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Meine Lieblinge des Jahres 2015

Bevor ich mich am Mittwoch in die Weihnachtsferien verabschiede, möchte ich kur nochmal auf meine Highlights des letzten Jahres eingehen. Keine Top 10 oder ähnliches sondern einfach nur ein paar Kategorien, die mir spontan eingefallen sind.

 

Einfaches Würfelspiel: Machi Koro + Großstadt
Einfaches und abwechslungsreiches Spiel. Die Erweiterung gehört für mich fix dazu. Es würde zwar auch ohne gehen aber für die Abwechslung braucht man sie schon.

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Kleines Kartenspiel mit viel Spiel: Die Portale von Molthar
Kleines, feines Kartenspiel mit guter Spielzeit und hohem Taktikanteil.

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Stichspiel: UGO!
Durch die Art der Kartenablage und mit den Bauern gibt es ein paar schöne, frische Elemente, die den kompletten Spielablauf beeinflussen.

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Spiel für Zwei: 7 Wonders: Duel (Rezension in Arbeit)
Hier möchte ich der Rezension nichts vorweg nehmen, nur soviel. Es hat mich schwer beeindruckt.

Für Zwischendurch: Sushi Go
Leichtes Kartenspiel in dem man unterschiedliche Sets sammeln muss. Niedliche Grafik, schnell erklärt und in unter 30 Minuten gespielt.

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Es geht nicht ums gewinnen: Colt Express
Super umgesetztes Thema, 3D Zug und einiges an Chaos. Wo kann man sich ein Ticket kaufen?

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Beste Erweiterung: Dominion – Abenteuer
Sinnvolle Ergänzungen…anknüpfen an Bewährtes…irgendwie erinnert mich das an den neuen Star Wars Film 🙂

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Mein Lieblingsspiel 2015: Orléans
Das Spiel hat bei mir diesen „Nochmal! Dieses Mal versuch ich x in Kombination mit y“ Effekt ausgelöst, der bis heute anhält.

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Erweiterung: Machi Koro – Großstadt

Unser kleines Städtchen wächst zu einer Großstadt! Wir errichten einen Hafen, investieren in IT Unternehmen und renovieren alte Weingüter. Na hoffentlich kommt auch irgendwann das Personal aus dem Urlaub zurück. Die sind nämlich alle vor Wochen zum Flughafen gefahren…

Eckdaten

Zum großen Teil gleichgeblieben (hier gehts zur Rezension von Machi Koro)
Verlag: Kosmso (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Dauer: zwischen 35 und 45 Minuten
Ausstattung

Großstadt - Ausstattung
Großstadt – Ausstattung

Die Erweiterung zu Machi Koro besteht nur aus Karten. Diese lassen sich in zwei Gruppen unterteilen. die „Hafen“ Karten und die „Spezial“ Karten. Zusätzlich gibts noch drei neue Großprojekte von denen zwei in beiden Teilerweiterungen gebraucht werden.

Aufbau

Spielaufbau für 3 Personen
Spielaufbau für 3 Personen

Spielfeldgröße: 50cm x 25cm für die Auslage, ca 55cmx30cm/Spieler
Aufbauzeit: ~2min

Die Auslage

Gespielt wird in der Erweiterung nach der „Komme was wolle“ Variante mit einer kleinen Abänderung. Es gibt immer 2 Stapel mit besonderen Unternehmen. 5 Unternehmen die bei einer 6 oder weniger aktiv werden und 5 die bei einer 7 oder mehr aktiv werden.

Die neuen Großprojekte

Neue Großprojekte
Neue Großprojekte

In den Erweiterungen verwenden wir drei weitere Großprojekten von denen eines schon zu Beginn errichtet ist. Das Rathaus liefert immer dann 1 Münze, wenn zu Beginn der Bauphase keines hat. So fallen Nullrunden, in denen man gar nichts machen kann, weg. Der Hafen erlaubt es bei mindesten 10 Würfelaugen zwei dazu zu addieren und der Flughafen gibt einen immer 10 Geld, wenn man in dieser Runde nichts gekauft hat. Der Flughafen wird nur verwendet, wenn die Erweiterung Hafen dabei ist.

Die Erweiterung „Hafen“

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Diese Erweiterung besteht aus 10 neuen Unternehmen. Für drei davon, benötigt man einen Hafen, damit sie aktiv werden.  Der Lebensmittelgroßhandel benötigt zwar keinen aber er wird damit um einiges lukrativer. Von den besonderen Unternehmen, möchte ich noch das Finanzamt hervorheben. Hier bekommt man bei einer 8 oder 9 von jedem Mitspieler der als 10 Geld hat, die Hälfte. Grade wenn andere Spieler auf den Flughafen (Kostet 30 Geld) sparen, kann da sehr viel herausschauen

Die Erweiterung „Spezialkarten“

Spezialkarten
Spezialkarten

Diese Erweiterung besteht aus 13 Unternehmen. Der Fokus liegt auf besonderen Effekten.

Sind nur aktiv, solange man nur 1 gebautes Großprojekt hat
Sind nur aktiv, solange man nur 1 gebautes Großprojekt hat

Das Maisfeld liefert bei einer 3 oder 4 1 Geld aber nur solange man höchstens 1 Großprojekt gebaut hat. Anmerkung meinerseits: Das Rathaus zählt nicht als gebautes Großprojekt, da man es ja schon zu Beginn hat und nicht baut. Mit der Baufirma muss ich ein bereits errichtetes Großprojekt wieder auf die Rückseite drehen und bekomme dafür 8 Geld aus der Bank.

Das Kreditinstitut. Man sollte sich gut überlegen ob man das will.
Das Kreditinstitut. Man sollte sich gut überlegen ob man das will.

Interessant finde ich auch das Kreditinstitut. Es kostet nichts und wenn man es kauft, bekommt man sofort 5 Münzen. Aber jedesmal wenn man eine 5 oder 6 würfelt muss man 2 Münzen an die Bank abgeben.

Das Weingut produziert einmalig und geht danach in Urlaub.
Das Weingut produziert einmalig und geht danach in Urlaub.

Ein weiteres Konzept ist der „Urlaub“. Man führt ihre Aktion beim Würfeln der Zahl aus. Danach dreht man sie auf die Seite. Sie ist jetzt im Urlaub. Würfelt man die Zahl noch einmal, wird die Aktion nicht ausgeführt aber man dreht die Karte wieder. Das Personal ist aus dem Urlaub zurück :). Das IT-Unternehmen erlaubt es, Geld in es zu investieren. Der Getränkehersteller liefert Geld in Summe aller roten Gebäude aller Spieler. der Cocktail Club erlaubt es einem Spieler sein gesamtes Geld abzuknöpfen, wenn dieser eine 12, 13 oder 14 würfelt und mindestens 3 gebaute Großprojekte besitzt.

Meine Meinung

Diese Erweiterung ist meiner Meinung nach ein Muss für alle Freunde von „Machi Koro“. Die „Hafen“ Erweiterung gliedert sich in den Spielfluss des Grundspiels perfekt ein und bietet mehr ohne wirklich große Neuerungen. Die „Spezial“ Erweiterung hingegen, bringt einige neue Konzepte ins Spiel. Natürlich kann man beides auch kombinieren. Dadurch steigt der Platzbedarf der Spieler. Wenn nicht für Ordnung in der Stadt gesorgt wird, kann man schon mal die Übersicht verlieren 🙂 Wer will kann sich jetzt austoben und Unternehmen die ihm nicht gefallen aussortieren oder sogar Szenarien mit Schwerpunkten entwickeln. Schön. Negatives? Ja, Kleinigkeiten: In der Anleitung steht nicht, dass man in einem Spiel zu dritt  bzw, zu zweit die unnötigen besonderen Unternehmen herausnehmen muss. Aber das stand auch nicht in der Original Anleitung. Für mich war es eigentlich immer logisch, dass ich die Überschüssigen rausnehme, wenn ich mit der Variante gespielt habe, da sonst irgendwann die Auslage etwas verstopfen kann. Aber der Vollständigkeit halber erwähne ich es trotzdem. Eine Frage die öfters im Raum stand war folgende. „Ist das Rathaus ein gebautes Großprojekt?“. Es war vielen nicht klar (obwohl es in der Anleitung steht), dass es nicht zu dieser Kategorie gehört. Hier wäre eine andere Formulierung/grafische Gestaltung besser gewesen. Bzw. hätte man die Rathaus Karte auch weglassen und es nur in die Regel reinschreiben können oder stattdessen eine Karte für den Ablauf eines Zuges reingeben können. Wünsche meinerseits? Ja. Es wäre toll gezielt Karten aus der Auslage entfernen zu können. z.B. durch ein neues Großprojekt. Das wäre taktisch interessant und auch spielerisch nützlich, da manche Gebäude im späteren Spiel einfach nicht gekauft werden. Also Herr Suganuma! Legen sie los 🙂

Alles in allem aber eine sehr empfehlenswerte Erweiterung, die dem kurzweiligen Städtebau frischen Wind für viele Partien gibt. 9 Weingüter!

Vielen Danke an Kosmos für das Rezensionsexemplar!

Rezensionsupdate – August 2015

Lang lang ist’s her seit dem letzten Rezensionsupdate aber nun ist es wieder soweit. Welche Spiele kommen noch immer gerne auf den Tisch? Wo hat sich vielleicht meine Meinung verschlechtert oder verbessert?

Die Paläste von Carrara: Carrara hat den Aufstieg geschafft. Von mir gibts 9 Türme. Noch immer gern gespielt. Ich glaube wir haben auch nach etlichen Partien nicht mal alle Zielkarten durch. Mit Wenigspielern hab ich aber eher schlechte Erfahrungen gemacht. Da ist der Funke nicht so übergesprungen. Erfahrenere Spieler hingegen habens fast immer toll gefunden. Man muss nur darauf achten, Spieleveteranen nicht mit der „Grundvariante“ zu langweilen oder unerfahrenere Spieler mit den Erweiterungen zu überfordern.

Die Vergessene Stadt: Ich habe gesagt, dass ich eher epischere kooperative Spiele mag und deshalb dem Spiel eine kleine Abwertung gegeben. Da ich in letzter Zeit ein längeres Strategiespiel ausprobiere (z’weng Rezensionen) und da eine Partie schon mal länger dauert., freue ich mich als Ausklang über dieses, kürzere KooP. Das Spiel bekommt eine Tendenz zu 8 Punkten.

Machi Koro: Ich finde diese Spiel für Nichtspieler weiterhin sehr sehr empfehlenswert. Wenige, klare Regeln…sogar weniger als bei Monopoly und trotzdem mit mehr Entscheidungen. Manche haben aber nicht eingesehen, dass zuerst andere Mitspieler Geld für Cafes uä. bekommen und dann erst das Einkommen ausgezahlt wird 😀 Im Zweierspiel bekommt das Spiel aber eine Abwertung. Da sind die blauen, roten und ein paar violette Gebäude nicht ganz so interessant.

Royals: Gern gespielt. Die Anfangseuphorie ist etwas gesunken aber ich halte das Spiel noch immer für elegant. Einfache Grundregeln aber ich kann auf unterschiedlichste Arten Punkte holen. Neulinge werden anfangs schon mal durch die Optik ein wenig abgeschreckt, da es komplexer aussieht als es in Wirklichkeit ist. Das legt sich aber schnell wieder. Was mich aber immer noch stört ist der englische Text. Ich bin noch der Meinung, dass Begriffe in der Landessprache oder der Zeit entsprechend Französisch besser gewesen wäre.

Splendor: Was soll ich dazu noch sagen. Ich hole es noch immer gerne auf den Tisch. Mit mehr Spielerfahrung hat man die Auslagen der Mitspieler genau im Auge und versucht ihnen ihre Wunschkarte wegzunehmen. Diese wiederum versuchen es nicht ganz so offensichtlich zu machen und dabei doch effizient vorzugehen. Top! 9 Goldmünzen

Sushi Go: Auch nach einem halben Jahr ist es immer noch mein liebstes Kartenspiel für zwischendurch, wenn man Mal mehr als zwei Personen hat.

Von Drachen und Schafen: Mittlerweile ist es schon eine ganze Weile nicht mehr auf den Tisch gekommen. Andere Kartenspiele mit Ärgerfaktor wie „UGO!“ haben seinen Platz eingenommen. Auf der neuen Bewertungsskala macht das 6 Schafe.