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Citadels: Charakterübersicht

Nachdem ich letzte Woche Citadels vorgestellt habe, werde ich heute auf alle einzelnen Charaktere eingehen. Das dürfte vor allem für Kenner von Ohne Furcht und Adel interessant sein, die so sehen, was es noch für Alternativen zu den Orginal 8 gibt.

1. Assasine, Hexe und Magistrat

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Beginnen wir mit denen, die die meisten wahrscheinlich als am destruktivsten empfinden. Die Assssine benennt einen Charakter, der aussetzen muss. Wenn er aufgerufen wird, meldet er sich einfach nicht und deckt auch nicht seine Karte auf. Man will ja den Assasinenspieler ein wenig schwitzen lassen 😉
Die Hexe macht es ein wenig anders. Man nimmt einfach sein Einkommen und verhext einen Charakter…Zug vorbei. Wenn der verhexte Charakter aufgerufen wird nimmt der sein Einkommen und danach führt die Hexe mit diesem Charakter den Zug fort. Wie schon bei der Assasine kann man als Verhexter keine Gebäude bauen und auch die Fähigkeit nicht einsetzen aber immerhin bekommt man Einkommen. Für die Hexe ist es auch interessant, weil man quasi die Fähigkeit eines Charakters klaut. Dumm nur, wenn der gar nicht im Spiel ist, dann hat man sich selber ein wenig ins Knie geschossen.
Der Magistrat verteilt verdeckte Enteignungsplättchen an 3 Charaktere (nicht Spieler). 2 sind leer und 1 ist mit einem Siegel versehen. Wenn der Charakter mit dem Siegel sein 1. Gebäude baut, kann man das Plättchen aufdecken und nimmt es sich. Der beklaute Spieler bekommt aber sein Gold für das Gebäude zurück. Da hast du andere Überlegungen, wenn du so ein Plättchen auf deinem Charakter hast. Baust du überhaupt was? Bau ich was was wenig Punkte bringt? Wenn da kein Siegel ist, hat man unnötigerweise nichts gebaut… hach…man baut etwas großes…zack…geklaut. Schön selbst die Grube geschaufelt … so wie es sich gehört 🙂

2. Dieb, Spion und Erpresserin

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Der Dieb benennt einen Charakter dem er sein ganzes Gold klaut, wenn er aufgerufen wird. Flexibel einsetzbar und geht auch gerne Mal komplett daneben 🙂
Der Spion zielt nicht auf einen Charakter sondern auf einen Mitspieler. Man nennt einen Gebäudetyp und schaut sich die Handkarten eines Spielers an. Für jedes Gebäude dieses Typs klaut man ihm 1 Gold und zieht noch eine Karte vom Gebäudestapel. Da können manche fantasieren von 3-4 Karten eines Typs aber ich finde 1 Treffer schon in Ordnung und mit 2 kann man zufrieden sein.
Die Erpresserin schlägt in die gleiche „sich selber das Grab schaufeln“ Kerbe wie der Magistrat. Du verteilst verdeckt 2 Drohungen auf Charaktere. Wenn der Charakter dran ist, kann er dich  bestechen und gibt dir die Hälfte seines Goldes. Macht er das nicht kannst du, wenn du willst, das Plättchen umdrehen. Ist es das Plättchen mit der Rose bekommst du das gesamte Gold.

3. Magierin, Beschwörer und Seherin

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Die Magierin verbessert (meistens) die Kartenhand. Man kann entweder eine beliebige Kartenanzahl abwerfen und zieht demensprechend neue nach oder tauscht die gesamte Hand mit der eines Mitspielers. Das macht man besonders gerne, wenn man gar keine Handkarten hat.
Der Beschwörer ist da konkreter. Man schaut sich die Handkarten eines Spielers an und nimmt 1 Karte. Wenn es ein Gebäude ist kann man die Kosten bezahlen es sofort bauen. Das zählt nicht zum Baulimit. Zusätzlich darf man während des gesamten Zuges auch identische Gebäude errichten.
Die Seherin zieht von jedem Spieler 1 zufällige Karte und gibt jedem Spieler von dem sie 1 Karte genommen hat eine Handkarte zurück und sie darf 2 Gebäude bauen.

4. König, Patrizier und Kaiser

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Der König nimmt sich die Krone und bekommt Gold für Adelsgebäude. Der Patrizier zieht 1 Karte für jedes Adelsgebäude. Der Kaiser darf die Krone an einen anderen Spieler verteilen und nimmt sich dafür von ihm 1 Karte oder 1 Gold. Natürlich bekommt er auch 1 Gold / Adelsgebäude

5. Bischof, Ablassprediger und Kardinal

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Der Bischof schützt vor der Nummer 8 und man bekommt Gold/Religionsgebäude. Beim Ablassprediger muss einem der reichste Spieler 1 Gold geben und man bekommt entweder 1 Gold oder 1 Karte / Religionsgebäude. Ganz praktisch.
Der Kardinal zieht 1 Karte pro Religionsgebäude. So weit so normal aber wenn du zu wenig Gold für den Bau eines Gebäudes hast, kannst du einem Mitspieler beliebig viele Karten geben und nimmst dir dafür je 1 Gold aus seinem Vorrat.

6. Händlerin, Kaufmann und Alchemistin

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Die Händlerin bringt einem 1 Gold mehr fürs Einkommen und 1 Gold / Handelsgebäude.
Der Kaufmann bekommt ebenfalls 1 Gold / Handelsgebäude aber er kann während seines Zuges beliebig viele Handelsgebäude bauen.
Die Alchemistin funktioniert ganz anders. Sie bekommt am ende ihres Zuges alles Gold wieder zurück, dass sie für den Gebäudebau ausgegeben hat.

7. Baumeisterin, Gelehrte und Kapitänin

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Die Baumeistern darf 2 zusätzliche Karten ziehen und im Zug bis zu 3 Gebäude bauen. Damit kann man das Spielende schnell herbeiführen…Die Gebäude werden aber nicht besonders wertvoll sein.
Die Gelehrte geht einen anderen Weg. Man zieht 7 Karten, nimmt sich 1 davon und mischt die restlichen wieder zurück. und darf bis zu 2 Gebäude bauen.
Die Kapitänin ist auch ganz anders. Sie bekommt entweder 4 Gold oder 4 Karten, darf im Gegenzug aber keine Gebäude bauen.

8. Söldner, Diplomatin und Marschall

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Alle 3 Charaktere bekommen 1 Gold / Militärgebäude in der Stadt.
Der Söldner zerstört ein Gebäude aus einer nicht abgeschlossenen Stadt. Dazu bezahlt er 1 Gold weniger als das, was es gekostet hat.
Die Diplomatin taucht 1 Gebäude aus der eigenen Stadt mit der eines Mitspielers und bezahlt die Differenz der Kosten. In keiner Stadt dürfen durch den Tausch Duplikate sein.
Der Marschall nimmt sich von einem Spieler ein Gebäude das 3 oder weniger kostet. Die Kosten muss er bezahlen.

9. Königin, Steuereintreiber und Künstlerin

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Einen 9er Charakter kann man bei 4-7 Spielern und muss sie bei 3 und 8 Spielern verwenden, wobei man die Königin nur bei 5+ Spielern nehmen darf aus logischen Gründen wie man gleich sehen wird. Sie bekommt 3 Gold wenn sie benachbart zu dem Spieler mit der 4 sitzt.
Der Steuereintreiber führt Steuern ein. Für jedes Gebäude dass errichtet wird, muss danach eine Steuer von 1 Gold auf einen eigenen Stapel gelegt werden (wenn man keins mehr hat, dann nicht). Kommt der Steuereintreiber dran, darf er sich das ganze Gold von diesem Stapel nehmen. Achja … er bezahlt keine Steuern.
Die Künstlerin kann bis zu 2 Gebäude pro Zug verschönern. Man nimmt sich eines seiner Goldstückt und legt sie auf ein Gebäude und schon ist es mehr wert schwieriger einzureißen etc. Jedes Gebäude kann nur einmal aufgewertet werden.

Ja … das wars auch schon. Ich finde, mit diesen Karten kann man sich ein Set nach den eigenen Wünschen zusammen stellen. Nur Spieler, die mit direkter Interaktion nichts anfangen können, werden weiterhin garantiert unglücklich mit Citadels bleiben.

 

 

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Spiele und Musik

Heute geht es um ein Thema das normalerweise nicht so ganz Hand in Hand geht. Es geht um Gesellschaftspiele und Musik.

Üblicherweise will man oft am Tisch jede Ablenkung vermeiden. Dh. Fernseher aus. Handys weg. Musik ist da ein Streitthema.

Manche wollen das Radio laufen haben aber für mich ist das ein bisschen ein Problem, wenn ich da die Route für meinen Rindertrack plane und da irgendein Popsong im Hintergrund läuft. Es lenkt vom Spiel ab.

Bei manchen Spielen ist mir das ziemlich egal. Wenn es eines für zwischendurch ist, dass keine halbe Stunde dauert – wen scherts. Aber wenn ich länger 1-2 Stunden an einem Strategiespiel sitze, wo ich eigentlich aufpassen sollte aber gleichzeitig einen Song mitsinge…Konzentration futsch…Was? Ich bin dran? … Was wollt ich machen?

Trotzdem wollte ich Musik beim Spielen haben und zwar solche die das Spiel unterstützt anstatt davon abzulenken. Stimmungen können verstärkt werden und so die Immersion verbessern. Immer wieder Mal ist diese Idee hochgekommen und ich hab Songs zu ein paar Spielen zusammen getragen. Tja … endlich hab ich gemerkt, dass es so viel einfacher geht.

Man gehe auf die Seite Melodice . Dort gibt man einfach einen Titel ein und das Programm spuckt einen Liste von Youtube Titeln aus, die zu dem Spiel passen. Es passt zwar nicht alles perfekt aber im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden.
Die Titel stammen größtenteils aus Computerspielen und Filmen. Teilweise ist auch Orginalmusik aus der Zeit dabei (wenn man der Beschreibung Glauben schenken kann).

Also schaut es euch an 🙂

Was haltet ihr von Musik, die die Spiele unterstützt?