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Wild Shots

Ja im Wilden Westen ging es wahrlich wild zu. Sogar um ein Gesetzeshüter zu werden, muss man sich mit den Mitbewerbern duellieren. Obwohl es schlimm ist hört es sich sich trotzdem sinnvoller an als manche Fragen in einem Bewerbungsgespräch heute.

Eckdaten

Autor: Dennis Kirps, Christian Kruchten
Illustrationen: fiore gmbH
Verlag: Piatnik (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: 20-30 min
Schachtelgröße: 17cm x 12,3 cm x 3,5cm
Preis: <10€

Ausstattung

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In der Schachtel findet man knapp über 50 Karten von guter Qualität.

Grafische Gestaltung

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Die Kartenrücken und Übersichtskarten finde ich sehr schön gestaltet. Die Vorderseite ist zweckmäßig.

Aufbau

Spielfeldgröße:nicht der Rede wert
Aufbauzeit: nicht der Rede wert

Thema

Man will der nächste Sheriff werden und duelliert sich. Derjenige der bei Ende die wenigsten Kugeln, dh. die wenigsten Minuspunkte, abbekommen hat, gewinnt.

Besonderheiten

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Wild Shots ist ein Stichspiel. Es gibt 4 Farben. Auf den Karten finden sich oft auch die Symbole Pistole, Hut, Sheriffstern und Steckbrief. Ein Spiel besteht aus 4 Runden.
Ziel des Spieles ist es möglichst wenig Minuspunkte zu sammeln.

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In Runde 1 bekommt man für jede Pistole (davon gibt es 10) die man gesammelt hat 2 Minuspunkte

Je nach Runde bekommt man für ein anderes Symbol Minuspunkte.

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Die Snake Oil Karten geben an, was in diesem Stich Trumpf ist. Die Einschusslöcher auf den Karten erinnern an die Minuspunkte die man in der entsprechenden Runde dafür bekommt.

Vor jedem Stich deckt der Ausspieler eine Karte vom Snake Oil Stapel auf. Sie zeigt an welches Symbol in diesem Stich Trumpf ist.

Die ausgespielte Farbe muss bedient werden, wenn man kann. Es herrscht aber kein Stichzwang. Hat man die Farbe nicht kann man beliebig reinwerfen. Eine Trumpf ist höher als die höchste Karte der ausgespielten Farbe. Den Stich gewinnt die höchste Karte in der ausgespielten Farbe oder die höchste Trumpfkarte.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: wenig
Einarbeitungszeit: schnell

Preis/Leistung

Wie ich auch schon bei Voodoo Prince geschrieben habe. Das was da ist, ist dem Preis angemessen. Die Frage ist ob solche Stichspiele etwas für einen sind.

Meine Meinung

Beginnen wir mit den negativen Punkten. Es gibt eine Sache die manchmal stört. Die Vorderseite der Karten ist in jeder Farbe gleich. Dh. der Schriftzug der blauen 3 ist derselbe wie bei der grünen 3. Für Personen die Probleme haben solche Farben zu unterscheiden ist das somit nur schwer spielbar. Wir haben es ein paar Mal in spärlich beleuchteten Bars gespielt … oder solle ich sagen Saloons … und da hab ich mich ertappt wie ich hin und wieder,  „Ist das Blau“, gefragt habe. Da hätte man vielleicht mit einer kleinen Verzierung in den Ecken arbeiten sollen. Das ist sooo schade.

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Solala ist irgendwie das Schachtelformat. Die Schachtel fühlt sich so relativ leicht an und es sieht nach wenig aus. Obwohl man nicht weniger bekommt als bei anderen Kartenspielen in dieser Preisklasse. Trotzdem verstehe ich warum es in so einer Schachtel ist… Die Anleitung: Die ist nämlich so groß wie das Schachtelformat und verhältnismäßig dick. Sie ist nämlich in richtig vielen Sprachen verfasst. Ich habs nicht gezählt aber mehr als nur deutsch, englisch, französisch. Das alles auf Faltblätter zu packen, würde sich nicht ausgehen.

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Wenn wir schon von der Spielregel sprechen, gehen wir gleich zum Positiven. Sie ist gut geschrieben. Etliche Beispiele und manche Dinge sind fett hervorgehoben. Da sollten eigentlich keine Fragen offen bleiben. Sehr schön. Die positive Entwicklung die ich bei Yangtze gesehen habe wurde beibehalten. Grade  wenn ich es mit Pacal’s Rocket desselben Verlags vergleiche. Ich finde es heute noch Schade, dass ein gutes und interessant anderes Spiel eine schlechte Anleitung bekommen hat, die den Einstieg unnötig erschwerte. Zurück zu Wild Shots, bevor ich mir ein paar Kugeln einfange. Anleitung: Zwei Daumen nach oben.

Abgesehen vom obigen Kritikpunkt gefällt mir das Kartendesign. Ich kann die Karten halten wie ich will und die Symbole sind immer sichtbar. Ebenso wie die Einschusslöcher die zeigen, wie viele Minuspunkte es dafür gibt.

Der Spannungsbogen des Spiels ist auch gut gemacht. So sind die ersten zwei Runden noch verhältnismäßig harmlos. In Runde 3 hagelts dann die ersten großen Minuspunktezahlen. In Runde 4 gibts dann den finalen Showdown.

Es ist schön, dass hier ein Symbol Trumpf ist. Das mit dem Trumpfwechsel nach jedem Stich ergibt eine tolle Mischung, die gut zum Gesamtkonzept passt. Ebenso wie der größere Glücksfaktor.

Hier haben wir eine Schachtel „unböser Schadenfreude“, wenn das irgendwie Sinn macht. Man arbeitet an seinem „Plan“ den anderen die Minuspunkte zuzuwerfen aber mindestens genauso oft wie das funktioniert geht das auch total in die Hose. Wenn dann der Trash Talk am Tisch passt, ist das unbezahlbar.
Es passiert auch gerne, dass jemand vergisst, dass das Symbol sich in diesem Stich geändert hat. Manch einer könnte behaupten, das Design dahinter ist schlecht aber ich halte es für sehr gut gelungen, weil es auch in diese „unböse Schadenfreude“ hineinspielt. Da macht einer dann einen Stich, den er gar nicht wollte oder macht einen nicht, den man wollte (was nicht so oft passiert) – weil … wos liegt des pickt 🙂 … schau net dauernd aufs Handy…. Revanche … noch einmal.

In Summe haben wir hier ein geselliges und kurzweiliges Stichspiel, dass auch gut mit Neulingen des Genres spielbar ist. Man kommt sehr schnell hinein. Es gefällt mir gut. Sogar so gut, dass ich die Ecken mittlerweile zusätzlich markiert habe, damit man’s auch bei schlechtem Licht unterscheiden kann. Für mich ist es eben ein Spiel für ein Pub, Wirtshaus, Heurigen, Buschenschank (zur Not auch ein Kaffeehaus). Eher so als ein Spiel für einen klassischen Spieleabend bei mir. Deswegen schwanke ich zwischen Gut und Befriedigend.

Empfehlung

Für wen ist Wild Shots nichts? Alle die es mit Ernst und viel Taktik spielen wollen. Da ist man hier falsch. Dafür gibt es andere Stichspiele.  Es wird nie jemand ein Buch über „101 Tipps um Wild Shots zu gewinnen“ verfassen.

Es ist ein Spiel für eine lustige Runde, die sich auch gerne Mal gegenseitig ein wenig ärgert und das nicht zu ernst sieht. Auch Spieler, die bis dahin keine Stichspiele gespielt haben werden hier gut rein kommen. Die Ansätze sind sehr schnell verinnerlicht.

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Manhattan

Es gibt ja Menschen die behaupten: „Früher war alles besser“. Gut, dass es von Brettspielen Neuauflagen gibt. Heute schau ich mir ein Spiel an, dass über 20 Jahre alt ist. Auf geht’s nach Manhattan und Honkong und Buenos Aires … glaub ich halt 🙂

Eckdaten

Autor: Andreas Seafarth
Illustrationen: Jacqui Davis
Verlag: Hans im Glück im Vertrieb von Schmidt Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: Neuauflage 2017. Erstauflage 1994
Spieleranzahl: 2 – 4
Dauer: <45min
Schachtelgröße: 27cm x 27cm x 6cm
Preis: 35 – 40€

Ausstattung

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Ein Spielplan, ca 100 Plastikteile und ca 50Karten. Alles von sehr guter Qualität.

Grafische Gestaltung

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Gefällt mir eigentlich ganz gut.

Aufbau

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Spielfeldgröße: 70cm x 70cm
Aufbauzeit: ca 2min

Thema

Wir errichten in mehreren Städten der Welt Wolkenkratzer und versuchen da am besten abzuschneiden.

Besonderheiten

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Der Spielplan ist in mehrere Städte zu je 9 Bauplätzen aufgeteilt. Hier errichten wir unsere Wolkenkratzer. Dafür benötigt man Bausteine. Die gibt es in der Größe von 1 – 4 Stockwerken.

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Mit dieser Karte kann ich auf einem Blauplatz links oben bauen.

Zusätzlich gibt es noch Baukarten. Diese zeigen wo man bauen kann. Die Spieler sollten an jeder Seite des Spielbretts sitzen, weil die Baukarte immer so vor einen ausgespielt wird, dass man die Illustration „richtig“ sehen kann.

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Wenn die anderen dieselbe Karte spielen, sind es aus meiner Sicht andere Bauplätze.

Gespielt wird über mehrere Runden. Man hat seine 4 Baukarten auf der Hand und wählt nun die Bausteine (6 bzw. 4) aus die man in dieser Runde verwendet.

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Meine Teile für diese Runde.

Danach baut, beginnend mit Startspieler, jeder Spieler ein Bauteil bis alles verbaut wurde.

Wie wird nun ein Bauteil gebaut? Dazu spielt man 1 Baukarte vor sich aus und zwar hochkantig. Diese gibt einen Bauplatz vor. Die Stadt wählt man selber aus. Man kann auf einem freien Platz und einem Platz wo ein eigenes Stockwerk steht ohne Probleme bauen.

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Rot platziert 1 Stockwerk auf dem Gebäude von blau. Beide kontrollieren ein Stockwerk aber rot ist am weitesten oben dh. rot kontrolliert das Gebäude.

Man kann aber auch Bauteile auf Bauteile anderer Spieler platzieren. Dazu muss man danach mindestens genau so viele Stockwerke des Gebäudes besitzen als der Spieler der zuvor ganz oben war.
Der Spieler der das oberste Stockwerk eines Wolkenkratzers besitzt ist der Besitzer des Gebäudes.

Nach dem setzen eines Bauteils zieht man eine neue Baukarte und der nächste ist dran.

Am Ende einer Runde bekommt man Punkte für den höchsten Wolkenkratzer auf dem Spielplan, für die Mehrheit in den einzelnen Städte und für jedes eigene Gebäude.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: sehr einfach. Das waren vorhin fast alle Regeln.
Einarbeitungszeit: Gering

Preis/Leistung

Das Spiel kostet derzeit ca. 40€. Wenn man nur so liest, was in der Schachtel ist denkt man sich schon … naja…schon teuer. Aber wenn man das Material anfasst, wird man wissen wieso. Die Qualität stimmt hier einfach.

Meine Meinung

Richtig große Kritikpunkte hab ich keine … aber ein paar Anmkerungen. Das Spiel heißt zwar Manhattan aber man errichtet auf der ganzen Welt Wolkenkratzer. Das stört beim Spielen zwar nicht, hat mich aber anfangs etwas verwirrt.
Das neue frabenfrohe Design gefällt mir eigentlich ganz gut, lediglich bei den Charakter „Tableaus“ hätte man noch andere Charaktere auf die Rückseite geben können, so bleibt die eben weiß…Detail am Rande.

Apropos Detail am Rande. Bei so einsteigerfreundlichen Spielen und auch Neuaflagen finde ich es eigentlich ganz gut, wenn man ein paar Varianten mit reinpackt. Bei einem Spiel das über 20 Jahre alt ist gibts da sicher ein paar Ideen. Das wäre für die Wiederspielbarkeit noch ein kleiner Sprung nach vorne.

Kommen wir zu den Spielerzahlen. Zu viert finde ich es am besten. Zu dritt ist es auch gut aber 6 Städte bei 3 Spielern teilt sich schon gern auf 2 – 2 – 2 auf. Da ist die Anfangsphase etwas vorprogrammiert. Zu zweit spielt jeder mit 2 Farben. Das reizt mich persönlich nicht wirklich.

Letzte Anmerkung, die der Form halber dabei ist. Es ist ein Spiel bei dem es um Gebietskontrolle geht. Dh es kann zu Situationen kommen, wo ein Spieler ein Stockwerk in einer Stadt platziert und einem von 2 Spielern die Mehrheit nimmt und dort zum Königsmacher wird.

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Kommen wir zu den positiven Dingen. Man merkt dem Spiel das Alter nicht wirklich an. Auch in voller Besetzung spielt es sich in weit unter einer Stunde. Im Gegensatz zu anderen älteren Brettspielen ist das echt gut. Das passt eher zu aktuelleren Titeln im Gelegenheitsspielerbereich die auch ungefähr die gleiche Spieldauer haben. Ich hatte nie das Gefühl das es länger dauert als es dauern sollte.

Die Regeln sind auf einem Blatt zusammengefasst. Also echt knapp und Fragen gabs keine. Dadurch ist es auch gut geignet um es spontan aus dem Schrank zu holen.

Die Haptik der Bauwerksteile finde ich sehr schön. Einen Turm in die Landschaft zu setzen oder Stockwerke auf die Gebäude der Mitspieler macht schon Laune und am Ende sehen die Syklines gar nicht mal schlecht aus.

Das Material finde ich auch toll. Die Karten sind dick, die Stockwerke robust und lassen sich ohne Probleme zusammenbauen und auseinander nehmen. In der Schachtel hat auch alles seinen Platz und wer will kann sogar alles in Beutel packen.

Die Gestaltung des Spielplans ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Ich dachte, naja konkrete Städte wären besser blablabla…Mittlerweile gefällt es mir gut. Ist es wirklich wichtig, welche Stadt man ausbaut?  Da gäbe es nur Stimmen die sagen: Aber Stadt X ist doch viel besser geeignet als Y. Wenn ich mir die Spielpläne der alten Auflagen ansehe ist es ein gewaltiger Sprung nach vorne. Obs jetzt die seltsame alte Leiste oder der, mM nach, doch sehr hässliche Spielplan ist. Hier hat man eine angedeutete Erde mit allen Kontinenten als Hintergrund, was es natürlich viel bunter macht als Großstadt-Grautöne.
Ja … die wären realistischer aber seien wir ehrlich. Das ist nicht wirklich relevant für das Spiel, die Farbe macht mehr Laune und gibt dem Spiel eine Leichtigkeit die es hat. Es ist ein unterhaltsames, lockeres Spiel, dass man mit so ziemlich jedem spielen kann. Die Grautöne lassen es doch abschreckender und komplexer wirken als es ist.

Obwohl das Spiel so einfache Regeln hat, merkt man doch die unterschiedlichen Spielertypen. Da gibts die die am Anfang jeden Konflikt scheuen und leere Bauplätze verbauen um massig Punkte über Gebäude zu machen. Es gibt den der schnell versucht das höchste Gebäude zu kontrollieren und den, der die Bauwerke anderer Spieler einkassiert sobald er die Möglichkeit hat…und natürlich ein Mischmasch aus allem. Sowas gefällt mir auch gut. Es zwingt einen nicht nach einem bestimmten Schema zu spielen.

Das Spiel hat natürlich einen nicht geringen Glücksfaktor. Immerhin zieht man die Baukarten von einem Stapel und da kann es auch blöd laufen. Ich habe z.B. in einer Partie 3 gleiche Karten auf der Hand gehalten, die ich aber nicht wirklich einbauen konnte. Trotzdem. Ich kann je nach Handkarten und Positionen der Mitspieler planen, welche Bauteile ich einbauen will. Die Entscheidung ist nicht so leicht.

Noch ein großer Pluspunkt. Das Spiel ist interaktiv. Wenns es auch nur halbwegs so abläuft wie bei uns wird geredet werden … viel. Da diskutieren zwei wie man am besten die Mehrheit von Andreas knackt, weil er in der letzten Wertung ziemlich davon gezogen ist…ja … wieder Mal nicht aufgepasst… und die Situation auf dem Spielbrett kann sich zwischen den Wertungen auch sehr schnell ändern. Oder man streitet sich mit seinem Gegenüber der sein Gebäude ausgebaut hat und nun 2 Stockwerke höher ist. Buttert man auch weitere Ressourcen hinein oder ist man sogar froh darüber, dass Christian dort hingebaut hat anstatt wo anders?  Der Faktor Mensch spielt eine große Rolle.

Manhattan ist ein einsteigerfreundliches, kurzweiliges Spiel mit tollem Material. Das erinnert an moderne Spiele wie Splendor oder Century. Im Gegensatz zu denen setzt es viel mehr auf Interaktion.

Gut

Empfehlung

Um es nochmal zu betonen. Es gibt im Spiel recht viel interaktion, weil die Bauplätze nun mal beschränkt sind. Bei uns in der Runde passt das und mein Vater hat mehr Spaß daran mir die Gebäude zu klauen als er eigentlich haben sollte aber ich kann mir auch vorstellen, dass es Runden gibt die genau das nicht mögen.

Ansonsten. Wenn man kein strategisches Schwergewicht erwartet bekommt man hier ein unterhaltsames Spiel, das auch für Einsteiger geeignet ist.

Vielen Dank am Schmidt Spiele für das Rezensionsexemplar!

Love Letter Big Box

Es gibt ja mittlerweile recht viele Big Boxen zu kaufen. Jetzt auch für das Mikrospiel Love Letter. Das ist damals mit 16 Karten ausgekommen. Jetzt sind es 32 Karten. Doppelt so viel Inhalt! Ja … das kann man schon Big Box nennen.

Eckdaten

Autor: Seji Kanai
Illustrationen:Andrew Hepworth, Jeffrey Himmelman
Verlag: Pegasus Spiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2017
Spieleranzahl: 2 – 8
Dauer: 20 – 40
Schachtelgröße: 14cm x 19cm x 6,8cm
Preis: ca 17€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus großen, sehr soliden Karten und ein paar schönen Holzherzen.

Grafische Gestaltung

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Bei den Illustrationen bin ich zwiegespalten. Die des Original Love Letter fand ich immer gut. Die aus der Erweiterung – teils teils. Ich finde sie passen nicht so perfekt zusammen. Bestes Beispiel: Das Cover. Das Spiel heißt LOVE LETTER. Die Prinzessin im Vordergrund und im Hintergrund die Siluetten anderer Figuren. Perfekt… Was zum Geier macht hier ein schmieriger Assasine.

Aufbau

Spielfeldgröße: nicht der Rede wert
Aufbauzeit: Karten mischen und es kann losgehen

Thema

Wir sollen der Prinzessin einen Liebesbrief überreichen. Je einflussreicher die Person aus ihrer Umgebung desto wertvoller ist sie für diesen Zweck.

Besonderheiten

Jeder Spieler hat zu Spielbeginn eine der Personenkarten auf der Hand. Wenn man am Zug ist, zieht man eine Karte vom Nachziehstapel und spielt eine der 2 Karten offen vor sich aus. Danach handelt man den Effekt der Karte ab und schon ist der nächste dran.

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Mit der Erweiterung kommen auch 3 männliche Wöchter ins Spiel. Von der Funktionalität her identisch aber so lassen sie sich leichter auseinandersortieren.

Eine Runde dauert so lange bis entweder alle Spieler bis auf einen ausgeschieden sind oder der Nachziehstapel leer ist. Dann gewinnt der, der die Karte mit dem höchsten Wert auf der Hand hat.

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Der Sieger bekommt 1 Herz. Wer eine bestimmte Anzahl Herzen gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Einstieg & Wiedereinstieg

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Für jeden Spieler liegt eine doppelseitig Übersicht über alle Rolle bereit.

Regelumfang: nicht der Rede wert
Einarbeitungszeit: kann man ignorieren. Das Grundprinzip ist schnell verinnerlicht. Lediglich die Karten muss man erst mal lesen. Dafür hat man aber die richtig praktischen Spielerhilfen die nicht nur die unterschiedlichen Effekte sondern auch die Anzahl der Karten pro Sorte angibt.  In die Anleitung schaut man eigentlich nur 1 Mal.

Preis/Leistung

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Das Spiel besteht aus ~40 großformatigen Karten und ein paar Holzherzen. Nicht grade viel für 17€ könnte man meinen. Ja aber die Karten haben Dixit Größe und sind ungefährt ein paar Mal so dick. Richtig gut also.
Die Holzherzen sind auch ausreichend vorhanden und das Spiel bietet gute Wiederspielbarkeit für viele Partien.

Meine Meinung

Beginnen wir wie immer bei der Kritik an der Big Box. Wie gesagt, die neuen Grafiken sind teilweise nicht ganz so meins. Ich finde ein paar Karten der Erweiterung um eine Ecke uncharismatischer und das Cover …
Prinzessin, sie müssen nur noch für das Cover posieren. Bitte stellen sie sich da hin… ok … hier kommt das Vög … hey! wer sind sie. jetzt muss ich noch ein Foto mach… natürlich. Der Film ist alle. Na dann nehmen wir das. Tja der Assasine ist ein richtiger Photocrasher.
Zu den Spielerzahlen. Ich finde es nicht ganz so gut mit 2 Spielern. Dort kann nach einer Karte eine Runde vorbei sein. Zug 1: Wächterin … du hast die Zofe auf der Hand….richtig.

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Neutral? Da fällt mir der Schmeichler ein. Hier ist es passiert, dass auf ihn 1-2 Mal schlichtweg vergessen wurde. Man quatscht zwischen den Zügen, ist ein wenig unachtsam und schon ist es passiert. Für den Narren hat man die Narrenkarte eingeführt. Gut. Warum hat man nicht auch eine Karte oder irgendeinen Würfel / Marker für den Schmeichler als Erinnerung. Warum macht mir das nicht so viel aus? Man nehme einfach einen Marker aus einem anderen Spiel oder eine Münze oder eine Weinflasche. Lasst eurer Fantasie freien Lauf….

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Also der Graf ist klar ein Bösewicht. da widerspricht mir sicherlich keiner.

Ansonsten finde ich die Big Box sehr gelungen. Ich hatte vor einigen Jahren Love Letter in meiner Sammlung aber in den Gruppen in denen ich es gerne gespielt hätte, ging das nicht, weil es eben nur bis 4 Spielern ging. Zu zweit war es in Ordnung aber auch kein Highlight. Es gab da auch irgendwo eine Möglichkeit mit zwei Spielen mit 4+ zu spielen aber das hatte mich nicht überzeugt. Warum?

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Pro Partie kann nur 1 Spieler punkten. Sagen wir man spielt zu 6. auf 3 Herzen. Es kann 13 Partien dauern, bis es einen Sieger gibt, was für diese Art von Spiel viel zu lang ist.
Hier kommen die zusätzlichen Karten der Erweiterung ins Spiel. Mit 3 der neuen Rollen kann man Extraherzene erhalten.

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Der Spielmechanismus ist dabei so simpel, wie kaum ein anderer. Zieh eine Karte – spiel eine Karte. Trotzdem steckt in diesem Spiel Bluffen, Taktieren, Deduktion und eine Portion Glück und das bei so wenig Material.  Eine richtige Design Meisterleistung. In höheren Spielerzahlen wirds ein wenig chaotischer, was aber nicht verwunderlich ist, weil man gerne vergisst was wer gespielt hat.

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Das Spiel schafft es aber immer wieder clevere und witzige Momente zu erzeugen. Zum Bespiel hatte ich einer einer Patrie das Gefühl, dass  Christian die Prinzessin auf der Hand hat. Er hat die Gräfin ausgespielt. Natürlich könnte er auch Prinz oder König haben … aaaaber der König ist schon aus dem Spiel … hmmm da zock ich mit meinem Wächter… ist ja logisch. Natürlich renne ich voll in den Assasinen… Sowas bleibt natürlich nicht unkommentiert 🙂

Sehr Gut-. Eines der besten Spiele für zwischendurch und funktioniert in den  unterschiedlichsten Spielergruppen und Besetzungen.

Empfehlung

Die Love Letter – Big Box ist allen zu empfehlen die ein zugängliches Spiel suchen, dass gut in unterschiedlichen Spielerzahlen funktioniert und unterschiedliche Facetten hat

 

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Vielen Dank an Pegasus für das Rezensionsexemplar!