Gedanken über Magic the Gathering

Ich weiß nicht wie es bei euch war, aber ich habe vor einigen Jahren als ich noch keine anderen Brettspiele hatte, ein wenig Magic the Gathering gespielt. Keine Turniere oder so – das wollte ich dann nicht aber gelegentlich mit einem Freund. Mein liebster Part war das Erstellen neuer Decks und das herumexperimentieren mit Karten.
Seit mir einige Aspekte von Hearthstone ein wenig auf die Nerven gehen, spiele ich wieder Magic – Duels und zack – ich hab wieder Lust Magic auch real zu spielen.
Mein Problem ist, der potentielle Spielpartner hat keine Ahnung und  ich finde es ist heute irrsinnig schwer sinnvoll da hineinzukommen.  Die Deckbau Box ist eine schöne Idee. Da hat man viele Länder ein paar Booster und ein paar so halb zufällige Karten drin aber von fast jeder Karte nur 1 Exemplar! Wie soll man so eine sinnvolle Strategie aufbauen? Das geht doch gegen den Geist von Magic.Du willst ja Verlässlichkeit in deinem Deck. Anstatt da 10 verschiedene Karten zu haben wären doch 5 verschiedene Karten aber 2 Stück von jeder  besser oder?
Wieso gibt es keine „Meat & Potatoes“ Karten in höherer Stückzahl? Ihr wisst schon. Die Grizzlybären und Schocks. Ich vergleich das mit dem Dominion Basisspiel. Viele Karten da drin sind jetzt nicht die spannendsten, wenn man das Spiel oft gespielt hat. Das macht sie aber nicht schwächer.

Na gut … es gibt auch noch Planeswalker Decks. Mit Kaladesh 2 verschiedene: je 60 Karten und auch 2(?) Boostern. Finde ich ganz nett um sie gegeneinander zu spielen aber um tatsächlich mit dem Deckbau zu beginnen ist das viel zu wenig.

So weiche ich weiterhin auf Magic – Duels aus … oder hat wer Kartenspielalternativen die an Magic herankommen?

 

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Arboretum

Heute machen wir einen Spaziergang an der frischen Luft und flanieren durch den Park … richtig entspannend im Schatten der Magnolien herumzuspa … was zum?! Wieso ist der Weg blockiert? Aha ein Schild…Ich mag Magnolien lieber als ihr alle und hab mir die Wegerechte gesichert … seht zu, dass ihr wo anders entlang wandert, ihr Penner!
Wie unhöflich …

Eckdaten

Autor: Dan Cassar
Illustrationen: Chris Quilliams; Philippe Guérin
Verlag:Abacusspiele (Verlagsseite)
Erscheinungsjahr: 2016
Spieleranzahl: 2-4
Dauer: ca 30 min.
Schachtelgröße: 16,3cm x 11,8cm x 3,7cm
Preis: ca 12€

Ausstattung

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Das Spiel besteht aus 80 Karten. Diese Karten sind von hervorragender Qualität und sogar die Anleitung greift sich richtig gut an.

Grafische Gestaltung

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Die Bäume sind einfach wunderschön anzusehen. Die Schachtelgrafik ist auch sehr gut gelungen und glänzt teilweise golden.

Aufbau

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Spielfeldgröße: Die einzelnen Spieler brauchen doch recht viel Platz. Wie sich so ein Arboretum entwickelt kann man nur schwer vorhersagen
Aufbauzeit: Karten mischen

Thema

Jeder pflanzt ein Arboretum. Für all jene die bis heute noch nichts mit dem Begriff anfangen konnten (wie ich selbst): Das ist ein Park aus Bäumen. Derjenige der am Ende den schönsten Park hat gewinnt … vielleicht😉

Besonderheiten

Jeder Spieler erhält zu Beginn ein paar Handkarten mit Werten von 1-8. Jeder Spieler hat einen eigenen Ablagestapel und es gibt den gemeinsamen Nachziehstapel.
Ist man an der Reihe zieht man 2 Karten von irgendeinem Stapel, spielt eine Karte in sein Arboretum und wirft eine auf seinen Ablagestapel.

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Die Karten können horizontal oder vertikal an bisher gelegte eigene Karten ausgelegt werden. Diagonal ist nicht erlaubt.

Das passiert so lange bis der Nachziehstapel leer und das Spiel vorbei ist.

Jetzt kommt der eigentliche Clou. Die Wertung. Man geht Baumtyp für Baumtyp durch und jeder Spieler zeigt alle Handkarten in dieser Farbe her. Der der, die höchste Summe an Werten auf der Hand hat, darf einen Weg in dieser Farbe werten. Trickreich wird es, wenn jemand eine 8 und jemand eine 1 in derselben Farbe hat. Die 1 neutralisiert nämlich die 8 und verringert ihren Wert auf 0.

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Wie wertet man einen Weg? Ein weg startet mit der Farbe eines Baumes und endet mit einem Baum in derselben Farbe. Dabei müssen die Zahlenwerte aufsteigend sein. Lücken dürfen vorhanden sein. Pro Karte die dieser Weg lang ist gibt es einen Punkt. Startet er mit einer 1 gibt es einen Bonuspunkt endet er mit einer 8 gibt es 2 Bonuspunkte. Besteht ein Weg nur aus Karten einer Farbe und hat er mindestens eine Länge von 4 so bekommt man nochmal pro Karte einen Bonuspunkt.

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Das vorhin waren 90% der Regeln
Einarbeitungszeit: Die erste Partie kann etwas holprig sein. Es gibt den einen oder anderen „Stoperstein“. Manche vergessen, dass man Lücken lassen darf. Andere versuchen mehrere Wege zu werten andere wieder Vergessen das Zurückhalten von Handkarten. Aber spätenstens nach der 2. Partie sollte es kaum mehr Fragen geben.

Preis/Leistung

Es ist es wirklich wert. Da muss man gar nicht darüber diskutieren. Tolle Kartenqualität und sogar das Papier der Anleitung greift sich schön an. Aber wie ist jetzt das Spiel?

Meine Meinung

Als ich zum ersten Mal ein Video zu diesem Spiel gesehen habe, dachte ich mir … Aha … Bäume setzen. Hört sich nicht grade spannend an. Die Videoqualität war auch nicht berauschend so haben die Illustrationen auch nicht genau gesehen. Aber hat sich das bestätigt?
Als negativen Punkt kann man anführen, dass man bei 2 und 3 Spielern Karten raussortieren muss aber das muss man auch bei anderen Spielen also kann man das nicht gelten lassen …  neutral könnte man das Thema nennen. Die Bäume sind zwar echt hübsch aber ich fühle mich jetzt nicht so als ob ich durch ein Arboretum gehe. Sie sehen in der Auslage trotzdem schön aus. Ein anderer neutraler Punkt ist der Einstieg. Die Regeln sind zwar echt nicht schwer aber trotzdem ist es noch allen Mitspielern schwer gefallen die 1. Auslage zu planen. Vor allem die große Frage: „Womit anfangen?“ Das erinnert schon ein wenig an an leeres Go Brett. Man hat als Neuling einfach das Gefühl, dass man jetzt schon was falsch machen kann, obwohl es eigentlich noch kein Drama ist.

Ansonsten. Das Spiel hat das Zeug ein echter Klassiker zu werden. Es erinnert an den Ablauf und emotional von Lost Cities. Hier wie dort steht man vor den kniffligen Entscheidungen, wo man in den meisten Fällen keine 100% richtige Antwort weiß. Welche Karte behält man auf der Hand, um überhaupt einen Weg werten zu können. Wieviel Risiko geht man ein? Warum zum Geier hat noch keiner außer mir Eichen eingepflanzt? Haben sie keine oder hat die jemand auf der Hand. Sicher der Christian. Der schaut schon ganze Zeit so komisch auf meine Auslage. Wie lege ich mein Arboretum an? Riskiert man echt einen Weg in nur einer Farbe? Richtig schöne Dilemmas. Entscheidungen, die wirklich eine Tragweite haben. Wenn man die falsche Karte wegwirft, kann das schon Mal eine ganze Farbe kosten, was einen das ganze Spiel kosten kann.

Man könnte denken, das ist zu drastisch. Sieg und Niederlage so nahe beieinander? Ja ja und ja. Man überlegt bei jeder Karte … Was abwerfen. Das darf nicht weg, das will ich nicht weg, wenn das verteilt wäre könnte ich die weg – aber was ist wenn nicht? Es wäre übertrieben zu sagen, dass mich das ins Schwitzen bringt aber manchmal würde man schon gern schreiend aufspringen … wieder eine Parallele zu Lost Cities.

Besonders gut gefallen hat es mir mit mehr als zwei Spielern (obwohl es in dieser Besetzung auch gut funktioniert). In den höheren Zahlen ist der Showdown am Spielende spannender, weil man nicht genau weiß wie …sagen wir mal … „kritische“ Farben verteilt sind. Bei zwei Spielern ist das bei Spielende klar (außer man hat vergessen was auf dem Ablagestapel liegt). Da zittert man nur bis zur letzten Karte des Nachziehstapels, denn im Gegensatz zu Lost Cities – wo die letzte Karte eigentlich eine tote Karte ist – kann hier die letzte Karte nochmal richtig entscheidend sein.

Arboretum ist ein schönes, taktisches Sammel- und Legespiel. Es ist simpel – und auch wieder nicht. Sanft wie eine Brise – und auch wieder nicht. Ein Spiel der Gegensätze die es ziemlich reizvoll macht. Derweil kann ich noch nicht abschätzen, wie es sich auf Dauer halten wird. Für mich bleibt es zwar hinter Lost Cities  in meinem Ranking, weil es doch recht stark davon inspiriert wurde aber noch immer ein gutes (+) Spiel, dass sehr gerne auf meinen Tisch kommt.

(Wow … wieder eine recht gute Wertung. Wie sagt man so schön: Wenn’s laft, dann lafts😀 )

 

Empfehlung

Wer Lost Cities schon nicht mochte, weil es zu glückslastig und simpel war wird auch mit Arboretum nicht glücklich werden.

Wer kleine, schnelle Kartenspiele mag die eher abstrakt sind sollte es sich unbedingt anschauen.

 

Vielen Dank an Abacus für das Rezensionsexemplar!

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Jurassic Park Game

Und weiter geht’s mit dem alten Zeugs. Heute haben wir wahrscheinlich mein „größtes Spiel“, nämich Jurassic Park Game aus dem Jahre 1993. Groß ist eigentlich eine Untertreibung. Es ist riiiesig.

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Wenn man sich das Cover so ansieht, denkt man vielleicht. Ist ja nicht so wild….Ich präsentiere: Der Spielplan! Im Vergleich dazu, die Referenz Catan Schachtel.

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Kommen wir zu dem was meine Dinomania „oh ich wär so gern ein Archäologe“ Augen hell leuchten hat lassen. Die Dinominis🙂

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Die kommen in 3 verschiedenen Typen und passen zu den Bad Boys aus dem Film. Die Spielerfiguren müssen leider mit Pappaufstellern auskommen. Ganz klar wer hier die Stars sind oder🙂

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Aber wie funktioniert das Spiel. Die Spieler starten am unteren Ende der Karte jeder von ihnen hat immer 4 Karten auf der Hand. Der T Rex startet hinter ihnen und die anderen Dinos kommen in die Gehege. Ziel ist es als erstes das Besucherzentrum am oberen Ende der Insel zu errreichen. Dh. es ist nicht kooperativ.

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Wenn man dran ist würfelt man zuerst mit dem Würfel. Entgegen aller Mutmaßungen wird damit nicht die Bewegung der Spielfiguren kontrolliert – also mal was anderes. Mit dem Würfelergebnis kann man einen Dino dieser Farbe um die aufgedruckte Anzahl Felder bewegen. Die Dinos verwendet man um Wege zu blockieren oder andere Figuren festzusetzen. Ist man mit einem Dino auf dem gleichen Feld, kann man sich nämlich nur bewegen, wenn man den Dino nach dem Würfeln weiterziehen lassen kann oder falls man die Karte „Flucht vor dem Dinosaurier“ hat.

Dann ist man selber am Zug. Man bewegt sich um 1 Feld oder spielt eine Karte oder tauscht bis zu 4 Karten. Am Ende füllt man wieder auf 4 auf.

Meine Meinung

Nachdem die letzten Spiele eher ein Griff ins Klo waren, hatte ich für dieses gar keine hohen Erwartungen. Vielleicht lag es daran aber ich fand das Spiel gar nicht mal so schlecht.

Ja es gibt einiges was ich ein wenig seltsam finde. Das Brett ist total überdimensioniert, es gibt einige Punkte Symobole und Markierungen die überhaupt nichts zu bedeuten haben. Wozu sind die Karten gut mit denen man zufällig die Charaktere verteilen kann? Vielleicht bin ich mittlerweile aus dem Alter raus aber mir ist das so was von egal.
Abgesehen davon ist das Spiel nicht so schlecht. Man versucht die Dinos strategisch zu platzieren und selbst eine Lücke zu nutzen wenn sich eine auftut. Dadurch dass meine Bewegung planbar ist fühlt es sich nicht ganz so glückslastig, wie andere Spiele dieser Zeit an.

Insgesamt bin ich positiv überrascht. Es ist zwar kein Überflieger aber auch nicht so grottenschlecht und langweilig wie andere Spiele. Da es „etwas“ überdimensioniert ist, wird es aber trotzdem wieder auf dem Dachboden landen😀

Verbesserungsvorschläge

Auf der Schachtel steht von 2-4 Spielern. Das kann man locker nach oben schrauben. 5 hört sich für mich sogar nach einer guten Spielerzahl an.
Man kann auch ein paar Hausregeln einführen. Z.B. kann man das nutzlose Material verwenden. Wenn man benachbart zu den Symbolen is bekommt man seine Karte mit der Person und die kann man dann z.B. einmal in der Partie verwenden um einen Doppelzug zu machen…das fällt mir grad spontan ein. Es gibt sicher noch weitaus bessere Möglichkeiten.