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Port Royal – Unterwegs

Endlich wieder zurück im Hafen von Port Royal. Diesmal haben wir es ziemlich eilig und nehmen nur das notwendigste mit. Ein paar Matrosen wären gut, vielleicht noch Passagiere – Platz wäre ja noch. Diese dubiosen Großhändler sind mir zwar nicht geheuer und sehen irgendwie mehr nach Piraten aus.

Eckdaten

Autor: Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 10 – 30 min
Schachtelgröße: 18cm x 11cm x 3,5cm
Preis: ca 7€

Ausstattung

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Im Spiel findet man 60 Karten. Die Schachtel ist etwas schmäler als die Standard Pegasus Schachteln für kleine Spiele aber dafür ein Stück länger.

Grafische Gestaltung

Alles beim alten. Bei dem neuen Personentyp Passagier hat man sogar zwei verschiedene Illustrationen.

Aufbau

Spielfeldgröße: Alles beim alten. Die Auslagen der Spieler werden aber nur ungefähr halb so groß sein sein.
Aufbauzeit: Karten mischen – los gehts.

Thema

Wir sind Neuankömmlinge in Port Royal. Mit ein wenig Startkapital stehen wir da. Was wird unser Schicksal sein? Verfrachten wir Passagiere? Treiben wir als Piraten unser Unwesen? Gehen wir unter die Händler?

Besonderheiten

Der grundsätzliche Ablauf ist derselbe wie in Port Royal. Man benötigt für einen Sieg aber nur 8 Einflusspunkte, die Steuern funktionieren anders, es gibt keine Aufträge und weniger Personen.

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Großhändler und Passagier in Kombination mit Karten des Grundspiels

Die Port Royal Spieler wird natürlich interessieren was es für Personen gibt.
Es gibt die bekannten Säbellieferanten: Matrosen und Piraten. Die beiden anderen Personen sind Passagiere, die keine besondere Funktion haben und nur Siegpunkte liefern und der Großhändler. In jeder Schiffsfarbe gibt es 2. Handelt man mit einem Schiff der Farbe des Großhändlers so wird das Schiff nicht abgelegt sondern man legt es unter den Großhändler. Der Wert des Großhändlers steigt danach jedes Mal um 1 Punkt.

Ja das wars auch schon.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Sehr gering
Einarbeitungszeit: Sehr kurz

Preis/Leistung

Das ist jetzt ein schwieriger Punkt. Ich hab das Spiel beim Thalia mit einem Gutschein für 4€ irgendwas Cent gekauft. Dieser Preis geht vollkommen Ordnung. Regulär hätte es 7€ gekostet. Das hätte ich nicht dafür bezahlt. Immerhin kostet das wesentlich umfangreichere Grundspiel 10€. Ebenso wie die Erweiterung.

Meine Meinung

Starten wir gleich ohne Umschweife mit dem Negativen. Das Spiel heißt Port Royal – Unterwegs. Ich hatte dabei irgendwie ein Reisespiel im Kopf. Aber Port Royal selbst ist ja auch nicht besonders groß – also wird dieses Spiel wahrscheinlich halb so groß sein, da ja nur die Hälfte der Karten drin sind…So ungefähr waren meine Gedankengänge. Wie ich das Paket dann bekommen habe, war ich schon überrascht. Da und dort sind die Maße zwar ein bisschen anders aber im Grunde genommen ist es ungefähr gleich groß!
Warum ist es dann bitte eine „Unterwegs“ Version?  Die Yomi Charakterdecks sind auch nur ein Kartenstapel mit einer Hülle drum. So hätte ich mir dieses Spiel gewünscht. Dann könnte man tatsächlich von „Unterwegs“ sprechen. Ja ich kann auch die Karten aus der Schachtel nehmen aber das kann ja nicht der Sinn der Sache sein.

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Kommen wir nun zu den neutralen Punkten. Das Spiel dauert tatsächlich nur ca 20min, wenn man mal den Spielfluss draußen hat. Einerseits gut. Aber andererseits erkauft man sich diese Geschwindigkeit durch einen Wegfall vieler Optionen. Das macht das Spiel zwar einsteigerfreundlicher aber Liebhabern des Grundspieles geht schon einiges ab. Aber diese werden das Spiel vermutlich wegen etwas ganz anderem kaufen, nämlich der Möglichkeit das Spiel als Erweiterung zu benutzen. Bevor ich jetzt gleich damit zum positiven Abschnitt überleite noch eine neutrale Anmerkung. Ich finde es schade, dass man nur den einen Teil der Passagiere (die mit den 2 Punkten) mit dem Grundspiel mischen darf und eine ganzer Typ von Illustrationen (die 3er Passagiere) nicht mit dabei ist. Zwar kein Beinbruch aber da ich die Unterwegs Variante wahrscheinlich nie mehr spielen werde, ist es schade drum.

In den Stapel des Grundspieles mischt man jeweils 5 Großhändler, 5 Passagiere und 10 Schiffe (Karten sind markiert), damit die Balance so bleibt wie sie ist. Die Passagiere finde ich im späten Spiel interessant (wenn man schon einen Auftrag erledigt hat). Sie liefern 1 Punkt mehr als andere Personen die genausoviel kosten und wie jeder wahrscheinlich weiß – 1 Punkt kann sehr wichtig sein.
Jetzt kommen wir zum Highlight: Der Großhändler.
Seine Fähigkeit Schiffe aus dem Spiel zu nehmen und damit Punkte zu erzeugen hat spannende Konsequenzen. Dabei sind jedoch nur so wenige Großhändler im Spiel, dass sie nicht in jeder Partie relevant sind.

Zum Abschluss spannen wir wieder den Bogen zum eigenständigen Spiel.
Die Grundformel des Spieles ist noch immer so gut, dass es trotz dieser stark reduzierten Möglichkeiten Spaß macht. Hole ich mir jetzt einen Matrosen mit Säbel oder einen Passagier der mir mehr Punkte bringt? Riskiere ich weiter aufzudecken und hoffe darauf ein Schiff in der Farbe des Großhändlers zu bekommen?
Dieses einfache Spieprinzip hat Port Royal zu einem meiner Lieblingsspiele gemacht. Viele anderen Spiele mit taktischer Ausrichtung fallen im Wiederspielreiz stark ab, wenn man Mal alles gesehen hat. Doch dieses Zocken lässt für mich den Wiederspielreiz unverändert hoch bleiben.

Für mich bekommt das Spiel in dieser Form und Verpackung trotzdem nur ein Befriedigend-. Port Royal-Unterwegs ist für mich, auf Grund der Schachtelgröße, als Spiel zum mitnehmen nicht besser geeignet als Port Royal aber man verliert dadurch viel taktische Tiefe.

Empfehlung

Für Personen mit wenig Spieleerfahrung ist das Spiel schon einen Blick wert, wenn man es um einen Preis von ~5€ bekommt.
Besitzer des Grundspieles sollten eher zur Erweiterung Ein Autrag geht noch greifen. Zu dieser Schachtel sollte man nur greifen, wenn man es der Vollständigkeit halber haben will.

Istanbul: Brief und Siegel

Wir sind wieder zurück auf dem Basar. Zum zweiten Mal. Diesmal hat sich anscheinend jemand gedacht: Hey, wenn ihr schon von A nach B lauft, tragt doch gleich bitte die Post aus … was man nicht alles macht um an ein paar Rubine zu kommen.

Eckdaten

Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Schachtelgröße: 27,3cm x 18,9cm x 6,5cm
Preis:ca 20€

Ausstattung

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Im Spiel findet man einen ganzen Haufen Plättchen, 5 neue Orte, Holzfiguren, zusätzliche Rubine und eine Übersicht über alle Bonuskarten.

Aufbau

Spielfeldgröße: 78cm*47cm
Aufbauzeit: ca 1:30 min länger.

Die neuen Orte

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Bei der Botschaft und beim Kiosk erhält man die neuen Briefe

Briefe sind ein zentrales Element dieser Erweiterung. Diese bekommt man von der Botschaft, dem Kiosk und es gibt eine zusätzliche Holzfigur (wie der Schmuggler) von der man auch einen Brief bekommt.

Ein Brief zeigt auf der Vorderseite ein Siegel und eine Nummer. Ist man mit seinem Kaufmann, Familienmitglied oder Kompagnon zu irgendeinem Zeitpunkt an dem Ort mit dieser Nummer, so darf man das Pättchen umdrehen. Jetzt zeigt es 2 Siegel … Hurra!!! Nur wofür sind die Siegel gut? Man kann einmal pro Zug 3 Siegel abgeben und einen Extra Zug machen. Nicht schlecht um lästige Mitbewerber auszubremsen. Oder man gibt 6 Siegel beim Geheimbund ab und nimmt sich dort einen Rubin vom Geldverleiher, Sultanspalast oder dem Kaffeehaus.

Nachdem man sich beim Kiosk einen Brief genommen hat, werden bei 3 Spielern 4 Kioskplättchen aufgedeckt. Zuerst wählt man selber eines aus und darf die Aktion ausführen. Muss aber nicht. Dann geht es reihum, bis man selber wieder das letzte Plättchen hat. Da gibt es einige Boni zur Auswahl. Eine Beschreibung von allen findet man in der Anleitung.

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Die Kioskplättchen
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Beim Geheimbund bekommt man für Siegel Rubine von anderen Siegpunktfeldern und noch ein wenig extra Geld. Beim Auktionshaus (v)ersteiergt man Bonuskarten

Betritt man das Auktionshaus nimmt man sich zuerst eine Ware und gibt danach ein Geldgebot ab. Die nachfolgenden Spieler können dann ein höheres Gebot nennen oder passen. Hat man selbst das höchste Gebot gemacht gibt man das Geld ab und nimmt sich dafür 2 Bonuskarten. Hat ein anderer Spieler mehr geboten, bekommt man von ihm das Geld. und er erhält die Karten.

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Die Katakomben. Sie werden nur in der Variante: Großer Basar (Dh. Istanbul + alle 2 Erweiterungen) verwendet.

Die Katakomben werden nur in der Variante „Großer Basar“ verwendet. Er erlaubt es einfach seinen Stapel auf ein beliebiges anderes Feld zu setzen ohne dort die Aktion auszuführen

Sonstiges

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Die Spieler können nun den Kompagnon erhalten. Reist man zum ersten Mal zum Brunnen so darf man ihn in den Vorrat aufnehmen und dann wenn man an einem beliebigen Ort ist setzt man ihn ab. Von nun an hat man die Wahl anstatt des Kaufmanns den Komagnon zu bewegen. Dieser darf sich nur ein Feld bewegen, verbraucht aber keine Gehilfen und Bonuskarten die sich auf den Kaufmann beziehen gelten für ihn nicht. Ansonsten ist er mit ihm in den Funktionen ident.

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Was sich noch ändert ist, dass wenn an einem der 3 großen Rubinlieferanten mal die Rubine ausgehen, man welche aus dem Vorrat nimmt. Dafür liegen ein paar Extra Rubine bereit. Um das Spiel zu gewinnen, benötigt man nun 6 Rubine.

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Achja … natürlich gibt es auch viele neue Bonuskarten.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Das Übersichtsblatt

Sehr gut gefällt mir, dass ein Übersichtsblatt über alle Bonuskarten des Grundspieles und der beiden Erweiterungen gibt.

Meine Meinung

Brief und Siegel ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Warum? Einerseits find ich die Idee der neuen interaktiveren Orte „Kiosk“ und „Auktionshaus“ super. Andererseits wurde in meinen Testpartien das Auktionshaus kaum bis gar nicht genutzt (Der Kiosk hingegen recht oft).Ob es an uns liegt – ich weiß es nicht. Ich hatte mir jedoch mehr erhofft. Noch mehr gespalten bin ich beim Kompagnon. Einerseits finde ich es schön nun noch ein weiteres Feld mit einer Figur teurer machen zu können oder sie an einer strategischen Position zu parken. Andererseits fand ich Istanbul auch desewegen gut, weil die Planung der Bewegung des Kaufmanns mit den Gehilfen haptisch schön und interessant fand. Den Kaufmannsstapel mit den Scheiben aufheben und abladen fühlt sich einfach gut an. Das fällt beim Kompagnon weg.

Die Doppelzüge mit den Siegeln finde ich richtig gut aber welcher Ort, welche Nummer hat werde ich mir wahrscheinlich nie merken. So bin ich oft am suchen, wohin der Brief nun geliefert werden soll.

Was mich ein wenig stört ist die vertane Chance Szenarien mitzuliefern. Man hätte die Möglichkeit gehabt mit unterschiedlichen Auslagen zu experimentieren. Mancho Orte entfernen, eventuell eine besondere Startauslage und Sonderregeln. Hach … Kopfkino.

Kommen wir zu etwas, was mir selbst gar nicht aktiv aufgefallen ist. Ich war am Suchen im Internet, was andere von den neuen Spielelementen halten. Vor allem hat mich interessiert, wie das Auktionshaus in anderen Runden angekommen ist. Hängengeblieben bin ich dann bei Shut Up & Sit Down. Sie haben in der Rezension erwähnt, dass im ganzen Istanbul Spiel keine einzige Frau illustriert ist. Über 80 Männer und keine einzige Frau. Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt, dass das Spiel ja geschäftiges Treiben am Markt darstellt. Ich behaupte nicht, dass es Absicht war. Ich glaub es ist einfach so passiert. Aber selbst wenn man von der Prämisse ausgeht, dass die wichtigsten Entscheidungen des öffentlichen Lebens von Männern getroffen wurden, ist es doch seltsam nicht einmal beim Einkaufen, irgendwo auf der Straße oder in der Moschee auf eine Frau zu treffen…Seit ich das weiß, fällt es mir schwer es nicht zu sehen. Wo wir grade dabei sind, ich glaube auch nicht, dass ich irgendwo Kinder gesehen hätte. Das lässt das ganze doch irgendwie surreal wirken. Zwar glaubwürdiger als die noch gelegentlich vorkommenden Kettenhemd Bikinis in Fantasy Spielen aber trotzdem irgendwie nicht von dieser Welt.

Zurück zum Thema. Am Ende bin ich wirklich gespalten was die Erweiterung angeht. Doppelzüge finde ich gut. Die Siegel sind schön. Man macht was man sowieso wollte und bekommt noch was dazu. Wenn mir die ewige Sucherei nach den Nummern nicht zu blöd wäre. Der Kompagnon eröffnet neue strategische Möglichkeiten aber für mich fällt schon etwas von dem ursprünglichen „Bewegungsgefühl“ weg.

Empfehlung

Gute Frage. Wer Istanbul sehr mag und die erste Erweiterung schon hat kann jetzt alles zum großen Basar zusammenstoppeln und hat ein riesiges Puzzle.

Wer noch keine Erweiterung hat sollte aber zu Mokka und Bakschisch greifen. Kaffee ist meiner Meinung nach weniger fummelig als die Siegel.

Yomi Starterset: Grave & Jaina

Heute wird geprügelt bis der Arzt kommt … oder einer K.O. geht. Die Geschwister Grave und Jaina stehen sich in der Arena gegenüber und trainieren. Dabei schonen sie sich aber nicht wirklich.

Eckdaten

Autor: David Sirlin
Illustrationen: viele 🙂
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2
Dauer: ca 15min.
Schachtelgröße:  19cm x 14cm x 7cm
Preis: ca. 17€

Ausstattung

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Die Ausstattung

In der Schachtel finden wir zwei weitere Schachteln in denen sich die Decks der jeweiligen Charaktere befinden und die Lebenspunktezähler. Die Karten sind von sehr guter Qualität

Grafische Gestaltung

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Die Illustrationen der Asse

Die Illustrationen auf den normalen Karten sind in Ordnung. Bube, Dame, König und Ass kommen sehr sehr stimmig daher.

Aufbau

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Spielaufbau

Spielfeldgröße: ungefähr 30cm x 30cm
Aufbauzeit: <1min

Thema

Wir haben hier ein klassisches Beat’em Up. Dh. ein Spieler kämpft gegen einen anderen Spieler.

Besonderheiten

Jeder Spieler hat ein Deck von Karten. Im Grunde genommen ist es ein normales Pokerdeck. Zusätzlich zum Zahlen und Symbolwert hat jede Karte zwei von  vier Funktionen. Eine Karte kann ein Angriff, ein Wurf ein Konter oder ein Block sein.

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Die Zwei Kombatanten. Inklusive unterschiedlichem Kombolmit, Lebenspunkten und Spezialfähigkeit.

In einem Zug wählen beide Spieler eine Karte aus und legen sie mit der Seite die sie spielen wollen verdeckt zum Gegner. Dann wird aufgedeckt. Wer gewinnt wird nach einem einfachen Schere-Stein-Papier Prinzip bestimmt: Ein Angriff schlägt einen Wurf. Dieser schlägt einen Block oder einen Konter und selbige gewinnen gegen einen Angriff.

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Spielerhilfen – für den Angriff sehr nützlich

Ein erfolgreicher Angriff kann eine Kombo starten.Die kann so lang sein, bis man sein Limit an Kombopunkten erreicht hat. Nach einem Konter kann man genau eine Karte spielen. Ein erfolgreicher Wurf kann den Gegner zu Boden werfen. Das bringt Nachteile im nächsten Zug. Manche Angriff kann man auch aufladen. Das bedeutet, dass man gleiche Karten abwirft um mehr Schaden zu machen, ohne Kombopunkte zu verbrauchen Blockt man einen Angriff so erhält man nicht nur keinen bis wenig Schaden. Man bekommt den Block auf die Hand zurück und darf noch eine Karte nachziehen.

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Jaina blockt einen Angriff.

Nach dem die Aktionen erfolgreich ausgeführt wurden, kann man Päärchen, Drillinge oder Vierlinge abwerfen um 1, 2 bzw. 3 Asse vom Deck oder Ablagestapel auf die Hand zu nehmen.

Wer am Ende keine Lebenspunkte mehr hat, hat verloren.

Das waren grob die Regeln für das einfache Spiel. Spielt man das volle Spiel so sind die Joker mit von der Partie. Diese kann man einsetzen um schnell Karten nachzuziehen, man kann Bluffen um eventuellen Schaden aus Kombos zu eliminieren. Wenn man am Boden liegt sind normale Angriffe zusätzlich schwerer zu blocken.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Nicht so viel aber es ist ungewohnt
Einarbeitungszeit: Man sollte sich ein wenig Zeit für die ersten zwei Partien nehmen

Das Spiel ist eigentlich ziemlich simpel wenn man es mal durchschaut hat. Auf den Karten steht nur nochmals alles im Detail falls man mal was vergisst.

Preis/Leistung

Online ist das Spiel derzeit für ~17€ und darunter erhältlich. Das finde ich eigentlich ganz in Ordnung für die Qualität der Karten und des restlichen Materials. Mehr dazu möchte ich aber im nächsten Abschnitt sagen.

Meine Meinung

Fangen wir zuerst mit dem Negativen an. In der Packung findet man nur zwei Charaktere und auch nur eine Art zu spielen. Da hätte ich mir … mehr … gewünscht. Die zwei ausgewählten Charaktere sind schon recht ausgeglichen. Ungefähr die gleiche Aufteilung der Karten in die einzelnen Aktionen. Gleiches Bild bei den Geschwindigkeiten. Einsteiger können so leichter ins Spiel finden aber mir (als doch fastschoneinwenig Spiele Veteran) fehlt ein wenig das Salz … Es wir noch ein anderes Starter Set mit DeGrey und Rook auf dem Markt kommen und in einer anderen Rezension habe ich gehört, dass Rook keine Konterkarten besitzt. Und wenn ich ihn mir anschaue so kann ich mir auch vorstellen, dass er härter zuschlägt aber etwas langsamer ist. Sowas fehlt mir hier. Durch den Aufbau des Decks zeigen sich so schon Stärken und Schwächen. Nicht erst bei den Spezialfähigkeiten. Ich bin auch kein großer Fan der einzelnen Charakterdecks. Erstens sind sie mir mit ca. 9€ zu teuer und zweitens spiele ich immer mit der gleichen Person zusammen und wenn ich ein neues Deck kaufe, muss der andere mit altbekannten Vorlieb nehmen. Aber ich schweife ab und konzentiere mich wieder auf das Starterset.

Warum gibt es derzeit nur einen Spielmodus? Ich denke da an Spiele wie die Super Smash Bros. Serie.  Wie wäre es mit einem Teammodus, Vorschläge für kleine „Turniere“, wo man als Matchgewinner …ich weiß nicht … als Belohnung eine von mehreren Bonuskarten bekommt, die man dann einmal in einem Match einsetzen kann. Irgendwas in der Richtung. Oder vielleicht ein Trainingsdojo gegen einen „Roboter“.

Was gefällt mir am Spiel? Es fühlt sich wirklich wie ein klassisches Beat’em Up an. Man kann blind Karten ausspielen, wie man auch auf einer Konsole blind herumdrücken kann, aber sehr erfolgreich wird man damit nicht sein. Wer die Fähigkeit des eigenen Charakters  und des Gegners kennt und beobachtet was der Gegner für Karten ausgespielt hat, ist schon Mal auf einem guten Weg.
Besonders empfehlen kann ich das volle Spiel. Hier kommt noch ein zusätzliches Bluffelement ins Spiel, dass dem ganzen nochmal eine kräftige Würze gibt. Es ist so mehr als nur sture Handoptimierung und man spielt tatsächlich mit dem Mitspieler und versucht sich in ihn/sie hineinzuversetzen. Gerade Graves Spezialfähigkeit gefällt mir unheimlich gut. Man muss sein gegenüber recht gut einschätzen können.  Eine Partie geht auch wahnsinig schnell von der Hand. Man kann das Spiel locker zwischendurch spielen, falls man mal auf weitere Spieler wartet.

Eine abschließende Bewertung fällt mir sehr schwer, da das eben nur ein Starterset in die Welt von Yomi ist.  Als Starterset gefällt es mir Gut(-) aber ohne den ganzen Anhang von weiteren Charakteren gebe ich ein Befriedigend.

Empfehlung

Interesse für Beat’em Ups, schnellen, taktischen Kartenspielen mit Interaktion und keine Lust langwierig an der Feinmechanik von Decks zu tüfteln? Auf alle Fälle anschauen.

Wer gerne Decks optimiert und an der effektivsten Kombo arbeitet wird hier auf Dauer nicht glücklich werden.

 

Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar.