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Dominion (2. Edition)

Dominion bekommt eine neue Auflage. Heureka. Also hab ich endlich einen Grund, um … Spoileralarm  … über eines meiner Lieblingsspiele zu schreiben.

Eckdaten

Autor: Donald X. Vaccarino
Illustrationen: viele
Verlag: RioGrande Games im Vertrieb bei ASS Altenburger (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: Erstauflage 2008, Neuauflage 2017
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 25- 45 min
Schachtelgröße: 29,7cm x 29,7cm x 7,6cm
Preis: 35 – 40€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus Karten und noch mehr Karten. Insgesamt 500 Stück.

Grafische Gestaltung

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Die Karten wurden von unterschiedlichen Illustratoren gestaltet. Sehr schön ist, dass jede Karte sehr gut von den anderen Karten unterscheidbar ist. Das Cover gefällt mir auch richtig gut.

Aufbau

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Spielfeldgröße: 60cm x 37cm + ca 37cm x 15cm pro Spieler
Aufbauzeit: ca 2:30 min

Thema

Wir sind Monarchen die sich ihr Königreich zusammenzimmern.

Besonderheiten

Ziel des Spieles ist es die meisten Punkte zu machen. Welche Karte Punkte bringt, erkennt man ganz leicht an der Farbe. Das sind nämlich die grünen Karten.

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Da wären Anwesen die 1 Punkt bringen, Herzogtümer bringen 3 und Provinzen die satte 6 Punkte liefern. Diese Karten bekommt man indem man sie kauft. Mit Geldkarten (gelb) geht das am einfachsten.

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Hier gibt es Kupfer (Wert: 1), Silber (Wert: 2) und Gold (Wert: 3). Aktionskarten (grau) machen allerhand verrücktes Zeug.

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Eine Auswahl von Aktionskarten.

Erlauben z.B. das Ziehen von weiteren Karten, liefern zusätzlich etwas Extrageld oder interagieren mit den anderen Spielern indem sie z.B. Karten aus der Hand abwerfen müssen.

Das ist ein grober Überblick über die Karten. Kommen wir jetzt zum Kern.

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Zu Spielbeginn haben wir 7 Kupfer und 3 Anwesen. Man  mischt die Karten und zieht seine Hand von 5 Karten

Jeder Spieler hat einen eigenen Satz an Startkarten. Die werden gemischt und bilden den Nachziehstapel des Spielers. Jeder Spieler zieht seine Starthand.

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Ok. 2 Kupfer und 3 Anwesen. Aktionskarte haben wir keine und überspringen die Aktionsphase. Es geht also in die Kaufphase…

Die Spieler sind abwechselnd am Zug.
Ein Zug besteht aus 3 Phasen. Zuerst kommt die Aktionsphase. Hier kann man 1 Aktionskarte spielen.

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…Für 2 Geld kauf ich mir einen Keller. Der landet auf dem Ablagestapel. Mehr kann ich jetzt nicht mehr machen und auch alle ausgespielten Karten + Handkarten landen ebenfalls auf dem Ablagestapel…

Dann kommt die Kaufphase. Dazu spielt man Geldkarten aus der Hand aus. Man kann dann eine Karte aus der Auslage kaufen. Die gekaufte Karte legt man offen in den eigenen Ablagestapel. Phase 3 ist die Aufräumphase. Alle eigenen Karten im Spiel und die restlichen Handkarten legt man offen auf den Ablagestapel und zieht wieder Karten nach.

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Nun habe ich 5 Geld und kaufe mir den Markt. Der Nachziehstapel ist leer. Also mische ich den Ablagestapel und lege ihn als neuen Nachziehstapel hin.

Muss man zu einem Zeitpunkt Karten ziehen und hat keinen Nachziehstapel mehr, so mischt man den Ablagestapel und legt ihn als neuen Nachziehstapel hin.

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Oh … sieh einer an. Meine vorhin gekauften Karten habe ich nun auf der Hand.

Das Spiel geht so lange bis entweder der Provinzstapel oder 3 beliebige Stapel leer sind.
Das Spiel endet sofort.

Änderungen zur vorigen Auflage

Die größte Änderung zur vorigen Auflage sind die Karten. 6 Karten wurden entfernt und 7 neue hinzugefügt. Entfernt wurden Karten die nur sehr wenig nützlich und recht einseitig waren und es wurden ein paar vielseitige Karten hinzugefügt, was den Wiederspielreiz im Vergleich dazu erhöht.
Was noch auffällt ist, dass die Geld- und Punktekarten durch die mit den Illustrationen ersetzt wurden. Ein Upgrade.

Ansonsten wurden die Karten ein wenig aufgehellt und die Texte wurden teilweise angepasst

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Rechts ist die 2. Edition. Etwas heller und die Karte ist klarer.

Die etwas nutzlose Müllkarte würde durch ein Mülltableau ersetzt. Hier kann man tatsächlich mehrere Karten ablegen. Auch ein Upgrade

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Zu guter letzt. Im Vergleich zur ganz alten Hans im Glück Auflage wurden die Kartenrücken aufgehellt. Gefällt mir eigentlich auch besser. Beim Spielen fällt der Farbunterschied überhaupt nicht auf.

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Kartenrücken von links nach rechts: Dominion Basisspiel (HiG), Mixbox, 2. Edition

 

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Eigentlich gibt es wenige Regeln aber wenn man mit dieser Art von Spielen keine Erfahrung hat, kann der Einstieg etwas dauern.
Einarbeitungszeit: 2 Partien

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Es gibt eine Spieregel + ein Beiblatt wo nochmal alles kurz zusammengefasst steht und einer Beschreibung aller Karten. Den Thronsaal möchte ich noch extra erwähnen. Der ist die Karte, die am schwersten zu verstehen ist. Die sollte man sich genau anschauen.

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Am linken Rand findet man die wichtigsten Infos.

Es werden mehrere Kombinationen von Karten vorgeschlagen. Die finde ich recht gut ausbalanciert. Ich würde auch immer empfehlen mit jeder Auslage mehrere Partien zu spielen.

Preis/Leistung

Gut … wie soll ich das in ein paar Worte fassen: Eines der Spiele mit der höchsten Wiederspielbarkeit die es da draußen gibt.

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26 verschiedene Königreichkarten sind in der Schachtel. 10 braucht man in einer Partie und man merkt, wenn eine bestimmte Karte fehlt. Das lädt einen immer wieder zum ausprobieren ein.
Hat man mal 20-30 Partien gespielt, wird man wahrscheinlich mehr wollen. Hier gibt es eine riesige Menge von Erweiterungen die sich leicht integrieren lassen. Ich schreibe gerade  an einer Übersicht über alle und werde die bald veröffentlichen.
Es ist aber nicht notwendig, gleich nach der ersten Partie aufzuhüpfen und eine weitere Schachtel zu kaufen. Wenn man nur gelegentlich spielt, reicht das Grundspiel eine ganze Weile.
Als Zuckerl findet man auf der Anleitung einen Code mit dem man das Spiel online + 1 Erweiterung 1 Jahr gratis spielen kann.
Für ~35€ ist das ein gutes Angebot.

Meine Meinung

Zuerst wie immer das Negative….

Auf zu den neutralen Punkten. Tja … Thema ist nicht viel da werden einige sagen. Das Grundspiel ist auch nicht ganz so interaktiv wie andere Erweiterungen. Stört mich aber alles nicht so. Mehr dazu weiter unten.
Last but not least. Die Texte wurden zwar ein wenig angepasst aber grade bei 3 Karten die angepasst werden sollten hat man die Texte der 1. Edition eingefügt. Das wären: Der Geldverleiher, der Thronsaal und die Mine. Hier fehlt der Zusatz, dass man die Effekte nicht ausführen muss, sondern darf. Ist kein Drama aber irgendwie doch ein klein wenig störend.

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Lasset das Lob beginnen! Dominion ist ein wunderbares Puzzle. Es ist eines der modularsten Spiele die ich kenne, weil die 10 Königreichkarten beliebig austauschbar sind. So schaut man immer, welche Karten wie interagieren damit man eins der Zeile erreicht. Wenn einem eine Karte nicht gefällt, verwendet man sie einfach nicht. So einfach ist das. Bei uns gibts einen in der Runde, der hasst es mit Flüchen zu spielen. Ok … kein Problem. Dann nehmen wir einfach die Hexe raus und die Welt ist wieder in Ordnung. Da braucht man keine Hausregeln oder sonst was. Das Grundgerüst ist da. Mit welchen Karten man es füllt, bleibt einem selbst überlassen.

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Hier kommt noch ein anderer wichtiger Aspekt dazu. Das Spiel ist im Herzen ein Wettrennen. Man stelle sich folgendes Szenario vor. Vor einem Rennen schrauben alle an ihren Maschinen herum. Was für ein Motor? Welche anderen Bauteile? Welche Extras? Dann kommt der Zeitpunkt an dem der erste auf die Piste geht und startet. Bist du auch schon soweit um das Rennen mitzumachen oder wartest du noch ein wenig, weil du glaubst du musst noch volltanken.
Professionell ausgedrückt ist das der „WTF du kaufst schon Provinzen?!“ Zeitpunkt.

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Das ist einer der Gründe warum es für mich doch interaktiver ist als manche behaupten. Es ist nicht auf die Art interaktiv wie es ein Einsetzspiel oder Mehrheitenspiel ist. Sofern man nicht gerade Mario Kart spielt, berühren sich die Wagen in einem Rennen auch nicht wirklich. Was machen die anderen? Was können sie damit machen? Ist das besser als das was ich mache? Als Anfänger achtet man da nicht so drauf aber das kommt mit der Erfahrung 🙂

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Wenn ich schon dabei bin. Reden wir über die anderen Kritikpunkte: Ja, es ist nicht großartig thematisch. Ich finde die Deckbaumechanik an sich ist auch schwer thematisch einzubinden.. Aber… die Spieler finden sich in dieser Mittelalter-mit-ein-bisschen-Fantasy Einbettung zurecht. Kartennamen sind leicht merkbar und wir können uns etwas darunter vorstellen. Ich muss niemandem erklären was ein Dorf oder eine Schmiede ist, sondern kann mich gleich auf die Effekte konzentrieren. Ich habe einige andere Deckbauspiele gespielt wo das wesentlich schwerer ist. Mein „Lieblingsbeispiel“ ist ja Tal der Könige. Ungewöhnliche Namen und Grafiken die sich auf Entfernung so ähneln – ich schweife ab – zurück zu Dominion. Eingängige Namen und dazu noch auch auf Entfernung unterscheidbare Karten. Veteranen so wie meiner einer könnten Dominion + ein paar Erweiterungen nur mit den Illustrationen auf den Karten spielen. Texte wären gar nicht notwendig.

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Was noch gerne als Kritipunkt genannt wird ist, dass am Ende nur die grünen Karten Punkte bringen und der Rest des Decks quasi „nutzlos“ ist. Kann ich irgendwie nachvollziehen aber so ist die Endabrechnung wesentlich schneller. Ich mag DC Superhelden aber am Ende bremst das Abrechnen schon sehr, wenn man es mit dem Tempo des Spiels vergleicht. Hier: Ok ich hab 5 Provinzen, 2 Herzogtümer und 3 Anwesen  – fertig.
Ich glaube nicht, dass das Spiel funktionieren würde, wenn alle Karten Punkte bringen würden. Dann hätte man in seinem Zug theoretisch 17 verschiedene Karten zur Auswahl, die unterschiedliche viele Punkte bringen. An dieser Stelle möchte ich alle Grübler recht herzlich grüßen.
Ich denke, dass das Spiel dadurch einfach nur irre langsam werden würde.
So weiß ich meistens gut, was ich in meinem Zug machen will und welche Karte ich kaufe. Ich spiele ein Dorf, eine Schmiede und einen Geldverleiher – 6 Geld – 1 Gold – Zack, nächster!
Das alles sorgt für ein flottes Spiel, wenn man die kleine Anfangshürde genommen hat.

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Aber manchmal kommt es zu gefühlt ewig langen Kettenzügen wo einer 15 Aktionskarten und mehr spielt – sagen einige.
Ja das kommt vor. Grade Anfänger machen Fehler und kaufen z.B. zu viele Dörfer. Aber ich finde in der Neuauflage haben sie dem indirekt entgegengewirkt.  Es gibt jetzt nämlich mehr Karten mit denen man Ketten bilden kann. Das hört sich jetzt irgendwie kontraproduktiv an weil es eigentlich keine langen Kettenzüge verhindert, oder? Wozu also der kleine Exkurs?
Mein Problem sind nicht die Kettenzüge. 1. Weil es sich gut anfühlt die Karten der Reihe nach auf den Tisch zu knallen. 2. Wenn einer einen langen Zug macht und dann am Ende 2 Provinzen und ein Gold kauft ist das schon irgendwie beeindruckend. Wie ein cleveres Überholmanöver eines Fahrers mit dem man nicht mehr gerechnet hat.

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Womit ich ein Problem habe ist, wenn Leute 10 Aktionen spielen, am Ende 4 Geld auf der Hand haben und noch ein Dorf kaufen, was das Deck kein bisschen weiter bringt. Um bei den Rennfahrern zu bleiben. Das ist wie der Rennfahrer der auf einmal den Kurs verlässt, durch das Einkaufszentrum brettert aber nicht checkt, dass er nicht mehr auf der Rennstrecke ist.
Wie ich schon hier gesagt habe. Die Ketten mit den neuen Karten treiben das Spiel voran. Deshalb…das passt schon.

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Sehr unterschiedlich zu dem bei Spielbeginn. Mein Deck (ohne Kupfer) bei Spielende …

Was mir noch gefällt ist die Individualität. Die Decks aller Spieler werden bei Spielende unterschiedlich aussehen. Da gibt es einen der sehr wenige Aktionskarten hat und viel Geld kauft. Ein anderer baut eine Kette von Aktionen. Ein Dritter wertet sein Deck schrittweise auf… Es ist hier sehr viel Platz seine Ideen einzuflechten.

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… Das Deck meines Mitspielers bei Spielende.

Vorletzter Punkt der sich aus vielem was ich geschrieben habe zusammensetzt. Das Spiel belohnt Spieler die es häufig spielen. Anfangs kratzt man ein wenig an der Oberfläche und spielt mit ein paar lustigen Kombos herum…aber je öfter man es spielt, desto mehr treten die Feinheiten hervor. Ist es besser mit einem Dorf oder einem Silber zu eröffnen? Brauch ich noch eine 3. Schmiede damit alles so läuft wie es soll? Kann ich irgendwo noch die Miliz hineinschmuggeln oder verlangsamt die mich doch zu sehr? Wie reagier ich auf Rene´s Banditin? War die überhaupt nützlich für ihn?

Ich bezweifle nicht, dass ich einen Anfänger so gut wie immer vom Platz fegen würde. Grade im Grundspiel, da ich mit dem alleine sicher eine 3stellige Anzahl von Partien gespielt habe… aber in seltenen Fällen kommt es vor, dass man trotzdem verlieren würde Manchmal kommen die Karten eben in der ganz falschen Reihenfolge und das finde ich auch gut. Das wirft hier ein wenig Glück rein, das einen dazu zwingt seine Taktik abzuändern…Man nennt das auch die Mist-ich-hab-7-Geld Hypothese. Mit viel viel Glück kann so auch ein Anfänger einen Veteranen besiegen. SUPER!

Das macht das Spiel unberechenbarer, gleicht das Niveau etwas an und sorgt für Emotionen am Tisch. Thomas hat grade 1 Laboratorium gekauft, mischt den Stapel und zieht es sofort wieder und das Laboratorium zieht ihm das entscheidende Gold oder ich zittere weil ich in diesem Zug keine Provinz kaufen konnte, auf der neuen Hand 9 Geld habe aber nur mehr 1 Provinz da ist.

Das Dominion Basisspiel ist mittlerweile ein Klassiker und es ist eines der einflussreichsten Spiele der letzten 10 Jahre. Die Änderungen in der Neuauflage haben die Schwächen des Spieles restlos beseitigt. Keine Nieten unter den Karten, keine Ausfälle bei den Illustrationen, eine schöne Spieltiefe…Einfach eine runde Sache – auch ohne eine Erweiterung. Herz was willst du mehr…wie wärs mit einem Code mit dem man das Grundspiel mit einer Erweiterung deiner Wahl online spielen kann? … hört sicht gut an … ist auch dabei 🙂

Sehr gut

Empfehlung

Wem es gefällt Karten unterschiedlich zu kombinieren, kann ich nur zu Dominion raten. Es ist relativ einfach in das Spiel hineinzufinden und es bietet echt viel Wiederspielbarkeit für viele Partien. Jetzt ist die beste Zeit um mit dem Spiel zu beginnen.

Wer nicht mag, vor Spielbeginn einmal 1-2 Minuten auf die Auslage zu schauen um die Ausgangslage zu sondieren, sollte Abstand nehmen.

Vielen Dank an ASS Altenburger für das Rezensionsexemplar!

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Love Letter Big Box

Es gibt ja mittlerweile recht viele Big Boxen zu kaufen. Jetzt auch für das Mikrospiel Love Letter. Das ist damals mit 16 Karten ausgekommen. Jetzt sind es 32 Karten. Doppelt so viel Inhalt! Ja … das kann man schon Big Box nennen.

Eckdaten

Autor: Seji Kanai
Illustrationen:Andrew Hepworth, Jeffrey Himmelman
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 8
Dauer: 20 – 40
Schachtelgröße: 14cm x 19cm x 6,8cm
Preis: ca 17€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus großen, sehr soliden Karten und ein paar schönen Holzherzen.

Grafische Gestaltung

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Bei den Illustrationen bin ich zwiegespalten. Die des Original Love Letter fand ich immer gut. Die aus der Erweiterung – teils teils. Ich finde sie passen nicht so perfekt zusammen. Bestes Beispiel: Das Cover. Das Spiel heißt LOVE LETTER. Die Prinzessin im Vordergrund und im Hintergrund die Siluetten anderer Figuren. Perfekt… Was zum Geier macht hier ein schmieriger Assasine.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: Karten mischen und es kann losgehen

Thema

Wir sollen der Prinzessin einen Liebesbrief überreichen. Je einflussreicher die Person aus ihrer Umgebung desto wertvoller ist sie für diesen Zweck.

Besonderheiten

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn eine der Personenkarten auf der Hand. Wenn man am Zug ist, zieht man eine Karte vom Nachziehstapel und spielt eine der 2 Karten offen vor sich aus. Danach handelt man den Effekt der Karte ab und schon ist der nächste dran.

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Mit der Erweiterung kommen auch 3 männliche Wöchter ins Spiel. Von der Funktionalität her identisch aber so lassen sie sich leichter auseinandersortieren.

Eine Runde dauert so lange bis entweder alle Spieler bis auf einen ausgeschieden sind oder der Nachziehstapel leer ist. Dann gewinnt der, der die Karte mit dem höchsten Wert auf der Hand hat.

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Der Sieger bekommt 1 Herz. Wer eine bestimmte Anzahl Herzen gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Für jeden Spieler liegt eine doppelseitig Übersicht über alle Rolle bereit.

Regelumfang: nicht der Rede wert
Einarbeitungszeit: kann man ignorieren. Das Grundprinzip ist schnell verinnerlicht. Lediglich die Karten muss man erst mal lesen. Dafür hat man aber die richtig praktischen Spielerhilfen die nicht nur die unterschiedlichen Effekte sondern auch die Anzahl der Karten pro Sorte angibt.  In die Anleitung schaut man eigentlich nur 1 Mal.

Preis/Leistung

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Das Spiel besteht aus ~40 großformatigen Karten und ein paar Holzherzen. Nicht grade viel für 17€ könnte man meinen. Ja aber die Karten haben Dixit Größe und sind ungefährt ein paar Mal so dick. Richtig gut also.
Die Holzherzen sind auch ausreichend vorhanden und das Spiel bietet gute Wiederspielbarkeit für viele Partien.

Meine Meinung

Beginnen wir wie immer bei der Kritik an der Big Box. Wie gesagt, die neuen Grafiken sind teilweise nicht ganz so meins. Ich finde ein paar Karten der Erweiterung um eine Ecke uncharismatischer und das Cover …
Prinzessin, sie müssen nur noch für das Cover posieren. Bitte stellen sie sich da hin… ok … hier kommt das Vög … hey! wer sind sie. jetzt muss ich noch ein Foto mach… natürlich. Der Film ist alle. Na dann nehmen wir das. Tja der Assasine ist ein richtiger Photocrasher.
Zu den Spielerzahlen. Ich finde es nicht ganz so gut mit 2 Spielern. Dort kann nach einer Karte eine Runde vorbei sein. Zug 1: Wächterin … du hast die Zofe auf der Hand….richtig.

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Neutral? Da fällt mir der Schmeichler ein. Hier ist es passiert, dass auf ihn 1-2 Mal schlichtweg vergessen wurde. Man quatscht zwischen den Zügen, ist ein wenig unachtsam und schon ist es passiert. Für den Narren hat man die Narrenkarte eingeführt. Gut. Warum hat man nicht auch eine Karte oder irgendeinen Würfel / Marker für den Schmeichler als Erinnerung. Warum macht mir das nicht so viel aus? Man nehme einfach einen Marker aus einem anderen Spiel oder eine Münze oder eine Weinflasche. Lasst eurer Fantasie freien Lauf….

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Also der Graf ist klar ein Bösewicht. da widerspricht mir sicherlich keiner.

Ansonsten finde ich die Big Box sehr gelungen. Ich hatte vor einigen Jahren Love Letter in meiner Sammlung aber in den Gruppen in denen ich es gerne gespielt hätte, ging das nicht, weil es eben nur bis 4 Spielern ging. Zu zweit war es in Ordnung aber auch kein Highlight. Es gab da auch irgendwo eine Möglichkeit mit zwei Spielen mit 4+ zu spielen aber das hatte mich nicht überzeugt. Warum?

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Pro Partie kann nur 1 Spieler punkten. Sagen wir man spielt zu 6. auf 3 Herzen. Es kann 13 Partien dauern, bis es einen Sieger gibt, was für diese Art von Spiel viel zu lang ist.
Hier kommen die zusätzlichen Karten der Erweiterung ins Spiel. Mit 3 der neuen Rollen kann man Extraherzene erhalten.

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Der Spielmechanismus ist dabei so simpel, wie kaum ein anderer. Zieh eine Karte – spiel eine Karte. Trotzdem steckt in diesem Spiel Bluffen, Taktieren, Deduktion und eine Portion Glück und das bei so wenig Material.  Eine richtige Design Meisterleistung. In höheren Spielerzahlen wirds ein wenig chaotischer, was aber nicht verwunderlich ist, weil man gerne vergisst was wer gespielt hat.

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Das Spiel schafft es aber immer wieder clevere und witzige Momente zu erzeugen. Zum Bespiel hatte ich einer einer Patrie das Gefühl, dass  Christian die Prinzessin auf der Hand hat. Er hat die Gräfin ausgespielt. Natürlich könnte er auch Prinz oder König haben … aaaaber der König ist schon aus dem Spiel … hmmm da zock ich mit meinem Wächter… ist ja logisch. Natürlich renne ich voll in den Assasinen… Sowas bleibt natürlich nicht unkommentiert 🙂

Sehr Gut-. Eines der besten Spiele für zwischendurch und funktioniert in den  unterschiedlichsten Spielergruppen und Besetzungen.

Empfehlung

Die Love Letter – Big Box ist allen zu empfehlen die ein zugängliches Spiel suchen, dass gut in unterschiedlichen Spielerzahlen funktioniert und unterschiedliche Facetten hat

 

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Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!

Dominion – Ergänzungsset

Es gibt wieder ein Erweiterung für Dominion. Das ist für einen Fan wie frühes Weihnachten 🙂
Diesmal ist es eine kleine Schachtel … aber die Karten sind ganz groß…

Eckdaten

Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: RioGrande Games im Vertrieb von ASS Altenburger (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Schachtelgröße: 29,6cm x 20,2 cm x 7,2cm
Preis: ~28€

Ausstattung

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Dominiontypisch findet man hier nur Karten, Karten und noch mehr Karten. Qualität ist gleich wie immer.

Grafische Gestaltung

Ich finde die neuen Illustrationen gut gelungen. Die Gestaltung hat sich schon zum besseren gewandt. Ausreißer wie in manchen anderen Sets findet man hier nicht.

Die neuen Karten

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In perfekter Harmonie …

Ein paar der Karten spielen auf das Thema der Intrige an.Es gibt eine weitere Hybridkarte (mit tollem Effekt), eine Karte die eine Kreuzung von Späher und Schmiede ist und eine Karte die wieder große Bruder des Handlangers aussieht.

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Günstiger Starter für eine Kette und richtig toller Späher

Weitere Karten erlauben mehr vorauszuplanen und zu kontrollieren welche Karten man als nächstes ziehen wird oder machen ganz was neues.

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Der Goldregen

Preis/Leistung

Im Spiel enthalten sind 14 Königreichkarten. Von denen sind die meisten recht originell und einmalig und ein paar „Upgrades“ von Karten aus der Intrige und dem Basisset ohne direkt so zu wirken…wie z.B. die Patruille. Funktioniert ähnlich wie ein Späher aber sie unterscheidet sich in ein paar wichtigen Punkten oder die Banditin im Vergleich zum Dieb.
Ob der Preis gerechtfertig ist, ist nicht so einfach zu sagen. Die kleinen Boxen sind, meiner Meinung nach, im Verhältnis schon spürbar teuerer als die großen Schachteln. Da man mittlerweile die Alchemisten und die Reiche Ernte in einer großen Box zusammengefasst hat, trifft das nur mehr auf die Gilden und eben das Ergänunzungsset zu. ~28€ für das kleine Set oder doch ~10€ mehr für 10+ zusätzliche Karten? Puh. Es hängt davon ab, ob man dieses Set will.

Meine Meinung

Kommen wir gleich zum einzigen Kritikpunkt. Das wäre der Preis. Darüber hab ich aber schon im vorigen Abschnitt geschrieben also geht’s gleich weiter.

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Tolles Zeug

Sind die neuen Karten gut? Ja und wie! Im Gegensatz zu den anderen kleinen Sets kommt hier keine große neue Komponente ins Spiel (wie z.B. die Münzen, Tränke oder Vielfalt), sondern es werden Bestehende verstärkt und interessante Einzeloptionen hinzugefügt. Das sorgt für mehr Klarheit in der Auslage und die Karten sind ziemlich offen gestaltet, wodurch sie sehr gut mit den anderen Erweiterungen interagieren. Die Herumtreiberin ist in einem normalen Set ganz nett. Mit der Intrige läuft sie zu guter Form auf. Hat man ein paar Karten aus Hinterland oder Dark Ages, kommt es zu richtig coolen Kombos usw.

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Schöner Entsorger und ein Umbau-Angriff mit Vorteilen

Ich mag das. Das sorgt dafür, dass man von Partie zu Partie sondieren muss, wie wertvoll eine Karte ist.
Das Gegenteil wäre eine Karte wie der Holzfäller. Der Wert des Holzfällers hängt nur von der Anzahl der Käufe in der Auslage ab.

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Jep … noch mehr tolles Zeug. Man beachte das „Auf die Hand nehmen“ der Töpferei

Was mir noch sehr gut gefällt ist, dass einige der neuen Karten +1 Aktion haben. Dadurch lassen sich leichter Ketten bilden. Will man das? Ja! Weil diese Ketten, im Gegensatz zu anderen die oft gebildet werden (Dorf+Dorf+Dorf), tatsächlich das Spiel vorantreiben. Ja. Ich kann theoretisch auch 10 Händlerinnen in meinem Deck haben die nichts tun aber ich denke jeder wird hier auch daran denken, das eine oder andere Silber dazu zu packen …taaadaaaa … schon ist die Karte wesentlich nützlicher als zu viele Dörfer.

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Tolles Design im Doppelpack. Einmal extrem flexibel einmal interaktiv

Noch was Gutes. In dieser Erweiterung wurde etwas gegen den Frauenmangel getan. Im Grundspiel + Intrige brauch ich nicht Mal eine Hand um sie abzuzählen. Dadurch wirkt diese Welt … harmonischer und einfach runder. Wenn ihr wisst was ich meine.

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Mir gefällt auch, dass hier 3 Sortierstreifen drin sind. Jep… drei. Einer für die kleine Box und falls man die großen Schachteln auf den Stand der Neuauflagen bringen will, tauscht man einfach die Karten aus und ersetzt den Streifen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Karten dieses Mal auch recht gut für Dominion Wenigspieler geeignet sind. Die Karten haben zwar einige neue Effekte aber ich denke, wenn man das Basisspiel und die Intrige kennt, wird man keinerlei Probleme haben. Der Spielablauf bleibt so wie er ist. Keine Marker, keine Münzen, keine neuen Kartentypen und zusätzliche Tableaus, keine Effekte die zusätzlich ausgelöst werden…ich glaube ihr versteht worauf ich hinaus will 🙂

Das heißt nun also … Karten: toll – Preis: naja … Es hängt davon ab was ihr sucht! Mir gefällt das Set. Wenn ich alle vier kleinen Schachteln betrachte, wäre das mein Favorit.

Empfehlung

Für wen ist diese Erweiterung was? Meiner Meinung nach, sollte man zumindest die Intrige und Geld-/Punktekarten besitzen. Hier gibt es doch einige Karten die sowohl thematisch als auch mechanisch recht gut mit diesem Set harmonieren und umgekehrt. Das Basisspiel ist natürlich kein Fehler und fast alle werden es haben aber meiner Meinung nach nicht „Pflicht“, weil es dort kein so prägnantes Thema in den Karten gibt.

Habt ihr die Intrige so stellt sich ein paar weitere Fragen. Seid ihr begeisterer Dominion Spieler oder Sammler? … tja. dann ist das Ergänzungsset ein No Brainer. Die Auswirkungen sind meiner Meinung nach größer als die der anderen kleinen Schachteln und besser ausbalanciert finde ich die Karten auch.

Besitzt ihr Grundspiel + Intrige und habt bis jetzt nie eine Erweiterung gekauft weil ihr Marker, Münzen und Tableaus für eure Art zu spielen, unpassend findet? Dann würde ich euch auch zum Ergänzungsset raten. Mit keinem anderen bleibt es so „puristisch“ und fügt trotzdem einzigartige Inhalte hinzu die frischen Wind reinbringen.

Wollt ihr aber eine Erweiterung die den Spielablauf gehörig umkrempelt und andere Inhalte liefert? Sucht euch eine große Box.

PS: Wenn ihr euch nur mit dem Gedanken spielt… ja das könnte interessant sein aber ich weiß nicht …. bedenkt folgendes: Im Herbst erscheinen Dominion + Intrige als Neuauflage (soweit ich weiß) und die Karten sind da schon integriert. Ich gehe davon aus, dass dann keine Ergänzungssets mehr gedruckt werden(weil es keinen Sinn macht). Ich würde also nicht zu lange mit einer Entscheidung warten. 28€ für eine kleine Box ist immer noch besser als zwei große Schachteln zu kaufen, nur um an die neuen Karten zu kommen.

Vielen Dank an ASS Altenburger für das Rezensionsexemplar!