Frisch gezockt 21.12.2021

Lang ist’s her seit ich was gepostet habe. Die Situation ist wieder schlimmer geworden und in den letzten Monaten ist es wieder schwieriger geworden sich für einen Spieleabend zu Treffen. Ärgerlich aber hilft ja nix. Nächstes Jahr ist auch ein Jahr

Dune: Imperium

Hier hab ich den Solomodus ausprobiert. Diese Solitär Kartendecks finde ich mittlerweile eher nur solala. Kann man machen aber es ist nur Zufall. In Dune: Imperium spielt man solo gegen 2 virtuelle Gegner und da fällt es mir nicht so stark auf . Das Spiel an sich gefällt mir bis jetzt recht gut. Ich mag den Deckbau, da man hier sehr darauf achten muss nicht einfach irgendwas in sein Deck zu stopfen. Da sollte man schon überlegen was man nimmt. Hier die Schattenseite davon. Manchmal kommt es vor, dass die Auslage hängt und man die Karten die da sind einfach nicht brauchen kann. Vielleicht ist das dann mit realen Personen anders. Mal schauen.

Ein Fest für Odin

In einer Online Gruppe hat jemand nach Tipps für Spiele mit einem guten Solomodus gefragt und da habe ich Ein Fest für Odin genannt und sofort wieder Lust bekommen es aus dem Schrank zu holen. Alles was ich damals in meiner Rezension geschrieben habe stimmt auch heute noch. Nach dem Spiel, dass wieder ca 1 Stunde gedauert hat war ich voller Energie und dachte wieder: Wäre es verrückt noch eine Partie anzuhängen? Eine andere Strategie fahren? Ein anderes Kartendeck verwenden? Warum ist es schon zu Ende? Eine Runde noch!

MyCity

Wir haben das letzte Kapitel der Kampagne gespielt. Richtig schönes Spiel. Legacy Spiele habe mich immer abgeschreckt weil der Zeitaufwand bei den meisten doch um einiges größer ist. Hier sind es zwischen 20 und 40 Minuten pro Partie und 3 Partien sind ein Kapitel. Mir hat die Art und Weise wie das Spiel mit neuen Elementen umgeht gut gefallen. Es kommt neues hinzu aber es fallen einige Dinge nach einer Zeit weg, Ich finde immer dann wenn man sich schon sehr an einen Ablauf gewöhnt hat, kommt eine Änderung. Nach der Kampagne bleibt uns noch das Ewige Spiel. Das enthält ein paar Elemente aus den früheren Kapiteln und verwendet den Spielplan auf der Rückseite. Mal schauen wie das ist.

MtG: 2021 Arena Einsteigerpaket

Heute gibt es eine eher ungewöhnliche Rezension. Es geht um das Magic the Gathering 2021 Arena Einsteigerpaket. Jahre nachdem ich meine komplettte Sammlung verkauft habe, habe ich mir wieder was zugelegt … ob sich das ausgezahlt hat?

Worum geht es?

Wir sind Zauberkundige die uns die Zauber um die Ohren schmeißen und Kreaturen beschwören.

Was ist das Ziel?

Wer zuerst aus den Latschen fliegt verliert.

Warum macht das Spass?

Es ist ein interessanter Schlagabtausch. Das Spiel hat eine schöne Mischung aus Planung, Glück etwas Bluffen.

Besonderheiten

Hier die Regeln von Magic auszubreiten wird schwierig aber reißen wir es ganz grob an.
Jedes der zwei Kartendecks besteht aus 60 Karten.
Etwas mehr als ein Drittel davon sind Länder. Pro eigenem Zug darf man ein Land ausspielen.
Jedes Land kann durch seitwärts drehen / tappen, Mana in seiner Farbe erzeugen. Mana ist die Ressource mit der die Kosten für andere Zauber bezahlt werden.
Alle anderen Karten sind Zauber und werden gewirkt indem die Kosten der Karte bezahlt werden.
Es gibt bleibende Karten, wie Kreaturen oder Verzauberungen die nach dem Wirken aufs Spielfeld kommen.
Hexereien und Spontanzauber, besiegte Kreaturen uä landen nach dem Wirken auf dem persönlichen Friedhof.
Ganz besonders möchte ich hier Spontanzauber hervorheben. Spontanzauber können im Gegensatz zu den anderen Typen von Zaubern auch Zug des Mitspielers als Reaktion auf einen anderen ausgespielten Zauber oder am Ende jeder Phase gespielt werden.

Achja Phasen … Die sehen grob so aus.

Phasen
Versorgung. Enttappen, Karte Ziehen
1. Hauptphase: alle eigenen Zauber können hier gewirkt werden.
Angreifer deklarieren
Blocker deklarieren
Schaden
2. Hauptphase
Endsegmet

Einstieg & Wiedereinstieg

Regelumfang: Der Einstieg in Magic ist in seiner Fülle steinig aber dieses Einsteigerpaket bricht es relativ gut runter. Der Code um die Decks online freizuschalten schadet da natürlich überhaupt nicht.

Preis/Leistung

Ich habe es beim Shop meines Vertrauens um 5,50 gekauft. Man findet es aber auf alle Fälle für unter 10€. Da kann man sich eigentlich nicht beschweren. Um den Preis gibt es 120 Karten, 2 Aufbewahrungsschachteln und den Online Code.

Meine Meinung

Was gefällt mir am Spiel nicht?

Da habe ich eigentlich keine Punkte. Am ehesten noch, dass man von den seltenen Karten jeweils nur 1 Exemplar hat aber ganz ehrlich. Für den Preis? Diese 10 Karten als Einzelkarten zu kaufen kommt einem sicherlich genauso teuer wie das ganze Produkt.

Was sind solala Punkte?

Als alter Hase sind die Decks jetzt nicht irre aufregend. Sie sind aber meilenweit besser als die Einsteigerpakete die es zu meiner Zeit gegeben hat. Da gabs nur 2*40 Karten und das meiste waren ganz uninteressante Karten … Grizzlybär + Varianten, Lavaaxt und co.

Wenn ich die Spielregeln hier mit denen in einem normalen Brettspiel vergleiche, hinkt es hier dennoch hinterher. Die kleinen Regelheftchen sind für mich absolut nicht zeitgemäß. Da braucht es ein ordentliches Heft mit Beispielen usw. Abgefedert wird es durch die App und die Tutorials dort.

Es sind nur 4 der 5 Farben in den Decks.

Was gefällt mir?

Als Produkt für Einsteiger ist das wirklich wirklich hervorragend. Warum? Das Lernen der Regeln wird viel einfacher, weil es hier einen Code gibt mit dem man beide Decks für zwei Spieler für die App MtG Arena freischalten kann. Nicht nur, dass man so einfach diese beiden Decks gegeneinander digital spielen kann, man hat dort auch Tutorials die einem die Spielprinzipien näher bringen.
DAS ist so viel wert, denn Magic ist ein komplexes Spiel. Im Gegensatz zu Hearthstone, den meisten seiner Klone und z.B. auch Keyforge kann man mit den richtigen Karten im Zug des Gegners agieren.
Man muss auch seine Ressourcen besser managen. Für jede Kartenfarbe muss man Länder besitzen die als Ressourcenspender agieren.

Die Zusammensetzung der Decks gefällt mir eigentlich auch. Der Großteil ist nicht überragend aber auch nicht schlecht. Die Effekte sind alle brauchbar und die seltenen Karten hauen hier schon ziemlich rein, wenn man sich nicht gleich um sie kümmert. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man die Decks zerlegt und z.b. die Farben austauscht.

In beiden Decks findet man keine Ebenen. Aber ansonsten hat man zumidnest eine Startmanabasis für zweifarbige Decks, wenn man sich für mehr als nur Magic interessiert.

In Summe. Über viele Magic Produkte kann (und werde) ich jammern. Über dieses nicht

Empfehlung

Interesse an MtG und jemandem mit dem ihr es spielen wollt. Schlagt zu. Für den Preis von weniger als 6 nimmt! oder einem Keyforge Deck bekommt man 120 Karten die gut gegeneinander zu spielen sind. Analog und digital. Zum reinschnuppern gibt es nichts besseres.
Es gibt auch noch ein älteres Arenaeinsteigerpaket, dass nur zweifärbig ist. Das ist auch nicht schlecht aber das hier gefällt mir besser, weil man einfach mehr von den anderen Farben sieht.
Leider nicht von allen aber 4 von 5 ist ein guter Schnitt.
Wer sich mehr für Magic interessiert, kann sich das Paket auch 2 Mal kaufen.Kostet dann irgendwas zwischen 10 und 15 Euro. Dafür hat man dann genug Länder für einfarbige Decks und vor allem jede der vorhandenen seltenen Karten 2 Mal.

Anhang

Eckdaten

Autor: Richard Garfield
Illustrationen: viele
Verlag: Wizards of the Coast / Hasbro
Erscheinungsjahr: 2021
Spieleranzahl:  2
Dauer: variiert. zwischen 10 und 30 Minuten pro Partie
Preis: < 10€

 

Frisch gezockt 22.10.2021

Caylus 1303

Vor einem Jahr oder so bin ich mal dazu gekommen es zu spielen und ich fand’s gut. Jetzt habe ich es noch einmal gespielt und ich muss sagen. Ich finde es sehr elegant. Klare Regeln, klare Sturktur und trotzdem ist es doch überraschend komplexer als erwartet. Es kann natürlich daran liegen, dass es für die anderen die erste Partie war und für mich quasi die erste Partie. Es wurde viel überlegt. Der Vogt wurde von uns fast nie genutzt außer in der letzten Runde, wo er und ein Gunstverlust mich die Partie gekostet hat. Was mich bei einer Spieldauer von fast 2h nicht glücklich gemacht hat 🙂
Ich glaube auch, dass wir nicht besonders gut gespielt haben und dass hier noch sehr viel Luft nach oben ist.
Mein Einschätzung: Das Spiel hat sehr viel zu bieten, wenn man es oft spielt. Caylus ist sehr dynamisch und interaktiv, was man sonst nicht unbedingt mit dem Genre verbindet. Die Abfolge der Gebäude, welche Gebäude und Spezialisten verfügbar sind und wie der Vogt eingesetzt wird hat eine große Auswirkung auf den Spielablauf, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht. Trotzdem wird man vertrauter werden und die Spieldauer sinkt. Ich denke mal so auf 90 Minuten…jetzt kommt das aber. Aber ich weiß nicht ob ich es oft in meiner Runde auf den Tisch bringen werde. Das ist sehr hart umkämpft mit Spielen die flotter gespielt sind. Mal schauen.
Wer aber ein Wirtschaftsstrategiespiel sucht, dass man oft spielen kann ohne dass es sich abnutzt, dass einfache Regeln aber viel Tiefe hat und wo sehr viel von den Aktionen der Mitspieler abhängt, greift zu.

Concordia

Nach langer Pause habe ich auch wieder Concordia gespielt. Das hat mich daran erinnert warum ich das Spiel so mag. Die einzelnen möglichen Aktionen greifen schön ineinander. Bei allem was man macht, gibt es sicher eine Person am Tisch die sich denkt. Oh…das war nicht so schlecht für mich. Man nutzt die Karte die der Mitspieler gespielt hat, Karten die man haben wollte werden günstiger, man bekommt mehr Geld weil man sowieso die Provinzen aktivieren wollte, man setzt sich in die gleiche Stadt um zu schmarotzen, wenn hier produziert wird. Das fühlt sich nicht so einschränkend an wie anderswo, wo man von den Mitspielern nur ausgebremst wird. Die Entscheidung was man am besten macht, ist trotzdem nicht simpel. Jede Aktion die man macht hat sowas wie eine Minimalstufe aber teilweise auch absurde Maximalstufen. Mittels Architekt bewegt man sich mit seinen Kolonisten um 2 – 6 Felder und kann danach in angrenzenden Siedlungen bauen. Das kann 1 Siedlung sein…das können aber auch 4 oder mehr sein, wenn man die Rohstoffe und das nötige Kleingeld hat. Frei nach meinen Lieblings Brettspiel-Youtubern:“a card can be used or it can be USED“.