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WWF – Das Spiel

Die Dachebodenserie geht weiter. Heute sehen wir uns an, wieviel Potential denn so im WWF Spiel aus dem Jahr 1991 steckt.

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Je nach Spieleranzahl, bekommt jeder eine gewissen Anzahl an Wrestlern zugeteilt. Zusätzlich erhält jeder Wrestler eine Power Karte.

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Das zentrale Spielfeld besteht aus dem Ring und einer Leiste drum herum. Ist man am Zug, würfelt man und bewegt seine Spielfigur auf der Leiste…. Wie überraschend … Landet man auf einem eigenen Wrestler.

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Tja dann passiert nichts. Landet man auf einem Kartenfeld zieht man eine weitere Powerkartet und darf sie einem Wrestler zuweisen. Ansonsten kommt es zum Kampf.

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Man legt einen seiner Wrestler in den Ring und den entsprechenden Kontrahenten. Pro Kampf darf jeder Wrestler eine Power Karte einsetzen. Der Herausforderer entscheidet zuerst.

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Tja und dann würfelt man wieder. Die Runde 1 des Kampfes endet. Man legt die Powerkarte ab und spielt Runde 2. Wer zwei von drei gewonnen hat, gewinnt den Kampf. Der Unterlegene scheidet aus und der Sieger bekommt eine Powerkarte. Wer der letzte Verbliebene ist gewinnt das Spiel…

Meine Meinung

Also anfangs war ich ziemlich interessiert am Spiel … ich mein… es hat schon einen gewissen Trashfaktor. Ich hatte schon auf einfache Würfelschlachten gehofft. Das Konzept war ja im Prinzip nicht soooo verkehrt. Im Ring hängt alles vom Würfelwurf ab … da kommt schon ein gewisses Maß an Spannung auf … die ersten Male. ein Kampf geht über drei Runden … ein paar Unentschieden kommen da gerne vor … puh und wenn man die Anzahl der Würfe auf eine ganze Partie hochrechnet wird es einfach nur ungemein langweilig, obwohl das Spiel eigentlich nur ca eine halbe Stunde dauert.

Uff …

Ja und dann sind da noch die Power Karten, die den Zufallsfaktor noch Mal um einiges hochschrauben., weil sie entweder fixe Werte zwischen 1-5 haben oder man darf mit einem zusätzlichen Würfel werfen. Wie schon gesagt – zusätzlicher Glücksfaktor und von der Funktion her ungemein langweilig.

Das Spiel zieht sich einfach nur wie ein Kaugummi. Also wenn ihr es wo am Flohmarkt seht schnell weitergehen – und dreht euch ja nicht um.

Verbesserungsvorschläge

Echt nichts … da helfen auch keine Hausregeln. Ich kann euch aber ein paar tolle Würfelspielalternativen empfehlen. Meine 1. Wahl für ein trashiges Würfel – Kampf – Spiel wäre King of Tokyo. Wers günstiger haben und auch gleich eine Menge Platz sparen will: Knatsch.

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Skull King: Das Würfelspiel

Yo-Ho-Ho! Wir sind zurück auf hoher See. Diesmal haben wir die Karten auf dem anderen Schiff gelassen und uns stattdessen Würfel besorgt… Piraten dürfen das!

Eckdaten

Autor: Manfred Reindl
Illustrationen: Eckhard Freytag
Verlag: Schmidt Spiele ( Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 3- 6
Dauer: 20 – 40 min
Schachtelgröße: 27,5 cm x 19cm x 6,7cm
Preis: ca 20€

Ausstattung

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Ausstattung

Im Spiel sind sechs Sichtschirme, ein Block, ein Beutel und dutzende toller Würfel dabei.

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Die schönen Würfel

Illustrationen

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Skull King Schachtelcover

Hier gibt es nicht viel neues zu berichten. Die Grafiken stammen eigentlich alle aus dem Kartenspiel. Es kommt schon etwas Piratenfeeling auf.

Aufbau

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Der Startaufbau. Man hat immer einen schönen Überblick

Spielfeldgröße: bisschen Platz zum Würfeln und für die Sichtschirme … nicht der Rede wert
Aufbauzeit: Jeder nimmt sich einen Sichtschirm und es kann losgehen. 1min … maximal.

Besonderheiten

Hier haben wir es mit einem Würfel-Stichspiel zu tun. So etwas kennen sie nicht? Ging mir auch so. Kenner von „Wizard“ bzw. „Skull King“ werden hier vieles wiedererkennen.

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Es gibt sechs verschiedene Sichtschirme. Sie sind beidseitig bedruckt.

Jeder bekommt einen Sichtschirm. Je nach Runde ziehen die Spieler reihum der Rundenzahl entsprechend Würfel aus dem Beutel. Also in Runde 1 zieht jeder
einen Würfel in Runde 6 6.
Jetzt sagen alle Spieler gleichzeitig an wieviele Stiche jeder zu machen glaubt. Man ruft zusammen „YO HO HO!“ und zeigt beim 2. Ho mit den Fingern einer Hand an, wieviele Stiche man zu machen glaubt.

Der Startspieler beginnt. Er nimmt einen Würfel und würfelt ihn. Ist es ein Farbwürfel, so müssen die anderen Spieler die Farbe bedienen. Es sei denn sie haben die Farbe nicht oder einen Sonderwürfel (Mermaid, Pirat oder Skull King). Diese mächtigen Würfel können jederzeit gespielt werden, selbst wenn man die Farbe hat. Den Stich gewinnt die höchste Zahl unabhängig von der Farbe.

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Auf der Vorder- und Rückseite jedes Sichtschirms findet man einen Überblick wieviele Würfel es von welcher Sorte gibt und welche Werte sie annehmen können. Die Würfel unter der Würfel sind die Farbwürfel, die darüber sind Sonderwürfel die man nehmen kann auch wenn man die Farbe bedienen muss.

Jede der vier Farbe deckt ein gewisses Spektrum hab. Gelb verliert höchstwahrscheinlich. Schwarz hat die hösten Werte zwischen 5 und 7.
Auch die Sonderwürfel entfalten nicht immer ihre Wirkung. Mit der Chance von 1/3 würfelt man dort eine Flagge. Den niedrigsten Wert den es gibt.
Haben zwei Spieler den höchsten Würfel gewürfelt so gewinnt der Spieler der den Wert als letztes gewürfelt hat.

Hat man seine Vorhersage getroffen bekommt man pro Stich 20 Punkte. Lag man daneben gibt es Minuspunkte und zwar pro Stich den man daneben lag.
Hat man 0 Stiche angesagt gibt es Punkte in der Höhe von 10*Anzahl der Runde wenn man wirklich keinen Stich macht. (also 10 Punkte in Runde 1, 70 in Runde 7 usw.). Hat man 0 Stiche angesagt und macht doch einen erhält man dieselbe Anzahl als Minuspunkte.

 

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: ca 4 Seiten
Einarbeitungszeit: Die Erklärung wer wen schlägt, dauert zwar ein wenig länger aber einfacher als beim Kartenspiel.

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Wer schlägt wen?

Meine Meinung

Mir hat „Skull King – Das Würfelspiel“ sehr gut gefallen. Die Würfel sind viele und gefallen mir ausgesprochen gut. Eines der Grundprinzipien des Kartenspiels war es ja, dass das es oft nicht 100%ig sicher war, einen Stich fix zu gewinnen. Das Würfelspiel baut darauf auf und macht es noch besser. Warum? Jeder Würfel hat eine Bandbreite von Ergebnissen. So kann auch der Skull King als Flagge den Stich verlieren. Im Gegenzug kann man auch mit dem gelben Würfel eine 7 bekommen. Dieser Unsicherheitsfaktoren halten die Spannung hoch. Zusätzlich noch, weil im Gegensatz zum Kartenspiel, das zuletzt gewürfelte Ergebnis den Gleichstand gewinnt. So ist es nicht wie bei anderen Stichspielen, wo man machmal eine hohe Karte ausspielt und dann is es „a gmahte wiesn“. Wer schon einmal 0 Stiche in Runde 8 ansagt und fast nur gelbe und blaue Würfel hat schwitzt schwitzt bei jedem Wurf mit den gelben Würfeln. Ein Ergebnis kann da über strahlenden Sieg oder schreckliche Niederlage entscheiden.

In Summe gefällt es mir besser als das Kartenspiel. Es hat mehr Eigenständigkeit und baut die Stärken desselbigen aus.

Sehr schönes Stichspiel.

Gut. Mit Potential nach oben.

Empfehlung

Für all jene die ein Faible für lockere Stichspiele oder Würfelspiele haben, ist „Skull King – Das Würfelspiel“ auf jeden Fall einen Blick wert.

 

Vielen Dank an Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!

Knatsch

Ja so warens die alten Rittersleut … immer auf Streit aus. Wenn man nicht grad versuchte Burgen zu erobern, Turniere zu veranstalten oder Könige zu stürzen, baute man Katapulte und sie spielten sicher auch Würfelspiele … ob da „Knatsch“ auch dabei war? Wir werdens nie erfahren. Diese Version diese Spiels ist die Neuauflage und ist dieses Jahr erst 16 geworden. Also noch eher ein Knappe als ein Ritter. Doch hat das was mit dem Spiel zu tun … nein eher nicht 🙂

Eckdaten

Autor: Michael Schacht
Illustrationen: Hans Jörg Brehm
Verlag: Abacusspiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2000 (2016 Neuauflage)
Spieleranzahl: 2 – 6
Dauer: 20 – 30 min
Schachtelgröße: 12,3cm x 9,6cm x 2cm
Preis: ca 8€

Ausstattung

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Der Inhalt

Das Spiel enthält Karten von sehr guter Qualität und sechs Würfel.

Illustrationen

Die neue Schachtelgrafik gefällt mir um Längen besser als die alte. Da waren zwei Ritter abgebildet, jeweils auf einem Turm und einer hat dem anderen die Zunge rausgestreckt. Irgendwie hat das für mich eher defensiv gewirkt, was das Spiel überhaupt nicht ist. Die aktuelle Grafik triffts meiner Meinung nach besser.

Aufbau

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Zentrale Auslage. 3 Zielkarten und zwei Kartenstapel

Spielfeldgröße: Gemeinsame Kartenstpel 13cm x 10cm; Spielerauslage weniger als 32cm x 22cm; Etwas Platz zum Würfeln
Aufbauzeit: ca 1min

Besonderheiten

In „Knatsch“ konkurrieren wir mit anderen Rittern in eine Wettstreit. Das Spiel kann auf eine von drei Arten enden. Man kontrolliert zwei Burgen und gewinnt drei Turniere. Man kontrolliert vier Burgen oder drei Burgen und stürzt den König.

Es gibt drei Kartenarten:Burgen, Sonderkarten und Turniere. Von jeder Burgfarbe dürfen wir immer nur eine besitzen. Ebenso wie von jeder Sonderkarte.

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Die unterschiedlichen Burgen

Zu Beginn wird von den sechs unterschliedlichen Burgtypen an jeden Spieler eine verteilt. Ist man an der Reihe, so wählt man eine offen liegende Karte aus die man erwürfeln möchte. .
Da wären zunächst die zwei offenen Karten der gemeinsamen Kartenstapel. Einmal pro Zug darf man eine der oberen Karten unter den Stapel schieben.Man darf aber auch Karten der anderen Mitspieler angreifen. Sonderkarten dürfen immer angegriffen werden. Burgen nur, wenn sie mehr als 1 oder zwei Burgen (bei zwei Spielern) besitzen.
Dann würfelt man. Zwei mal darf man nachwürfeln. Die 6er sind Nieten und diese Würfel fallen weg.

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Wir betrachten zunächst die roten Würfel. Um diese Karte zu erobern müssen wir entweder eine höhere Anzahl gleicherzahliger Würfel (z.b. vier Zweier ) oder die gleiche Anzahl höherwertiger würfel (z.B. drei Fünfer) oder den gleichen Wert mit höherem gelben Würfel würfeln (z.B. 3 Vierer und ein Fünfer)

Unser Ziel ist es das Ergebnis der roten Würfel zu übertrumpfen. Das geschieht durch höhere Werte (Ein Drilling von Vieren übertrifft einen von Dreiern) oder auch höhere Anzahl (Ein Vierling von Zweiern übertrifft jeden Drilling). Man kann das Ergebnis aber auch erreichen und muss dann noch einen Würfel übrig haben der höher ist als der gelbe Würfel auf der Karte.

Schafft man das, erobert man die Karte und legt sie vor sich ab. Erobert man so eine Sonderkarte vo einem der Stapel ist man gleich noch einmal dran. Greift man die Burg eines Mitspielers ab so darf dieser nach einem erfolgreichen Angriff auch würfeln. Übertrumpft er das gewürfelte Ergebnis ist der Angriff fehlgeschlagen.
Turniere sind etwas besonderes. Wählt man eine Turnierkarte so versucht man ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen. Der aktive Spieler darf sogar 3 Mal nachwürfeln. Danach sind reihum alle anderen Spieler an der Reihe. Der mit dem besten Ergebnis legt das Turnier vor sich ab.

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Situation bei Spielende. Der Spieler ganz unten hat gewonnen.

 

Wer mutig ist und schon drei Burgen hat kann versuchen den König zu stürzen. Schafft man es, so ist eine der Bedingungen erfüllt. Schafft man es nicht verliert man sogar eine Burg.

Schneller als man glaubt ist dann eine der Bedingungen erfüllt und das Spiel ist vorbei.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: ca 4 Seiten
Einarbeitungszeit: gering

Meine Meinung

„Knatsch“ ist ein interessantes interaktives Würfelspiel. Durch die Sonderkarten kann man sich gute zusätzliche Fähigkeiten holen aber die Gefahr von den anderen Spielern angegriffen zu werden, ist immer da. Das Würfelglück spielt eine nicht unwichtige Rolle. Vor allem wenn man zusätzlich noch Glück bei den Kartenstapeln hat. So kann es schon mal vorkommen, dass ein Spieler dort drei Sonderkarten hintereinander abstaubt bevor er sich eine Burg holt. Das Spiel schafft es immer wieder kleine Showdownmomente zu liefern, sowohl beim Turnier als auch beim Angriff auf die Burg eines Mitspielers. Das bringt zusätzliche Würze rein und sorgt für TrashTalk am Tisch. Bei uns zumindest 🙂
Zu zweit hat mir das Spiel nicht ganz so gefallen. Da gibt es die Regel, dass man die Burg des anderen erst ab drei Burgen angreifen darf, was eigentlich immer dazu geführt hat, dass das Spiel über Turniere entschieden wurde.
Ungewöhnlich ist, das eine 6 eigentlich ein katastrophales Ergebnis ist. In den meisten anderen Würfelspielen ist es das Beste was man Würfeln kann. Darauf ist man schon richtig konditioniert. Grade in den ersten Runden denkt man zuerst: „Yeah 3 6er!“ bevor man dann von den anderen erinnert wird „Oh mist…“. Ich hätte besser gefunden, wenn es ein anderes Symbol statt der 6 gegeben hätte. Was noch ein eher „noch nicht wirklich abzuschätzen“ Punkt ist, ist die Grafik im Spiel. Sie schreit einen nicht an „Spiel mich! Ich bring Spaß!“. Wenn ich mir andere lockere Würfelspiele ansehe wie z.B. „King of Tokyo“. Das springt einem richtig ins Gesicht. Hier wird die Zeit zeigen, ob der Stil zeitlos ist.

Ein wirklich grundsolides, einfaches und vor allem interaktives Würfelspiel. Hat noch Potential nach oben. Befriedigend+

Empfehlung

Wer ein kurzweiliges Spiel für mehrere Spieler sucht die nicht interaktionsscheu sind, nichts gegen Glück haben, wo es mal lauter am Tisch werden kann und es vertragen können, dass ihnen Karten geklaut werden, sollte sich „Knatsch“ anschauen.

Vielen Dank an Abacusspiele für das Rezensionsexemplar!