt von den Mitspielern Geld/Priester/Philosophen, erhält nochmal Einkommen, kann Armeen per Lufttaxi auf andere Inseln bringen, usw..

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Gelb greift die Insel von Grün mit 3 Einheiten (3*Stärke 1) an. Grün hat 1 Einheit in der Verteidiung und 1 Festung (2*Stärke 1). Es wird gewürfelt. Grün gewinnt. Dh. Gelb verliert 1 Einheit. Beide Spieler beschließen sich nicht zurück zu ziehen.

Treffen Land- oder Seeeinheiten von unterschiedlichen Fraktionen aufeinander, kommt es zum Kampf. Der ist ganz einfach. Man nimmt die Anzahl der Truppen. Addiert noch Punkte für Häfen oder Festungen und würfelt. Der Würfel hat Werte von 0-3.

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… Gleichstand. Beide Spieler verlieren eine Einheit. Die Festung wird nicht mehr verteidigt und ist somit nutzlos. Gelb gewinnt.

Der mit dem niedrigeren Wert unterliegt und verliert eine Einheit. Bei Gleichstand verlieren beide eine Einheit. Evtl. können sich die Spieler nun zurückziehen. Können oder wollen sie nicht, wird der Kampf fortgesetzt. Der letzte der steht gewinnt.

Hat am Ende einer Runde ein Spieler 2 Metropolen unter seiner Kontrolle dann endet das Spiel. Bei Gleichstand entscheidet das restliche Gold.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Anfangs dauert es eine Weile bis man einzelne Abläufe erklärt hat. Vor allem die Fähigkeiten der Kreaturen.
Einarbeitungszeit: Nach ein paar Zügen gings bei uns gut dahin.

Die Version die ich online bestellt habe war regeltechnisch eine Mogelpackung. Es war zwar angeschrieben, dass eine deutsche Anleitung vorhanden ist aber dem war nicht so.
Ich hab mir dann online die Anleitung ausgedruckt.Das Material ist komplett sprachneutral also macht das nichts.

Preis/Leistung

Das Spiel ist nicht gerade günstig aber das Material ist gut. Zum Spiel selber kann ich nur sagen. Es hängt auch sehr davon ab was ihr für Spieler seid. Mehr dazu unten.

Meine Meinung

Ok fangen wir mit den negativen Punkten an. Wieso zum Geier sind so wenig Plastikbeutel in der Schachtel. Das ist für so ein hochpreisiges Produkt echt nervig! Achja … normalerweise rege ich mich nicht über die aufgedruckte Spieldauer auf, weil sie in den meisten Fällen so irgendwie hinkommt… aber hier: 45min! Das ich nicht lache. Vielleicht im Zweierspiel, wenn einer klar gewinnt. Es sind eher 90 – 120 min. Schon ein Unterschied würde ich sagen.

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Neutrale Punkte. Worauf ich ein wenig herumreiten werde sind die Minis. Keine Angst … die Qualität von denen stimmt und mir gefällt, dass es für jede Spielerfarbe andere Minis gibt. Da gibts den Speertyp, die zwei Schwertertypen mit Schild und den ganz harten Berserkertypen mit 2 Schwertern. Sehen alle aus so wie man sich antike griechische Fantasykrieger vorstellen würde. … Achja ich hab eine Fraktion vergessen. Die Amazonen. Bewaffnet mit einem Bogen und 2 dolchartigen Waffen. Bis jetzt auch noch ok, kann immer noch eine tolle Kriege… oh Moment. Warum hat die kaum was an? Das sieht nicht wie eine Rüstung aus. Nicht besonders clever so in den Krieg zu ziehen. Ich mein ja nur … Klar haben wir es hier mit Fantasy zu tun aber die männlichen Minis haben zumindest teilweise sowas wie Rüstung an. Fällt das während des Spielens ins Gewicht … nein. Das fällt kaum auf. Ist es ärgerlich … ja… irgendwie schon. Selbst eine Fantasywelt sollte in sich Sinn ergeben.

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Pluspunkte.Ich habe ja zu Beginn eine Anspielung auf Kleopatra und die Baumeister geamacht. Wenn es nicht drauf stünde würde man sich nicht denken, dass die zwei Spiele dieselben Autoren haben. Hier ist das Regelwerk sooo klar und bombensicher. Es gibt nur wenige Elemente wo es Ausnahmen gibt. Meistens bei den Kreaturen. Der Kraken bleibt auf dem Spielfeld, taucht aber wo anders wieder auf. Der Minotaurus stirbt bei der Verteidigung als letzter…sowas in der Art. Die Gründe hierfür sind einerseits spielmechanisch und andererseits im Thema zu finden. Der Minotaurus stirbt natürlich als Letzer, weil man zuerst in sein Labyrinth muss…

Ich finde das Spiel ist ein herrlicher Mix aus Strategie, Taktik, Aufbau und Kampf. Man kann sich nicht nur auf eine Sache konzentrieren. Wer nur versucht andere Inseln zu erobern, wird es sehr schwer haben, weil die Mitspieler einfach Poseidon oder Ares blockieren werden – wenn sie können und aufgepasst haben. Mit einem Pegasus gehts natürlich unkomplizierter aber der ist nur einmal im Deck und es gibt auch Konter. Wer nur friedlich seine Städtchen aufbaut ohne sich um die Flotte und die Armee zu kümmern, heftet sich auch eine Zielscheibe an den Rücken. So sucht man permanent einen Mittelweg.

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… du kannst nicht … vorbei!

Das Spiel hat dabei eine sehr taktische Komponente, weil manche Dinge erst zu Beginn einer Runde klar sind. Wie ist die Reihenfolge bei den Göttern und welche Kreaturen liegen aus. Das hat Auswirkungen. Angenommen der Pegasus lag vorige Runde für 3 Geld aus und keiner hat ihn gekauft. Mein Plan ist es Ares zu Nutzen um nächste Runde meine Armee zu vergrößern und mit dem billigeren Pegasus eine seiner Inseln zu erobern.
Nächste Runde kommt es wie es kommen muss: Zeus vor Ares …  was jetzt natürlich blöd ist. Weil der Spieler der Zeus hat, einfach den Pegasus abwerfen könnte. Sichere ich mir jetzt Zeus um den Pegasus doch zu bekommen und nehme in Kauf, dass ich eine kleinere Armee habe … was mit etwas Pech dazu führt, dass ich alle Invasionstruppen verliere oder mach ich etwas komplett anderes? Aaah … diese Entscheidungen.

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Ich finde den Bietmechanismus herrlich. Ganz besonders gefällt mir, dass das Geld hinter dem Sichtschirm gebunkert wird. DAS ist der einzige Grund warum diese wunderschönen Schirme überhaupt in der Schachtel sind. Ich habe andere Bietspiele gespielt, wo man genau gesehen hat, wer wieviel Geld hat. Das kann schon Mal dazu führen, dass Mitspieler sehr genaue Kalkulationen anstellen. Das dauert und ist irgendwie … langweilig. Hier … Nicht so. Man weiß zwar ungefähr, wer viel Geld ausgegeben und wer die letzten Züge gespart hat aber eben nicht genau. Das sorgt dafür, dass man beim Bieten immer eine Ungewissheit dabei hat und man überlegt doch noch etwas mehr auszugeben, nur um sicher zu gehen aber dann hat man wieder zu wenig Geld für das was man danach machen wollten. Aaah … diese Entscheidungen. Grandios.

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Es gibt auch noch andere Spiele vom selben Verlag die auf den ersten Blick ähnlich wirken: Ein Mix aus Strategie, Taktik und Kampf. Ich hab mich dann für Cyclades entschieden, weil es am einsteigerfreundlichsten gewirkt hat und genau das hab ich gesucht. Es liegen immer nur maximal 3 Kreaturen gleichzeitig aus. Da kann man in der ersten Partie mit dem voranschreiten die Kreaturen einführen. Kämpfe sind wunderbar einfach und das Spielziel ist auch immer klar. Wenn ich mir da Kemet ansehe, mit den dutzenden Plättchen die immer ausliegen und Kampfkarten oder Inis mit seinen seltsamen Siegbedingungen oder wenn wir das ganze ausweiten etwas ähnliches Scythe…Das alles ist schon eine ganze Ecke komplexer. Hier hab ich eine 4-seitige Anleitung und weiß alles was ich wissen muss. Ich kann mir sogar vorstellen, dass man das Spiel mit kompletten Neulingen spielen kann.

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Cyclades besitzt eine nicht unbedingt kleine Anzahl von destruktiven Elementen. Da wird einem das Geld geklaut, Gebäude zerstört oder eine Invasionsarmee steht vor der Haustür. Normalerweise würde mich das in Summe wahnsinnig machen aber … man wird hier nicht aus dem Spiel geworfen. Bleibt eine Insel übrig so darf sie nur angegriffen werden, wenn der Invasor dadurch das Spiel gewinnt. Das passiert eher selten. Also sitzt man dann auf einer Insel. Schlecht oder? Jein. Weil dann bekommt man von Apollo 4 Geld statt 1 und da man wahrscheinlich der 1. ist auch einen Wohlstandsmarker. Je nachdem wieviel Einkommen man auf der Insel hat, hat man auf einmal einen Riesen Batzen Geld und kann wieder recht gut mitbieten oder … an der Stelle schöne Grüße an die Stammgruppe … hat ein wenig Glück, kauft einen Kraken und versenkt mehr als die Hälfte aller feindlichen Schiffe in einem Zug… Kurz.  Ein Comeback ist möglich, weil am Ende die meisten Spieler 1 Metropole kontrollieren und es nur mehr darum geht, wer an eine zweite Metropole kommt. Diplomatisch versucht man dann, den Sieg des Spielers der am einfachsten gewinnen kann zu blockieren ohne dadurch jemandem  einen Vorteil zu geben und hofft das keiner merkt, dass man selber auch gewinnen könnte 🙂

Hier kommt erst so richtig die Balance des Spiels hervor. Klar sind Poseidon und Ares immer sehr beliebt. Immerhin kommt man am einfachsten an eine zweite Metropole wenn man sie jemand anderem klaut. Aber auch Athene ist nicht zu unterschätzen. Philiosophen sind wie eine Uhr die beinahe unaufhaltsam tickt. Hat man dann schon zwei, muss auch verhindert werden, dass man das bekommt. Zeus mag auf den 1. Blick dagegen total untergehen. So spät im Spiel sind die Priester nicht unbedingt Spitzenklasse aber dafür kann die Spezialfähigkeit spielentscheidend sein. Durch die Priester hat man mehr Geld übrig um nach einer Kreaturenkarte suchen die man haben will und nutzt deren Spezialfähigkeiten stark aus. Da ist sicher was dabei, dass den Sieg eines anderen verhindert oder einem weiterhilft. Vorausgesetzt natürlich die anderen haben einem eine Kreaturenkarte übrig gelassen.

Das Beste kommt bekanntlich ja zum Schluss. Das ist auch hier so. Das Spiel bindet alle Spieler auf dem Spielfeld in das Spiel ein. Ob man offen paktiert oder beim Bieten durch die Platzierung eines Steins eine ganze Kaskade an „NEIN!!!…WIESO!“s am Tisch auslöst. Jeder trägt seinen Teil zum Spiel bei. Da kann man nicht still in einer Ecke sitzen und sein eigenes Süppchen kochen. Man kontrolliert sie zwar aber kein Spieler ist eine Insel. Man betrachtet argwöhnlisch wie sich von links eine Flotte annähert. Die Kreaturen in der Auslage verheißen auch nichts Gutes und da ist noch wer, der schon recht viele Philosophen hat.

In Summe macht das ein richtig gut ausbalanciertes Spiel. Ein paar Abzüge gibt es aber wegen des mangelnden Verpackungsmaterials (da kann man sich echt was von der Seefahrer Jubliäumsedition abschauen) und den „immersion-breaking“ Amazonen Minis.

Gut+

Empfehlung

Wen die direkte interaktion nicht stört und ein Spiel mit einem Mix aus Strategie und Kampf sucht aber unbedingt eine niedrige Einstiegshürde haben will … ja … ihr seid fündig geworden.

 

 

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5-Minute Dungeon

Wir sind wieder Mal als Heldengruppe in einem Dungeon unterwegs und stellen uns allerlei Hindernissen. Dieses Mal aber in Echtzeit mit ziemlich knackigem Zeitlimit.

Eckdaten

Autor: Connor Reid
Illustrationen: Alex Diochon
Verlag: Kosmos (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 5 Minuten 🙂
Schachtelgröße: 27cm x 27cm x 7cm
Preis: ca 25€

Ausstattung

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Sehr gut. Gute Karten und richtig tolle Tableaus. Etwas Platz wäre aber noch in der Schachtel.

Grafische Gestaltung

Die Illustrationen und Kartengestaltung sind sehr gut gelungen.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: ca 2:00 min

Thema

Wir kämpfen uns gemeinsam durch ein Verlies. Es gilt 5 Bosse mit aufsteigender Schwierigkeit zu besiegen.

Besonderheiten

Zu Spielbeginn stellt man sich dem Baby Barbaren und kämpft sich dann bis zum Dungeon Overlord vor.

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Die 5 Bosse

Je nachdem auf welchem Schwierigkeitsgrad wir uns befinden, müssen wir mehr oder weniger Karten schaffen.

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Auf der Rückseite sieht man die Zusammensetzung des Dungeon Decks. Das Deck des Baby Barbaren besteht auf der niedrigsten Stufe aus 14 Karten. Das Deck des Endbosses aus 30. Die Zeit ändert sich nicht.

dann wählt sich jeder Held eines der 5 Decks und nimmt sich das Tableau in der Farbe. Nimmt man sich Gelb, so kann man zwischen Paladin und Walküre wählen.

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Für das gelbe Deck gibt es zwei Charaktere. Die Walküre und den Paladin. Sie unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit

Die Charaktere unterscheiden sich in den Spezialfähigkeiten obwohl die wichtigsten davon auch doppelt vorkommen.

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Die 5 gängigen Symbole.

Ein Heldendeck besteht aus Karten die eines der 5 Symbole tragen und ein paar Spezialkarten. Die Zusammensetzung jedes Decks ist anders. Ein Krieger hat z.b. mehr Schwerter im Deck, ein Magier hingegen kaum welche.

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Wie läuft das Spiel ab? Einfach. Dungeon Deck bilden, Timer starten, oberste Karte aufdecken und los gehts. Man muss die Symbole ablegen die auf der Karte angegeben sind. Wer das macht ist egal. Es sind immer alle gleichzeitig dran.
Hat man Karten ausgespielt, zieht man wieder auf das Handkartenlimit nach. So kämpft man sich durch den Dungeon vor.

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Sonderkarten unterscheiden sich von Deck zu Deck. Hier ist mein Liebling. Die Heilige Handgranate.

Die Helden gewinnen, wenn sie denn Boss am Ende erledigen. Sie verlieren, wenn die Zeit abläuft, wenn kein Spieler mehr Handkarten hat oder wenn eine Karte nicht besiegt werden kann.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: kurz und knapp
Einarbeitungszeit: Die Spielregel ist gut geschrieben. Hier gibt es nichts zu beanstanden.

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ~25€ zu haben. Dafür bekommt man recht umfangreiches Material.

Meine Meinung

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Beginnen wir gleich mit meinem größten Kritikpunkt. Der Humor der Karten geht manchmal nicht auf. Hier haben wir im englischen wahrscheinlich einen Armsdealer, was sich mit Waffenhändler oder eben wortwörtlich übersetzen lässt. Sowas lässt sich eben nicht 1:1 ins Deutsche übertragen ohne die Grafik zu verändern.

Das war alles? Nein … nicht ganz. Auf- und Abbau dauern fast so lange wie eine ganze Partie 🙂 Also sollte man doch eher 10 Minuten einplanen. Last but not least. Ich mag die Heilige Handgranate…aber es ist irgendwie kein Höhepunkt, wenn sie den Endboss besiegt.

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Der Rest des Spieles hat mir für ein kooperatives Echtzeitspiel (etwas das mir jetzt nicht so liegt) gut gefallen. Das Zeitlimit ist richtig knackig. In den höheren Schwierigkeitsgraden hat man unter 10 Sekunden pro Karte. Das muss richtig flott gehen. Bis man das schafft vergehen einige Partien.
Meine anfängliche Befürchtungen, wegen des recht schmalen Dungeon Decks haben sich nicht bewahrheitet. Ja man sieht die gleichen Karten immer wieder aber du hast gar keine Zeit um zu merken, dass das wieder der Karpaltunnel war….schnell …Symbole…Wir brauchen ein Schwert! … ich werf ab – du ziehst 4 Karten nach … hab ein Schwert! …nächste Karte …

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Meine Lieblingskarte

Der Kernmechanismus ist eigentlich sehr simpel. Handkarten verwalten und entsprechend ablegen. Fügt man aber Echtzeitelemente hinzu … In Sekundenschnelle muss man sich mit den anderen absprechen. Es hat auch nicht die Schwachstelle die andere kooperative Spiele haben: Ein Spieler der allen sagt, was sie zu tun haben. Hier ist 1. nicht die Zeit dafür und 2. weiß man nicht was die anderen auf ihrer Hand haben.
Was man gerne vergisst sind die Anforderungen des Endbosses. Die sollte man auch irgendwie im Hinterkopf behalten….mir gelingt das aber nicht 😀 … oooh heilige Handgranate wie sehr ich auf dich setze 🙂

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Im App Store gibt es auch eine dazu passende App. Die ist eigentlich nur ein Timer, mit ein wenig stimmungsvoller Musik und man kann aus 3 Sprechern auswählen. Einen davon hab ich sofort erkannt. Der Typ von den Honest Trailers 🙂 Die App ist zwar auf Englisch aber das stört nicht.

In Summe haben wir hier ein sehr unterhaltsames Echtzeit Spiel, dass den Adrenalinspiegel schon mal in die Höhe schraubt. Es wird in unserer Runde kein Dauerbrenner werden aber es ist immer wieder erfrischend und bis man alle Bosse auf allen Schwierigkeitsgraden besiegt hat, ist man eine ganze Weile beschäftigt.

Befriedigend+

 

Empfehlung

Gefallen euch Echtzeitspiele? Fantasy? Tja dann nehmt es Mal unter die Lupe.

Wer mit Echtzeitelementen aber nichts anfangen kann und nur des Themas halber vorbei schauen will, wird wahrscheinlich enttäuscht sein.

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionsexemplar!

Saboteur: Das Duell

Heute gibt es Familienzwist. Wir Zwerge gehen in den Stollen und schauen wer der König unter dem Berg ist…

Eckdaten

Autor: Frederic Moyersoen
Illustrationen: Andrea Boekhoff
Verlag: Amigo (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 1 – 2
Dauer: ca 30min.
Schachtelgröße: 12,2 cm x 9,8cm x 2,3cm
Preis: 8€

Ausstattung

Das Spiel besteht hauptsächlich aus Karten und ein paar Pappmarkern. Alles von guter Qualität.

Grafische Gestaltung

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Erinnert sehr an das Grundspiel. Gefällt mir.

Aufbau

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Spielfeldgröße: ca 60cm x 55cm
Aufbauzeit: 2 min.

Thema

Wir sind zwei Zwerge die darum konkurrieren, wer das meiste Gold aus dem Stollen holt.

Besonderheiten

Diese Zweispielervariante funktioniert im Grunde genauso wie die Mehrspielervariante + Erweiterung. Das was wegfällt sind natürlich die verborgenen Rollen. Man spielt also immer eine Karte aus und zieht eine neue, kann Karten abwerfen um neue nachzuziehen oder reduziert seine Handkartenzahl dauerhaft um eine Karte die vor einem ausliegt zu entfernen.

Kommen wir jetzt aber zu den Unterschieden. Es gibt 6 verschiedene Zielkarten die ausliegen und hinter mehreren kann sich Gold verbergen. Es kann sogar sein, dass auf normal ausliegenden Geländekarten Gold zu finden ist. Hat man einen durchgehenden Weg zu einem Goldstück, legt man einen Marker mit seiner Seite auf das Gold. Am Ende einer Runde (3 werden gespielt) legt man alle Karten mit seinem Marker darauf vor sich ab. Dort bleiben sie bis nach Spielende

Was noch auffällt ist, dass jeder Spieler einen eigenen Eingang hat. Man kann als nicht einfach Sackgassen vor den Gegner platzieren. Jeder baut so lange an seinem eigenen Stollen bis ein Spieler entscheidet, die Stollen zu verbinden. Am besten durch eine Tür, durch die nur er kann. Will man durch die Tür eines anderen Spielers muss man eine Türkarte gespielt haben.

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Der Troll ist neu. Er lässt uns nur durch, wenn wir ihn bestechen.

Was noch neu ist, ist der Troll. Er blockiert einen Weg und wenn man an ihm vorbei will, muss man ihn bestechen. Es kostet 1 Gold, dass man am Ende der Runde abgeben will. Wurde er bestochen so ist der Weg für beide frei.

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Wie gesagt, Aktionskarten gibt es genauso wie im Grundspiel. Nur die Schlüsselkarte ist neu. Mit ihnen blockiert man den Mitspieler oder schaut unter Zielkarten.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: ca 2 Seiten
Einarbeitungszeit: man ist schnell drin

Preis/Leistung

Für 8€ bekommt man ein taktisches Zwei bzw. Einspielerspiel. Das ist ein guter Preis.

Meine Meinung

Fangen wir gleich Mal mit dem negativen an. Ein paar der Karten sind vom Farbton ein wenig anders (ich weiß nicht ob man es bei der mittleren Karte darunter sieht). Auch die Trolle an den Wegkreuzungen passen nicht immer perfekt in den Stollen.  Das ist nur eine optische Kleinigkeit aber mir fällt es auf.

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Neutral finde ich die Tatsache, dass ich das Spiel nicht als Erweiterung verwenden kann. Ja das könnte die Balance total durcheinander hauen aber zumindest den Troll würde ich gerne einbauen. Vielleicht geht das doch irgendwie.
Ein weiterer neutraler Punkt ist der Fokus des Spieles auf die Ärgerelemente. Es ist in meinen Testpartien nicht so gut angekommen. Normalerweise spiele ich mit diesen Leuten aber auch eher wenig konfrontative Zweispielerspiele wie Lost Cities oder Patchwork. Dazu sei noch gesagt, dass diese Leute das normale Saboteur mögen. Das Problem waren nur die Ärgerelemente im Zweispielerkontext.

Ich finde gut, dass es vom Ablauf her, sehr an das „normale“ Saboteur erinnert. Das macht das erklären und hineinfinden einfacher. Ja man kann auch mal Pech haben mit seinen Karten aber eine Partie dauert auch nicht zu lange.
Was ich schön finde ist, dass die beanspruchten Karten dauerhaft aus dem Spiel draußen sind und die limitierten Marker. Da überlegt man schon mal ob man 1 Gold beansprucht oder doch hofft, dass unter der nächsten Karte mehr liegt.
Den Solomodus finde ich auch ganz in Ordnung. Grade für den Preis findet man kaum ein Spiel, dass man mal so gut alleine spielen kann.

Hier haben wir eine Zweispieler/Solovariante für Fans von Saboteur oder jene die es noch werden wollen. Mir gefällt der große Bruder (mit Erweiterung) aber doch um einiges besser.

Befriedigend (im Solomodus gibts noch ein + dazu)

Empfehlung

Wenn euch Ärgerelemente im Zweispielerspiel nicht stören und ihr ein taktisches und günstiges sucht schaut auch Saboteur: Das Duell an.
Das gleiche gilt für Solospieler.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!