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Azul

Der Hype Zug fährt in die Station ein. Azul wurde in vielen Medien bereits gelobt. Das heißt aber noch lange nicht, dass es auch meinen Geschmack trifft. Einsteigen oder weiterfahren lassen?

Eckdaten

Autor: Michael Kiesling
Illustrationen: Chris Quilliams
Verlag: Plan B Games im Vertrieb von Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2-4
Dauer: 20 – 45min
Schachtelgröße: 26cm x 26cm x 7cm
Preis: ~35€

Ausstattung

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Im Spiel haben wir ein paar dicke Pappteile, einen kleinen Pappmarker 4 Holzwürfel und natürlich ein ganzer Beutel voller Steinchen aus ich weiß nicht was für einem Material 🙂

Grafische Gestaltung

Mir gefällt die Gestaltung richtig gut.

Aufbau

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Spielfeldgröße: 24cm x 24cm für die Spielerauslage. ca 40cm x 30cm für die Manufakturen und der Schachteldeckel braucht auch 26cm x 26cm
Aufbauzeit: 1:30 min

Thema

ja hmm … wir verlegen portugiesische Fliesen.

Besonderheiten

Ziel des Spiels ist die Auslage mit Fliesen nach gewissen Kriterien zu verfliesen. Eine Partie Azul gliedert sich in mehrere Runden. Jede Runde startet mit einer gewissen Anzahl von Manufakturen (einer der Bierdeckel) auf welche vier zufällige Fliesen platziert werden. In der Mitte liegt zu Beginn nur der Startspielermarker.

Wenn man an der Reihe ist nimmt man alle Fliesen einer Farbe von einer Manufaktur und die restlichen wandern in die Mitte. Die Fliese(n) die man bekommen hat, legt man in eine der 5 Zeilen die man hat. Wichtig: In jede Zeile kann nur eine Fliese gelegt werden. Wenn man mehr Fliesen nimmt als Platz haben landen die restlichen in der Bodenreihe.

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Puh … in der Mitte liegen nun 3 rote Fliesen … das ist schon interessant.

Alternativ kann man alle Fliesen einer Farbe aus der Mitte nehmen. Der 1. Spieler der das macht, muss auch den Startspielermarker nehmen. Dieser landet ebenfalls in der Bodenreihe … was genau ist die Bodenreihe?

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In der Bodenreihe (unten) liegt nun der Startspielermarker. Fliesen die man nimmt aber nicht in den Zeillen platzieren kann landen auch hier. Je nachdem wieviele man hat bekommt man Minuspunkte.

Alles was in die Bodenreihe gelegt wird, bringt am Ende einer Runde Minuspunkte. Je nachdem wieviel hier bereits liegt.

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Wurden alle Fliesen genommen beginnt die Verfliesungsphase. Aus jeder vollständigen Zeile wandert eine Fliese rüber an die entsprechende Stelle im Muster.

Wurden alle ausliegenden Fliesen genommen wird es Zeit sie rüber zu legen und Punkte zu bekommen. Wurde eine Reihe vollständig gefüllt, wandert die Fliese ganz rechts rüber auf das entsprechende Feld. Die Fliesen in der Reihe die dann evtl. noch dort liegen landen in der Schachtel.

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Die Fliesen in unnvollständigen Reihen bleiben liegen.

Jetzt bekommt man Punkte. Liegt eine Fliese ohne vertikal oder horizontal angrenzende Fliesen gibts einen Punkt. Liegen dort hingegen welche, so bekommt man so viele Punkte wie die Länge der durchgehenden Reihe bzw. Spalte ist.

Unvollständige Reihen werden nicht abgeräumt.

Eine neue Runde beginnt. Das Spiel endet wenn ein Spieler eine Zeile komplett mit Fliesen ausgefüllt hat. Bonuspunkte gibt es noch für vollständige horizontale und vertikale Reihen und wenn man alle 5 Felder einer Farbe ausgefüllt hat.

Auf der Rückseite kann man noch mit einer Variante spielen.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: sehr gering
Einarbeitungszeit: kurz

Preis/Leistung

Das Spiel kostet so um die 35€. Dafür bekommt man 100 dieser schönen Steine. Das Pappmaterial ist dick, der Beutel schön und die Gestaltung macht auch was her.
Wie ist das Spiel? Dazu sollte man in den nächsten Abschnitt schauen.

Meine Meinung

Beginnen wir wie immer mit den Kritikpunkten. Was ich solala fand ist teilweise das rüberschieben der Steine. Eigentlich sollte man ja die Steine ganz rechts nehmen. Wenn aber in der linken Spalte im Muster schon Steine liegen gestaltet sich das schwieriger als man glaubt. Da nehm ich besser einen äußeren Stein.
Was ich noch solala fand waren meine Spielbretter. Die lagen nicht ganz auf. Da musste ich ein bisschen nachhelfen und vosichtig etwas biegen. Aber kein Drama.

Kommen wir zu den positiven Punkten. Ja ich springe auch auf den Hype Zug mit auf. Azul ist ein tolles Spiel. Ich hatte vom Spiel eine Menge erwartet, da ich schon ein paar Rezensionen dazu gelesen/gesehen hatte und es hat mich nicht enttäuscht. Man sollte aber wissen was es ganz klar nicht ist. Es ist kein Spiel, dass man tagtäglich rausholt um immer besser zu werden aber jede Woche 2-3 Partien Azul. Ja da bin ich dabei.

Es ist ein Spiel, dass sehr einfach zu erklären ist. Die Regeln sind kurz und nach ein paar Minuten hat man es verstanden. Wie gewertet wird, sollte man später noch einmal wiederholen aber im Großen und Ganzen ist es ziemlich simpel.

Simpel bedeutet aber nicht, dass das Spiel keine Tiefe hat. Man sollte simpel vielleicht durch klar ersetzen. Man sieht sehr schnell was das Dilemma ist, dass sich vor einem ausbreitet. Das heißt nicht das die Lösung einfach ist. Alle Ziele die man verfolgen kann wiedersprechen sich nämlich. 5 von einer Sorte zu haben ist richtig gut aber dadurch, dass in jeder Zeile/Spalte jede Farbe einmalig vorkommt tu ich mir dann natürlich schwerer Zeilen oder Spalten vollzumachen. Mit einer vollen Zeile kann man schnell das Spielende herbeiführen aber reichen die Punkte auch aus um zu gewinnen?

Was mir auch sehr gut gefällt ist wie sich die Fliesen in der Mitte sammeln. Man will eigentlich nicht der Erste sein, der hier zugreift aber Runde für Runde wird es interessanter…und jetzt kommt der Knackpunkt … bis es auf einmal nicht mehr interessant ist, weil hier zuviele Fliesen liegen und man keinen Platz dafür hat. Das ist so ein kleines Zockerelement, dass hier Würze reinbringt. Wann greift man zu? Was werden die anderen machen? Ist dann die richtige Anzahl Fliesen da?

Das Spiel hat auch eine recht solide Planbarkeit. Man kann aber auch Pech haben, wenn in einer wichtigen Runde nicht die Fliesen nachkommen, die man gerne hätte und man seine 5er Reihe nicht voll bekommt. Bei 3-4 Personen zumindest. Im  Zweierspiel erinnert mich Azul in diesem Aspekt ein wenig an Kingdom Builder. In einer Zweierpartie Azul kommt man wahrscheinlich einmal durch den Beutel. +- 1-2 Runden. Genauso wie man bei Kingdom Builder zu zweit so ungefähr einmal durch den Kartenstapel kommt. Wer hier bei Azul eine Farbe in eine 5er Reihe einbaut von der schon mehr als 10 weg sind, riskiert schon viel. Immerhin werden die Fliesen dann auch noch auf die Manufakturen aufgeteilt und auf einmal geht der Plan nicht auf oder man bruacht dafür zu viele Aktionen.

Was ich anderswo noch gelesen habe ist, dass es zu zweit „fies“ sein kann. Keine Angst ihr Freunde des gepflegten ruhigen Spiels. Man kann es auch gemütlich nebeneinander spielen, ohne Hintergedanken….aber es wird hin und wieder passieren, dass man dann unabsichtlich etwas macht, was dem anderen nicht so sehr in den Kram passt. Man kann es natürlich auch darauf anlegen, den anderen im Auge zu behalten und ihm, wenn möglich die wichtigsten Fliesen wegzunehmen. Es ist also für jeden was dabei.
Dafür zwei Daumen nach oben.

Was das Spiel antreibt ist die Haptik der Steine kombiniert mit dem Puzzle/Sudoku Reiz und dem geschickten Sammeln der Fliesen. Man hat Tiefe ohne dass es einen überfordert. Die Spielzeit ist angenehm und ich kann es mit Vielspielern und Leuten spielen, die kaum spielen. Ist es noch zu früh um zu behaupten, dass das Spiel ideal als Spiel des Jahres Kandidat geeignet ist? Hmmm….nein.

Für den Anfang Sehr Gut-. Wenn es seinen Reiz beibehält steht einer Aufwertung aber nichts im Weg.

Empfehlung

Wenn man nichts gegen abstrakte Spiele hat und gerne puzzelt, schaut euch Azul an.
Man hat es schnell erklärt und kann es eigentlich mit jedem spielen. Vom älteren Kindern bis hin zur Oma.

Ist es ein strategisches Schwergewicht? Nein.

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Saboteur: Das Duell

Heute gibt es Familienzwist. Wir Zwerge gehen in den Stollen und schauen wer der König unter dem Berg ist…

Eckdaten

Autor: Frederic Moyersoen
Illustrationen: Andrea Boekhoff
Verlag: Amigo (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 1 – 2
Dauer: ca 30min.
Schachtelgröße: 12,2 cm x 9,8cm x 2,3cm
Preis: 8€

Ausstattung

Das Spiel besteht hauptsächlich aus Karten und ein paar Pappmarkern. Alles von guter Qualität.

Grafische Gestaltung

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Erinnert sehr an das Grundspiel. Gefällt mir.

Aufbau

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Spielfeldgröße: ca 60cm x 55cm
Aufbauzeit: 2 min.

Thema

Wir sind zwei Zwerge die darum konkurrieren, wer das meiste Gold aus dem Stollen holt.

Besonderheiten

Diese Zweispielervariante funktioniert im Grunde genauso wie die Mehrspielervariante + Erweiterung. Das was wegfällt sind natürlich die verborgenen Rollen. Man spielt also immer eine Karte aus und zieht eine neue, kann Karten abwerfen um neue nachzuziehen oder reduziert seine Handkartenzahl dauerhaft um eine Karte die vor einem ausliegt zu entfernen.

Kommen wir jetzt aber zu den Unterschieden. Es gibt 6 verschiedene Zielkarten die ausliegen und hinter mehreren kann sich Gold verbergen. Es kann sogar sein, dass auf normal ausliegenden Geländekarten Gold zu finden ist. Hat man einen durchgehenden Weg zu einem Goldstück, legt man einen Marker mit seiner Seite auf das Gold. Am Ende einer Runde (3 werden gespielt) legt man alle Karten mit seinem Marker darauf vor sich ab. Dort bleiben sie bis nach Spielende

Was noch auffällt ist, dass jeder Spieler einen eigenen Eingang hat. Man kann als nicht einfach Sackgassen vor den Gegner platzieren. Jeder baut so lange an seinem eigenen Stollen bis ein Spieler entscheidet, die Stollen zu verbinden. Am besten durch eine Tür, durch die nur er kann. Will man durch die Tür eines anderen Spielers muss man eine Türkarte gespielt haben.

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Der Troll ist neu. Er lässt uns nur durch, wenn wir ihn bestechen.

Was noch neu ist, ist der Troll. Er blockiert einen Weg und wenn man an ihm vorbei will, muss man ihn bestechen. Es kostet 1 Gold, dass man am Ende der Runde abgeben will. Wurde er bestochen so ist der Weg für beide frei.

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Wie gesagt, Aktionskarten gibt es genauso wie im Grundspiel. Nur die Schlüsselkarte ist neu. Mit ihnen blockiert man den Mitspieler oder schaut unter Zielkarten.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: ca 2 Seiten
Einarbeitungszeit: man ist schnell drin

Preis/Leistung

Für 8€ bekommt man ein taktisches Zwei bzw. Einspielerspiel. Das ist ein guter Preis.

Meine Meinung

Fangen wir gleich Mal mit dem negativen an. Ein paar der Karten sind vom Farbton ein wenig anders (ich weiß nicht ob man es bei der mittleren Karte darunter sieht). Auch die Trolle an den Wegkreuzungen passen nicht immer perfekt in den Stollen.  Das ist nur eine optische Kleinigkeit aber mir fällt es auf.

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Neutral finde ich die Tatsache, dass ich das Spiel nicht als Erweiterung verwenden kann. Ja das könnte die Balance total durcheinander hauen aber zumindest den Troll würde ich gerne einbauen. Vielleicht geht das doch irgendwie.
Ein weiterer neutraler Punkt ist der Fokus des Spieles auf die Ärgerelemente. Es ist in meinen Testpartien nicht so gut angekommen. Normalerweise spiele ich mit diesen Leuten aber auch eher wenig konfrontative Zweispielerspiele wie Lost Cities oder Patchwork. Dazu sei noch gesagt, dass diese Leute das normale Saboteur mögen. Das Problem waren nur die Ärgerelemente im Zweispielerkontext.

Ich finde gut, dass es vom Ablauf her, sehr an das „normale“ Saboteur erinnert. Das macht das erklären und hineinfinden einfacher. Ja man kann auch mal Pech haben mit seinen Karten aber eine Partie dauert auch nicht zu lange.
Was ich schön finde ist, dass die beanspruchten Karten dauerhaft aus dem Spiel draußen sind und die limitierten Marker. Da überlegt man schon mal ob man 1 Gold beansprucht oder doch hofft, dass unter der nächsten Karte mehr liegt.
Den Solomodus finde ich auch ganz in Ordnung. Grade für den Preis findet man kaum ein Spiel, dass man mal so gut alleine spielen kann.

Hier haben wir eine Zweispieler/Solovariante für Fans von Saboteur oder jene die es noch werden wollen. Mir gefällt der große Bruder (mit Erweiterung) aber doch um einiges besser.

Befriedigend (im Solomodus gibts noch ein + dazu)

Empfehlung

Wenn euch Ärgerelemente im Zweispielerspiel nicht stören und ihr ein taktisches und günstiges sucht schaut auch Saboteur: Das Duell an.
Das gleiche gilt für Solospieler.

Vielen Dank an Amigo für das Rezensionsexemplar!

Isle of Skye

Nachdem mich das anderer große Werk der beiden Autoren, Broom Service, nicht wirklich überzeugt hat, schauen wir uns heute Isle of Skye an. Wie kann man das Spiel einfach beschreiben?
Man stelle sich vor Kingdom Builder, Carcassonne und Alhambra leben in einer offenen Beziehung und bekommen dank der Genetik ein Kind.

Eckdaten

Autor: Andreas Pelikan, Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Lookout Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 2 – 5
Dauer: 45 – 60 min
Schachtelgröße: 28xm x 19,3cm x 6,8cm
Preis: ca 25€

Ausstattung

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Mitgeliefert werden Plättchen, ein schön großer Beutel, Pappmünzen, Sichtschirme und ein Spielplan. Das Material ist gut gewählt. Was nicht enthalten? Plastikbeutel. Man sollte aber unbedingt welche verwenden um die Münen zu verstauen. Das spart Zeit.

Grafische Gestaltung

Die Gestaltung ist typisch Klemens Franz. Gut gelungen.

Aufbau

Spielfeldgröße: ca 30 x 20 für die zentrale Auslage und ca 40xm x 20cm pro Spieler
Aufbauzeit: ca 2min.

Thema

Ja … puh … ähm … Die Isle of Skye exportiert tatsächlich Whisky 🙂

Besonderheiten

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Spielablauf auf de Rückseite des Sichtschirmes.

Eine Partie gliedert sich in 5 bzw. 6 Runden.

Zu Beginn einer Runde bekommen alle Spieler Geld. Der Geldbetrag hängt davon ab wie viele Whiskyfässer über Straßen mit der Burg verbunden sind. bzw. wie viele Spieler sich auf der Punkteleiste vor einem befinden.

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Bei Rundenbeginn würde ich 6 (5 für die Burg und 1 für die Whiskyfässer) Geld bekommen

Danach ziehen alle Spieler der Reihe nach 3 Plättchen aus dem Beutel und legt sie vor den Sichtschirm. Hinter eines der Plättchen legt man eine Axt. Dieses Plättchen wandert zurück in den Beutel. Hinter die anderen muss man mindestens 1 Goldmünze legen.

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Das Plätchen ganz links wandert zurück in den Beutel

Haben das alle gemacht, stellt man die Sichtschirme zur Seite. Die Plättchen vor den Äxten kommen zurück und jetzt haben die Spieler der Reihe nach die Chance genau 1 Plättchen von den anderen Mitspielern zu kaufen. Das Geld für den Kauf geht sofort an den Spieler. Das Geld das dieser als Preis dafür festgelegt hat geht auch wieder an ihn zurück.

Nachdem alle gepasst oder gekauft haben müssen die Spieler vor ihnen liegende Plättchen selber kaufen, dh. das Geld wandert in den Vorrat.

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Ja das Plättchen wurde korrekt angelegt.

Danach werden die Plättchen eingebaut. Einbauregeln sind recht simpel. Da wo man an bestehende Plättchenarten anlegt muss das Gelände übereinstimmen. Geländearten sind Berge, Wiesen und Seen. Straßen können im nichts auftauchen und auch wieder verschwinden.

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Die unterschiedlichen Plättchen

Jetzt wird gewertet. In jeder der 5/6 Runden wird nach anderen Kriterien gewertet. Dabei wählt man zu Spielbeginn 4 der Plättchen aus und platziert sie auf dem zentralen Tableau.

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Die vorgschlagenen Wertungsplättchen für die erste Partie. Wir befinden uns gerade in der ersten Runde. Fenster A wird bei Rundenende gewertet.

Jedes Plättchen liegt in einem Fenster und darüber ist ein Buchstabe. Auf dem Tisch wird die Runde angezeigt. In der ersten Runde wertet man also Fenster A usw.

Nach 6 Runden ist das Spiel vorbei

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Wenig
Einarbeitungszeit:Leicht gelernt, schwer zu meistern

Preis/Leistung

Das Spiel ist für ca 25€ zu haben. der Preis geht meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Meine Meinung

Gut … Fangen wir gleich mit dem Negativen an. Hier veweise ich auf meine abschließenden Worte von Yangtze. Ich finde zu überlegen „soll das jetzt 12 oder 13 kosten“ eher nicht so spannend. Dieses Element ist aber entscheidend. Eine Münze mehr oder weniger zu haben, kann in einer Runde schon mal zu einem Schneeballeffekt führen.Wenn ich dieses Plättchen kaufen kann bedeutet das für mich Punkte und für den Mitspieler einen Haufen Geld, was wiederum Einfluss darauf hat was er kaufen kann usw. Es ist eben nicht so wie in anderen Spielen, dass das Geld in den Vorrat kommt. So kann es sein, dass ein Spieler haufenweise Geld hat aber nur 1 Plättchen kaufen kann. Ach ja … Das fühlt sich dann irgendwie unbefriedigend an.

 

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es kann eben nur einen geben 🙂

Kommen wir zu den neutralen Punkten. Ich finde den Aufholmechanismus notwendig. Ist das was schlechtes? Jein, weil man ohne ihn gefühlt aufgeschmissen wäre. Manchmal sind die guten Plättchen eben schon weg oder man ist der Startspieler der zwar eine Riesenauswahl, aber eher wenig Geld hat, falls er die eigenen Plättchen nicht verramscht.
Weiterer neutraler Punkt. Die gebaute Landschaft finde ich nicht so schön anzusehen wie in anderen Legespielen. Vielleicht auch deswegen weil man eben nur eine kleine Landschaft vor sich selbst baut. Da liegen dann eben nur ungefähr 12 Plättchen.
Noch ein neutraler Punkt. Man muss die Plättchen die bei den anderen ausliegen gut im Kopf rotieren. Es ist in den Partien schon Mal vorgekommen, dass einer ein Plättchen gekauft hat, es anlegen wollte und irgendwie die Straße doch anders verlaufen ist als er sich das vorgestellt hatte.

Ansonsten ist es ein gutes Beispiel für die Kennerspiel Kategorie. Man könnte meinen, dass es so simpel ist aber der Kniff ist hier das Festsetzen der Preise. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht. Welche Runde haben wir? Was wird gewertet? Was haben die anderen gebaut? Wieviel Geld will man selbst noch zum Einkaufen übrig haben? Was schmeißt man wieder zurück? Will man die eigenen Plättchen notfalls auch haben?
Fragen über Fragen.

Was mir noch gut gefällt ist die (meist) niedrige Wartezeit und das doch interaktive Spielgefühl. Die Phase wo am meisten überlegt wird, verläuft nämlich für alle Spieler gleichzeitig. Richtig gut. Später beim Kauf geht es dann doch ziemlich zackig dahin und ehe man sich versieht ist das Spiel um.

Die Spielzeit ist nämlich der nächste Pluspunkt. Mit eher bis zu  einer Stunde ist es nicht zu lang aber auch nicht zu kurz. Richtig schön. Da hängt man gerne noch eine Revanche dran.

Mein persönliches Highlight sind die Wertungsplättchen. Hier ist genug Abwechslung für einige Partien drin, weil die Reihenfolge der Wertungen auch Auswirkungen auf das Spiel hat und auch gleichzeitig ändert, was welche Plättchen wert sind. Simpel und richtig elegant.

Ich finde das Spiel in der Kategorie Kennerspiel ganz gut aber muss auch sagen, dass es nicht so ganz mein Geschmack ist aber die Wertungsplättchen, die Interaktivität und kurze Spieldauer reißen es heraus.

Gut-

Empfehlung

Wer ein Legespiel sucht mit flexibler Preisgestaltung, schöner Spieldauer und Wiederspielbarkeit -> Pflichtkauf.

Wer aber glaubt Isle of Syke ist ein komplexeres Carcassonne -> hier seid ihr falsch. Abgesehen davon dass man Plättchen rotieren darf, wars das mit den Gemeinsamkeiten.