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Love Letter Big Box

Es gibt ja mittlerweile recht viele Big Boxen zu kaufen. Jetzt auch für das Mikrospiel Love Letter. Das ist damals mit 16 Karten ausgekommen. Jetzt sind es 32 Karten. Doppelt so viel Inhalt! Ja … das kann man schon Big Box nennen.

Eckdaten

Autor: Seji Kanai
Illustrationen:Andrew Hepworth, Jeffrey Himmelman
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 8
Dauer: 20 – 40
Schachtelgröße: 14cm x 19cm x 6,8cm
Preis: ca 17€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus großen, sehr soliden Karten und ein paar schönen Holzherzen.

Grafische Gestaltung

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Bei den Illustrationen bin ich zwiegespalten. Die des Original Love Letter fand ich immer gut. Die aus der Erweiterung – teils teils. Ich finde sie passen nicht so perfekt zusammen. Bestes Beispiel: Das Cover. Das Spiel heißt LOVE LETTER. Die Prinzessin im Vordergrund und im Hintergrund die Siluetten anderer Figuren. Perfekt… Was zum Geier macht hier ein schmieriger Assasine.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: Karten mischen und es kann losgehen

Thema

Wir sollen der Prinzessin einen Liebesbrief überreichen. Je einflussreicher die Person aus ihrer Umgebung desto wertvoller ist sie für diesen Zweck.

Besonderheiten

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn eine der Personenkarten auf der Hand. Wenn man am Zug ist, zieht man eine Karte vom Nachziehstapel und spielt eine der 2 Karten offen vor sich aus. Danach handelt man den Effekt der Karte ab und schon ist der nächste dran.

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Mit der Erweiterung kommen auch 3 männliche Wöchter ins Spiel. Von der Funktionalität her identisch aber so lassen sie sich leichter auseinandersortieren.

Eine Runde dauert so lange bis entweder alle Spieler bis auf einen ausgeschieden sind oder der Nachziehstapel leer ist. Dann gewinnt der, der die Karte mit dem höchsten Wert auf der Hand hat.

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Der Sieger bekommt 1 Herz. Wer eine bestimmte Anzahl Herzen gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Für jeden Spieler liegt eine doppelseitig Übersicht über alle Rolle bereit.

Regelumfang: nicht der Rede wert
Einarbeitungszeit: kann man ignorieren. Das Grundprinzip ist schnell verinnerlicht. Lediglich die Karten muss man erst mal lesen. Dafür hat man aber die richtig praktischen Spielerhilfen die nicht nur die unterschiedlichen Effekte sondern auch die Anzahl der Karten pro Sorte angibt.  In die Anleitung schaut man eigentlich nur 1 Mal.

Preis/Leistung

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Das Spiel besteht aus ~40 großformatigen Karten und ein paar Holzherzen. Nicht grade viel für 17€ könnte man meinen. Ja aber die Karten haben Dixit Größe und sind ungefährt ein paar Mal so dick. Richtig gut also.
Die Holzherzen sind auch ausreichend vorhanden und das Spiel bietet gute Wiederspielbarkeit für viele Partien.

Meine Meinung

Beginnen wir wie immer bei der Kritik an der Big Box. Wie gesagt, die neuen Grafiken sind teilweise nicht ganz so meins. Ich finde ein paar Karten der Erweiterung um eine Ecke uncharismatischer und das Cover …
Prinzessin, sie müssen nur noch für das Cover posieren. Bitte stellen sie sich da hin… ok … hier kommt das Vög … hey! wer sind sie. jetzt muss ich noch ein Foto mach… natürlich. Der Film ist alle. Na dann nehmen wir das. Tja der Assasine ist ein richtiger Photocrasher.
Zu den Spielerzahlen. Ich finde es nicht ganz so gut mit 2 Spielern. Dort kann nach einer Karte eine Runde vorbei sein. Zug 1: Wächterin … du hast die Zofe auf der Hand….richtig.

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Neutral? Da fällt mir der Schmeichler ein. Hier ist es passiert, dass auf ihn 1-2 Mal schlichtweg vergessen wurde. Man quatscht zwischen den Zügen, ist ein wenig unachtsam und schon ist es passiert. Für den Narren hat man die Narrenkarte eingeführt. Gut. Warum hat man nicht auch eine Karte oder irgendeinen Würfel / Marker für den Schmeichler als Erinnerung. Warum macht mir das nicht so viel aus? Man nehme einfach einen Marker aus einem anderen Spiel oder eine Münze oder eine Weinflasche. Lasst eurer Fantasie freien Lauf….

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Also der Graf ist klar ein Bösewicht. da widerspricht mir sicherlich keiner.

Ansonsten finde ich die Big Box sehr gelungen. Ich hatte vor einigen Jahren Love Letter in meiner Sammlung aber in den Gruppen in denen ich es gerne gespielt hätte, ging das nicht, weil es eben nur bis 4 Spielern ging. Zu zweit war es in Ordnung aber auch kein Highlight. Es gab da auch irgendwo eine Möglichkeit mit zwei Spielen mit 4+ zu spielen aber das hatte mich nicht überzeugt. Warum?

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Pro Partie kann nur 1 Spieler punkten. Sagen wir man spielt zu 6. auf 3 Herzen. Es kann 13 Partien dauern, bis es einen Sieger gibt, was für diese Art von Spiel viel zu lang ist.
Hier kommen die zusätzlichen Karten der Erweiterung ins Spiel. Mit 3 der neuen Rollen kann man Extraherzene erhalten.

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Der Spielmechanismus ist dabei so simpel, wie kaum ein anderer. Zieh eine Karte – spiel eine Karte. Trotzdem steckt in diesem Spiel Bluffen, Taktieren, Deduktion und eine Portion Glück und das bei so wenig Material.  Eine richtige Design Meisterleistung. In höheren Spielerzahlen wirds ein wenig chaotischer, was aber nicht verwunderlich ist, weil man gerne vergisst was wer gespielt hat.

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Das Spiel schafft es aber immer wieder clevere und witzige Momente zu erzeugen. Zum Bespiel hatte ich einer einer Patrie das Gefühl, dass  Christian die Prinzessin auf der Hand hat. Er hat die Gräfin ausgespielt. Natürlich könnte er auch Prinz oder König haben … aaaaber der König ist schon aus dem Spiel … hmmm da zock ich mit meinem Wächter… ist ja logisch. Natürlich renne ich voll in den Assasinen… Sowas bleibt natürlich nicht unkommentiert 🙂

Sehr Gut-. Eines der besten Spiele für zwischendurch und funktioniert in den  unterschiedlichsten Spielergruppen und Besetzungen.

Empfehlung

Die Love Letter – Big Box ist allen zu empfehlen die ein zugängliches Spiel suchen, dass gut in unterschiedlichen Spielerzahlen funktioniert und unterschiedliche Facetten hat

 

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Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!

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Port Royal – Unterwegs

Endlich wieder zurück im Hafen von Port Royal. Diesmal haben wir es ziemlich eilig und nehmen nur das notwendigste mit. Ein paar Matrosen wären gut, vielleicht noch Passagiere – Platz wäre ja noch. Diese dubiosen Großhändler sind mir zwar nicht geheuer und sehen irgendwie mehr nach Piraten aus.

Eckdaten

Autor: Alexander Pfister
Illustrationen: Klemens Franz
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 10 – 30 min
Schachtelgröße: 18cm x 11cm x 3,5cm
Preis: ca 7€

Ausstattung

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Im Spiel findet man 60 Karten. Die Schachtel ist etwas schmäler als die Standard Pegasus Schachteln für kleine Spiele aber dafür ein Stück länger.

Grafische Gestaltung

Alles beim alten. Bei dem neuen Personentyp Passagier hat man sogar zwei verschiedene Illustrationen.

Aufbau

Spielfeldgröße: Alles beim alten. Die Auslagen der Spieler werden aber nur ungefähr halb so groß sein sein.
Aufbauzeit: Karten mischen – los gehts.

Thema

Wir sind Neuankömmlinge in Port Royal. Mit ein wenig Startkapital stehen wir da. Was wird unser Schicksal sein? Verfrachten wir Passagiere? Treiben wir als Piraten unser Unwesen? Gehen wir unter die Händler?

Besonderheiten

Der grundsätzliche Ablauf ist derselbe wie in Port Royal. Man benötigt für einen Sieg aber nur 8 Einflusspunkte, die Steuern funktionieren anders, es gibt keine Aufträge und weniger Personen.

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Großhändler und Passagier in Kombination mit Karten des Grundspiels

Die Port Royal Spieler wird natürlich interessieren was es für Personen gibt.
Es gibt die bekannten Säbellieferanten: Matrosen und Piraten. Die beiden anderen Personen sind Passagiere, die keine besondere Funktion haben und nur Siegpunkte liefern und der Großhändler. In jeder Schiffsfarbe gibt es 2. Handelt man mit einem Schiff der Farbe des Großhändlers so wird das Schiff nicht abgelegt sondern man legt es unter den Großhändler. Der Wert des Großhändlers steigt danach jedes Mal um 1 Punkt.

Ja das wars auch schon.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Sehr gering
Einarbeitungszeit: Sehr kurz

Preis/Leistung

Das ist jetzt ein schwieriger Punkt. Ich hab das Spiel beim Thalia mit einem Gutschein für 4€ irgendwas Cent gekauft. Dieser Preis geht vollkommen Ordnung. Regulär hätte es 7€ gekostet. Das hätte ich nicht dafür bezahlt. Immerhin kostet das wesentlich umfangreichere Grundspiel 10€. Ebenso wie die Erweiterung.

Meine Meinung

Starten wir gleich ohne Umschweife mit dem Negativen. Das Spiel heißt Port Royal – Unterwegs. Ich hatte dabei irgendwie ein Reisespiel im Kopf. Aber Port Royal selbst ist ja auch nicht besonders groß – also wird dieses Spiel wahrscheinlich halb so groß sein, da ja nur die Hälfte der Karten drin sind…So ungefähr waren meine Gedankengänge. Wie ich das Paket dann bekommen habe, war ich schon überrascht. Da und dort sind die Maße zwar ein bisschen anders aber im Grunde genommen ist es ungefähr gleich groß!
Warum ist es dann bitte eine „Unterwegs“ Version?  Die Yomi Charakterdecks sind auch nur ein Kartenstapel mit einer Hülle drum. So hätte ich mir dieses Spiel gewünscht. Dann könnte man tatsächlich von „Unterwegs“ sprechen. Ja ich kann auch die Karten aus der Schachtel nehmen aber das kann ja nicht der Sinn der Sache sein.

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Kommen wir nun zu den neutralen Punkten. Das Spiel dauert tatsächlich nur ca 20min, wenn man mal den Spielfluss draußen hat. Einerseits gut. Aber andererseits erkauft man sich diese Geschwindigkeit durch einen Wegfall vieler Optionen. Das macht das Spiel zwar einsteigerfreundlicher aber Liebhabern des Grundspieles geht schon einiges ab. Aber diese werden das Spiel vermutlich wegen etwas ganz anderem kaufen, nämlich der Möglichkeit das Spiel als Erweiterung zu benutzen. Bevor ich jetzt gleich damit zum positiven Abschnitt überleite noch eine neutrale Anmerkung. Ich finde es schade, dass man nur den einen Teil der Passagiere (die mit den 2 Punkten) mit dem Grundspiel mischen darf und eine ganzer Typ von Illustrationen (die 3er Passagiere) nicht mit dabei ist. Zwar kein Beinbruch aber da ich die Unterwegs Variante wahrscheinlich nie mehr spielen werde, ist es schade drum.

In den Stapel des Grundspieles mischt man jeweils 5 Großhändler, 5 Passagiere und 10 Schiffe (Karten sind markiert), damit die Balance so bleibt wie sie ist. Die Passagiere finde ich im späten Spiel interessant (wenn man schon einen Auftrag erledigt hat). Sie liefern 1 Punkt mehr als andere Personen die genausoviel kosten und wie jeder wahrscheinlich weiß – 1 Punkt kann sehr wichtig sein.
Jetzt kommen wir zum Highlight: Der Großhändler.
Seine Fähigkeit Schiffe aus dem Spiel zu nehmen und damit Punkte zu erzeugen hat spannende Konsequenzen. Dabei sind jedoch nur so wenige Großhändler im Spiel, dass sie nicht in jeder Partie relevant sind.

Zum Abschluss spannen wir wieder den Bogen zum eigenständigen Spiel.
Die Grundformel des Spieles ist noch immer so gut, dass es trotz dieser stark reduzierten Möglichkeiten Spaß macht. Hole ich mir jetzt einen Matrosen mit Säbel oder einen Passagier der mir mehr Punkte bringt? Riskiere ich weiter aufzudecken und hoffe darauf ein Schiff in der Farbe des Großhändlers zu bekommen?
Dieses einfache Spieprinzip hat Port Royal zu einem meiner Lieblingsspiele gemacht. Viele anderen Spiele mit taktischer Ausrichtung fallen im Wiederspielreiz stark ab, wenn man Mal alles gesehen hat. Doch dieses Zocken lässt für mich den Wiederspielreiz unverändert hoch bleiben.

Für mich bekommt das Spiel in dieser Form und Verpackung trotzdem nur ein Befriedigend-. Port Royal-Unterwegs ist für mich, auf Grund der Schachtelgröße, als Spiel zum mitnehmen nicht besser geeignet als Port Royal aber man verliert dadurch viel taktische Tiefe.

Empfehlung

Für Personen mit wenig Spieleerfahrung ist das Spiel schon einen Blick wert, wenn man es um einen Preis von ~5€ bekommt.
Besitzer des Grundspieles sollten eher zur Erweiterung Ein Autrag geht noch greifen. Zu dieser Schachtel sollte man nur greifen, wenn man es der Vollständigkeit halber haben will.

Istanbul: Brief und Siegel

Wir sind wieder zurück auf dem Basar. Zum zweiten Mal. Diesmal hat sich anscheinend jemand gedacht: Hey, wenn ihr schon von A nach B lauft, tragt doch gleich bitte die Post aus … was man nicht alles macht um an ein paar Rubine zu kommen.

Eckdaten

Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Schachtelgröße: 27,3cm x 18,9cm x 6,5cm
Preis:ca 20€

Ausstattung

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Im Spiel findet man einen ganzen Haufen Plättchen, 5 neue Orte, Holzfiguren, zusätzliche Rubine und eine Übersicht über alle Bonuskarten.

Aufbau

Spielfeldgröße: 78cm*47cm
Aufbauzeit: ca 1:30 min länger.

Die neuen Orte

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Bei der Botschaft und beim Kiosk erhält man die neuen Briefe

Briefe sind ein zentrales Element dieser Erweiterung. Diese bekommt man von der Botschaft, dem Kiosk und es gibt eine zusätzliche Holzfigur (wie der Schmuggler) von der man auch einen Brief bekommt.

Ein Brief zeigt auf der Vorderseite ein Siegel und eine Nummer. Ist man mit seinem Kaufmann, Familienmitglied oder Kompagnon zu irgendeinem Zeitpunkt an dem Ort mit dieser Nummer, so darf man das Pättchen umdrehen. Jetzt zeigt es 2 Siegel … Hurra!!! Nur wofür sind die Siegel gut? Man kann einmal pro Zug 3 Siegel abgeben und einen Extra Zug machen. Nicht schlecht um lästige Mitbewerber auszubremsen. Oder man gibt 6 Siegel beim Geheimbund ab und nimmt sich dort einen Rubin vom Geldverleiher, Sultanspalast oder dem Kaffeehaus.

Nachdem man sich beim Kiosk einen Brief genommen hat, werden bei 3 Spielern 4 Kioskplättchen aufgedeckt. Zuerst wählt man selber eines aus und darf die Aktion ausführen. Muss aber nicht. Dann geht es reihum, bis man selber wieder das letzte Plättchen hat. Da gibt es einige Boni zur Auswahl. Eine Beschreibung von allen findet man in der Anleitung.

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Die Kioskplättchen
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Beim Geheimbund bekommt man für Siegel Rubine von anderen Siegpunktfeldern und noch ein wenig extra Geld. Beim Auktionshaus (v)ersteiergt man Bonuskarten

Betritt man das Auktionshaus nimmt man sich zuerst eine Ware und gibt danach ein Geldgebot ab. Die nachfolgenden Spieler können dann ein höheres Gebot nennen oder passen. Hat man selbst das höchste Gebot gemacht gibt man das Geld ab und nimmt sich dafür 2 Bonuskarten. Hat ein anderer Spieler mehr geboten, bekommt man von ihm das Geld. und er erhält die Karten.

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Die Katakomben. Sie werden nur in der Variante: Großer Basar (Dh. Istanbul + alle 2 Erweiterungen) verwendet.

Die Katakomben werden nur in der Variante „Großer Basar“ verwendet. Er erlaubt es einfach seinen Stapel auf ein beliebiges anderes Feld zu setzen ohne dort die Aktion auszuführen

Sonstiges

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Die Spieler können nun den Kompagnon erhalten. Reist man zum ersten Mal zum Brunnen so darf man ihn in den Vorrat aufnehmen und dann wenn man an einem beliebigen Ort ist setzt man ihn ab. Von nun an hat man die Wahl anstatt des Kaufmanns den Komagnon zu bewegen. Dieser darf sich nur ein Feld bewegen, verbraucht aber keine Gehilfen und Bonuskarten die sich auf den Kaufmann beziehen gelten für ihn nicht. Ansonsten ist er mit ihm in den Funktionen ident.

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Was sich noch ändert ist, dass wenn an einem der 3 großen Rubinlieferanten mal die Rubine ausgehen, man welche aus dem Vorrat nimmt. Dafür liegen ein paar Extra Rubine bereit. Um das Spiel zu gewinnen, benötigt man nun 6 Rubine.

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Achja … natürlich gibt es auch viele neue Bonuskarten.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Das Übersichtsblatt

Sehr gut gefällt mir, dass ein Übersichtsblatt über alle Bonuskarten des Grundspieles und der beiden Erweiterungen gibt.

Meine Meinung

Brief und Siegel ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Warum? Einerseits find ich die Idee der neuen interaktiveren Orte „Kiosk“ und „Auktionshaus“ super. Andererseits wurde in meinen Testpartien das Auktionshaus kaum bis gar nicht genutzt (Der Kiosk hingegen recht oft).Ob es an uns liegt – ich weiß es nicht. Ich hatte mir jedoch mehr erhofft. Noch mehr gespalten bin ich beim Kompagnon. Einerseits finde ich es schön nun noch ein weiteres Feld mit einer Figur teurer machen zu können oder sie an einer strategischen Position zu parken. Andererseits fand ich Istanbul auch desewegen gut, weil die Planung der Bewegung des Kaufmanns mit den Gehilfen haptisch schön und interessant fand. Den Kaufmannsstapel mit den Scheiben aufheben und abladen fühlt sich einfach gut an. Das fällt beim Kompagnon weg.

Die Doppelzüge mit den Siegeln finde ich richtig gut aber welcher Ort, welche Nummer hat werde ich mir wahrscheinlich nie merken. So bin ich oft am suchen, wohin der Brief nun geliefert werden soll.

Was mich ein wenig stört ist die vertane Chance Szenarien mitzuliefern. Man hätte die Möglichkeit gehabt mit unterschiedlichen Auslagen zu experimentieren. Mancho Orte entfernen, eventuell eine besondere Startauslage und Sonderregeln. Hach … Kopfkino.

Kommen wir zu etwas, was mir selbst gar nicht aktiv aufgefallen ist. Ich war am Suchen im Internet, was andere von den neuen Spielelementen halten. Vor allem hat mich interessiert, wie das Auktionshaus in anderen Runden angekommen ist. Hängengeblieben bin ich dann bei Shut Up & Sit Down. Sie haben in der Rezension erwähnt, dass im ganzen Istanbul Spiel keine einzige Frau illustriert ist. Über 80 Männer und keine einzige Frau. Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt, dass das Spiel ja geschäftiges Treiben am Markt darstellt. Ich behaupte nicht, dass es Absicht war. Ich glaub es ist einfach so passiert. Aber selbst wenn man von der Prämisse ausgeht, dass die wichtigsten Entscheidungen des öffentlichen Lebens von Männern getroffen wurden, ist es doch seltsam nicht einmal beim Einkaufen, irgendwo auf der Straße oder in der Moschee auf eine Frau zu treffen…Seit ich das weiß, fällt es mir schwer es nicht zu sehen. Wo wir grade dabei sind, ich glaube auch nicht, dass ich irgendwo Kinder gesehen hätte. Das lässt das ganze doch irgendwie surreal wirken. Zwar glaubwürdiger als die noch gelegentlich vorkommenden Kettenhemd Bikinis in Fantasy Spielen aber trotzdem irgendwie nicht von dieser Welt.

Zurück zum Thema. Am Ende bin ich wirklich gespalten was die Erweiterung angeht. Doppelzüge finde ich gut. Die Siegel sind schön. Man macht was man sowieso wollte und bekommt noch was dazu. Wenn mir die ewige Sucherei nach den Nummern nicht zu blöd wäre. Der Kompagnon eröffnet neue strategische Möglichkeiten aber für mich fällt schon etwas von dem ursprünglichen „Bewegungsgefühl“ weg.

Empfehlung

Gute Frage. Wer Istanbul sehr mag und die erste Erweiterung schon hat kann jetzt alles zum großen Basar zusammenstoppeln und hat ein riesiges Puzzle.

Wer noch keine Erweiterung hat sollte aber zu Mokka und Bakschisch greifen. Kaffee ist meiner Meinung nach weniger fummelig als die Siegel.

Rezensionsupdate (09/2017): Ich hab die Erweiterung noch ein paar Mal gespielt und ich bleib dabei. Diese Erweiterung ist mir zu fummelig. Plättchen hier und Plättchen da… Da hat mir die erste Erweiterung besser gefallen. Die war … mmmh … natürlicher.