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Vampire Queen

Der Tag bricht an. Vampirjäger drehen die Runde. Es wird Zeit seine 7 Sachen zusammen zu packen und in die Dunkelheit zu entfliehen…oder so.

Eckdaten

Autor: Wolfang Kramer
Illustrationen: Irene Bressel
Verlag: Schmidt Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 3 – 12
Dauer: 20 – 45min
Schachtelgröße: 12,2cm x 9,5cm x 2,5cm
Preis: ~5€

Ausstattung

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Im Spiel findet man einen Haufen Karten. Qualität passt.

Grafische Gestaltung

Die Illustrationen gefallen mir nur einen Kritipunkt hab ich. Ich mag das Thema nicht so.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: nicht der Rede wert

Thema

Wir versuchen unsere Vampire in Sicherheit zu bringen.

Besonderheiten

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Jeder Spieler hat eine gewisse Anzahl Handkarten. Ist man am Zug, so spielt man eine oder mehrere gleiche Handkarten aus. Jeder nachfolgende Spieler muss die gleiche Anzahl aber mit höheren Werten ausspielen oder passen.
Der Spieler der die Karte(n) mit höchstem Wert ausgespielt hat spielt die nächste Karte aus usw.

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Eine Ausnahme findet statt wenn ein Spieler einen der 2 Vampirjäger ausspielt. Jeder Spieler spielt jetzt genau eine Vampirkarte aus. Hier dürfen mehrere Spieler die gleiche Karte abwerfen. Der Spieler der die höchste Karte ausgespielt hat, muss den Vampirjäger und alle in diesem Zug ausgespielten Karten auf die Hand nehmen.

Hat am Ende einer Runde keine Karten mehr auf der Hand, endet diese. Jeder bekommt Minuspunkte für seine Handkarten. Eine neue Runde beginnt.

Nach 5 Runden ist das Spiel vorbei.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: einfach
Einarbeitungszeit: sehr kurz

Preis/Leistung

Das Spiel ist recht günstig für ungefähr 5-7€ zu haben. Für die Kartenzahl kann man sich nicht beschweren.

Meine Meinung

Beginnen wir bei den negativen Dingen.

Ich mag das Thema nicht sonderlich und dieses Vampirzeugs ist auch nicht jedermanns Sache…was halt blöd ist, wenn man bedenkt, dass das Spiel für bis zu 12 Spieler geht. Da hast du bald jemanden dabei der sagt: Gefällt mir nicht. Da hätte mir etwas Abstrakteres oder Allgemeineres besser gefallen. Tier vor Jägern in Sicherheit bringen z.B.

Solala finde ich die Rundenanzahl. Je nachdem wie flott die Mitspieler sind, können 5 Runden gefühlt auch eine Weile dauern. Vor allem, wenn man in einer großen Runde nebenbei vielleicht tratscht.

Was gefällt mir gut

Der Mechanismus des Spiels ist angelehnt an das Spiel Abluxxen vom selben Autor. Dort konnte man mit höheren Werten Karten abluchsen. Hier in dem Spiel ist es so, dass man versucht viele hohe Karten auf einmal abzulegen, damit die anderen keine Karten ablegen können oder damit man sich das Ausspielrecht erkämpft. Das interagiert natürlich schön mit dem Vampirjäger. Wenn du hohe Karten ansparst, kann der dir sehr ins Handwerk pfuschen. Vor allem dann, wenn die anderen alle unterschiedliche Werte ausspielen. Aber vielleicht bekommst du so auch mehr Karten von solchen die du auf der Hand hast. Dadurch kannst du dann leichter andere zum Passen bringen.

Sonst ist das Spiel eine relativ lockere Angelegenheit. Ganz nettes, solides Kartenablegespiel. Mir persönlich gefällt Abluxxen besser.

Befriedigend

Empfehlung

Habt ihr Leute die eigentlich keine Spieler sind aber die regelmäßig bei Treffen dabei sind wo normalerweise Spiele gespielt werden? Seid ihr 6+ Leute. Keine Kreativspiele, nichts mit Deduktion oder Quizelementen. Versucht Vampire Queen. Es ist günstig, einfach, hat seine Kniffe und geht auch gut mit großen Spielerzahlen. Jeder der Uno kennt wird auch damit zurecht kommen und man kann es ebenso locker runterspielen. Dabei ist Vampire Queen eleganter und kommt ohne diese großen Ärgerelemente aus.

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Die Quacksalber von Quedlinburg

Heute sehen wir uns vor der Sommerpause einen weiteren Nominierten zum Kennerspiel des Jahres 2018 an. Der Autor ist derselbe wie beim letzten Mal aber der Titel hat sich geändert. Dieses Mal versuchen wir seltsame Tränke an nichtsahnende Passanten zu verkaufen.

Eckdaten

Autor: Wolfgang Warsch
Illustrationen: Dennis Lohausen
Verlag: Schmidt Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2018
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 40 – 60min
Schachtelgröße: 29,5cm x 29,5cm x 7,3cm
Preis: ca 30€

Ausstattung

Viel Pappe. Tableaus, Plättchen und die „Bücher“. Dazu noch Beutel und ein paar Karten. Die Qualität stimmt bei allem.

Grafische Gestaltung

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Die gefällt mir richtig gut. Das Tableau vor einem wirkt dreidimensional. Die Bücher sehen gut aus und der Rest ebenso.

Aufbau

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Der Aufbau

Spielfeldgröße: Spielfeld 50cm x 50cm + 25cm x 27cm pro Spieler
Aufbauzeit: 2min

Thema

Der Quedlinburger Basar öffnet einmal im Jahr für 9 Tage seine Tore. Da spielt es sich natürlich ab. Wir sind „Wunderheiler“ die hier gutgläubigen Passanten ein Tränkchen gegen alle möglichen Wehwehchen brauen. Aber vorsicht. Dabei kann uns auch der Kessel um die Ohren fliegen.

Besonderheiten

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Unser Tableau mit dem zentralen Kesselbereich, dem Platz für Rubine, Rattenschwänze, die Trankflasche und der Beschreibung des Ablaufes.

Jeder Spieler bekommt seinen Beutel aus dem man Zutaten zieht die in den Kessel kommen.

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Um Punkte und Geld zu bekommen wollen wir vom inneren der Kesselspirale nach außen kommen.

Von Beginn an haben wir da einige Knallerbsen drin. Die lassen den Kessel später in die Luft gehen (oder nicht).

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Wenn man mehr als 7 Knallerbsen hat fliegt einem der Kessel um die Ohren und man muss sich zwischen Geld oder Punkten entscheiden und den Bonuswürfel darf man auch nicht würfeln.

Das Spiel geht über 9 Runden. Zu Beginn wird eine Ereigniskarte aufgedeckt.

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Manche Karten haben einen sofortigen Effekt – andere werden zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiv.

Dann ziehen alle (der Reihe nach oder gleichzeitig Plättchen aus dem Beutel. Hier ist das Ziel, dass wir soweit in der Kesselspirale vorankommen wie möglich. Ein Plättchen wird auf dem 1. Feld platziert. Plättchen mit höheren Zahlenwerten lassen einen weiter nach vorne hüpfen. Zusätzlich hat jede Farbe eine andere Funktion.

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… 3er Plättchen machen 3er Schritte usw. Wenn ich jetzt aufhöre bekomme ich 8 Geld und 1 Punkt. Dh. den „Ertrag“ des nächsten freien Feldes.

Wie lange geht das? Bis man freiwillig aufhört oder einen höheren Wert als 7 bei den Knallerbsen hat. Dann fliegt einen der Trank um die Ohren. Was ist die Folge? Man muss sich zwischen Punkten und Geld entscheiden und bekommt keinen Bonus wenn man der ist, der den wertvollsten Trank gebraut hat.

Je nachdem wie weit man gekommen ist, bekommt man Punkte und kann mit Geld 1-2 weitere Chips kaufen.

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später sieht das ganze Mal so aus…

Das war ein grober Überblick

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: 7-8 Seiten
Einarbeitungszeit: Der grundlegende Spielablauf ist sehr schnell klar. Die Anleitung ist gut geschrieben. In einem Extraheftchen werden alle Zutatenbücher genau beschrieben. Sehr lobenswert.

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Preis/Leistung

Knapp über 30€. Dafür bekommt man einiges. Es sieht gut aus und ist variabel.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es irgendwann eine kleine Erweiterung für das Spiel gibt. Die Kosten für diese, schätze ich als nicht so groß ein. 5 zusätzliche doppelt bedruckt Pappbücher würden die Wiederspielbarkeit in die Höhe schießen lassen. Eventuell ein paar Marker dazu, die bestimmte Fähigkeiten abändern (Möglichkeiten für Rubine z.B.) … mehr würde es nicht brauchen.

Meine Meinung

Negatives? Das einzige Negative, dass mir einfällt sind die Holzmarker. Die Qualität stimmt aber ich finde die Farben sind seltsam gewählt. Warum? Sie passen nicht wirklich zu den Farben auf den 50er Plättchen und den Kesseln. Ich denke man wollte nicht, dass die Spieler da irgendwie sich mit den Farben der Zutaten vertun aber dann hätte man auch die Kessel und 50er in dieser Farbe halten können.

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Neutrale Punkte? Es kann kurzzeitig frustrierend sein, wenn man 3 Mal hintereinander den Kessel in die Luft jagt. Das Gefühl ist kein Gutes aber man sollte sich nicht täuschen lassen. Es ist nicht so spielentscheidend wie man glauben mag (außer es passiert einem in der letzten Runde). Andere haben auch Mal Pech und der Aufholmechanismus ist auch noch da.

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Einen Kürbis macht immer das gleiche. Es ist einfach ein Plättchen mehr.

Neutral sehe ich auch einiges auf der Vorderseite. Die Planrückseite mit den Reagenzgläsern macht die Tropfen interessanter und nimmt ein wenig Glück raus. Der Führendenbonus wird erwürfelt und wenn man auf der Vorderseite in der letzten Runden einen Tropfen bekommt ist das ziemlich unnötig.

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Bei schwarzen Plättchen (Totenkopffalter) vergleicht man mit den Mitspielern.

Die Interaktion ist etwas, wo ich zwiegespalten bin. Ja. Man schaut immer wieder Mal was die anderen machen aber wenn man gleichzeitig die Züge macht, bekommt man kaum mit was sie machen. Ob sie den Kessel in die Luft jagen oder nicht ist für einen selber nur indirekt von Relevanz.  Höchstens wenn es darum geht, ob jemand anders mehr Punkte / Falter ausliegen hat. Da wäre ich etwas mehr nicht abgeneigt. Grade dann, wenn man mehrere Partien hintereinander spielt..

Kurz noch etwas zu den gleichzeitigen Zügen. Man kann die Züge der Reihe nach machen. Das würde ich vor allem zu Beginn machen, da es sonst schon Mal vorkommen kann, dass manche beim Legen der Plättchen Fehler machen. In der letzten Runde soll man gemeinsam Plättchen ziehen. Dh. alle ziehen das 1. Plättchen, danach alle gemeinsam das 2. usw. Das hat in den Testrunden eigentlich immer zu lange gedauert, und wir sind in ein jeder zieht wie es ihm passt gewechselt, was wir auch so immer spielen. Ja … theoretisch kann man schummeln aber dafür sollte man seine Mitspieler schon soweit kennen, und wissen ob es wirklich etwas ist das auftreten kann.

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Mit dem Trank darf man eine Knallerbse wieder in den Beutel werfen. Ihn aufzufüllen kostet aber 2 Rubine.

Das Thema findet man nicht soooo stark im Spiel. Es ist kein Drama, weil das Zocken schon unterhaltsam genug und die optische Gestaltung sehr gelungen ist aber wenn man es genau betrachtet ist es doch recht abstrakt, vor allem die Rubine oder der Aufholmechanismus mit den Rattenschwänzen.

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Gelb ist einen Rattenschwanz hinter dem Führenden und darf in der nächsten Runde den Rattenmarker 1 Feld nach dem Tropfen palatzieren und startet von dort.

Apropos Rattenschwänze … Auf zu den guten Dingen. Ich mag den Aufholmechanismus. Ich habe zwar das Gefühl, dass der erst später eingebaut wurde (Balance und so) aber er funktioniert richtig gut. Vor allem gegen Ende hin, kann man noch Boden gut machen, wenn man Pech beim Ziehen hatte.

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Hier einmal die grünen Marker. An den Lesezeichen erkennt man das Set.

Die Abwechlsung bei den Büchern ist ein ganz großes Plus. 2 Bücher sind immer gleich aber bei den anderen 5 kann man wechseln. Von jedem Buch gibt es 4 Versionen und die Rückseite des Kessels hat auch noch eine Spielvariante. Das ist wirklich gut. Da ist es fast schon Schade, dass die Rückseite des zentralen Tableaus nur Ratten darauf hat. Wenn da noch ein anderes Spielfeld darauf wäre, wäre das noch die Punktlandung in der Kategorie gewesen und auch sonst wären ein paar andere Elemente interessant, wie variable Reagenzgläser. Aber fassen wir uns kurz. Wiederspielbarkeit: oberes Feld.

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… und hier das ganze nochmal für die Krähenschädel

Kommen wir zum Zockerelement des Spiels. Denn dieses darf nicht unterschätzt werden. Das Spiel wird zwar oft als Bag Building Spiel betitelt aber es ist zumindest zu gleichen Teilen ein Zockerspiel, wenn nicht sogar zu mehr als 50%. Dh. Glück kann auch schon Mal spielentscheidend sein.
Wenn man mehr als 7 Knallerbsen gezogen hat, ist es vorbei und man muss sich entscheiden ob man entweder Geld oder Punkte nimmt (meistens eher das Geld). Das sorgt immer wieder für Spannung und man hofft das richtige aus dem Beutel zu ziehen. Was noch wichtig ist und wo man auch mitzittert ist die Reihenfolge in der die Plättchen aus dem Beutel kommen. Es gibt dem Bag-Building/Deckbaudingens eine angenehm andere Komponente. Hier fühlt man mehr mit. Obs jetzt Freude oder Schadenfreude ist.

Nochmal ganz kurz zurück … Wenn man den Kessel in die Luft jagt ist es aber nicht das Ende der Welt (letzte Runde ausgeschlosse). Man hat nicht alles komplett in den Sand gesetzt und hat das Spiel verspielt. Man ärgert sich zwar ein wenig aber nicht zu sehr.

Am Ende gefällt mir Die Quacksalber von Quedlinburg gut aber ich muss wie schon beim Ganz schön clever eine zweite Wertung abgeben. Also irgendwas zwischen gut und solide. Wieso? Die 1. Partie die wir in den Testrunden gespielt haben, hat mir immer gut gefallen. Eine Revanche wurde meistens gefordert. Die 2. Partie war auch gut aber für mich nicht mehr ganz so. Einmal haben wir dann auch eine 3. Partie nachgelegt und danach dachte ich schon … ja für heute reichts. Die 1. Partie fühlte sich immer sehr gut an. Was liegt diesmal interessantes aus und was probieren wir? In den Folgepartien fehlt mir dann eben die Interaktion oder die Planbarkeit. Deswegen nehm ich es meistens als schönen Einstieg in den Abend.

Empfehlung

Das Spiel ist gut geeignet für Leute die schon ein bisschen Spielerfahrung haben. Dh. wenn man schon 1-2 andere Spiele kennt, kann man mit den Quacksalbern schon was anfangen. Es bewegt sich was Kennerspiele angeht eher im unteren Bereich.
Was man sich bewusst machen sollte ist, dass es sich um ein Zockerspiel mit strategischen Elementen handelt. Nicht umgekehrt.
Man kann zwar auf bestimmte Kombos spielen aber durch das Ziehen und die zufälligen Ereigniskarten ist der Erfolg nicht vorausplanbar.
Man darf auch nicht Erwarten, dass es besonders interaktiv ist. Man freut sich, wenn der andere seinen Kessel in die Luf jagt und bei einem Buch gibts eine Mehrheitenwertung aber mehr Einfluss hat man nicht auf die anderen Spieler. Ob man des jetzt gut oder schlecht findet, ist Geschmackssache. Viele klassische Zockerspiele wie z.B Can’t Stop haben auch kaum Interaktion und sind trotzdem gut.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!

Ganz schön clever

Heute schauen wir uns eines der Nominierten zum Kennerspiel des Jahres 2018 an. Dem Namen nach zu urteilen ist es ganz schön clever … Mal schauen ob das stimmt.

Eckdaten

Autor: Wolfgang Warsch
Illustrationen: Leon Schiffer
Verlag: Schmidt Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2018
Spieleranzahl: 1 – 4
Dauer: 20 – 50min
Schachtelgröße: 13cm x 18cm x 4cm
Preis: zwischen 10 und 15€

Ausstattung

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In der Schachtel findet man einen großen und dicken Block, ein paar Holzwürfel und ein paar Stifte.

Grafische Gestaltung

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Da gibts nicht viel zu sagen. Die Symbole fand ich eindeutig und unmissverständlich.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: dito

Besonderheiten

In diesem Würfelspiel versuchen wir so viele Punkte wie möglich zu machen. Das Spiel hat je nach Spieleranzahl eine gewisse Anzahl von Runden. Jeder Spieler ist pro Runde einmal aktiver Spieler.

Wenn man aktiver Spieler ist, würfelt man mit allen Würfeln. Man wählt einen aus und trägt je nach Würfel eine Zahl auf dem Blatt ein oder kreuzt was an. Das bringt bei Spielende Punkte und/oder löst andere Effekte aus.

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Alle Würfel mit kleinerer Augenzahl kommen auf das Silbertablett.

Jetzt nimmt man alle Würfel, außer jene vom Silbertablett und würfelt nochmal. Man wählt wieder einen aus und dann macht man das ganze noch einmal.

Ist der aktive Spieler fertig kommen die anderen dran. Jeder wählt gleichzeitig einen der Würfel auf dem Silbertablett aus und macht damit was auf dem Blatt. Dabei dürfen mehrere Spieler den gleichen Würfel wählen.

Der aktive Spieler wechselt … War jeder Spieler einmal aktiver Spieler ist eine Runde vorbei.

Ja … das wars … Bei Spielende wendet man eins der Blätter und trägt dort die Punkte ein.

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Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Ein paar Seiten.
Einarbeitungszeit: Die 1. Partie sollte man als Lernpartie ansehen. Es ist jetzt nicht hochkomplex aber am Anfang ist es schwer abzuschätzen was man tun kann und sollte. Glaubt mir, der Unterschied in Punkten zwischen 1. und 2. Partie ist hoch 🙂

Preis/Leistung

Das Verhältnis stimmt meiner Meinung nach. Ein dicker Block, 4 Stifte die schon dabei sind und die Wiederspielbarkeit ist auch höher als bei vielen anderen dieser Ankreuzwürfelspiele. Vor einiger Zeit hab ich mal eine Empfehlungsliste geschrieben auf der Spiele waren, die in einer Schublade Platz haben. Das wäre definitiv auf dieser Liste.

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Meine Meinung

Kommen wir zu den negativen Punkten. Da hab ich nur einen und das sind Partien mit 4 Spielern. Hier ist mir persönlich die Wartezeit zu hoch. Ja … als passiver Spieler wählt man zwar einen Würfel aus aber davor trifft der aktive Spieler 3 wichtige Entscheidungen (was abhängig vom Spieler dauern kann). Der Entscheidungspielraum für die passiven Spieler ist bei Weitem nicht so hoch. Zu viert spielt man 4 Runden. Das bedeutet man ist 4 mal aktiver Spieler und 12 Mal passiver Spieler. Da gefällt mir eine Zweierpartie mit 6 Mal aktiver und 6 Mal passiver Spieler viel besser, weil ich da öfter cooles Zeug machen kann. Es ist auch ein gutes Solospiel und zu dritt ist es auch in Ordnung aber am besten gefällt es mir zu zweit. Zu viert würde ich eher was anderes spielen.

Neutrale Punkte? Das ist eine Vermutung aber ich denke es ist auch kein Spiel, dass man wenn man es ein Jahr oder so nicht gespielt hat, einfach hervorholt und sofort wieder weiß wie es geht oder worauf man am besten spielt. Die Optik täuscht hier. Es ist eben ein anderes Kaliber als andere Ankreuzspiele. Ich will das nicht zu dramatisch klingen lassen, weil es nicht wirklich schwierig ist aber im Vergleich zu einem Qwixx schon eine Ecke mehr.

Letzter neutraler Punkt. Es ist schön, dass da Stifte dabei sind aber ich persönlich hätte Bleistifte bevorzugt, die schmieren nicht.

Womit wir zu den positiven Dingen kommen. Ich finde schön wie viele Entscheidungen man in diesem Spiel treffen kann. Grade als aktiver Spieler wenn du ein paar Mal Nachwürfeln kannst und Extrawürfel hast. Würfelst du nach oder sparst es für später und nimmst du kleineren Werte. Sehr schön.

Am besten ist das Spiel wenn man eine ganze Kaskade auslösen kann. Mache hier ein Kreuz -> mache hier ein Kreuz -> Trag das ein und bekomm einen Extrawürfel -> Würfel würfeln -> Mache hier ein Kreuz. Das fühlt sich richtig gut an, vor allem weil das das Ergebnis von Planung ist und nicht nur Glück.

Die Leisten sind gut balanciert. Es gibt Leisten, da will man grundsätzlich hohe Zahlen eintragen aber wenn man die auswählt, verliert man Würfel ans Silbertablett. Spielt man auf Boni oder Punkte? Holt man sich die Füchse und versucht die Punkte zu verteilen oder buttert man alles was man hat auf wenige Dinge. Zu zweit schiele ich auch gerne auf das Blatt meines Mitspielers und schaue, was ich ihm möglichst nicht gebe. Zu viert mache ich das aber nicht. Das würde mir zu lange dauern. Wie ihr vielleicht erkennen könnt. Das sind teilweise Entscheidungen die man aus viel größeren Spielen gewohnt ist. Hier hat man das alles auf eine abstrakte Würfelebene heruntergebrochen aber der interessante Kern ist geblieben.

Schön finde ich auch noch die Schachtel, wo man den Mitspielern die Würfel auf dem Silbertablett serviert  … mir gefällts.

Am Ende gefällt mir Ganz Schön Clever gut. Zu viert ist es eher „nur“ solide/befriedigend, denn da sind mir die Pausen ein wenig zu lange. Aber von 1 – 3 bin ich dabei 🙂

Empfehlung

Wollt ihr ein kleines Spiel mit Glücksfaktoren aber auch wichtigen strategischen und taktischen Entscheidungen die man trifft und das Thema ist auch Schnuppe. Dann schaut es euch an.

Wer ein Würfelspiel mit etwas … mehr … sucht, macht hier auch nicht viel falsch.

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar.