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Port Royal: Das Abenteuer beginnt (spoilerfrei)

Port Royal hat sich im Laufe der Jahre richtig gemausert. Das interaktive Zockerspiel mit etwas mehr Tiefe als man ihm ansieht, bekommt eine weitere Erweiterung. Diesmal schlagen wir uns wahlweise kompetitiv oder  kooperativ durch 5 Kapitel oder spielen kompetitiv im freien Modus. Ist es so gut wie die 1. Erweiterung? Man wird sehen.

Eckdaten

Autor: Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 1-4
Preis: ca 10€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus Karten der gewohnten Qualität und ein paar Holzwürfeln

Grafische Gestaltung

Gewohnt gut. Die neuen Karten gefallen mir sehr.

Thema

Diesmal stürzen wir uns in ein Abenteuer!

Besonderheiten

Die Karten des Grundspiels werden gemischt. Jeder Spieler bekommt einen Charakter der besondere Eigenschaften hat und eine Kronenkarte.

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Auf der kann man wie auf einer Leiste voranschreiten. Je nach Fortschritt bekommt man hier Punkte.

Neu ist auch der Ereigniskartenstapel. Der setzt sich aus Ereignissen + der Monatsende Karte zusammen. Wird die aufgedeckt so wird die aktuelle Auftragskarte abgehandelt.

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Apropos Aufstragskarten. Durch die Geschichte kommen Auftragskarten ins Spiel. Je nach Variante (kooperativ oder kompetitiv) müssen/können diese erledigt werden und sie treiben die Handlungen voran.

Die Geschichte ist in 5 Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel stellt eine Partie dar. Hat man die komplette Geschichte gespielt, kann man das ganze auch wie eine normale Partie spielen. Kompetitiv wählt man ein paar der markierten Aufträge aus und verwendet diese.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Ein wenig mehr als man bisher gewohnt war
Einarbeitungszeit: Nach der ersten Partie lief es gut.

Preis/Leistung

Diese Erweiterung ist für ~10€ zu haben. Dafür bekommt man etliche Karten die man sowohl kooperativ als auch kompetitiv spielen kann. Das passt vom Wert her.

Meine Meinung

Kommen wir zu Beginn gleich zu den negativen Punkten. In der Anleitung fehlt der Hinweis, ob man die Erweiterung auch mit ein Auftrag geht noch und Unterwegs kombinieren kann. Auf BGG findet man die Antwort des Autors dazu … ja es geht, nur kann sich dadurch der Schwierigkeitsgrad erhöhen (tut er), weil der Stapel dicker ist. Macht Sinn aber wieso hat man das nicht gleich in die Anleitung geschrieben? Das wäre nur ein Satz gewesen. Vielleicht auch noch ein Hinweis dazu wie man das kompensieren kann.. ja das wär was feines gewesen.

Dazu passt auch Folgendes. Ich finde es Schade, dass die Erweiterungen keinen Bezug zueinander haben. Schon bei Unterwegs dachte ich mir: Wäre nett gewesen eine weitere Auftragskarte für die 1. Erweiterung dabei zu haben. Hier fällt es noch mehr auf. Da kann man sich eine Scheibe von King of Tokyo abschneiden, da ist bei der Halloween Erweiterung was dabei, dass nur mit der Power Up Erweiterung zusammen verwendet werden kann.

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Neutral. Wow … als ich das Regelblatt dieser Erweiterung aufgeschlagen hab, dachte ich mir …. huiuiui. Im Vergleich zu dem was man bei Port Royal bisher gesehen hat ist das schon eine Hausnummer mehr zu lesen. Es sieht ein wenig abschreckend aus, ist aber halb so wild.
Solala fand ich auch, wie die neuen Karten ins Spiel kommen. Das mag aber an meiner Erwartungshaltung liegen aber erwähnen muss ich es doch. Ich dachte, dass man je nachdem wie man was erfüllt hat andere Karten in den Stapel mischt. So ein bisschen wie bei Robinson Crusoe. Tatsächlich mischt man zu Beginn jedes Szenarios ein paar Karten rein. Das wars. Ja … so ist es weniger fummelig aber anders wäre es cooler gewesen.

Der Solomodus ist besser als bei Ein Auftrag geht noch aber ein Kaufgrund ist er noch immer nicht. Mit dem kooperativen Modus geht es mir ähnlich. Das war auch schon bei der 1. Erweiterung so aber jetzt ist mir auch deutlich bewusst warum. Fehlschlag beim Aufdecken macht kooperativ keinen Spaß. Das war für mich eines der spaßigsten Elemente: Man überlegt…weiter machen oder aufhören und die Mitspieler versuchen das eine oder das andere einzureden und egal was passiert: Irgendwer am Tisch jubelt immer und ein paar andere ärgern sich. Vergeigt man es kooperativ ist ein echt wichtiger Zug futsch… meh.

Zu guter letzt: Die unterschiedlichen Charaktere der Spieler und die neuen Karten. So hat dann zwar jeder eine andere Spezialfähigkeit aber irgendwie ist es auch unnötig. Ich hatte nie das Gefühl von „Hey unterschiedliche Spielerfähigkeiten braucht das Spiel!“.Es macht das Spiel dadurch komplexer, aber nicht unbedingt unterhaltsamer. Zumindest für mich nicht. Einigen in der Runde haben die aber sehr gefallen.
Ähnliches gilt für die neuen Personen. So viele gibts davon nicht. Es gibt neue Expeditionsaufträge, eine neue Schiffsart so Händler/Priester(Kapitän/Siedler) Hybride. Richtig neu sind nur die Späher und die Wirtin. Die Wirtin arbeitet mit den Waren die neu ins Spiel kommen und mit dem Späher kann man ein paar Karten des Nachziehstapels anschauen. Hmm..ja…nett…aber wie schon bei den Charakteren: Ich hab mich nie gefragt: Wie kann ich mehr planen. Das mag im kooperativen Spiel nützlich sein aber sonst … Es bringt halt nicht mehr Spaß.

Was gefällt mir?

Ich mag den Stapel mit den Ereigniskarten. Nach jedem Monat kommt eine zusätzliche Ereigniskarte hinzu. Die Reihenfolge der Ereignisse bleibt aber unverändert. So weiß man dann schon, was nächste Runde passieren wird und kann, so gut es geht, darauf hinarbeiten.

Das Erfüllen der Aufträge im Storymodus gefällt mir hier besser als bei Ein Auftrag geht noch, weil es mehrere Ausgänge geben kann. Beispiel: Gelingt es mir eine gewisse Anzahl Piraten abzuwehren, so sind die Meere danach sicherer und man sollte Händler einstellen. Gelingt mir das nicht, sollte ich lieber die Siedlung mit Kanonieren und Matrosen befestigen. Das ist nett.

Mir gefallen die Änderungen beim Solomodus und im kooperativen Zweipersonen Spiel. Da kommt eine zusätzliche Karte in den Ereignisstapel die die Balance ein wenig zurechtrückt. Kommt dieses Ereignis so muss man für jeden Admiral und jeden Gouverneur 2 Gold bezahlen aber man bekommt 2 Gold für jeden Witzbold. Thematisch macht das zwar nicht viel Sinn aber bei den knackigen Rundenlimit wäre das ohne diese Karte recht einfach.

Ja … wie man sieht. Ich bin nicht so sehr überzeugt. Es wird komplexer ohne den Bereich zu verstärken der mir wichtig ist. Hab ich mir jemals gedacht: Port Royal braucht unterschiedliche Waren, unterschiedliche Spielerfähigkeiten und einen etwas vorhersehbaren Ereigniskartenstapel. Leider … nein. Manchmal ist weniger doch mehr.

Empfehlung

Wenn man immer der Meinung war Port Royal ist zu seicht, mehr Planbarkeit will und vielleicht noch einen Hang zu kooperativen Spielen hat, schaut es euch an.

Alle die lieber das kompetitive, interaktive Element schätzen sollten zu Ein Auftrag geht noch  greifen.

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Love Letter Big Box

Es gibt ja mittlerweile recht viele Big Boxen zu kaufen. Jetzt auch für das Mikrospiel Love Letter. Das ist damals mit 16 Karten ausgekommen. Jetzt sind es 32 Karten. Doppelt so viel Inhalt! Ja … das kann man schon Big Box nennen.

Eckdaten

Autor: Seji Kanai
Illustrationen:Andrew Hepworth, Jeffrey Himmelman
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 8
Dauer: 20 – 40
Schachtelgröße: 14cm x 19cm x 6,8cm
Preis: ca 17€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus großen, sehr soliden Karten und ein paar schönen Holzherzen.

Grafische Gestaltung

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Bei den Illustrationen bin ich zwiegespalten. Die des Original Love Letter fand ich immer gut. Die aus der Erweiterung – teils teils. Ich finde sie passen nicht so perfekt zusammen. Bestes Beispiel: Das Cover. Das Spiel heißt LOVE LETTER. Die Prinzessin im Vordergrund und im Hintergrund die Siluetten anderer Figuren. Perfekt… Was zum Geier macht hier ein schmieriger Assasine.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: Karten mischen und es kann losgehen

Thema

Wir sollen der Prinzessin einen Liebesbrief überreichen. Je einflussreicher die Person aus ihrer Umgebung desto wertvoller ist sie für diesen Zweck.

Besonderheiten

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn eine der Personenkarten auf der Hand. Wenn man am Zug ist, zieht man eine Karte vom Nachziehstapel und spielt eine der 2 Karten offen vor sich aus. Danach handelt man den Effekt der Karte ab und schon ist der nächste dran.

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Mit der Erweiterung kommen auch 3 männliche Wöchter ins Spiel. Von der Funktionalität her identisch aber so lassen sie sich leichter auseinandersortieren.

Eine Runde dauert so lange bis entweder alle Spieler bis auf einen ausgeschieden sind oder der Nachziehstapel leer ist. Dann gewinnt der, der die Karte mit dem höchsten Wert auf der Hand hat.

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Der Sieger bekommt 1 Herz. Wer eine bestimmte Anzahl Herzen gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Für jeden Spieler liegt eine doppelseitig Übersicht über alle Rolle bereit.

Regelumfang: nicht der Rede wert
Einarbeitungszeit: kann man ignorieren. Das Grundprinzip ist schnell verinnerlicht. Lediglich die Karten muss man erst mal lesen. Dafür hat man aber die richtig praktischen Spielerhilfen die nicht nur die unterschiedlichen Effekte sondern auch die Anzahl der Karten pro Sorte angibt.  In die Anleitung schaut man eigentlich nur 1 Mal.

Preis/Leistung

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Das Spiel besteht aus ~40 großformatigen Karten und ein paar Holzherzen. Nicht grade viel für 17€ könnte man meinen. Ja aber die Karten haben Dixit Größe und sind ungefährt ein paar Mal so dick. Richtig gut also.
Die Holzherzen sind auch ausreichend vorhanden und das Spiel bietet gute Wiederspielbarkeit für viele Partien.

Meine Meinung

Beginnen wir wie immer bei der Kritik an der Big Box. Wie gesagt, die neuen Grafiken sind teilweise nicht ganz so meins. Ich finde ein paar Karten der Erweiterung um eine Ecke uncharismatischer und das Cover …
Prinzessin, sie müssen nur noch für das Cover posieren. Bitte stellen sie sich da hin… ok … hier kommt das Vög … hey! wer sind sie. jetzt muss ich noch ein Foto mach… natürlich. Der Film ist alle. Na dann nehmen wir das. Tja der Assasine ist ein richtiger Photocrasher.
Zu den Spielerzahlen. Ich finde es nicht ganz so gut mit 2 Spielern. Dort kann nach einer Karte eine Runde vorbei sein. Zug 1: Wächterin … du hast die Zofe auf der Hand….richtig.

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Neutral? Da fällt mir der Schmeichler ein. Hier ist es passiert, dass auf ihn 1-2 Mal schlichtweg vergessen wurde. Man quatscht zwischen den Zügen, ist ein wenig unachtsam und schon ist es passiert. Für den Narren hat man die Narrenkarte eingeführt. Gut. Warum hat man nicht auch eine Karte oder irgendeinen Würfel / Marker für den Schmeichler als Erinnerung. Warum macht mir das nicht so viel aus? Man nehme einfach einen Marker aus einem anderen Spiel oder eine Münze oder eine Weinflasche. Lasst eurer Fantasie freien Lauf….

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Also der Graf ist klar ein Bösewicht. da widerspricht mir sicherlich keiner.

Ansonsten finde ich die Big Box sehr gelungen. Ich hatte vor einigen Jahren Love Letter in meiner Sammlung aber in den Gruppen in denen ich es gerne gespielt hätte, ging das nicht, weil es eben nur bis 4 Spielern ging. Zu zweit war es in Ordnung aber auch kein Highlight. Es gab da auch irgendwo eine Möglichkeit mit zwei Spielen mit 4+ zu spielen aber das hatte mich nicht überzeugt. Warum?

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Pro Partie kann nur 1 Spieler punkten. Sagen wir man spielt zu 6. auf 3 Herzen. Es kann 13 Partien dauern, bis es einen Sieger gibt, was für diese Art von Spiel viel zu lang ist.
Hier kommen die zusätzlichen Karten der Erweiterung ins Spiel. Mit 3 der neuen Rollen kann man Extraherzene erhalten.

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Der Spielmechanismus ist dabei so simpel, wie kaum ein anderer. Zieh eine Karte – spiel eine Karte. Trotzdem steckt in diesem Spiel Bluffen, Taktieren, Deduktion und eine Portion Glück und das bei so wenig Material.  Eine richtige Design Meisterleistung. In höheren Spielerzahlen wirds ein wenig chaotischer, was aber nicht verwunderlich ist, weil man gerne vergisst was wer gespielt hat.

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Das Spiel schafft es aber immer wieder clevere und witzige Momente zu erzeugen. Zum Bespiel hatte ich einer einer Patrie das Gefühl, dass  Christian die Prinzessin auf der Hand hat. Er hat die Gräfin ausgespielt. Natürlich könnte er auch Prinz oder König haben … aaaaber der König ist schon aus dem Spiel … hmmm da zock ich mit meinem Wächter… ist ja logisch. Natürlich renne ich voll in den Assasinen… Sowas bleibt natürlich nicht unkommentiert 🙂

Sehr Gut-. Eines der besten Spiele für zwischendurch und funktioniert in den  unterschiedlichsten Spielergruppen und Besetzungen.

Empfehlung

Die Love Letter – Big Box ist allen zu empfehlen die ein zugängliches Spiel suchen, dass gut in unterschiedlichen Spielerzahlen funktioniert und unterschiedliche Facetten hat

 

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Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!

Port Royal – Unterwegs

Endlich wieder zurück im Hafen von Port Royal. Diesmal haben wir es ziemlich eilig und nehmen nur das notwendigste mit. Ein paar Matrosen wären gut, vielleicht noch Passagiere – Platz wäre ja noch. Diese dubiosen Großhändler sind mir zwar nicht geheuer und sehen irgendwie mehr nach Piraten aus.

Eckdaten

Autor: Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 10 – 30 min
Schachtelgröße: 18cm x 11cm x 3,5cm
Preis: ca 7€

Ausstattung

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Im Spiel findet man 60 Karten. Die Schachtel ist etwas schmäler als die Standard Pegasus Schachteln für kleine Spiele aber dafür ein Stück länger.

Grafische Gestaltung

Alles beim alten. Bei dem neuen Personentyp Passagier hat man sogar zwei verschiedene Illustrationen.

Aufbau

Spielfeldgröße: Alles beim alten. Die Auslagen der Spieler werden aber nur ungefähr halb so groß sein sein.
Aufbauzeit: Karten mischen – los gehts.

Thema

Wir sind Neuankömmlinge in Port Royal. Mit ein wenig Startkapital stehen wir da. Was wird unser Schicksal sein? Verfrachten wir Passagiere? Treiben wir als Piraten unser Unwesen? Gehen wir unter die Händler?

Besonderheiten

Der grundsätzliche Ablauf ist derselbe wie in Port Royal. Man benötigt für einen Sieg aber nur 8 Einflusspunkte, die Steuern funktionieren anders, es gibt keine Aufträge und weniger Personen.

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Großhändler und Passagier in Kombination mit Karten des Grundspiels

Die Port Royal Spieler wird natürlich interessieren was es für Personen gibt.
Es gibt die bekannten Säbellieferanten: Matrosen und Piraten. Die beiden anderen Personen sind Passagiere, die keine besondere Funktion haben und nur Siegpunkte liefern und der Großhändler. In jeder Schiffsfarbe gibt es 2. Handelt man mit einem Schiff der Farbe des Großhändlers so wird das Schiff nicht abgelegt sondern man legt es unter den Großhändler. Der Wert des Großhändlers steigt danach jedes Mal um 1 Punkt.

Ja das wars auch schon.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Sehr gering
Einarbeitungszeit: Sehr kurz

Preis/Leistung

Das ist jetzt ein schwieriger Punkt. Ich hab das Spiel beim Thalia mit einem Gutschein für 4€ irgendwas Cent gekauft. Dieser Preis geht vollkommen Ordnung. Regulär hätte es 7€ gekostet. Das hätte ich nicht dafür bezahlt. Immerhin kostet das wesentlich umfangreichere Grundspiel 10€. Ebenso wie die Erweiterung.

Meine Meinung

Starten wir gleich ohne Umschweife mit dem Negativen. Das Spiel heißt Port Royal – Unterwegs. Ich hatte dabei irgendwie ein Reisespiel im Kopf. Aber Port Royal selbst ist ja auch nicht besonders groß – also wird dieses Spiel wahrscheinlich halb so groß sein, da ja nur die Hälfte der Karten drin sind…So ungefähr waren meine Gedankengänge. Wie ich das Paket dann bekommen habe, war ich schon überrascht. Da und dort sind die Maße zwar ein bisschen anders aber im Grunde genommen ist es ungefähr gleich groß!
Warum ist es dann bitte eine „Unterwegs“ Version?  Die Yomi Charakterdecks sind auch nur ein Kartenstapel mit einer Hülle drum. So hätte ich mir dieses Spiel gewünscht. Dann könnte man tatsächlich von „Unterwegs“ sprechen. Ja ich kann auch die Karten aus der Schachtel nehmen aber das kann ja nicht der Sinn der Sache sein.

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Kommen wir nun zu den neutralen Punkten. Das Spiel dauert tatsächlich nur ca 20min, wenn man mal den Spielfluss draußen hat. Einerseits gut. Aber andererseits erkauft man sich diese Geschwindigkeit durch einen Wegfall vieler Optionen. Das macht das Spiel zwar einsteigerfreundlicher aber Liebhabern des Grundspieles geht schon einiges ab. Aber diese werden das Spiel vermutlich wegen etwas ganz anderem kaufen, nämlich der Möglichkeit das Spiel als Erweiterung zu benutzen. Bevor ich jetzt gleich damit zum positiven Abschnitt überleite noch eine neutrale Anmerkung. Ich finde es schade, dass man nur den einen Teil der Passagiere (die mit den 2 Punkten) mit dem Grundspiel mischen darf und eine ganzer Typ von Illustrationen (die 3er Passagiere) nicht mit dabei ist. Zwar kein Beinbruch aber da ich die Unterwegs Variante wahrscheinlich nie mehr spielen werde, ist es schade drum.

In den Stapel des Grundspieles mischt man jeweils 5 Großhändler, 5 Passagiere und 10 Schiffe (Karten sind markiert), damit die Balance so bleibt wie sie ist. Die Passagiere finde ich im späten Spiel interessant (wenn man schon einen Auftrag erledigt hat). Sie liefern 1 Punkt mehr als andere Personen die genausoviel kosten und wie jeder wahrscheinlich weiß – 1 Punkt kann sehr wichtig sein.
Jetzt kommen wir zum Highlight: Der Großhändler.
Seine Fähigkeit Schiffe aus dem Spiel zu nehmen und damit Punkte zu erzeugen hat spannende Konsequenzen. Dabei sind jedoch nur so wenige Großhändler im Spiel, dass sie nicht in jeder Partie relevant sind.

Zum Abschluss spannen wir wieder den Bogen zum eigenständigen Spiel.
Die Grundformel des Spieles ist noch immer so gut, dass es trotz dieser stark reduzierten Möglichkeiten Spaß macht. Hole ich mir jetzt einen Matrosen mit Säbel oder einen Passagier der mir mehr Punkte bringt? Riskiere ich weiter aufzudecken und hoffe darauf ein Schiff in der Farbe des Großhändlers zu bekommen?
Dieses einfache Spieprinzip hat Port Royal zu einem meiner Lieblingsspiele gemacht. Viele anderen Spiele mit taktischer Ausrichtung fallen im Wiederspielreiz stark ab, wenn man Mal alles gesehen hat. Doch dieses Zocken lässt für mich den Wiederspielreiz unverändert hoch bleiben.

Für mich bekommt das Spiel in dieser Form und Verpackung trotzdem nur ein Befriedigend-. Port Royal-Unterwegs ist für mich, auf Grund der Schachtelgröße, als Spiel zum mitnehmen nicht besser geeignet als Port Royal aber man verliert dadurch viel taktische Tiefe.

Empfehlung

Für Personen mit wenig Spieleerfahrung ist das Spiel schon einen Blick wert, wenn man es um einen Preis von ~5€ bekommt.
Besitzer des Grundspieles sollten eher zur Erweiterung Ein Autrag geht noch greifen. Zu dieser Schachtel sollte man nur greifen, wenn man es der Vollständigkeit halber haben will.