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Catan – Das Duell

Die Siedler von Catan – Das Kartenspiel wird heuer 20 Jahre. Nachdem das ursprüngliche Spiel nach einer Überarbeitung als Die Fürsten von Catan neu aufgelegt wurde erscheint im Jubiläumsjahr die neue Edition. Da fragen wir uns doch: Was hat sich geändert und wie spielt sich das Spiel heute noch?

Eckdaten

Autor: Klaus Teuber
Illustrationen: Michael Menzel
Verlag: Kosmos (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016, Überarbeitung
Spieleranzahl: 2
Dauer: 35 – 75 min
Schachtelgröße: 27,6 cm x 19,5cm x 7cm
Preis: ~20€

Ausstattung

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Ausstattung

Das Spiel besteht aus vielen quadratischen Karten, zwei dicken Holzmarkern und großen Holzwürfeln und vier Kartenhaltern in denen alle Karten gut sortiert werden können.Diese Kartenhalter ist die Neuigkeit in dieser Jubiläumsvariante. Deswegen schauen wir uns die mal etwas genauer an.

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Kartenhalter im Detail

Die Karten liegen nicht gerade in diesem Halter auf sondern man kann sie etwas in beide Richtungen kippen. Im Spiel schiebt man öfters Karten unter einen Kartenstapel, deswegen ist das schon angenehm.

Illustrationen

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Schachelgrafik

Die Illustrationen von Michae Menzel passen gut ins Catan-Universum. Mich hat lediglich gestört, dass man bei dieser Neuauflage nicht ein paar Änderungen aus den Catan Neuauflagen des letzten Jahres übernommen hat. Dort wurden ja alle Landschaftsillustrationen durch einzigartige Illustrationen erstetzt. Das habe ich eigentlich auch für das Kartenspiel erwartet.

Aufbau

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Aufbau des Fürstentums

Spielfeldgröße: Zentrale Auslage 82cm x 9,5cm,; pro Spieler ca 82cm x 38cm
Aufbauzeit: ca 1:00 min

Besonderheiten

Alle die den Ablauf aus der alten Version Die Fürsten von Catan schon kennen, können diesen Abschnitt ohne schlechtes Gewissen überspringen. Für alle anderen:

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Unser Fürstentum besteht zu Spielbeginn aus zwei Siedlungen und einer Straße. Zwischen zwei Siedlungen muss genau 1 Straße sein. Diagonal an Siedlungen liegen Landschaftsfelder. Zu Beginn hat man pro Sorte eines mit jeweils einer anderen Würfelzahl. Oberhalb und unterhalb der Siedlungen baut man Gebäude.

Im Zweispielerableger von Catan machen wir im Großen und Ganzen dasselbe, nur detaillierter. Wir errichten nicht nur Siedlungen und Städte sondern bauen darin auch Gebäude die uns Boni bringen und stellen Helden ein die, die Stadt schützen. Was wegfällt ist der Handel und jeder Spieler hat seinen eigenes Fürstentum. Aber zurück an den Anfang.

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Stärke- und Handelsvorteil: Kann von Spielern erlangt werden, indem man Karten mit den entsprechenden Symbolen sammelt. Man muss mehr als 3 und mehr als der Mitspieler haben. Sie bringen jeweils 1 Siegpunkt und manche Ereignisse werden nur ausgelöst, wenn ein Spieler den jeweiligen Marker besitzt.

Jeder Spieler startet mit einer Auslage aus zwei Siedlungen, die durch eine Straße verbunden sind. Darüber und darunter werden versetzt die Landschaften ausgelegt.

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Ich würfle eine 6 und drehe die Landschaft mit dieser Zahl um eine Position nach rechts weiter (maximum 3). gibt man einen Rohstoff aus dreht man einfach das entsprechende Feld nach links.

Man würfelt mit den zwei Würfeln. Die Würfelaugen geben an welche Landschaften beider Spieler in diesem Zug produzieren. Diese Landschaftskärtchen dreht man eines weiter. Auf jeder Landschaft können so 3 Rohstoffe „gespeichert“ werden. Der zweite Würfel löst immer ein Ereignis aus. Das kann der Räuber sein und man verliert sein Gold und Wolle wenn man nicht aufpasst oder es wird ein Fest gefeiert oder est ist ein ertragreiches Jahr … und und und.

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Manche Karten beziehen sich auf angrenzende Landschaften. Andere verbessern unabhängig von ihrer Position etwas oder bringen Stärke-, Geschicklichkeits- oder Handelspunkte. Aktionskarten erlauben Sonderaktionen

Nach dem Würfeln darf der aktuelle Spieler seine Rohstoffe ausgeben. Man kann die eigenen Handkarten oder die bekannten, Straßen, Siedlungen und Städte errichten. Diese befinden sich in der geminsamen Auslage. Ist man damit fertig, zieht man Karten nach, wie es das Handkartenlimit zulässt.
Danach darf man noch 1 Karte tauschen. Dazu legt man sie unter einen passenden Nachziehstapel und zieht entweder eine zufällige Karte oder bezahlt 2 Rohstoffe und durchsucht einen Nachziehstapel nach einer Karte.

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Einige Ereignisse beziehen sich auf den einen der 3 Vorteile.

In dieser Box enthalten sind 3 Erweiterungsmodule, diese kann man mit dem Grundspiel zusammen kombinieren oder man spielt das Turnierspiel, dass aus dem Grundspiel und 3 Modulen gespielt wird. Je nach Modus kommen gewisse Karten aus dem Spiel.

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Rechts habe ich eine Stadt gebaut, jetzt kann ich dort zwei weitere Gebäude errichten.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: etwas
Einarbeitungszeit: mindestens die 1. Partie ist eine Lernpartie.

Positiv hervorheben möchte ich noch die Rückseite der Anleitung. Hier findet man eigentlich alles über den Ablauf eines Zuges und auch wo man die Details in der Anleitung findet.
Mittlerweile kann man sich das Spiel auch einfach per App erklären lassen. Das erleichtert den Einstieg noch einmal.

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Die Rückseite der Anleitung dient als Spielhilfe

Meine Meinung

Catan: Das Duell hat sicht nur im Detail zum großartigen Die Fürsten von Catan verändert. Die größte Änderung sind neben der Schachtel die hervorragenden Kartenhalter. Sie sind sehr gut zu bedienen und reduzieren die Aufbauzeit enorm. Schachtel aufmachen, aufstellen, kurz mischen und es kann losgehen.

Zum Spiel selbst. Ja… es hat „Catan“ im Titel aber von der Komplexität liegt es einiges darüber. Man muss wesentlich mehr vorausplanen und man braucht mindestens eine Partie um sich im Spiel gut zurecht zu finden. Deshalb empfehle ich zuerst einmal 2-3 Partien in der Einsteigervariante zu spielen, die bei 7 statt 10 Siegpunkten endet. Dort hat man 3-4 Siedlungen und wenige Städte. So bleibt es für Anfänger übersichtlicher. Hat man ein Gefühl für das Spiel, kann man auf 10 Punkte gehen und sich bei Interesse den Modulen widmen, denn dann geht es erst richtig los.
Was noch ganz wichtig für das Spiel ist: Man braucht einen großen Tisch. Er sollte schon 90cm x 90cm sein, damit alles inklusive Getränken, bequem Platz hat.

Spielerisch überzeugt das Spiel nach dieser Einarbeitung aber auf der ganzen Linie. Alle Wege führen nach Rom, wie das Sprichwort so schön sagt. Unterschiedliche Karten lassen in unterschiedlichen Kombinationen andere Siegstrategien zu und man kann sich gut ins eigene und das Spiel des Gegenübers hineindenken. Die Glücksemelemente verhindern jedoch, dass es nur eine Kopfübung wird und nehmen den Spielern ein wenig Last von den Schultern. Mal kommen die Würfel nicht wie man will, dann zieht man nicht die richtige Karte und auf einmal erwischt einen der Räuber und die Wolle ist weg.
Es ist nicht so angespannt wie ich z.B. Partien beim Schach in Erinnerung habe. Ein besserer Spieler kann dort jeden Fehler gnadenlos ausnutzen. Hier führt eine besseres Spiel zwar auch wahrscheinlich zum Sieg aber man ist nie chancenlos, wenn man hinten dran ist. Letzens habe ich erst eine Partie gegen meinen Vater gespielt. Ich musste nur noch eine Stadt errichten und hätte gewonnen. Auf meiner Karte war auch die passende Aktionskarte um mein Gold in das notwendige Getreide einzutauschen. Was hab ich wohl gewürfelt? Richtig … Den Räuber 🙂
Mit den Modulen wird das ganze noch interessanter. Diese unterscheiden sich sehr stark voneinander und liefern ein anderes Spielgefühl. Für die Veteranen ist danach das Turnierspiel interessant.Kurz gesagt: Es ist echt viel Spiel in dieser Schachtel und man wird lange Spaß daran haben.

Für mich ist es eines der besten Zweierspiele auf dem Markt und das auch nach 20 Jahren.

Sehr Gut!

Empfehlung

Wenn man auf der Suche nach einem anspruchsvolleren Zweipersonenspiel ist, dass Strategie, Taktik und Glück in einer guten Mischung enthält und einen hohen Wiederspielreiz hat … unbedingt zugreifen. Für circa 20€ kann man gar nichts falsch machen.
Wer Die Fürsten von Catan schon hat, muss sich überlegen ob die Kartenhalter den Kauf wert sind.

 

Vielen Dank an Kosmos für das Rezensionexemplar!

Gum Gum Machine

Hat der alte Maschinenmeister
sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
merkt ich und den Brauch,
und mit Geistesstärke
mach ich Gum Gum auch.

Eckdaten

Autor: Stefan Dorra, Ralf zur Linde
Illustrationen: Michael Menzel
Verlag: Huch! & friends (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2015
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 20 – 40 min
Schachtelgröße: 29,5cm x 29,5 cm x 7,4cm
Preis: 30 – 35€

Ausstattung

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Die Ausstattung von Gum Gum Machine

Das Spiel enthält viele Holzscheiben, Pappteile und einen großen Spielplan von sehr guter Qualität. Hier gibt es nichts zu bemängeln. Grade die Holzscheiben sind haptisch sehr schön.

Illustrationen

Sehr gut illustriert. Wenn es nicht drauf stehen würde, würde man fast nicht glauben, dass es vom selben Illustrator wie bei Brügge und Andor ist. Nicht dass mir diese nicht gefallen aber der Stil ist doch anders.

Aufbau

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Spielfeld kurz nach dem Spielstart.

Spielfeldgröße: Wird nachgeliefert 🙂 Ich hab das Brett bei meinen Eltern vergessen
Aufbauzeit: siehe oben 😀

Besonderheiten

In Gum Gum Machine stellen wir Gum Gum her. Was ist Gum Gum? Ein Süßigkeit die aus mehreren unterschiedlich farbigen Schichten besteht. Auf jedes Gum Gum kommt oben ein schwarzer Deckel drauf. Je nachdem wie große unser Gum Gum ist bekommen wir Punkte dafür.

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Die Grundlage für das Element in der mitte und auch viele andere sind variabel

Sind wir am Zug so werfen wir die Machine an. Wir müssen den Hebel versetzen und können ihn nicht auf der aktuellen Position lassen. Durch das Umstellen des Hebels wird ein Schalter aktiviert. Wir folgen der Leitung und treffen dort auf unterschiedliche Spielelemente, mit denen wir nacheinander interagieren. So bekommen wir Teile für unsere Gum Gums, decken Symbole auf und springen an andere Positionen der Maschine. Ist das Rohr am Ende angekommen, ist der nächste Spieler dran. Das wars eigentlich schon.

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Schalter 2 wird aktiviert. Dh. den Marker bewegt man nach rechts und folgt daraufhin diesem Rohr. In diesem Fall darf ich mir gleich ein violettes Gum Gum nehmen falls ich so eines noch nicht besitze.

Im Spiel enthalten sind viele Teile mit denen man das Spiel unterschiedlich gestalten kann. So passiert immer etwas anderes

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Die Spielregel ist doch etwas dicker aber keine Angst. Der Aufbau selbst braucht Platz und auch die Einzelteile sind genau mit einigen Beispielen erklärt.
Einarbeitungszeit: Ein paar Minuten.

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Auf der Leiste oben rechts werden die Punkte mitgeschrieben.

Meine Meinung

Mir hat Gum Gum Machine viel Spass gemacht. Das Spiel schafft es auf unterhaltsame Art und Weise wirklich das Gefühl einer verrückten Maschine zu vermitteln. Zu Beginn tappt man noch im Dunkeln und probiert auf gut Glück. Man folgt den Leitungen und schaut einfach mal was passiert.Später kann man, ein halbwegs gutes Gedächtnis vorausgesetzt, Planen wo man welchen Schalter umlegen muss um seine Punkte zu maximieren. Das alles ist aber nicht sehr strategisch. Das will das Spiel auch gar nicht sein. Es ist im Kern ein Memory Spiel, mit nettem Thema und das wird gut transportiert. Die Gefahr wäre da, dass eine Partie irgendwann langweilig wird, wenn man immer den gleichen Rohren folgt aber durch die kurze Spieldauer hat sich nie Langeweile eingestellt. Ich muss das Spiel  nicht ganzen Abend spielen aber wenn ich mal mit meiner Familie am Tisch sitze, weiß ich, dass alle am Tisch Spaß haben.
Ein Punkt der mir nicht so gefallen haben, sind die Spielsteine. Sie sind in einem sehr erdigen Ton gehalten, der recht gut zum Ambiente passt. Aber warum ist nur ein Teil für jeden Spieler vorhanden? Mir ist es einmal passiert, dass mir echt nicht mehr eingefallen ist, was meine Farbe bzw. die Farbe der Mitspieler war. Ein Plättchen oder irgendwas, das man als Referenz in der Farbe des Spielsteines vor sich ablegt wäre toll gewesen aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Gut und eine Empfehlung für das „Spiel des Jahres 2016“.

Empfehlung

Wer auf der Suche nach einem Familienspiel mit tollem Material, gutem Thema und einer Mischung aus Ausprobieren und Merken ist, hier wird man fündig.

Vielen Dank an HUCH! & friends für das Rezensionsexemplar!

Erweiterung: Stone Age – Mit Stil zum Ziel

Heute sehen wir uns kurz stilvolle Steinzeithipster an. Zurück in die Steinzeit!

Eckdaten

Hier hat sich nicht viel verändert (siehe Rezension Stone Age)
Spieleranzahl: bis zu 5 Spieler
Jahr: 2011

Ausstattung

Material für den 5. Spieler
Material für den 5. Spieler

In der Schachtel sind einige Plättchen, Karten, Schmuck, ein Satz schwarzer Meeple, Marker in den anderen Farben, ein Spielertableau, 100/200 Marker und einen Spielplanteil beigelegt.

Der Schmuck

Die neuen Karten.
Die neuen Karten.

Schmuck ist eine neue Zutat. Dh. keine Ressource oder Nahrung. Hauptsächlich bekommt man Schmuck beim jagen, genau wie Nahrung. Man hat die Wahl, ob man für 2 Würfelaugen eine Nahrung oder einen Schmuck nimmt. Was kann man mit Schmuck machen? Manche der neuen Gebäude verlangen Schmuck als Bauzutat. Hier wird er genauso wie die anderen Ressourcen verwendet. Weiters gibt es jetzt ein 5. Feld für die Karten. Um Karten von diesem Feld zu kaufen braucht man drei Schmuck und kann für weitere drei Schmuck eine verdeckte Karte vom Kartenstapel ziehen. Die letzte Möglichkeit Schmuck einzusetzen ist zum Tauschen.

Die Händler

Der neue Ort im Dorf sind die Händler. Hier müssen ähnlich wie bei der Hütte zwei Meeple eingesetzt werden. Wenn man die Aktion ausführt bewegt man den Marker auf der Händlerleiste zwei Felder weiter und bekommt sofort zwei Schmuck. Der Platz auf der Händlerleiste gibt an in welchem Verhältnis getauscht werden kann. Einmal pro Zug, darf man beim Kauf eines Gebäudes bzw. einer Karte Zutaten im Verhältnis von 2:1, 1:1 oder 1:2 tauschen.Darf man z.B. 1:1 tauschen kann man beim Gebäudebau einen Schmuck gegen ein Gold eintauschen.

Die neuen Gebäude

Die neuen Gebäude
Die neuen Gebäude

Gebäude haben ab jetzt ein paar interessante Effekte. Z.b. hat man die Möglichkeit an seine eigene unblockierbare Goldmine zu gelangen auf der man schon für 5 Augen ein Gold bekommt.

Die Spielbox Gebäude

Weitere Gebäude
Weitere Gebäude

Diese sechs Gebäude können unabhängig von der restlichen Erweiterung verwendet werden. Sie sind auch so mit dem Grundspiel kombinierbar. Enthalten sind ein paar Hütten die ganz automatisch jede Runde 1 Holz, Lehm oder Stein produzieren und Hütten wo man jeweils 1 Stammesmitgied, Werkzeug oder 1 Grundversorgung bekommt.

Einstieg und Wiedereinstieg

Die Anleitung hat kleinere Macken. Der Hinweis, dass man nur einmal in einem Zug tauschen kann, hätte meiner Meinung nach an den Rand zu den anderen wichtigen Infos gehört. Bei der Erklärung der Kartensymbole steht bei der neuen Würfelleiste sinngemäß „1 Fortschritt auf der Händlerleiste“. Bei der Erklärung der Karte die nur das gleiche Handelsleistensymbol trägt steht „1 Fortschritt + 2 Schmuck“. Weiter vorne in der Anleitung steht, dass man immer 2 Schmuck bekommt, wenn man sich 1 oder 2 Felder auf der Leiste nach vorne bewegt. Diese Beschreibung ist nicht eindeutig. Vom Sinn her schon aber nicht vom Wortlaut. Hat man Perfektionisten am Tisch *hust* kann schon ein Satz wie „Ich dachte ich bekomme mit der Karte 1 Fortschritt und 4 Schmuck“ kommen.
Neutral sehe ich die fehlende Änderung der Endwertung. Bei einem Untenschieden werden die Punkte auf der Händlerleiste nicht dazuaddiert. Die Frage ist, ob das vergessen wurde oder beabsichtigt ist.

Meine Meinung

Wow. Auf dieser Erweiterung steht ganz groß geschrieben: WIR MACHEN GEBÄUDE INTERESSANTER!
Sind im Grundspiel Gebäude nur Lieferanten für sofortige Punkte und evtl. Punkte bei Spielende wenn man ein paar Hüttenbauer hat, so haben sie nun teilweise auch richtig interessante Effekte bzw. permanente Boni. Wenn man früh im Spiel ein Gebäude errichtet, das jede Runde einen Stein produziert ist das nicht zu verachten.
Die Anzahl der Hüttenbauer erhöht sich auch spürbar. Sind im Grundspiel 9 Hüttenbauer dabei, findet man hier nun 14.
Auf anderen Seiten haben sich manche darüber beklagt, dass es im Spiel weniger zu Blockaden kommt. Ja natürlich! Ein Spieler der massiv auf die Händler setzt, wird nicht anfangen Steine und Gold einsammeln. Wozu auch? 2 Meeple sind eine sehr große Investition die an anderen Stellen fehlen. So gleicht sich das ganze wieder aus.

Die Möglichkeit bei der Jagd an Schmuck zu kommen ist sehr schön. Konnte es im Grundspiel passieren, dass man zuviel Nahrung erwürfelt hatte, die man gar nicht brauchte, kann man nun den Überschuss in Schmuck umwandeln. Und selbst wenn man keinen Handel treibt, kann man auf dem 5. Kartenfeld zuschlagen. Für 6 Schmuck bekommt man die Karte und die nächste verdeckte vom Nachziehstapel. Die zählt aber nur für die Endwertung. Zwei Karten zu bekommen ist mächtig aber man weiß natürlich nicht, was da für eine Karte kommt. Sie schadet zwar nicht aber man kann sich fragen ob sie wirklich 3 Schmuck wert war.

Der nicht-perfekt-passende Spielplan
Der nicht-perfekt-passende Spielplan

Was mir an der Erweiterung nicht gefällt, betrifft vor allem die Spielregel (siehe oben) und den Spielplan. Er ist nämlich ein winziges Stückchen zu klein, um perfekt auf den Plan zu passen. Egal wo man versucht anzulegen, etwas überlappt immer. Ebenso unästhetisch ist es, dass der neue Plan auf der Vorderseite anstatt der Rückseite zusammengefaltet wird. So hat man einen kleinen hässlichen weißen Streifen mitten auf dem Spielpan. Spielerisch stört das ganze zwar nicht, aber … es ist einfach nicht hübsch. Aber vielleicht sieht das ja bei einer neueren Auflage anders aus.

Empfehlung

Für wen ist „Mit Stil zum Ziel“ etwas? Alle die Stone Age mögen aber es sich ein bisschen komplexer wünschen, können getrost zugreifen.